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Die Internationale Währungsordnung als Gegenstand fachdidaktischer Betrachtung

Titel: Die Internationale Währungsordnung  als Gegenstand fachdidaktischer  Betrachtung

Hausarbeit , 2009 , 22 Seiten

Autor:in: hanna heller (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Untersucht man bundesweit die Lehrpläne der Fächer Wirtschaft/Politik, Wirtschaftskunde, Gemeinschaftskunde oder Sozialkunde nach dem Themenbereich „Internationale Währungsordnung“, wird man entweder selten, gar nicht oder bei den fakultativen Themenbereichen fündig. Auch im Hinblick darauf, dass die genannten Fächer meist zweistündig und nur in der 9. und 10. Klasse unterrichtet werden, wird sich auf ökonomischer Ebene meist auf die Soziale Marktwirtschaft konzentriert.
In der vorliegenden Arbeit soll daher die Frage gestellt werden, inwieweit eine derartige Rückstellung zu rechtfertigen ist. Hierzu muss beleuchtet werden, ob die Thematik kritischen Stimmen nach tatsächlich zu abstrakt und lebensfern ist oder ob sie nicht etwa auch Potential bieten kann, dem Schüler wirtschaftliche Zusammenhänge zu illustrieren.
Es soll daher zunächst eine fachdidaktische Begründung des Themas „Internationale Währungsordnung“ vorgenommen werden, in deren Zuge etwa zwischen dem kategorialem Zugriff und dem Lebenssituationsansatz unterschieden werden muss. Weiterhin soll in diesem Abschnitt auf das erkenntnisleitende Interesse eingegangen werden, was auf eine Legitimation der Themenauswahl im Hinblick auf die Relevanz der Währungsordnung für die Alltagswirklichkeit der Schüler hinausläuft.
Nach dieser fachdidaktischen Verortung der Währungsordnung erfolgt nach einer Darstellung der zentralen Sachaspekte die Präsentation der Lernziele. Im Vordergrund stehen im Bereich der Lernziele die zu gewinnenden Einsichten und die fachspezifischen Kompetenzen, aber auch auf mögliche methodische Großformen soll kurz hingewiesen werden.
In diesem Zuge sind ferner die als „didaktischen Warnleuchten“ zu verstehenden Schlüsselstellen des Themas „Internationale Währungsordnung“ zu identifizieren und muss auch auf eventuelle Probleme und zu vermeidende Rückschlüsse eingegangen werden.
An Literatur wird sich vor allem auf fachdidaktischer Ebene auf Autoren wie Klaus-Peter Kruber , Katrin Koch, Michael Koch oder Hans Kaminski bezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BILDUNGSTHEORETISCHE BEGRÜNDUNG

2.1. KATEGORIALER ANSATZ UND LEBENSSITUATIONSANSATZ

2.2. LEGITIMATION DES THEMAS „INTERNATIONALE WÄHRUNGSORDNUNG“

3. ZENTRALE SACHASPEKTE

3.1. GRUNDLAGEN DER WÄHRUNGSORDNUNG

3.2. DAS BRETTON-WOODS-SYSTEM UND DER INTERNATIONALE WÄHRUNGSFONDS

3.3. DAS US-AMERIKANISCHE LEISTUNGSBILANZDEFIZIT

4. LERNZIELE UND SCHLÜSSELSTELLEN

4.1. GRUNDLEGENDE PRINZIPIEN DER WÄHRUNGSBEZIEHUNGEN

4.2. VERSTÄNDNIS DER HISTORISCHEN ENTWICKLUNG DES INTERNATIONALEN WÄHRUNGSSYSTEMS

4.3. ZE

4.4. SCHLÜSSELSTELLEN

5. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die fachdidaktische Relevanz des Themas „Internationale Währungsordnung“ für den Wirtschaftsunterricht in der Sekundarstufe I. Ziel ist es, zu begründen, warum das Thema trotz der in Lehrplänen oft festzustellenden Vernachlässigung ein wesentliches Potential zur Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge und zur Förderung der mündigen Wirtschaftsbürgerkompetenz bietet.

  • Kategorialer Ansatz vs. Lebenssituationsansatz in der ökonomischen Bildung
  • Strukturelle Grundlagen der internationalen Währungsordnung
  • Historische Analyse des Bretton-Woods-Systems und die Rolle des IWF
  • Analyse des aktuellen US-amerikanischen Leistungsbilanzdefizits
  • Entwicklung von Lernzielen für ein komplexes ökonomisches Thema

Auszug aus dem Buch

3.1. Grundlagen der Währungsordnung

Dem Verständnis der internationalen Währungsordnung sind auf der ökonomischen Ebene Komponenten wie der Außenhandel und dessen Gebundenheit an Geldwertschwankungen, der internationale Kapitalverkehr und die langfristig bestimmende Funktion von Erwartungen und Spekulationen auf dem Markt als zentral zuzuordnen. An politischen Aspekten sind das nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtete Bretton-Woods-System mit dem US-Dollar als Leitwährung, der als Kontroll- und Kreditorganisation installierte IWF und die weltweit praktizierten Wirtschaftspolitiken anzuführen.

