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Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Geschichte der Geographie

Historischer Landnutzungswandel

Auswirkungen der Landnutzung der Römer im Mittelmeerraum

Titel: Historischer Landnutzungswandel

Seminararbeit , 2008 , 14 Seiten

Autor:in: Fabian Lehmann (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Geschichte der Geographie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entstehung des römischen Reiches wird allgemein auf das 6. vorchristliche Jahrhundert datiert. Das römische Imperium reicht zur Zeit seiner größten Ausdehnung vom Maghreb bis in den Norden der Britischen Inseln und von der Iberischen Atlantikküste bis etwa zur Ostgrenze der heutigen Türkei. Seinen Ursprung jedoch hat das Reich in der Stadt Rom. Erst im Jahr 476 n.Chr. wird der letzte Kaiser des Weströmischen Reiches abgesetzt. Die einstige europäische Großmacht wird ersetzt durch eine Vielzahl von König- und Kaisertümern, die nun um die Vorherrschaft auf dem Kontinent ringen (BRINGMANN 2002, S.122).

Mit Beginn der Eisenzeit vor etwa 2700 Jahren fingen Menschen in Europa an, statt der bisher benutzten Bronze Eisen zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen zu verwenden. Das hatte Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die nun der entscheidende Faktor für die Gestaltung der Landschaft durch menschlichen Einfluss werden sollte. Die römische Zivilisation nahm den Einfluss von urbanen Siedlungen auf die Gestaltung der Umwelt in den von ihnen besetzten Gebieten vorweg, die nach dem Untergang des Weströmischen Reiches erst wieder im Mittelalter von Bedeutung war (KÜSTER 1995, S.124-125). Also hatte neben der Landbewirtschaftung die städtische Kultur der Römer auch großen Anteil an dem Prozess der Gestaltung der natürlichen Umwelt. In dieser Arbeit soll dieser Prozess näher betrachtet werden. Dabei werden verschiedene Aspekte der römischen Kultur und des alltäglichen Lebens von Bedeutung sein. Als Informationsquellen sind für die Untersuchung historischer Prozesse verschiedene Forschungsrichtungen- und methoden dienlich. Neben archäologischen Ausgrabungen und der Interpretation schriftlicher Quellen werden auch biologisch-chemische Untersuchungen in heutigen Ökosystemen von Bedeutung sein.
Ziel soll es sein, einen Überblick zum Wirken einer frühen europäischen Kultur auf die sie umgebenden natürlichen Bedingungen zu geben. Dabei wird auch die Frage aufgeworfen werden, inwiefern der Umgang der Römer mit der Natur für den heutigen Charakter der Landschaft des Mittelmeerraumes von Bedeutung ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Limes, Symbol der Macht

3. Beeinflussung der natürlichen Bedingungen

3.1. Landwirtschaft

3.2. Waldrodung

3.3. Weitere Auswirkungen auf die Vegetation

3.4. Tagebau

4. Historische Umweltverschmutzung

4.1. Luftverschmutzung

4.2. Wasserverschmutzung

4.3. Entsorgung

5. Heilige Stätten: Naturschutz durch Religion

6. Problem der Quantifizierung

7. Aktuelle Bedeutung historischer Landnutzung

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert den historischen Landnutzungswandel durch die römische Zivilisation und dessen tiefgreifende Auswirkungen auf die natürlichen Bedingungen im Mittelmeerraum. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie die römische Kultur die Umwelt formte und welche anthropogenen Spuren noch heute die Landschaft und Ökosysteme prägen.

  • Die Auswirkungen der römischen Landwirtschaft und Waldnutzung auf die Vegetation.
  • Historische Formen der Umweltverschmutzung und Ressourcenentnahme (Tagebau).
  • Die Rolle der Religion als unabsichtlicher Faktor für den Naturschutz.
  • Die Herausforderungen bei der Quantifizierung historischer Umwelteinflüsse.
  • Langzeitfolgen anthropogener Eingriffe in Ökosysteme am Beispiel moderner Biodiversitätsmuster.

Auszug aus dem Buch

3.2. Waldrodung

Die Rodung von Wald um weiterverarbeitbares Holz zu gewinnen war eine zentrale Form der Landschaftsgstaltung. Die römische Zivilisation benötigte riesige Mengen dieser Ressource. Es war Ausgangsmaterial für Gebäude, Möbel, Werkzeug, Maschinen, Belagerungstürme, Transportmittel und Handels- beziehungsweise Kriegsschiffen (HUGHES 1994, S.7). Das Holz von Zitrusbäumen, beispielsweise aus Nordafrika, war ein wertvolles und sehr geschätztes Material für dekorative Holzzimmerdecken und Holzarbeiten in Tempeln. Ebenso wurde es für Möbel verwendet (THIRGOOD 1981, S.41).

