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Was beeinflusst das Lernen?

Die Entwicklung der Sozialkompetenz Kooperationsfähigkeit unter neurobiologischer, pädagogischer und psychologischer Betrachtung

Title: Was beeinflusst das Lernen?

Bachelor Thesis , 2010 , 64 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nicole Mosler (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Die altlateinischen Spruchweisheiten „quid pro quo“ und „manus manum lavat“ drücken eine Erfahrung aus, die ein verlässliches Zusammenwirken von Menschen beschreibt. Jedoch ist diese noch selbstverständlich? Ist dieser „Ehrenkodex“ noch gültig? Das Prinzip von Nehmen und Geben ist offensichtlich nicht mehr modern. Längst scheinen Gewinnmaximierung und Vorteilssuche, auch durch eine neoliberale Wirtschaftswelt, vorherrschendes Prinzip zu sein; das gegenseitige Tragen in einem Sozialstaat wird herausgefordert. Spielt in unserem Zusammenleben Reziprozität oder Altruismus noch eine Rolle? Oder hat sich die darwinistische von den Sozialbiologen favorisierte Annahme eines „egoistischen Gens“ durchgesetzt? Stecken wir in einem Dilemma, indem wir uns nach gegenseitig unterstützenden Strukturen sehnen, jedoch nicht bereit sind für das Allgemeinwohl auf persönliche Vorteile zu verzichten?
In der Literatur, in den Medien, in der Politik und im persönlichen Umfeld sind Entwicklungen und Ansätze in die entgegengesetzte Richtung erkennbar. Angesichts der Konflikte, der Klimaveränderungen, der Globalisierungsfolgen und der Wirtschaftskrise erleben Verantwortungsbewusstsein, bürgerschaftliches Engagement und soziale Teilhabegedanken eine Renaissance. Diese Bewegungen sehen die Zukunft nicht im Gegeneinander und in der Konkurrenz, sondern im zusammen-wirken-den Miteinander, im Aufbau langfristiger und verlässlicher Beziehungen, sei es persönlich, ökonomisch oder politisch. Eine Herausforderung! Diese Bewältigungsstrategie, diese Art der Problemmeisterung erfordert Fähigkeiten kommunikativer, emotionaler, sozialer Art. Ist dabei Kooperation, kooperatives Verhalten und Handeln eine dienliche Größe? Ist diese Fähigkeit, Strategie angeboren? Erlernen wir sie? Kann sie durch Trainings gefördert werden? Oder liegt die Lösung in der „Sozialpille“ , wo wir eine Dosis Stimmungsaufheller oder Oxytocin einnehmen, um freundlicher, kooperativer, friedlicher zu werden?

Kooperationsfähigkeit als eine Soziale Kompetenz ist auf unterschiedlichen Ebenen gefragt. In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, was sich hinter dem Begriff Kompetenz verbirgt, um im Folgenden Sozialkompetenz zu erläutern. In diesem Rahmen findet eine Darstellung von Kooperation, Kooperativität statt. Im Weiteren wird betrachtet wie sich kooperatives Denken, Handeln und Verhalten aus neurobiologischer, pädagogischer und psychologischer Sicht entwickelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE SOZIALE KOMPETENZ KOOPERATIONSFÄHIGKEIT

2.1 Kompetenz: ein mehrdeutiger Begriff

2.2 Was bedeutet Soziale Kompetenz?

2.3 Kooperation erfordert Kooperativität?

3 WIE ERLERNEN WIR KOOPERATIVES DENKEN, VERHALTEN UND HANDELN?

3.1 Neurobiologische Betrachtung

3.1.1 Ausstattung, Entwicklung und Funktionen des Gehirns

3.1.2 Neuronale Plastizität und Spiegelphänomen

3.1.3 Neurotransmitter-, Belohnungs- und Bewertungssystem

3.1.4 Was beeinflusst das Lernen?

3.2 Pädagogische Betrachtung

3.2.1 Erlebnispädagogik

3.2.1.1 Ganzheitlichkeit und Menschenbild

3.2.1.2 Handlungs- und Prozessorientierung

3.2.1.3 Erlebnis- und Erfahrungsorientierung

3.2.2 Was beeinflusst das Lernen?

3.3 Psychologische Betrachtung

3.3.1 Theorie des sozialen Lernens

3.3.2 Kognitive und moralische Entwicklungstheorie

3.3.3 Die personenzentrierte Persönlichkeitstheorie

3.3.4 Was beeinflusst das Lernen?

3.4 Soziale Kompetenz erlernen

4 WIE KANN KOOPERATIVITÄT ENTWICKELT WERDEN?

4.1 Neurodidaktische Folgerungen und das Züricher Ressourcen Modell

4.2 Erlebnispädagogische Folgerungen und Trainings

4.3 Sozialpsychologische Folgerungen und Modelle

5 IST KOOPERATION EINE EVOLUTIONÄRE STRATEGIE?

6 SCHLUSSWORT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Sozialkompetenz „Kooperationsfähigkeit“ und hinterfragt, wie kooperatives Denken und Handeln aus neurobiologischer, pädagogischer und psychologischer Perspektive erlernt und gefördert werden kann, um in einer komplexen Gesellschaft kooperativ zu agieren.