Sämtlichen Erfassen der Währungsordnung ist allerdings zunächst das Verständnis der Entstehung von Wechselkursen vorgelagert. Hierzu wird zwischen konvertiblen und nicht konvertiblen Währungen differenziert. Ferner werden die konvertiblen Währungen in frei schwankende und feste Wechselkurse unterteilt, wobei es noch eine Vielzahl an Übergangsformen zwischen fixen und freien Wechselkursen gibt. Der Zusammenhang zwischen Angebot- und Nachfrageverhältnis und Auf- und Abwertung einer Währung kann analog zum Marktmechanismus beschrieben werden: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Für den Wert von Währungen existieren im Gegensatz zu normalen Gütern aber noch weitere Einflussgrößen: So ergibt sich die Nachfrage nach Devisen aus der Import-Aktivität und dem Kapitalexport eines Landes, während das Devisenangebot aus Exporterlösen und Kapitalimport resultiert. Wechselkursschwankungen entstehen langfristig durch Preis- und Zinsunterschiede zwischen verschiedenen Ländern und kurzfristig durch spekulative Käufe und Verkäufe auf den Devisenmärkten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Unterrepräsentanz der internationalen Währungsordnung in aktuellen Lehrplänen und stellt die Frage nach der fachdidaktischen Rechtfertigung für diese Zurückhaltung.

2. BILDUNGSTHEORETISCHE BEGRÜNDUNG: In diesem Kapitel wird der kategoriale Ansatz dem Lebenssituationsansatz gegenübergestellt, um eine methodisch fundierte Auswahl für die ökonomische Bildung zu legitimieren.

3. ZENTRALE SACHASPEKTE: Dieser Teil vermittelt die ökonomischen und historischen Grundlagen, insbesondere den Wechselkursmechanismus, das Bretton-Woods-System und die Problematik des US-amerikanischen Leistungsbilanzdefizits.

4. LERNZIELE UND SCHLÜSSELSTELLEN: Hier werden didaktische Ziele formuliert, die vom Verständnis grundlegender Begriffe über historische Zusammenhänge bis hin zur Analyse aktueller ökonomischer Phänomene reichen.

5. SCHLUSS: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, trotz der Komplexität des Stoffes, durch didaktische Reduktion zentrale ökonomische Strukturen für Schüler zugänglich zu machen.

Schlüsselwörter

Internationale Währungsordnung, Fachdidaktik, Kategorialer Ansatz, Wirtschaftsunterricht, Bretton-Woods-System, Internationaler Währungsfonds, Leistungsbilanzdefizit, Wechselkursmechanismus, Mündiger Wirtschaftsbürger, Globalisierung, Außenhandel, ökonomische Bildung, Didaktische Reduktion, Finanzkrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der fachdidaktischen Relevanz des Themas „Internationale Währungsordnung“ für den Wirtschaftsunterricht und plädiert für dessen stärkere Einbindung in die Lehrpläne der Sekundarstufe I.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernfeldern gehören die theoretische Begründung der Themenwahl, die Analyse der Grundlagen des Weltwährungssystems, die historische Entwicklung sowie die Definition didaktischer Lernziele.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie komplexe ökonomische Sachverhalte wie Währungsbeziehungen durch didaktische Ansätze so aufbereitet werden können, dass sie zur Entwicklung der Entscheidungskompetenz von Schülern beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen fachdidaktischen Ansatz, der kategoriale Stoffanalyse mit bildungstheoretischen Begründungen verknüpft, um Unterrichtsinhalte für ökonomische Zusammenhänge zu rechtfertigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung, eine detaillierte Sachdarstellung zum Bretton-Woods-System und aktuellen Leistungsbilanzproblemen sowie die Herleitung von Lernzielen für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Internationale Währungsordnung, kategoriale Wirtschaftsdidaktik, Bretton-Woods-System, IWF, Wechselkurse und ökonomische Bildung.

Warum wird der kategoriale Ansatz dem Lebenssituationsansatz vorgezogen?

Da die Währungsordnung eine hohe Komplexität aufweist, ermöglicht der kategoriale Ansatz eine bessere Erfassung grundlegender Strukturen und Prinzipien, die über die unmittelbare, begrenzte Lebenswelt der Schüler hinausgehen.

Welche Rolle spielt das Bretton-Woods-System in diesem Kontext?

Das Bretton-Woods-System dient als exemplarisches Beispiel, um historische Zusammenhänge, die Rolle des IWF sowie die Gründe für das Scheitern starrer Währungssysteme im Unterricht aufzuzeigen.

Wie sollte mit der Komplexität des Themas im Unterricht umgegangen werden?

Die Autorin empfiehlt eine umfassende didaktische Reduktion, bei der der Fokus statt auf inhaltlichen Details auf dem Verständnis der grundlegenden ökonomischen Prozesse und deren Auswirkungen liegen sollte.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Internationale Währungsordnung als Gegenstand fachdidaktischer Betrachtung
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Autor
hanna heller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V155512
ISBN (eBook)
9783640693887
ISBN (Buch)
9783640695164
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bretton Woods IWF Wipo-Unterricht ökonomische bildung währungsordnung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
hanna heller (Autor:in), 2009, Die Internationale Währungsordnung als Gegenstand fachdidaktischer Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155512
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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