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Zur Shop-Startseite › Psychologie - Sozialpsychologie

Psychologische Reaktanz

Der „Romeo- und Julia-Effekt“ in der griechischen Mythologie

Titel: Psychologische Reaktanz

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sandra Niedermeier (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ereignisse und Situationen die wir nicht kontrollieren können, erfordern oft psychologische Reaktanz. Damit ist ein motivationaler Zustand gemeint, mit dem wir versuchen, die verlorengegangene Freiheit wieder herzustellen.

Durch die Einschränkung der Freiheit entsteht ein Zustand der Reaktanz, in welchem eine Person die nunmehr verbotenen Tätigkeiten weiterhin ausführen möchte.

Dabei hängt die Stärke der Reaktanz von mehreren Faktoren ab. Sie ähnelt dem kindlichen Trotzverhalten und findet sich im Alltag häufig wieder.

Verbotene Dinge erscheinen interessant. Darunter fallen auch Liebesbeziehungen zwischen zwei Menschen, deren Liebe unterbunden wird. Werden der Liebe von außen Hindernisse auferlegt, so bindet es die Liebenden stärker aneinander. Dieser Effekt ist nach William Shakespeares wohl berühmtestem literarischem Liebespaar benannt: der „Romeo und Julia – Effekt“. Doch dieser Effekt ist schon in früheren Werken verarbeitet worden.

Bereits in der mythischen Welt des Altertums lassen sich verbotene Liebesbeziehungen, wie die von Romeo und Julia finden. Dabei weist vor allem die griechische Mythologie interessante, charakteristische Merkmale auf. Die griechischen Götter ähneln den Menschen in Gestalt und Charakter. Ihre Geschichten sollten ein göttliches Abbild des menschlichen Verhaltens zeigen.

In der Psychologie sind deshalb viele Theorien zu finden, die eine Vielzahl struktureller Gemeinsamkeiten mit mythischen Erzählungen aufweisen und damit interessant für unser Verständnis der Lehren der Antike sein können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Psychologie und Mythologie

2.1. Definition von Mythologie

2.2. Psychologische Themen beruhend auf der griechischen Mythologie

3. Shakespeares Romeo und Julia

4. Theorie

4.1. Definition von Reaktanz

4.2. Stärke der Reaktanz

4.3. Manifestation von Reaktanz

4.4. Der „Romeo- und Julia-Effekt“

5. Antike Mythologische Themen

5.1. Pyramus und Thisbe

5.1.1. Ovids Metamorphosen

5.1.2. Effekt - Bezug

5.2. Psyche und Amor

5.2.1. Apuleius Lucius Metamorphosen

5.2.2. Effekt - Bezug

6. Diskussion

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das psychologische Phänomen der Reaktanz – konkret den sogenannten „Romeo- und Julia-Effekt“ – und analysiert dessen Darstellung in antiken griechischen Mythen. Dabei soll aufgezeigt werden, dass das psychologische Bedürfnis nach Freiheit und die Intensivierung von Gefühlen bei verbotenen Liebesbeziehungen bereits früh in der mythologischen Überlieferung verarbeitet wurde.

  • Grundlagen der psychologischen Reaktanz nach Jack W. Brehm
  • Die Dynamik des „Romeo- und Julia-Effekts“
  • Analysen antiker Mythen (Pyramus und Thisbe sowie Psyche und Amor)
  • Vergleichende Betrachtung zwischen Mythologie und moderner Psychologie
  • Anwendungsgebiete der Reaktanz in der heutigen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

4.4. „Romeo und Julia - Effekt“

Zwei Menschen lieben sich. Ihre Eltern sind jedoch gegen die romantische Beziehung ihrer Kinder, aus welchen Gründen auch immer. Doch je mehr die Eltern versuchen die Liebenden zu trennen, desto stärker wird die Beziehung. Das typisch menschliche Bestreben, seine Handlungs- und Meinungsfreiheit zu erhalten, beschreibt das reaktante Verhalten.

Als Phänomen der Reaktanz ist die Intensivierung der Gefühle in einer verbotenen Liebesbeziehung, unter dem Namen „Romeo und Julia - Effekt“ bekannt. Entzug eines bestimmten Partners wird als Freiheitsbedrohung erlebt. Elterliche Intervention und Verbote intensivieren die Gefühle der Liebenden zueinander.

