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Corporate Governance und Stewardship-Theorie. Ein innovatives Modell zur Unternehmensführung

Titel: Corporate Governance und Stewardship-Theorie. Ein innovatives Modell zur Unternehmensführung

Ausarbeitung , 2022 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Julian Peinke (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieses Assignment untersucht die Eignung der Stewardship-Theorie zur Gestaltung von Corporate-Governance-Regeln und vergleicht sie mit der Prinzipal-Agenten-Theorie. Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen werden die Unterschiede zwischen beiden Ansätzen analysiert. Im Fokus steht die Frage, wie Steuerungs- und Kontrollinstrumente im Rahmen der Stewardship-Theorie angewendet werden können. Zur Veranschaulichung dient das Fallbeispiel Wirecard, das die praktischen Herausforderungen und Möglichkeiten verdeutlicht. Abschließend bietet die Arbeit eine Zusammenfassung und gibt Ausblick auf die Weiterentwicklung von Corporate-Governance-Konzepten und Kontrollmechanismen.

Leseprobe


Inhaltsübersicht

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Aufbau

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Ursprung und Definition von Corporate Governance

2.2 Stewardship-Theorie

2.3 Prinzipal-Agent Theorie

2.4 Abgrenzung der Stewardship-Theorie zur Prinzipal-Agent Theorie

3. Corporate Governance Strukturen

3.1 Bedeutung der Stewardship-Theorie im Zusammenhang mit Corporate Governance

3.2 Steuerungs- und Kontrollinstrumente zur Beeinflussung und Disziplinierung der Stewards

3.3 Corporate Governance Strukturen des Beispiels: Wirecard

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Stewardship-Theorie zur Gestaltung von Corporate-Governance-Regeln und stellt diese der klassischen Prinzipal-Agent-Theorie gegenüber. Ziel ist es, durch die Analyse der theoretischen Fundamente und der praktischen Anwendung am Beispiel des Wirecard-Skandals aufzuzeigen, wie Steuerungs- und Kontrollmechanismen innerhalb von Unternehmen wirken sollten.

  • Vergleich der Stewardship-Theorie und Prinzipal-Agent-Theorie
  • Analyse der Rolle des Managements als "Steward" versus "Agent"
  • Untersuchung von Corporate-Governance-Strukturen und Kontrollinstrumenten
  • Kritische Aufarbeitung des Wirecard-Skandals in Bezug auf Governance-Versagen
  • Erkenntnisse zur Notwendigkeit ergänzender Kontrollinstanzen

Auszug aus dem Buch

2.4 Abgrenzung der Stewardship-Theorie zur Prinzipal-Agent Theorie

In Anlehnung an Davis / Schoorman / Donaldson und Velte kann die Abgrenzung der Stewardship-Theorie zur Prinzipal-Agenten-Theorie gegliedert werden in psychologische und situative Faktoren, ausgehend von einem unterschiedlichen Menschenbild.

Das Menschenbild bei der Prinzipal-Agenten-Theorie ist: Eindimensional, Homo Oeconomicus, opportunistisch und rationaler Nutzenmaximierer. Demgegenüber steht die Stewardship-Theorie mit: Mehrdimensional, Self-actualizing Man, Empfindung höheren Nutzens, wenn der Steward im Sinne des Prinzipals agiert und humanistisch.

Bei den psychologischen Faktoren weist der Agent eine geringe Identifikation mit dem Unternehmen aus und hat auch kein großes Interesse an der Verantwortungsübernahme. Da er materialistisch eingestellt ist, überwiegen die finanzielle Motive, die quantitativ messbar sind und somit die Erhöhung des persönlichen Einkommens bei einer Minimierung des Arbeitsleids. Die Machtausübung ist institutionalisiert und eine organisatorische. Er übt dies durch Belohnung bzw. Bestrafung aus. Der Prinzipal hingegen ist idealistisch eingestellt, er arbeitet für die Erhöhung von Vertrauen, sowie Reputation und strebt nach einer inneren Zufriedenheit. Seine Motivation ist nicht direkt quantitativ messbar. Er besitzt eine hohe Identifikation mit den Unternehmen und bringt auch zusätzliches Engagement mit ein. Seine Macht versucht er als Vorbildcharakter auszudrücken.

