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Lachen im Nationalsozialismus

Erlaubter und verbotener Humor unter Hitler

Title: Lachen im Nationalsozialismus

Seminar Paper , 2008 , 17 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Sanya Ehms (Author)

Didactics for the subject German - Miscellaneous

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In meiner Hausarbeit setze ich mich mit dem Humor im Nationalsozialismus auseinander.
Nach einer kurzen Behandlung der Begriffe „Humor“ und „Witz“ gehe ich auf die Komiktheorien von Immanuel Kant, Jean Paul, Henri Bergson und Thomas Hobbes ein, um herauszufinden, was uns zum Lachen bringt.
Danach kläre ich, was ein politischer Witz ist. Erst wenn man sich dieser Definition bewusst ist, kann man den Humor im Nationalsozialismus verstehen und analysieren.
Sich mit dem Humor des Dritten Reiches auseinanderzusetzen bedeutet auch, sich darüber Gedanken zu machen, ob es moralisch vertretbar ist, über Hitler und die Hitler-Zeit zu lachen. Mit dieser Frage setze ich mich im vierten Kapitel auseinander.
Darüber hinaus kläre ich in meiner Hausarbeit, welcher Humor in der NS-Zeit vorherrschte. Welche Art von Humor kursierte? Durfte das Volk frei lachen oder war dies gefährlich? Gab es evtl. einen Humor, der von den Nationalsozialisten unterstützt oder sogar gefördert wurde? Wobei verstand Hitler keinen Spaß?
Nachdem ich diese Fragen beantwortet habe, gehe ich darauf ein, was mit den Witze-Erzählern passierte, die mit ihrem Humor über die Stränge schlugen. Was hatten sie zu befürchten und wie wurde gegen sie vorgegangen?
Im Anschluss daran analysiere ich verschiedene Witze dieser Zeit unter Einbeziehung der im Voraus beschriebenen Komiktheorien.
Zu guter Letzt gebe ich ein abschließendes Fazit zu meiner Hausarbeit und den gewonnenen Einsichten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Humor und Witz

3. Komiktheorien: Warum lachen wir?

4. Der politische Witz

5. Darf man über Hitler lachen?

6. Erlaubter, zweckmäßiger und verbotener Humor im Nationalsozialismus

7. Gesetze und Vorgehensweisen gegenüber politischen Gegnern

8. Die Analyse ausgewählter Witze aus der NS-Zeit

9. Abschließendes Fazit

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich mit der Rolle des Humors im Nationalsozialismus auseinander und untersucht, inwieweit das Erzählen von politischen Witzen in dieser Zeit trotz Repressionen möglich war und welche psychologischen sowie sozialen Funktionen der Humor dabei erfüllte.

  • Definition und theoretische Grundlagen des Humors und des politischen Witzes
  • Analyse klassischer Komiktheorien (Kant, Bergson, Hobbes) in Bezug auf den NS-Alltag
  • Differenzierung zwischen staatlich erlaubtem, zweckmäßigem und verbotenem Humor
  • Untersuchung der rechtlichen Konsequenzen (Heimtückegesetz) und der Rolle von Denunziation
  • Analyse ausgewählter Witze als Medium des Widerstands und der Bewältigung

Auszug aus dem Buch

8. Die Analyse ausgewählter Witze aus der NS-Zeit

Das Spektrum der Witze im Nationalsozialismus bewegte sich zwischen harmlos und stark regimekritisch. Oft wurden Schwächen des politischen Personals verlacht oder aber auch aktuelle Geschehnisse aufgegriffen.

In der Zeit von 1933 bis 1945 konnte man eines ganz gut erkennen: Je länger die Hitler-Diktatur andauerte, desto bissiger und schwärzer wurde der Humor, der sich in den Witzen widerspiegelte.

An einigen Beispielen möchte ich nun den Humor im Dritten Reich darstellen.

Dabei werde ich die Witze in chronologischer Reihenfolge ihres Auftretens und in Bezug auf die bereits geschilderten Komiktheorien analysieren.

Göring hat neuerdings quer über seine Ordensschnalle einen Pfeil als Richtungsanzeiger: „Fortsetzung auf dem Rücken“. Hierbei handelt es sich nicht um einen politischen Witz. Die charakteristische Fettleibigkeit, Görings Liebe zu Orden und sein „Uniformfimmel“ werden hier aufs Korn genommen. „Nicht harte Kritik, sondern kindlich anmutende Zuneigung spricht aus vielen dieser Scherze“ über Hermann Göring.

