In dieser Arbeit beschreibe ich die Handlungsmethode Empowerment und
gehe dabei auf die Hilfe und Kontrolle ein, zwischen der sich die
Soziale Arbeit in einigen Situationen befindet. Daran angeknüpft
erörtere ich die Profession der Sozialen Arbeit, wobei das Doppelmandat zum Tripelmandat wird. Anschließend benenne ich die
Klientinnen und Klienten, welches sich durch Hilfe und Kontrolle
ergibt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Konzept des Empowerments
3. Förderung des Menschen durch das Empowerment
4. Das doppelte Mandat
5. Die Professionalität eines Berufes
6. Das Klientel der Sozialen Arbeit
6.1. Freiwilliges Klientel
6.2. Pflichtklientel
7. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Rolle des Empowerment-Konzepts im Spannungsfeld zwischen helfendem Handeln und der Ausübung von Kontrolle in der Sozialen Arbeit. Dabei wird analysiert, wie Fachkräfte ihren professionellen Auftrag erfüllen und welche Auswirkungen die institutionellen Anforderungen auf das Klientel haben.
- Grundlagen und Ziele des Empowerment-Konzepts
- Die Dynamik des "doppelten Mandats" in der Praxis
- Anforderungen an die Professionalität in der Sozialen Arbeit
- Unterscheidung zwischen freiwilligem Klientel und Pflichtklientel
- Einfluss von Hilfe und Kontrolle auf den Hilfeprozess
Auszug aus dem Buch
2. Das Konzept des Empowerments
Das Wörterbuch liefert viele Begriffsdefinitionen für Power (sic!), welches ein Teil von Empowerment ist. Den Schwerpunkt auf Stärke (sic!) oder Durchsetzungskraft (sic!) gelegt, sagt aus, dass Menschen ihr Leben eigenständig gestallten können (vgl. Herriger 2006, S. 13).
Mit dem Empowerment – Konzept sollen Menschen darin gestärkt werden, autonom zu handeln und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen zu können. Demnach sollen Menschen Selbstermächtigung erlernen. „Selbstermächtigung will sagen, dass alle Menschen in der Lage sind, die für sie relevanten persönlichen und gesellschaftlichen Belange selbst in die Hand zu nehmen und zu verändern“ (Armbruster 2006, S. 180). Einige Menschen sind jedoch nicht in der Lage, ihre vorhandenen Ressourcen eigenständig zu nutzen und an diesem Punkt setzt das Empowerment ein und hilft den Menschen, die nicht in der Lage sind, die eigenen Fähigkeiten neu zu entdecken und mit diesen die Krisensituationen zu überwinden. Wenn Menschen sich in Lebenssituationen befinden, die strukturiert überwunden werden müssen, begeben sich einige Menschen in die Obhut der Sozialen Arbeit, damit die Lebenskrisen Schritt für Schritt bewältigt werden können. Wobei die Soziale Arbeit die Bewältigungsschritte nicht selbst in Angriff nimmt, sondern lediglich eine Hilfe leistet, damit ein Mensch die Lösung der Situation selbst erkennt.
„Ein allgemein akzeptierter Begriff von Empowerment, der sowohl den wissenschaftlichen Diskurs, als auch die psychosoziale Praxis verbindlich anleiten könnte, existiert nicht“ (Herriger 2006, S. 13).
Für einige Menschen bedeutet Empowerment ein Weg zu einem besseren Leben, da Menschen durch dessen Konzept sich von der Unterdrückung lösen können. Viele Menschen, die mit dem Konzept des Empowerment in Berührung kommen, können ihre Eigenmacht zurückgewinnen und lernen wieder selbst bestimmend zu agieren (vgl. Herriger 2006, S. 13).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit stellt das Empowerment-Konzept vor und beleuchtet die Problematik des Handelns der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld von Hilfe und Kontrolle.
2. Das Konzept des Empowerments: Dieses Kapitel definiert Empowerment als Prozess zur Stärkung der Autonomie und Selbstermächtigung von Menschen in schwierigen Lebenslagen.
3. Förderung des Menschen durch das Empowerment: Empowerment wird hier nicht als einfache Methode, sondern als professionelle Haltung verstanden, die Ressourcen und Kompetenzen der Klienten fokussiert.
4. Das doppelte Mandat: Das Kapitel erläutert den Zielkonflikt der Sozialen Arbeit, gleichzeitig gesellschaftliche Kontrollinteressen zu wahren und die Interessen der Klienten zu vertreten.
5. Die Professionalität eines Berufes: Es wird diskutiert, unter welchen Voraussetzungen Soziale Arbeit als Profession gelten kann und warum das „Tripelmandat“ zur Abgrenzung notwendig ist.
6. Das Klientel der Sozialen Arbeit: Die Differenzierung zwischen freiwillig Hilfe suchenden Klienten und solchen, die aufgrund rechtlicher oder behördlicher Anordnung (Pflichtklientel) betreut werden.
7. Schluss: Ein Fazit, das die Erkenntnisse zusammenfasst, dass Soziale Arbeit nicht immer freiwillig stattfindet und Hilfe oft mit Kontrolle verknüpft ist.
Schlüsselwörter
Empowerment, Soziale Arbeit, Hilfe, Kontrolle, Selbstermächtigung, Professionalität, Doppeltes Mandat, Tripelmandat, Klientel, Pflichtklientel, Autonomie, Ressourcenorientierung, Lebensbewältigung, Sozialpädagogik, Handlungsspielraum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Empowerment-Konzepts in der Sozialen Arbeit und wie Fachkräfte mit dem Spannungsfeld zwischen notwendiger Hilfe und staatlicher Kontrolle umgehen.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentral sind die theoretischen Grundlagen des Empowerments, die strukturelle Position der Sozialen Arbeit durch das doppelte Mandat sowie die ethischen Anforderungen an das professionelle Handeln.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Soziale Arbeit professionell agieren kann, wenn sie sich zwischen der Förderung individueller Ressourcen und den Vorgaben der Gesellschaft bzw. des Staates bewegen muss.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende Fachdiskurse und Konzepte rund um Empowerment und das Berufsbild der Sozialen Arbeit zusammenführt und analysiert.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Empowerment-Begriffs, die Analyse des doppelten Mandats, die Debatte zur Professionalität des Berufsstandes sowie eine Typisierung der Klientel.
Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Empowerment, Soziale Arbeit, Hilfe, Kontrolle, Professionalität sowie das doppelte und tripel Mandat.
Was ist unter dem "doppelten Mandat" in der Sozialen Arbeit zu verstehen?
Es beschreibt den Auftragskonflikt der Sozialarbeiter, die sowohl den Hilfebedarf der Klienten decken als auch gesellschaftliche Erwartungen an Kontrolle und Normeinhaltung erfüllen müssen.
Warum wird im Dokument zwischen freiwilligem Klientel und Pflichtklientel unterschieden?
Die Unterscheidung ist essenziell, da der Zwang bei Pflichtklienten die emanzipationsorientierte Beziehung zwischen Klient und Fachkraft erschwert und das Handeln in Richtung einer Ausführungsinstanz verschiebt.
Welche Bedeutung kommt dem Tripelmandat in diesem Kontext zu?
Das Tripelmandat dient als professionstheoretische Erweiterung, um sich mittels der Menschenrechte kritisch von einseitigen Trägerinteressen oder fremden Machtansprüchen zu distanzieren.
- Quote paper
- Funda Dastan (Author), 2010, Empowerment zur Förderung der Selbstständigkeit und des Verantwortungsbewusstseins, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155380