  • Neurobiologische Grundlagen des Lernens und der Kooperation
  • Erlebnispädagogik als handlungsorientierter Lernansatz
  • Psychologische Theorien des sozialen Lernens und der Persönlichkeitsentwicklung
  • Förderung von Kooperationsfähigkeit durch spezifische Trainingsmodelle
  • Evolutionäre Perspektive auf Kooperation als soziale Strategie

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Neuronale Plastizität und Spiegelphänomen

Das Gehirn entwickelt und formt sich durch Genentfaltung, durch Umwelteinflüsse, durch Wachstum der Zellen und durch das Synapsennetzwerk. Neben der genetischen und zellulären Plastizität spielt die synaptische eine vordergründige Rolle. Die Plastizität der Synapsen liegt in der permanente Struktur- und Formbarkeit. Die Synapsen stehen durch elektrische Signale oder chemische Prozesse, die durch Neurotransmitter (u.a. Glutamat, Dopamin, Noradrenalin, Serotonin) mit unterschiedlichen Wirkzeiten im Austausch. Jede Erregung von außen oder innen setzt einen neuronalen Prozess in Gang. Je größer die Reizung desto breiter die Ausschüttung der Neurotransmitter, je öfter die Reizung desto vielfältiger und dauerhafter bilden sich Netzwerke. Genutzte Verbindungen bestehen lebenslang, häufig genutzte Wege funktionieren am Besten, ungenutzte bauen sich ab. Amerikanische Neurobiologen nenne dies kurz: „Use it or lose it“(vgl. Schmitt, 2008, S.57).

Wenn neue Erfahrungen eine Veränderung im Verhalten zur Folge haben, dann bilden sich neue neuronale Verbindungen. Wissenschaftler konnten zeigen, daß z.B. freudige Momente, Sport und Antidepressiva neuronale Plastizität fördern, belastender Stress dagegen diese mindert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die abnehmende Bedeutung kooperativen Handelns in einer neoliberalen Wirtschaftswelt und stellt die Forschungsfrage nach den Bedingungen für kooperatives Verhalten.

2 DIE SOZIALE KOMPETENZ KOOPERATIONSFÄHIGKEIT: Dieses Kapitel definiert den mehrdeutigen Begriff Kompetenz und grenzt die Bedeutung sozialer Kompetenz sowie die spezifische Rolle der Kooperationsfähigkeit ab.

3 WIE ERLERNEN WIR KOOPERATIVES DENKEN, VERHALTEN UND HANDELN?: Hier werden neurobiologische, pädagogische und psychologische Perspektiven gebündelt, um Entstehungsbedingungen für soziales Lernen zu identifizieren.

4 WIE KANN KOOPERATIVITÄT ENTWICKELT WERDEN?: Dieser Teil stellt konkrete Ansätze wie das Züricher Ressourcen Modell, erlebnispädagogische Trainings und sozialpsychologische Modelle zur aktiven Förderung vor.

5 IST KOOPERATION EINE EVOLUTIONÄRE STRATEGIE?: Mittels der Spieltheorie wird untersucht, ob Kooperation als evolutionär erfolgreiche Strategie ohne äußere Instanzen etabliert werden kann.

6 SCHLUSSWORT: Das Fazit fasst zusammen, dass Kooperationsfähigkeit ein erlernbares Konstrukt ist, das stark von Beziehungserfahrungen und emotionalen Bindungen abhängt.

Schlüsselwörter

Kooperationsfähigkeit, Soziale Kompetenz, Neurobiologie, Erlebnispädagogik, Sozialpsychologie, Spiegelneurone, Synaptische Plastizität, Modelllernen, Handlungsorientierung, Züricher Ressourcen Modell, Bindungserfahrungen, Emotionen, Identitätsbildung, Kooperativität, Reziprozität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung der Sozialkompetenz „Kooperationsfähigkeit“ und untersucht, wie diese durch verschiedene Lernbedingungen gefördert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Themen umfassen die neurobiologischen Grundlagen, erlebnispädagogische Konzepte und psychologische Persönlichkeitstheorien im Kontext kooperativen Verhaltens.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen kooperatives Denken und Handeln bei Menschen entsteht und wie diese durch gezielte Interventionen weiterentwickelt werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine interdisziplinäre Literaturanalyse, um Erkenntnisse aus der Neurobiologie, Pädagogik und Psychologie zu bündeln und für die soziale Arbeit nutzbar zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte neurobiologische Betrachtung der Gehirnfunktionen, die erlebnispädagogische Herangehensweise und psychologische Lerntheorien nach Bandura, Piaget und Rogers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kooperationsfähigkeit, Soziale Kompetenz, Neurobiologie, Spiegelneurone, Erlebnispädagogik und Modelllernen.

Welche Rolle spielt die Neurobiologie für das Verständnis von Kooperation?

Die Neurobiologie liefert Erklärungen durch Spiegelneurone und die neuronale Plastizität, welche zeigen, dass unser Gehirn auf soziales Miteinander und empathisches Verhalten ausgelegt ist.

Was ist das Besondere an der erlebnispädagogischen Perspektive?

Der Fokus liegt auf handlungsorientierten Erfahrungen in der Wachstumszone, die durch Reflexion in nachhaltige Lernerfahrungen transformiert werden.

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Details

Title
Was beeinflusst das Lernen?
Subtitle
Die Entwicklung der Sozialkompetenz Kooperationsfähigkeit unter neurobiologischer, pädagogischer und psychologischer Betrachtung
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,0
Author
Nicole Mosler (Author)
Publication Year
2010
Pages
64
Catalog Number
V155498
ISBN (Book)
9783640684779
ISBN (eBook)
9783640684908
Language
German
Tags
Kompetenz Sozialkompetenz Erlebnispädagogik Modelllernen Neurobiologie soziales Lernen Persönlichkeitsentwicklung Kooperation Kooperativität Kooperationsfähigkeit C.Rogers A.Bandura W.Roth J.Bauer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Mosler (Author), 2010, Was beeinflusst das Lernen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155498
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