Die gesetzliche Altersvorsorge allein kann nach häufig geäußerter Auffassung den gewohnten Lebensstandard nicht mehr sichern. Zusätzliche Vorsorge wird benötigt. Eine Immobilie als Altersvorsorge kann die Altersvorsorge ideal ergänzen. Denn der Immobilienkauf gilt als ein wertvoller Baustein für die Rente.
Im ersten Kapitel wird die Struktur der Altersvorsorge in Deutschland dargestellt Hierbei wird erläutert, welche unterschiedliche Arten der Altersvorsorge es gibt und wie das 3-Säulen Konzept der Altersvorsorge aufgebaut ist. Ebenso wird die heutge Rentensystematik der Bundesrepublik Deutschland beschrieben. Als nächstes folgt das Kapitel über die Immobilien als Altersvorsorge, hier wird die heutige Verwendung von selbstgenutztem Immobilienvermögen als Altersvorsorge und die Risiken selbstgenutztem Immobilienvermögen erläutert.
Für Neurentner mit Wohneigentum kann der Beginn des Ruhestands einen Verlust an Lebensqualität bedeuten, wenn das Alterseinkommen das Niveau zu Erwerbszeiten nicht halten kann. Selbst wenn ältere Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt ihre bisher aufgebauten Vermögenswerte verzehren wollen, bleibt ihnen in der Regel nur der Verkauf. In den USA und in anderen Ländern ist in den vergan-genen Jahren ein Instrument geschaffen worden, um Immobilienkapital liquide zu machen. Dieses Instrument namens Reverse Mortgage wird im letzten Kapitel beschrieben ebenso wie die aktuelle Situation und deren Entwicklung in Deutschland in Bezug auf das Instrument Reverse Mortgage.
1. Einführung
2. Struktur der Altersvorsorge in Deutschland
2.1. Definition Altersvorsorge
2.1.1. Das Drei-Säulen-Modell
2.1.2. Die gesetzliche Altersvorsorge
2.1.3. Die betriebliche Altersvorsorge
2.1.4. Die private Altersvorsorge
2.2. Heutige Rentensystematik der Bundesrepublik Deutschland
3. Immobilien als Altersvorsorge in Deutschland
3.1. Definition des Immobilienbegriffs
3.2. Heutige Nutzung von selbstgenutztem Immobilienvermögen als Altersvorsorge
3.3. Risiken von selbstgenutztem Immobilienvermögen
4. Reverse Mortgage
4.1. Definition und Begriffsbestimmung
4.2. Auszahlungsformen
4.3. Die Risiken
4.4. Die aktuelle Situation in Deutschland und deren Entwicklung
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit Immobilien als Baustein zur Altersvorsorge dienen können und analysiert das Instrument der Reverse Mortgage als Möglichkeit, gebundenes Immobilienkapital im Alter liquide zu machen, um den Lebensstandard zu sichern.
- Struktur und Säulen der Altersvorsorge in Deutschland
- Bedeutung von Immobilienvermögen für die private Altersvorsorge
- Risiken und Potenziale von selbstgenutztem Wohneigentum
- Funktionsweise und Auszahlungsformen der Reverse Mortgage
- Aktuelle Marktsituation und Akzeptanz von Reverse Mortgages in Deutschland
Auszug aus dem Buch
4.1. Definition und Begriffsbestimmung
Reverse Mortgage sind Hypothekenkredite, die es selbst nutzenden Wohneigentümern ermöglichen, während der Vertragslaufzeit Eigentümer und Bewohner zu bleiben und dennoch aus ihrem Wohneigentum ein monatliches Einkommen zur Erhöhung der Liquidität im Alter zu erwirtschaften. Im Gegensatz zu einem klassischen Hypothekenkredit werden bei Reverse Mortgages grundsätzlich sämtliche Zins- und Tilgungsleistungen gestundet und erst zum Vertragsende ausschließlich aus dem Wert der Immobilie beglichen.
