Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Romance Studies - Spanish Studies

Die Rolle der Städte Paris und Buenos Aires in Julio Cortázars Roman „Rayuela“

Title: Die Rolle der Städte Paris und Buenos Aires in Julio Cortázars Roman „Rayuela“

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Kneip (Author)

Romance Studies - Spanish Studies

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Julio Cortázar, einer der profiliertesten Vertreter des argentinischen Prosaschrifttums der Gegenwart, gehört zu der Gruppe von Autoren, die den neuen lateinamerikanischen Roman seine Weltgeltung verschafft haben.
1963 schuf er mit seinem Roman „Rayuela“ ein Werk, das aufgrund der Fragmentierung der traditionellen Fabel durch diverse Einblendungs- und Collagetechniken und aufgrund der wechselnden Erzählperspektive sowie der Dekonstruktion des sprachlichen Mediums, nicht mehr als Roman bezeichnet werden kann. Vielmehr ist es ein Anti-Roman, der durch seine philosophisch-metaphysischen Elemente und seiner kaleidoskopischen Struktur ein Werk bildet, das den Leser selbst ständig zwingt, während der Lektüre mitzuarbeiten.
Der Titel „Rayuela“ ist der Name eines Kinderspiels, das Hüpfkastenspiel „Himmel und Erde“. Es bezieht sich unmittelbar auf die Lektüreweise des Textes, die nicht linear fortschreitet, sondern vor- und zurückspringt. Träger dieser konfliktvollen Existenzform ist Horacio Oliveira, ein Argentinier, Wanderer zwischen zwei Welten, Paris und Buenos Aires, keiner
recht zugehörig. Der folgende Text wird sich primär mit der Rolle der Städte Paris und Buenos Aires in Julio Cortázars Roman „Rayuela“ beschäftigen. Zunächst wird zu prüfen sein, inwieweit Jurij M. Lotmans Modell der Sinnstiftung bzw. der Konstruktion einer
erzählten Welt anhand der Semantisierung oppositioneller Räume auf den Roman „Rayuela“ anwendbar ist. In diesem Zusammenhang wird besonders die Ästhetik des Werkes sowie die Funktion der im Roman auftretenden Dichotomien zu betrachten sein. Ferner wird noch
zusätzlich zu untersuchen sein, inwiefern das Rayuela-Spiel selbst bzw. die im Spiel vorkommenden Räume Himmel und Hölle mit den Städten Paris und Buenos Aires verglichen werden können.

Anschließend wird die Suche des Protagonisten als zentrales Thema des Romans in Augenschein genommen, sowie das Phänomen des Sujets in diesem Text herausgearbeitet und dargestellt. Als weiteres wird „Rayuela“ mit dem deutschen Bildungsroman verglichen,sowie die Funktion des räumlichen Bildes von der Rayuela auf den Roman untersucht.
Abschließend wird noch die Frage zu klären sein, inwieweit eine Oppositionierung semantischer Räume bzw. eine Strukturierung der realen Welt anhand von semantischen Räumen ein kulturübergreifendes, narratives Grundmuster darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 RAUMSEMANTIK IM ROMAN „RAYUELA“

3 DAS SUJET IN „RAYUELA“

4 DIE FIGUR AUF DER ANDEREN SEITE („DEL LADO DE ACÁ“) [KAPITEL 36 – 57]

5 BEZUG DES RAYUELA –SPIELES AUF PARIS UND BUENOS AIRES

6 PARIS ALS CIVILIZACION VS. BUENOS AIRES ALS BARBARIE?

7 DIE DUALE STRUKTUR DER FIGUREN

8 DIE SUCHE ALS ZENTRALES THEMA IN „RAYUELA“

9 „RAYUELA“ EIN „ANTI- BILDUNGSROMAN“ ?

10 DIE ÄSTHETIK IN „RAYUELA“

11 SCHLUSSBEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die räumliche und strukturelle Organisation von Julio Cortázars Roman „Rayuela“, wobei der Fokus auf der Opposition der Städte Paris und Buenos Aires als Modell der Sinnstiftung liegt. Es wird analysiert, wie diese Städte als komplementäre, teils austauschbare Räume die Identitätssuche des Protagonisten Horacio Oliveira prägen und wie das Spiel „Rayuela“ als strukturelles Grundmuster der Erzählung fungiert.