Holz war auch das Heizmaterial, das die Öfen im Winter befeuerte und in den Schmieden das Erz schmelzen ließ. Um zu ermitteln, wie hoch der Energiebedarf in einem römischen Haus war, führte man ein Experiment in einem nachempfundenen Wohnraum von 24m3 durch. Um in dem Raum eine Temperatur von ca. 21 Grad Celsius über 4 Tage lang konstant zu gewährleisten, wurden 128 kg Holz und 7 kg Holzkohle benötigt. Hierbei handelt es sich nur um das Beispiel eines Wohnraumes, nicht etwa um den Energiebedarf eines Thermalbades, bei dem der Bedarf an Holz weitaus größer war (BENDER 1994, S.151). Die Stadt Rom war laut Schätzungen bereits eine Millionenstadt, dementsprechend groß waren auch die Mengen an Ressourcen wie Heizmaterial (THIRGOOD 1981, S.35).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das römische Reich als historische Großmacht und die Relevanz der Untersuchung menschlichen Einflusses auf die Umweltgestaltung.

2. Der Limes, Symbol der Macht: Betrachtung des Limes nicht nur als militärische Grenze, sondern als massive landschaftsformende Infrastruktur.

3. Beeinflussung der natürlichen Bedingungen: Untersuchung der massiven Eingriffe in die Landwirtschaft, Waldgebiete und ökologische Systeme zur Versorgung der römischen Zivilisation.

4. Historische Umweltverschmutzung: Analyse der ökologischen Belastungen durch Luft- und Wasserverschmutzung sowie Abfallentsorgung in der römischen Antike.

5. Heilige Stätten: Naturschutz durch Religion: Darstellung, wie religiöse Tabus unbeabsichtigt dazu führten, dass Waldgebiete vor menschlicher Ausbeutung geschützt wurden.

6. Problem der Quantifizierung: Erörterung der Schwierigkeit, präzise historische Daten über den Ausmaß menschlicher Landnutzung zu erheben.

7. Aktuelle Bedeutung historischer Landnutzung: Analyse von Langzeitfolgen römischer Siedlungsstrukturen auf heutige Biodiversitätsmuster und Bodenwerte.

8. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der römischen Einstellung zur Natur und kritische Reflexion des Begriffs der ursprünglichen Landschaft.

Schlüsselwörter

Römisches Reich, Landnutzungswandel, Waldrodung, anthropogene Einflüsse, Umweltverschmutzung, Ressourcennutzung, Mittelmeerraum, Ökosystem, Biodiversität, historische Geographie, Landwirtschaft, Antike, Umweltgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, wie das römische Reich durch seine Siedlungspolitik, Landwirtschaft und Ressourcennutzung die natürliche Umwelt im Mittelmeerraum nachhaltig verändert hat.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zu den Hauptthemen gehören die Entwaldung, die römische Landwirtschaft, der industrielle Ressourcenabbau wie der Tagebau sowie die historische Umweltbelastung durch Luft- und Wasserverschmutzung.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern der Umgang der Römer mit der Natur den heutigen Charakter und die Beschaffenheit der Landschaften im Mittelmeerraum maßgeblich geprägt hat.

Welche methodischen Ansätze werden zur Analyse genutzt?

Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus archäologischen Befunden, der Interpretation schriftlicher Quellen und Erkenntnissen aus naturwissenschaftlichen Disziplinen wie der Pollenanalyse und biogeographischen Studien.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der landschaftsverändernden Maßnahmen, die Dokumentation historischer Verschmutzungsformen sowie die Betrachtung der Rolle religiöser Stätten als Schutzgebiete.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe umfassen den Landnutzungswandel, die anthropogene Degradation, den Einfluss der Römischen Zivilisation auf Ökosysteme sowie die Langzeitwirkungen historischer Siedlungsaktivitäten.

Inwiefern beeinflussten religiöse Vorstellungen den Schutz der Natur?

Religiöse Kulte deklarierten bestimmte Wälder und Haine als heilig, wodurch dort jedes Schlagen von Holz unter Strafe gestellt wurde und diese Gebiete weitgehend unberührt blieben.

Welche Langzeitfolgen römischer Landnutzung sind heute noch messbar?

Studien, wie etwa im französischen Wald von Troncais, zeigen, dass die Biodiversität und Nährstoffzusammensetzung des Bodens auch nach fast zweitausend Jahren noch signifikante Korrelationen zu ehemaligen römischen Siedlungs- und Nutzungsflächen aufweisen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Historischer Landnutzungswandel
Untertitel
Auswirkungen der Landnutzung der Römer im Mittelmeerraum
Hochschule
Universität Bayreuth  (Biogeographie)
Veranstaltung
Landnutzungsveränderungen
Autor
Fabian Lehmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
14
Katalognummer
V155607
ISBN (Buch)
9783640683437
ISBN (eBook)
9783640683697
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rom Landnutzung Mittelmeerraum römisches Reich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Lehmann (Autor:in), 2008, Historischer Landnutzungswandel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155607
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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