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Grundlegende Theorien musikalischer Entwicklung im Erwachsenenalter professioneller Kunstmusiker

Musikalische Entwicklungsmöglichkeiten Erwachsener und Älterer

Title: Grundlegende Theorien musikalischer Entwicklung im Erwachsenenalter professioneller Kunstmusiker

Seminar Paper , 2007 , 28 Pages , Grade: 14

Autor:in: Richard Grünert (Author)

Musicology - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details


Die musikalische Entwicklung Erwachsener und Älterer ist erst im Laufe der 1990er in den Blickpunkt wissenschaftlicher Forschung gerückt. Im Rahmen der musikalischen Begabtenforschung und der Studien über Talent, Begabung und musikalische Fähigkeiten, stellte sich sukzessive die Frage nach der Veränderung dieser Determinanten während des Verlaufs einer musikalischen Biografie. Initialzündung für dementsprechende Studien in Deutschland war die Vergabe eines Forschungsvorhabens des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft über Lebensgeschichten musikalischer Begabungen, an den Gründer und Leiter des Instituts für Begabungsforschung und Begabtenförderung in der Musik, Prof. Hans Günter Bastian. Die Ergebnisse dieser Biographie-Studie an 62 Teilnehmern des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend musiziert“ dokumentierte Bastian in seinem Buch Leben für Musik (Bastian, 1989). Sein Nachfolger am Institut, Heiner Gembris, nutzte die institutionellen Verhältnisse und Bastians Vorarbeit für seine eigenen Forschungen auf dem Gebiet der musikalischen Fähigkeiten und Entwicklungen. Mit der, im Oktober 2002 vom Institut ausgerichteten Konferenz Musical Aptitude from a Lifespan Perspective in Paderborn, schuf er eine Plattform für die Forschungsergebnisse von Maria Manturzewska (Polen), Ralf Th. Krampe (Deutschland), Janet Mills/Jan Smith und anderen, welche vier Jahre später in Musical Development from a Lifespan Perspective (Gembris, 2006) veröffentlicht wurden.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Ergebnissen dieser Studien in Bezug auf die musikalische Lebensentwicklung im Teilbereich des Erwachsenenalters.

Zum Aufbau der Arbeit
In Kapitel 1 wird ein Überblick über den aktuellen Stand der Forschung gegeben. Aspekte der Entwicklung einer Biografie werden anhand von ausgewählten Modellen und Theorien beleuchtet. Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie und der Musikpsychologie werden zum besseren Verständnis vorausgeschickt.
Es wird ebenfalls untersucht, inwiefern die Forschung auf den o.g. Gebieten bereits in das Thema der musikalischen Entwicklung im Erwachsenenalter eingeflossen ist. Die Kapitel 4 und 5 beschäftigen sich mit den beiden Faktoren der fluiden und kristallinen Intelligenz und den wissenschaftlichen Erkenntnissen ihrer Wandelbarkeit.
Der Bedeutung des familiären Hintergrunds, des sozialen Umfeldes und der individuellen Lernerfahrungen auf die musikalische Entwicklung im Erwachsenenalter bei professionellen Musikern,

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Definition des Begriffs der musikalischen Entwicklung

