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Parteitypologien im Überblick

Title: Parteitypologien im Überblick

Seminar Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Hefter (Author)

Politics - Political Systems - Germany

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Summary Excerpt Details

Als Max Weber vor circa 90 Jahren in seinem „Werk und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie“ die deutschen Parteien charakterisierte, lebte er in einer Zeit, in der die Honoratiorenparteien im Niedergang begriffen waren und sich ein neuer Parteientypus entwickelte: die Massenparteien. Weber’s Urteil über die Modernität der Massenparteien war so positiv, wie es für die Honoratiorenparteien verheerend war. Einige Jahrzehnte später, Mitte des 20. Jahrhunderts, hat sich diese Einschätzung kaum geändert. In dieser Zeit schreibt Maurice Duverger sein Werk „Les partis politiques“, auch er beschreibt die Massenparteien als den Prototyp einer modernen Partei.
Die Schriften der beiden Autoren sind zu Standardwerken geworden, noch heute wird auf beide in der Parteienforschung Bezug genommen. Dennoch hat die Realität die beiden Autoren überholt. Die Massenparteien wurden vom Typus der Volksparteien beerbt und mittlerweile streitet sich die Politikwissenschaft, ob es nicht mittlerweile schon einen Nachfolgetypus gibt - und wenn ja, welche Merkmale ihn auszeichnen.
In meiner Seminararbeit werde ich mich zunächst mit den verschiedenen historischen Parteitypen beschäftigen. Mein erstes Kapitel wird die Honoratiorenparteien behandeln. Im zweiten Kapitel folgen die Massenparteien sowie im dritten Kapitel die Volksparteien. Anschließend werde ich im vierten Kapitel zwei Vorschläge über die Beschaffenheit dessen nachzeichnen, was in der Politikwissenschaft als Nachfolger der Volksparteien diskutiert wird. Zum einen werde ich auf Klaus von Beymes These der professionalisierten Wählerpartei eingehen, und zum anderen Richard Katz und Peter Mairs Konzept der Kartellpartei vorstellen. Schließlich werde ich im Schlussteil knapp vergleichend auf die letztgenannten Vorschläge eingehen, um die Arbeit inhaltlich abzurunden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Parteitypologien

2.1 Honoratiorenparteien

2.2 Massenparteien

2.3 Volksparteien

2.4 Diskussion: Wer beerbt die Volksparteien? Zwei Thesen

2.4.1 Klaus von Beyme: Der Wandel zur professionalisierten Wählerpartei

2.4.1.1 Der Wandel auf der Wählerebene am Beispiel der abnehmenden Parteiidentifikation

2.4.1.2 Der Wandel der Parteiorganisation am Beispiel der Etatisierung der Parteienfinanzierung

2.4.1.3 Der Wandel auf der Ebene des Parteiensystems am Beispiel des Machtzuwachses der Parlamentsfraktion gegenüber der Parteiorganisation

2.4.2 Richard S. Katz und Peter Mair: die Kartellpartei

2.4.2.1 Geschichtlicher Überblick von der Kaderpartei bis zur Volkspartei mit Schwerpunkt des Verhältnisses Staat – Gesellschaft - Partei

2.4.2.2 Der neue Typus der Kartellpartei

3 Synthese

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den Wandel von Parteitypen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich Parteien von den klassischen Honoratioren- und Massenparteien über die Volksparteien hin zu modernen Nachfolgetypen wie der professionalisierten Wählerpartei oder der Kartellpartei transformiert haben.

  • Historische Evolution der Parteitypen (Honoratioren-, Massen-, Volksparteien).
  • Analyse des Konzepts der "professionalisierten Wählerpartei" nach Klaus von Beyme.
  • Untersuchung des "Kartellpartei"-Modells von Richard S. Katz und Peter Mair.
  • Diskussion über die Rolle der Parteienfinanzierung und Staat-Partei-Beziehungen.
  • Vergleich konkurrierender Thesen zum angeblichen "Niedergang" der Parteien.

Auszug aus dem Buch

2.4.2.2 Der neue Typus der Kartellpartei

Die Geburt des neuen Typus der “cartel party” siedeln die Autoren im Jahre 1970 an. Ihr Verhältnis zu Staat und Gesellschaft sehen die beiden Autoren als eines, das sich stark Richtung Staat verrückt hat: „A variety of social, cultural and especially political developements may be cited as facilitating or even encouraging this movement towards an anchoring of parties within the state.“ Idealtypisch sind die Parteien sogar zu einem integralen Teil des Staates geworden.