Einen ähnlichen Effekt, hat das „hard-to-get“ Phänomen. Knappheit, Abnehmen des Vorrates und große Nachfrage vergrößern den Wert eines Gutes, d.h. ein sich rar machender Partner gewinnt an Attraktivität.

Die Bezeichnung Romeo und Julia-Effekt geht auf besagtes Drama von Shakespeare zurück. Die Liebenden trotzen den gesellschaftlichen Normen. Ihnen ist der geliebte Mensch mehr wert, als Name, Familie und die gesellschaftlichen Verhältnisse. Julia würde lieber sterben, als sich von der sozialen Umwelt einengen zu lassen: „Durch ihren Hass zu sterben, wär’ mir besser, als ohne deiner Liebe Lebensfrist“ (W. Shakespeare, in D. Klose (1999) S. 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Begriffs der psychologischen Reaktanz und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Darstellung verbotener Liebe in der Mythologie.

2. Psychologie und Mythologie: Einführung in die Mythologie sowie die Untersuchung der Verbindung zwischen antiken Mythen und psychologischem Denken.

3. Shakespeares Romeo und Julia: Kurze Zusammenfassung des Dramas, welches als Namensgeber für den psychologischen Effekt fungiert.

4. Theorie: Detaillierte Darstellung der Reaktanztheorie, ihrer Entstehung, Stärke und Manifestation sowie die Erläuterung des Romeo- und Julia-Effekts.

5. Antike Mythologische Themen: Analyse der Geschichten von Pyramus und Thisbe sowie Psyche und Amor hinsichtlich ihres Reaktanzgehalts.

6. Diskussion: Synthese der Ergebnisse und Reflexion über die Bedeutung der Reaktanz in historischen und modernen Kontexten.

Schlüsselwörter

Reaktante Verhalten, Romeo und Julia-Effekt, griechische Mythologie, verbotene Beziehung, Freiheit, Psychologie, Reaktanztheorie, Pyramus und Thisbe, Psyche und Amor, Motivationspsychologie, Freiheitsbedrohung, soziale Einflüsse, Antike, Liebe, Verhaltenssteuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem psychologischen Konzept der Reaktanz, insbesondere der Intensivierung von Gefühlen in Liebesbeziehungen, wenn diese durch äußere Verbote bedroht sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Hauptthemen umfassen die psychologische Reaktanztheorie, literarische Analysen antiker Mythen und die Übertragbarkeit dieser Muster auf menschliches Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie die griechische Mythologie als frühes Beispiel für reaktantes Verhalten im Sinne des Romeo- und Julia-Effekts dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche und psychologische Analyse, indem sie existierende Theorien der Sozialpsychologie auf überlieferte Mythen anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Reaktanz und die spezifische Fallanalyse der Mythen von Pyramus und Thisbe sowie Psyche und Amor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Reaktanz, Romeo und Julia-Effekt, griechische Mythologie, Freiheitseinengung und verbotene Liebe.

Wie unterscheidet sich die Geschichte von Psyche und Amor von der klassischen Romeo- und Julia-Tragödie?

Im Gegensatz zu den tragischen Enden von Romeo und Julia oder Pyramus und Thisbe endet die Geschichte von Psyche und Amor positiv, da Psyche schließlich in den Kreis der Unsterblichen aufgenommen wird.

Welche Rolle spielt die Gesellschaftsstruktur in der Antike für das Verständnis der Reaktanz in den Mythen?

Die archaische Gesellschaftsstruktur, in der Eltern die Partnerwahl bestimmten, bildete den Ausgangspunkt für die Freiheitsbedrohung der Liebenden, was den Widerstand und somit die Reaktanz überhaupt erst auslöste.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Psychologische Reaktanz
Untertitel
Der „Romeo- und Julia-Effekt“ in der griechischen Mythologie
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Sozialpsychologie)
Note
1,0
Autor
Sandra Niedermeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
24
Katalognummer
V154894
ISBN (eBook)
9783640676262
ISBN (Buch)
9783640676293
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologische Reaktanz Mythologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Niedermeier (Autor:in), 2008, Psychologische Reaktanz , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154894
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Leseprobe aus  24  Seiten
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