Bei der Reverse Mortgage (umgekehrte Hypothek) handelt es sich um eine amerikanische Variante der Altersicherung durch Einsatz von Immobilienvermögen. Der Ursprung der Reverse Mortgage kommt aus den USA. Sie gewinnen dort auf allerdings geringem Niveau zunehmend an Bedeutung, aber auch in anderen Ländern entwickelt sich allmählich ein Markt.
Reverse Mortgage ist ein Kreditverhältnis zwischen dem Wohneigentümer als Kreditnehmer und einer Institution als Kreditgeber. Der Kreditgeber kann dem Wohneigentümer den Kredit durch verschiedene Formen auszahlen:
• in monatlichen Raten über die gesamte Lebensdauer des Eigentümers
• als Einmalauszahlung
• als Kreditlinie
• oder einer Variation dieser Alternativen.
Bei der Kreditlinie kann der Wohneigentümer innerhalb dieses Rahmens Zeitpunkt und Umfang der jeweiligen Tranchen frei wählen. Der Kredit muss nicht über die Vertragslaufzeit zurückbezahlt werden, so dass die vom Kreditgeber an den Wohneigentümer getätigten Auszahlungen sowie die anfallenden Kreditzinsen gestundet und erst zum Vertragsende zurückverlangt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit zusätzlicher Altersvorsorge über die gesetzliche Rente hinaus und führt in das Konzept der Immobilie sowie der Reverse Mortgage ein.
2. Struktur der Altersvorsorge in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge sowie die gesetzlichen, betrieblichen und privaten Rentensysteme.
3. Immobilien als Altersvorsorge in Deutschland: Es wird die Rolle von selbstgenutztem Wohneigentum als Kapitalanlage und Altersvorsorge sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken analysiert.
4. Reverse Mortgage: Dieser Hauptteil definiert die Umkehrhypothek, stellt ihre Auszahlungsformen vor und diskutiert die Risiken sowie die Marktentwicklung in Deutschland und international.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung von Immobilien für die Altersvorsorge zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten für Reverse Mortgages in Deutschland.
Schlüsselwörter
Altersvorsorge, Rentensystem, Drei-Säulen-Modell, Immobilien, Wohneigentum, Reverse Mortgage, Umkehrhypothek, Immobilienvermögen, Liquidität, Langlebigkeitsrisiko, Kapitalanlage, Altersarmut, Finanzdienstleistung, Rentenversicherung, Altersstruktur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Nutzung von Immobilien als Instrument zur Altersvorsorge und die Möglichkeiten, mit dem Instrument der Reverse Mortgage Immobilienkapital im Ruhestand liquide zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die deutsche Rentenstruktur, die Bedeutung von selbstgenutztem Immobilienvermögen und die Funktionsweise sowie die Risikobewertung der Reverse Mortgage.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Immobilien zur Altersabsicherung beitragen können und ob Reverse Mortgage eine praktikable Lösung zur Konsumglättung für deutsche Rentner darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung bestehender Literatur, Statistiken und Studien zur Altersvorsorge und Immobilienmärkten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des deutschen Altersvorsorgesystems, die Analyse von Immobilienvermögen als Baustein der Vorsorge und eine detaillierte Betrachtung der Reverse Mortgage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Altersvorsorge, Immobilienvermögen, Reverse Mortgage, Umkehrhypothek und Langlebigkeitsrisiko charakterisiert.
Was genau ist eine Reverse Mortgage?
Eine Reverse Mortgage ist ein spezieller Hypothekenkredit, bei dem der Eigentümer einer Immobilie lebenslange oder befristete Rentenzahlungen erhält, ohne während der Laufzeit Zinsen oder Tilgung zahlen zu müssen; die Rückzahlung erfolgt erst beim Auszug oder Tod.
Warum konnte sich die Reverse Mortgage in Deutschland bisher nicht etablieren?
Hinderungsgründe sind unter anderem das Vererbungsmotiv, ein gewisses Misstrauen gegenüber Anbietern, rechtliche Unsicherheiten bei Kaufverträgen und das Risiko einer extrem langen Lebensdauer der Bewohner für die Kreditinstitute.
- Arbeit zitieren
- Sandra Knopp (Autor:in), 2010, Die Immobilie als Altersversorgung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155095