Ein Wesenszug seiner zeitlichen Umstände ist der allgemeine Rückgang der Bindung der Wähler an die Parteien; dies hat konkret neben sinkenden Mitgliederzahlen auch generell eine geringe Bereitschaft der Menschen zu aktivem Engagement in der Partei zur Folge. Des Weiteren sind die Kosten, um die Parteimaschinerie am Laufen zu halten enorm gestiegen. Die Parteien mussten sich also ein Mittel suchen, um dieses Defizit zu kompensieren. Dies erreichten sie durch ihre Hinwendung zum Staat: „Principal among the strategies they could pursue was the provision and regulation of state subventions to political parties (…),“ Diese staatliche Parteienfinanzierung ist für viele Parteien mittlerweile ein unverzichtbarer Faktor geworden. Die Autoren gehen davon aus, dass die Finanzierung der Parteien durch den Staat weiterhin zunehmen wird.

Dabei betonen sie allerdings, dass es sich hierbei nicht um eine Entwicklung handelt, auf die die Parteien ohne Einfluss wären; im Gegenteil: „(I)t must be emphasized (…) that it is the parties, in their role as governors, who are ultimately responsible for both the rules regarding state subventions as well as for the amounts of money and ressources that are made available.” Die Parteien steuern durch ihre Position als Machthaber also in letzter Konsequenz selbst, wie die Staatssubventionen verwaltet werden. In diesem Licht muss auch die Bindung der staatlichen Subventionen an den Erfolg der Parteien betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der historischen Entwicklung von Parteitypen und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Nachfolgetypen der Volksparteien.

2 Parteitypologien: Detaillierte Analyse der Parteitypen von den Honoratiorenparteien bis hin zu zeitgenössischen Modellen wie der Kartellpartei unter Einbeziehung prominenter politikwissenschaftlicher Thesen.

3 Synthese: Zusammenfassender Vergleich der Konzepte von von Beyme sowie Katz und Mair, mit dem Fokus auf die Erkenntnis, dass Parteien sich anpassen, statt unterzugehen.

Schlüsselwörter

Parteitypologien, Honoratiorenparteien, Massenparteien, Volksparteien, professionalisierte Wählerpartei, Kartellpartei, Klaus von Beyme, Richard S. Katz, Peter Mair, Parteienfinanzierung, Parteiidentifikation, Parteiensystem, Demokratisierung, Transformation, Politikwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wandel politischer Parteien in westlichen Demokratien über die letzten 160 Jahre.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die historische Einordnung und der Vergleich verschiedener Parteitypen sowie deren Verhältnis zu Staat und Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Thesen zum angeblichen "Niedergang" der Parteien kritisch zu prüfen und die Merkmale moderner Nachfolgetypen der Volksparteien herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich politikwissenschaftlicher Standardtheorien, insbesondere von Max Weber, Klaus von Beyme sowie Richard S. Katz und Peter Mair.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der historischen Parteitypen und die detaillierte Diskussion der Konzepte zur professionalisierten Wählerpartei und zur Kartellpartei.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Parteitypologie, Volkspartei, Kartellpartei, staatliche Parteienfinanzierung und den Wandel der Parteiorganisation.

Was zeichnet die "Kartellpartei" laut Katz und Mair aus?

Sie zeichnet sich durch eine enge Anbindung an den Staat aus, wobei sie staatliche Ressourcen zur Sicherung ihres eigenen Überlebens nutzt und den Wettbewerb durch kartellartige Absprachen reguliert.

Wie unterscheidet sich die "professionalisierte Wählerpartei" von der Volkspartei?

Sie reagiert auf sinkende Parteiidentifikation und veränderte Wahlmentalitäten durch eine stärkere Ausrichtung auf professionelles Marketing und die Dominanz der Parlamentsfraktionen.

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Details

Title
Parteitypologien im Überblick
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Die deutschen Parteien vor der Bundestagswahl 2009
Grade
1,0
Author
Jan Hefter (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V156135
ISBN (Book)
9783640689477
ISBN (eBook)
9783640689637
Language
German
Tags
Parteitypologien Partei Honoratiorenpartei Massenpartei professionalisierte Wählerpartei Kartellpartei Duverger von Beyme Volkspartei Katz Mair Parteityp Parteitypen Parteientyp Parteientypen Parteientypologie Parteientypologien Parteien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Hefter (Author), 2009, Parteitypologien im Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/156135
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