2.2 Definition des Begriffs Erwachsenenalter

3 Die Entwicklungsstufen

3.1 Das epigenetische Diagramm Erik Eriksons

3.1.1 Urvertrauen vs. Missvertrauen (erstes Jahr)

3.1.2 Autonomie vs. Scham und Zweifel (2.-3. Jahr)

3.1.3 Initiative vs. Schuldgefühl (4.-5. Jahr)

3.1.4 Werksinn/Leistung vs. Minderwertigkeitsgefühl (6. Jahr – Pubertät)

3.1.5 Identität und Ablehnung vs. Identitätsdiffusion (Adoleszenz)

3.1.6 Intimität und Solidarität vs. Isolierung (junges Erwachsenenalter)

3.1.7 Generativität vs. Stagnation und Selbstabsorption (mittleres Erwachsenenalter)

3.1.8 Integrität vs. Verzweiflung (spätes Erwachsenenalter/Alter)

4 Spearman und Catell

4.1 Fluide und kristalline Intelligenz

5 Die Entwicklung kristalliner und fluider Intelligenz im Erwachsenenalter

6 Intrinsische und extrinsische Determinanten musikalischer Biographien Erwachsener

6.1 Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

6.2 Yehudi Menuhin (1916-1999)

6.3 Monika

6.4 Berthold

7 Die Forschungsarbeit von Maria Manturzewska

7.1 Beschreibung der Zielgruppe

7.2 Methodik

7.3 Ergebnisse

7.3.1 Gender study

7.3.2 Musikalische Wurzeln im Elternhaus

7.3.3 Sozialer Status

7.3.4 Musikalische Grundausbildung

7.3.5 Alter am Ende der Ausbildung und zu Beginn der Karriere

7.3.6 Höhepunkte der musikalischen Laufbahn

7.4 Das 6-Stufen Modell

7.4.1 Stufe 3: Formung einer künstlerischen Persönlichkeitsstruktur

7.4.2 Stufe 4: Berufliche Stabilität

7.4.3 Stufe 5: Lehrphase

7.4.4 Stufe 6: Rückzug aus dem Berufsleben

7.5 Phasenübergänge und Krisen

8 Determinante Arbeitsmarkt

9 Der Einfluss von Musik auf die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten

10 Veränderungen kognitiver Fähigkeiten während der Entwicklung im Erwachsenenalter professioneller Musiker

11 Lernen als lebenslanger Prozess

12 Emotionalität und Lernen

13 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die musikalische Lebensentwicklung im Erwachsenenalter vor dem Hintergrund entwicklungspsychologischer Theorien und empirischer Studien. Ziel ist es, die Faktoren zu beleuchten, die professionelle musikalische Biografien beeinflussen, sowie die Veränderungen kognitiver Fähigkeiten während des lebenslangen Lernprozesses von Musikern zu analysieren.

  • Entwicklungstheorien im Lebensverlauf (Erikson)
  • Struktur der Intelligenz (fluid vs. kristallin) und deren Wandelbarkeit
  • Einfluss intrinsischer und extrinsischer Determinanten auf Musikerbiografien
  • Phasenmodell der musikalischen Entwicklung nach Maria Manturzewska
  • Neuropsychologische Aspekte von Musik und kognitiver Leistungsfähigkeit

Auszug aus dem Buch

6.4 Berthold

Die Beschreibung von Bertholds musikalischem Werdegang, aus der Dissertation Wege und Umwege zur Musik- Klavierausbildung und Lebensgeschichte von Frauke Grimmer (1991), soll exemplarisch für die möglichen Auswirkungen negativer biografischer Bedingungen und Verläufe auf eine positive Veränderung innerhalb der künstlerischen Karriere stehen. Hier wird die musikalische Ausbildung nicht abgebrochen, sondern einer idiomatischen Horizonterweiterung Raum gegeben.

Berthold ist 25 Jahre alt und studiert Musik und Germanistik. Er stammt aus einer Musikerfamilie, in der er früh durch musikalische Aufgeschlossenheit und seine besonderen musikalischen Fähigkeiten auffällt. Als Sechsjähriger kann er die Themen bekannter Sinfonien zuordnen, dirigiert empathisch sinfonische Musik im Radio mit und wird vom Vater in einem Seminar der Universität vorgeführt, um seine außergewöhnlichen musikalischen Gedächtnisfähigkeiten zu demonstrieren. Mit sieben Jahren bekommt er von ihm und einer Familienangehörigen, die als Konzertpianistin tätig ist, in losen Abständen Klavierunterricht. Berthold begegnet im Blick auf die Ausbildung seiner musikalischen Fähigkeiten und auf seine Berufspläne einer starken Erwartungshaltung der Eltern: „Alle erwarten's von mir, und das gehört zum Leben...“ (ebd. S. 42). Sein Selbstkonzept ist früh durch das Bewusstsein außergewöhnlicher Fähigkeiten geprägt, die seiner eigenen, leicht ironischen Aussage zufolge einen „Genialitätswahn“ (ebd.) bewirken.

Mit beginnender Pubertät setzt sich Berthold entschieden von elterlichen Ansprüchen und einseitiger Klassikorientierung ab. Er findet seine musikalische Identität im Schlager und später in der Pop-Musik. Seine musikalischen Fähigkeiten verschaffen ihm auch hier bei Sessions und Feten Ansehen und Anerkennung. Er improvisiert ohne Anleitung und verwendet viel Mühe und Anstrengung auf das Heraushören von Stücken. Dabei will er nicht lediglich nachspielen, sondern Strukturen erkennen und „eigene Ideen bekommen“ (ebd. S. 45). Mit sechzehn Jahren gewinnen der Jazz und sein Improvisationsstil mehr und mehr Bedeutung. Er wird für Berthold zum Mittel, subjektive Stimmungen und eigene Empfindungen auszudrücken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die musikalische Entwicklung von Erwachsenen und Älteren im Kontext aktueller musikpsychologischer Forschung.

2 Definitionen: Hier werden die zentralen Begriffe „musikalische Entwicklung“ nach Gembris und „Erwachsenenalter“ aus psychologischer Sicht definiert.

3 Die Entwicklungsstufen: Dieses Kapitel stellt das epigenetische Diagramm von Erik Erikson vor, um psychosoziale Krisen im Lebenslauf einzuordnen.

4 Spearman und Catell: Vorstellung der theoretischen Intelligenzmodelle, insbesondere der Unterscheidung zwischen fluider und kristalliner Intelligenz.

5 Die Entwicklung kristalliner und fluider Intelligenz im Erwachsenenalter: Analyse der unterschiedlichen Entwicklungsverläufe beider Intelligenzkomponenten und ihrer Wandelbarkeit im Alter.