Bei den situativen Faktoren arbeitet der Agent sehr aufgaben- bzw. kontrollorientiert in seiner Managementphilosophie. Daraus ergibt sich ein hoher Kontrollmechanismus den er beansprucht, weshalb seine Risikoorientierung auch sehr zurückhaltend ist. Sein kultureller Hintergrund ist sehr individualistisch ausgeprägt, was sich auch in seiner Form der Zusammenarbeit wiederfinde, die teils auch sehr egoistisch ist. Deswegen ist sein Zeithorizont auch kurzfristig ausgelegt. Die Distanz zur Macht ist für den Agenten hoch und ihr Einfluss somit gering. Trotzdem gibt es eine große Abhängigkeit. Der Steward ist in seiner Managementphilosophie partizipations- bzw. beratungsorientiert. Sein Zeithorizont ist langfristig ausgelegt um eine vertrauensvolle Partnerschaft aufzubauen. Seine Zusammenarbeit ist sehr teamorientiert ausgelegt und er hat stets den Kollektivgedanken, was auch sein kultureller Hintergrund ist. Die Akteure des Stewards Ansatzes agieren als gleichwertige Partner und besitzen ein großen Gestaltungseinfluss. Es wird versucht hierarchische Strukturen zu vermeiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Arbeit, legt die Problemstellung dar und erläutert die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung von Corporate Governance Theorien.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge und Definitionen von Corporate Governance und führt die Stewardship- sowie die Prinzipal-Agent-Theorie als gegensätzliche Modelle der Unternehmensführung ein.

3. Corporate Governance Strukturen: Das Hauptkapitel analysiert die Bedeutung der Stewardship-Theorie im Governance-Kontext und zeigt anhand des Wirecard-Falls auf, warum rein vertrauensbasierte Strukturen ohne externe Kontrolle unzureichend sein können.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die theoretischen Ergebnisse und stellt fest, dass eine wirksame Unternehmensführung eine Kombination aus theoretischen Ansätzen und restriktiven Kontrollregeln erfordert.

Schlüsselwörter

Stewardship-Theorie, Prinzipal-Agent-Theorie, Corporate Governance, Unternehmensführung, Wirecard, Kontrolle, Überwachungsmechanismen, Shareholder Value, Interessenskonflikte, Management, Aufsichtsrat, Interne Revision, Wirtschaftsführung, Compliance, Transparenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Untersuchung von Führungs- und Kontrollmodellen für Unternehmen und hinterfragt, wie Corporate Governance durch unterschiedliche Menschenbilder und situative Faktoren beeinflusst wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Stewardship-Theorie, die Prinzipal-Agent-Theorie, rechtliche sowie regulatorische Rahmenbedingungen von Corporate Governance und die praktische Analyse von Kontrollversagen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit soll klären, ob sich die Stewardship-Theorie als Modell zur Gestaltung von Corporate Governance eignet und welche Steuerungs- und Kontrollinstrumente notwendig sind, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine fallstudienbasierte Untersuchung (Wirecard) zur Übertragung theoretischer Konzepte auf reale wirtschaftliche Praxisbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen vertieft, die Unterschiede zwischen dem Agenten- und dem Steward-Modell herausgearbeitet und die Rolle von Aufsichtsrat, Wirtschaftsprüfern und Interner Revision beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Corporate Governance, Stewardship-Theorie, Prinzipal-Agent-Theorie, Kontrollinstrumente, Bilanzskandal, Vertrauen und unternehmerische Verantwortung.

Warum ist das Beispiel Wirecard für diese Theoriearbeit wichtig?

Wirecard dient als negatives Fallbeispiel, das veranschaulicht, dass ein rein auf Vertrauen basierendes "Steward"-Modell im Management bei gleichzeitiger Vernachlässigung notwendiger Kontrollstrukturen in existenzbedrohende Insolvenzen führen kann.

Welche Lehre zieht der Autor aus dem Zusammenwirken von Theorie und Praxis?

Die Arbeit schlussfolgert, dass gute Unternehmensführung nicht allein durch theoretische Modelle gesichert wird, sondern eine enge Verzahnung von sozialen Führungsbeziehungen mit festen regulatorischen Kontrollinstanzen erfordert.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Corporate Governance und Stewardship-Theorie. Ein innovatives Modell zur Unternehmensführung
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Veranstaltung
Corporate Governance
Note
1,7
Autor
Julian Peinke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1549210
ISBN (eBook)
9783389100271
ISBN (Buch)
9783389100288
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporate Governance Stewardship-Theorie UFU 68
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Peinke (Autor:in), 2022, Corporate Governance und Stewardship-Theorie. Ein innovatives Modell zur Unternehmensführung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1549210
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Leseprobe aus  16  Seiten
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