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Aktivierung als sozialpädagogisches Kernprinzip: Diskussion der Folgen für die Sozialpädagogik

Welche Rolle nimmt die Sozialpädagogik im “Aktivierenden Sozialstaat“ ein und welche Veränderungen ergeben sich durch eine “Aktivierende Sozialpädagogik” für die Profession?

Titel: Aktivierung als sozialpädagogisches Kernprinzip: Diskussion der Folgen für die Sozialpädagogik

Zwischenprüfungsarbeit , 2008 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Franziska Richter (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details



Der in den politischen und wirtschaftlichen Bereichen thematisierte und zu verzeichnende ökonomische Wandel macht auch vor der Sozialen Arbeit nicht halt. Wie sie sich den Anforderungen des sozialen und ökonomischen Wandels stellt, beziehungsweise welche Strategien die Soziale Arbeit wählt um ihm zu begegnen soll das Thema dieser Arbeit sein. Auf dem Hintergrund einer sich wandelnden Gesellschaft, soll die Positionierung der Sozialen Arbeit in einem „Aktivierenden Staat“ herausgearbeitet und mit Blick auf ihre Professionalität kritisch betrachtet werden. Die Zugrunde liegende Fragestellung lautet: Welche Rolle nimmt die Sozialpädagogik im “Aktivierenden Sozialstaat“ ein und welche Veränderungen ergeben sich durch eine “Aktivierende Sozialpädagogik” für die Profession? Für dieses Bestreben wird in einem ersten Teil zunächst das Augenmerk auf die Entstehung der Sozialpolitik und die Krise des Wohlfahrtstaates, beziehungsweise der fordistischen Formation gelenkt. Die Neue Ausrichtung des Wohlfahrtsstaates zu einem „Aktivierenden Sozialstaat“ und die Auseinandersetzung mit Kernelementen einer „Aktivierungspolitik“ bilden gewissermaßen den Übergang zu einem zweiten Teil dieser wissenschaftlichen Arbeit. Mit Hilfe einer aktuell verbreiteten Methode der Sozialen Arbeit, dem Case-Management sollen Gefahren der sich entwickelnden „Aktivierten Sozialen Arbeit“ aufgezeigt werden und zugleich Forderungen an eine reflexive Soziale Arbeit formuliert werden. Begonnen wird nun zunächst mit einer begrifflichen Heranführung an das Thema.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdifferenzierung zwischen „Sozialpolitik“, „Sozialstaat“ und „Wohlfahrtstaat“

2.1 Sozialpolitik

2.2 Sozialstaat

2.3 Wohlfahrtstaat

3. Historische Hintergründe und Entwicklung der deutschen Sozialpolitik

3.1 Anknüpfung an Traditionen der Sozialfürsorge und Armenpflege

3.2. Die Entstehung der Sozialgesetze und die Wilhelmische

3.3 Sozialpolitik von der Weimarer Republik bis 1977

4. Krise des Wohlfahrtsstaats

4.1 Übergang von einer »fordistischen« zu einer »postfordistischen«

4.1.1 Fordismus und Keynesianismus

4.1.2 Die neue Ausrichtung des Wohlfahrtstaates

4.2 Das Konzept des aktivierenden Staates und aktivierungspolitische

4.2.1 Grundsatz „fördern und fordern“

5. Aktivierende Soziale Arbeit

verhält sich die Soziale Arbeit zur Sozialpolitik?

5.1.1 Das Verhältnis von Sozialarbeit und Sozialpolitik

5.1.2 Soziale Arbeit als Normalisierungsarbeit

5.3 Management in der Sozialpädagogik

5.3.1 Sozialstaatliche Aktivierung der Anbieter öffentlicher

5.3.2 Case-Management als sozialpädagogische Antwort auf

„Aktivierende Sozialpolitik“

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der Sozialpädagogik innerhalb des „aktivierenden Sozialstaats“ und analysiert kritisch, welche Veränderungen sich durch die „aktivierende Sozialpädagogik“ für die Profession ergeben, insbesondere unter Anwendung von Methoden wie dem Case-Management.

  • Transformation des Wohlfahrtsstaates hin zum aktivierenden Sozialstaat
  • Historische Entwicklung der deutschen Sozialpolitik
  • Kritische Analyse der „Aktivierenden Sozialen Arbeit“
  • Professionalisierung durch Management-Methoden und deren Gefahren
  • Spannungsfeld zwischen Hilfe, Kontrolle und struktureller Individualisierung

Auszug aus dem Buch

5.3.2.1 Funktionen des Case-Management-Konzeptes

Zu verstehen als „Unterstützungsmanagement“ und dem Ziel einer funktionierenden und gelingenden „häuslichen Lebensführung“ folgend, beinhaltet das Konzept, wie bereits angesprochen kommunikative Elemente. Wie es auch bei Diskussionen um die Ausrichtung von personenbezogenen sozialen Dienstleistungen thematisiert wird, kommt dem Klienten beim Case-Management eine gesonderte Rolle zu: er rückt in den Vordergrund und „seine Stimme fließt in den Entscheidungsprozess mit ein“ (Raithel/Dollinger 2006, S. 79). Eine wichtige Funktion des Case-Managements ist nun zum Einen die anwaltliche oder parteiische Funktion. Diese Ausrichtung hängt mit der Position der Adressatengruppe zusammen, welche von gesellschaftlicher Machtlosigkeit und individueller Hilfsbedürftigkeit geprägt ist. Es ist Aufgabe der Case-Manager die persönlichen Interessen seiner Klienten geltend zu machen die selber aufgrund ihrer Lebenssituation nicht in der Lage dazu sind (Advocacy).