6 Intrinsische und extrinsische Determinanten musikalischer Biographien Erwachsener: Untersuchung von Einflüssen auf Musikerbiografien anhand von Fallbeispielen wie Mozart, Menuhin und anderen.

7 Die Forschungsarbeit von Maria Manturzewska: Detaillierte Darstellung der Studie zu 165 polnischen Musikern und Vorstellung ihres 6-Stufen-Modells.

8 Determinante Arbeitsmarkt: Diskussion der Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Musikerarbeitsmarkt und deren Einfluss auf die berufliche Laufbahn.

9 Der Einfluss von Musik auf die Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten: Erörterung der Frage, ob aktives Musizieren kognitive Leistungen nachhaltig steigern kann.

10 Veränderungen kognitiver Fähigkeiten während der Entwicklung im Erwachsenenalter professioneller Musiker: Untersuchung der intellektuellen Expertise bei Musikern und der Beibehaltung von Hochleistungen.

11 Lernen als lebenslanger Prozess: Herausstellung der Notwendigkeit lebenslangen Lernens angesichts gesellschaftlicher Veränderungen und der Musikerarbeitsmarktsituation.

12 Emotionalität und Lernen: Analyse der Rolle des limbischen Systems bei der Speicherung von Lerninhalten durch emotionalen Gehalt.

13 Resümee: Zusammenfassung der Erkenntnisse, dass nicht das Alter, sondern das individuelle Potenzial entscheidend für die musikalische Entwicklung ist.

Schlüsselwörter

Musikalische Entwicklung, Erwachsenenalter, Musikpsychologie, Intelligenz, Fluid, Kristallin, Lebenslanges Lernen, Musikerbiografien, Maria Manturzewska, Kognitive Fähigkeiten, Neuropsychologie, Musikerziehung, Determinanten, Professionelle Musiker, Mentales Potenzial

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Entwicklungsmöglichkeiten und -verläufen von Musikern im Erwachsenenalter unter Berücksichtigung psychologischer und soziologischer Einflüsse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Entwicklungspsychologie über die Lebensspanne, die Struktur der menschlichen Intelligenz sowie die spezifischen Bedingungen musikalischer Karrieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich musikalische Fähigkeiten und kognitive Prozesse im Laufe eines Erwachsenenlebens verändern und welche Faktoren diese Entwicklung positiv oder negativ beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Literaturanalyse bestehender Studien, insbesondere der Arbeit von Maria Manturzewska, sowie auf musik- und entwicklungspsychologische Theorien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Intelligenzmodelle, das 6-Stufen-Modell der musikalischen Entwicklung, den Einfluss externer Faktoren wie den Arbeitsmarkt sowie neuropsychologische Zusammenhänge zwischen Musik und Kognition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind Begriffe wie musikalische Lebensentwicklung, kristalline/fluide Intelligenz, Musikerbiografien, lebenslanges Lernen und kognitive Plastizität.

Wie unterscheidet sich die fluide von der kristallinen Intelligenz bei Musikern?

Während die fluide Intelligenz (Verarbeitungsgeschwindigkeit) im Alter tendenziell abnimmt, erweist sich die kristalline Intelligenz (erworbenes Fachwissen) als deutlich stabiler und kann bei Musikern durch kontinuierliche Übung auf hohem Niveau gehalten werden.

Welche Rolle spielen Krisen in der musikalischen Entwicklung laut Manturzewska?

Krisen sind nach Manturzewska Phasenübergänge, die bei jedem Musiker auftreten; ihr Verlauf und ihre Bewältigung entscheiden massiv über den Erfolg oder den Abbruch der musikalischen Karriere.

Warum ist das "Lernen als lebenslanger Prozess" für Musiker so wichtig?

Aufgrund des steigenden Durchschnittsalters der Gesellschaft und der schwierigen Arbeitsmarktsituation müssen Musiker ihre Fähigkeiten und ihre Identität lebenslang anpassen, um beruflich und persönlich bestehen zu können.

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Details

Title
Grundlegende Theorien musikalischer Entwicklung im Erwachsenenalter professioneller Kunstmusiker
Subtitle
Musikalische Entwicklungsmöglichkeiten Erwachsener und Älterer
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Musikpädagogik/Musikwissenschaft)
Course
Musikalische Entwicklungsmöglichkeiten Erwachsener und Älterer
Grade
14
Author
Richard Grünert (Author)
Publication Year
2007
Pages
28
Catalog Number
V155297
ISBN (Book)
9783640678501
ISBN (eBook)
9783640680092
Language
German
Tags
Grundlegende Theorien Entwicklung Erwachsenenalter Kunstmusiker Musikalische Entwicklungsmöglichkeiten Erwachsener
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Richard Grünert (Author), 2007, Grundlegende Theorien musikalischer Entwicklung im Erwachsenenalter professioneller Kunstmusiker, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155297
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