Lustig und verständlich wird der Witz erst dann, wenn man Hintergrundwissen hat: Weiß man nicht um das Gewicht und die Ordenssucht Görings, kann man über diesen Witz nicht lachen. Auch bedarf es unserer Vorstellungskraft zum Lachen: Lustig ist das Bild, welches man sich von Göring mit dem Pfeil macht. Dieses lässt uns lachen, nicht aber die Worte des Witzes an sich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, definiert das Forschungsziel und erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung von Humor im NS-Regime.

2. Humor und Witz: Dieses Kapitel liefert eine begriffliche Einordnung und beleuchtet die Wandlung des Humorbegriffs über die Jahrhunderte hinweg.

3. Komiktheorien: Warum lachen wir?: Hier werden philosophische Ansätze von Kant, Paul, Bergson und Hobbes dargelegt, um die psychologischen Mechanismen hinter dem Lachen zu erklären.

4. Der politische Witz: Das Kapitel erläutert die Funktion des politischen Witzes als Instrument zur Meinungsäußerung und gesellschaftskritischen Ventilfunktion.

5. Darf man über Hitler lachen?: Hier findet eine ethische Reflexion statt, die hinterfragt, ob eine distanzierte, humorvolle Auseinandersetzung mit dem Holocaust und dem NS-Regime moralisch legitim ist.

6. Erlaubter, zweckmäßiger und verbotener Humor im Nationalsozialismus: Das Kapitel unterscheidet zwischen staatlich gefördertem Humor und solchem, der als systemkritisch eingestuft und verfolgt wurde.

7. Gesetze und Vorgehensweisen gegenüber politischen Gegnern: Diese Passage beschreibt die rechtliche Instrumentalisierung (Heimtückegesetz) und die Rolle der Gestapo bei der Unterdrückung politischer Witze.

8. Die Analyse ausgewählter Witze aus der NS-Zeit: Anhand konkreter Beispiele erfolgt eine detaillierte Analyse der Witze unter Anwendung der zuvor vorgestellten Komiktheorien.

9. Abschließendes Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Humor auch in der NS-Diktatur eine bedeutende, wenngleich riskante Ausdrucksform blieb.

10. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Primär- und Sekundärquellen der Arbeit aufgelistet.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Humor, Politischer Witz, Heimtückegesetz, Gestapo, Denunziation, Widerstand, Adolf Hitler, Komiktheorien, NS-Regime, Gesellschaftskritik, Zeitgeschichte, Humorverständnis, Drittes Reich, Moral.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion von Humor im Nationalsozialismus und analysiert, wie die Bevölkerung trotz politischer Unterdrückung durch Witze kommunizierte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind philosophische Komiktheorien, die Einordnung des politischen Witzes im NS-System, die rechtliche Verfolgung von Witzeerzählern und die moralische Dimension des Lachens über die NS-Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob Humor als Werkzeug der Systemkritik diente, wie das NS-Regime auf diesen reagierte und welche sozialen Funktionen der Witz für die Menschen erfüllte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Zeitzeugenberichten und historischen Akten, um Witze anhand etablierter Komiktheorien strukturiert zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition des politischen Witzes, der Abgrenzung von erlaubtem und verbotenem Humor, der Rolle der Gestapo bei der Strafverfolgung sowie der direkten Analyse spezifischer Witze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Nationalsozialismus, Politischer Witz, Heimtückegesetz, Komiktheorien, Denunziation und systemkritische Ausdrucksformen.

Was passierte mit Menschen, die verbotene Witze erzählten?

Wer Witze erzählte, die als regimekritisch eingestuft wurden, riskierte aufgrund des Heimtückegesetzes Gefängnisstrafen oder bei schwerwiegenden Fällen sogar die Todesstrafe.

Warum war Denunziation ein so wichtiges Thema im NS-Alltag?

Denunziation wurde vom NS-Regime als staatsbürgerliche Pflicht dargestellt, was dazu führte, dass Witze-Erzähler im eigenen sozialen Umfeld vor Spitzeln nie sicher waren.

Spielt die psychologische Distanz eine Rolle für das Lachen?

Ja, laut den untersuchten Theorien ist eine gewisse Distanz zum Thema notwendig, damit ein als „Fehler“ empfundener Sachverhalt als komisch und nicht als bedrohlich wahrgenommen wird.

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Details

Title
Lachen im Nationalsozialismus
Subtitle
Erlaubter und verbotener Humor unter Hitler
College
University of Cologne
Course
Literarische Komik
Grade
2,7
Author
Sanya Ehms (Author)
Publication Year
2008
Pages
17
Catalog Number
V155345
ISBN (Book)
9783640675968
ISBN (eBook)
9783640676088
Language
German
Tags
Lachen Nationalsozialismus Erlaubter Humor Hitler Komik Komiktheorien Bergson Witze Drittes Reich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sanya Ehms (Author), 2008, Lachen im Nationalsozialismus , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155345
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