Diese Methode besitzt zudem eine vermittelnde Funktion, weil sie das Ziel verfolgt die Wahlentscheidung konkurrierender Leistungsanbieter zu erleichtern. Als zentrale Koordinationsinstanz und durch das organisierte Abstimmen von Angebot und Nachfrage, geht es bei dem Case-Management um eine neutrale Vermittlung zwischen den Nutzern und Anbietern sozialer Dienstleistungen (Broker). Letztere Funktion bezieht sich auf die Bugetkontrolle und –verwaltung auf dem Hintergrund knapper finanzieller Mittel. Mit der zentralen Schlüsselposition zwischen Klient und Versorgungsystem hat der „Gate-Keeper“ die Aufgabe mit eine gezielten Zugangssteuerung den größten Nutzenwert durch ausgabenorientierte Steuerung zu erreichen. (vgl. ebd., S. 81) Allein der Blick auf die Funktionen macht deutlich, dass der Case Manager ein gewisses Fähigkeitsprofil aufweisen muss damit Case-Management funktionieren kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Rolle der Sozialpädagogik im aktivierenden Sozialstaat und den daraus resultierenden Veränderungen für die Profession dar.

2. Begriffsdifferenzierung zwischen „Sozialpolitik“, „Sozialstaat“ und „Wohlfahrtstaat“: Dieses Kapitel erläutert begriffliche Nuancen zwischen Sozialpolitik, Sozialstaat und Wohlfahrtsstaat, um eine Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Historische Hintergründe und Entwicklung der deutschen Sozialpolitik: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der deutschen Sozialpolitik von der Armenfürsorge bis zur Ära Bismarck und der Weimarer Republik nach.

4. Krise des Wohlfahrtsstaats: Hier wird der Übergang von der fordistischen zur postfordistischen Formation sowie das Konzept des aktivierenden Staates mit dem Grundsatz „fördern und fordern“ thematisiert.

5. Aktivierende Soziale Arbeit: Dieses Kapitel analysiert das Verhältnis von Sozialer Arbeit und Sozialpolitik sowie die Instrumentalisierung der Profession durch Management-Methoden wie das Case-Management.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und warnt vor einer einseitigen Anpassung der Sozialen Arbeit an neoliberale Anforderungen auf Kosten ihrer professionellen Standards.

Schlüsselwörter

Aktivierender Sozialstaat, Sozialpolitik, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Wohlfahrtsstaat, Case-Management, Fordismus, Postfordismus, Fördern und Fordern, Professionalisierung, Sozialstaatsumbau, ökonomische Steuerung, soziale Kontrolle, Eigenverantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialpädagogik im Kontext eines „aktivierenden Sozialstaats“ und den daraus entstehenden Herausforderungen für die professionelle Soziale Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Transformation des Wohlfahrtsstaates, die historische Entwicklung der Sozialpolitik, die theoretischen Hintergründe von Aktivierung sowie die kritische Betrachtung neuer Management-Methoden in der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie sich die Sozialpädagogik gegenüber aktivierungspolitischen Strategien positioniert und welche Veränderungen für die Profession entstehen, wenn sie als „verlängerter Arm“ des Staates agiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Auswertung einschlägiger Fachpublikationen zur Sozialpolitik und Sozialpädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historische Genese der Sozialpolitik, die Krise des fordistischen Wohlfahrtsstaates, das Konzept des „aktivierenden Sozialstaats“ sowie spezifische Methoden wie das Case-Management kritisch beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Aktivierender Sozialstaat, Sozialpolitik, Soziale Arbeit, Case-Management, Professionalisierung und Sozialstaatsumbau.

Warum wird das Case-Management in der Arbeit kritisch betrachtet?

Das Case-Management wird kritisch gesehen, da es einer „prozessual-ökonomischen Ausrichtung“ unterworfen wurde, die ursprüngliche Ziele des Empowerments verdrängt und den Case-Manager zum „Gate-Keeper“ im Sinne einer ausgabenorientierten Steuerung macht.

Welche Gefahr sieht die Autorin für die Sozialpädagogik?

Die Autorin sieht die Gefahr, dass die Soziale Arbeit an Glaubwürdigkeit verliert, wenn sie ihre basalen Prinzipien aufgibt, um ordnungspolitische Aufgaben zu erfüllen und sich zu stark an neoliberalen, marktwirtschaftlichen Steuerungsmechanismen orientiert.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aktivierung als sozialpädagogisches Kernprinzip: Diskussion der Folgen für die Sozialpädagogik
Untertitel
Welche Rolle nimmt die Sozialpädagogik im “Aktivierenden Sozialstaat“ ein und welche Veränderungen ergeben sich durch eine “Aktivierende Sozialpädagogik” für die Profession?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau
Note
1,3
Autor
Franziska Richter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
28
Katalognummer
V155071
ISBN (Buch)
9783640676491
ISBN (eBook)
9783640676620
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aktivierung Kernprinzip Diskussion Folgen Sozialpädagogik Welche Rolle Sozialpädagogik Sozialstaat“ Veränderungen Sozialpädagogik” Profession
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Richter (Autor:in), 2008, Aktivierung als sozialpädagogisches Kernprinzip: Diskussion der Folgen für die Sozialpädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/155071
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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