  • Raumsemantik und die Konstruktion oppositioneller Welten
  • Die Suche des Protagonisten als metaphysisches Motiv
  • Duale Strukturen in Figurenkonstellationen und Identitätsentwürfen
  • „Rayuela“ im Vergleich zum Bildungsroman
  • Interkulturelle Aspekte und kulturelle Identität in der Literatur

Auszug aus dem Buch

6 Paris als civilización vs. Buenos Aires als barbarie?

Paris und Buenos Aires sind die zwei Pole von Oliveiras Suche nach dem „otro mundo“. Sie symbolisieren den permanenten Widerspruch, das allgegenwärtige ja und nein, das Yin und das Yang, den Norden und den Süden. Befindet sich Oliveira in Buenos Aires, negiert er seine Heimatstadt (patria falsa) und idealisiert gleichzeitig Paris als „capital latinoamericana“ bzw. als „capital de la cultura“ und als „modelo original“, im Gegensatz zu Spanien. Er steht in einer von Europa übernommenen Kulturtradition unter dem ethnischen Substrat Spaniens und entscheidet sich deutlich für Frankreich. Diese Ablehnung Spaniens als „Feind der Zivilisation“ sozusagen findet man im Roman z.B. in der Passage des diálogo típico de españoles im Kapitel 41:

López.-Yo he vivido un año entero en Madrid. Verá usted, era en 1925, y … […]

Peréz.- Sí, hombre, ni qué hablar. Pues este doctor Garcia …

Dieser absurde Dialog scheint für Oliveira stellvertretend für die spanische Kultur zu sein, die er dadurch auf ironische Weise kritisiert. Auch das Verhältnis von Oliveira zum Spanier Perico im Roman ist alles andere als harmonisch. Befindet sich Oliveira in Paris, fällt es auf, dass er stellenweise einen positiven bzw. konstruktiven Entwurf von Buenos Aires liefert, indem er Paris bemängelt und kritisiert. So z.B. im Kapitel 22:

„Sin necesidad de dramatizar, la más modesta objetividad era eine apertura al absurdo de París, de la vida gregaria.”

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des Romans „Rayuela“ als Anti-Roman und Vorstellung der Forschungsabsicht, die Rolle von Paris und Buenos Aires mittels Lotmans Modell der Raumsemantik zu analysieren.

2 RAUMSEMANTIK IM ROMAN „RAYUELA“: Theoretische Herleitung der Bedeutung räumlicher Oppositionen in narrativen Texten und deren modellbildende Funktion für das Weltbild im Roman.

3 DAS SUJET IN „RAYUELA“: Untersuchung der narrativen Dynamik, die durch die Grenzüberschreitung des Protagonisten zwischen den komplementären Räumen Paris und Buenos Aires entsteht.

4 DIE FIGUR AUF DER ANDEREN SEITE („DEL LADO DE ACÁ“) [KAPITEL 36 – 57]: Analyse des Normbruchs und der konkreten Grenzüberschreitung Oliveiras in Kapitel 36 als Kernstück des Sujets.

5 BEZUG DES RAYUELA –SPIELES AUF PARIS UND BUENOS AIRES: Darstellung der Parallelen zwischen dem Hüpfkastenspiel und der sprunghaften Odyssee Oliveiras zwischen den zwei Polen des Romans.

6 PARIS ALS CIVILIZACION VS. BUENOS AIRES ALS BARBARIE?: Auseinandersetzung mit der kulturellen Identitätssuche und der symbolischen Aufladung der Städte als Pole der Entwurzelung.

7 DIE DUALE STRUKTUR DER FIGUREN: Analyse der Doppelgänger-Motive und der Spiegelung der Hauptcharaktere als Ausdruck eines dualen Systems.

8 DIE SUCHE ALS ZENTRALES THEMA IN „RAYUELA“: Erörterung des metaphysischen Strebens nach dem „authentischen Dasein“ als zentrales Motiv, das über die konkreten Orte hinausweist.

9 „RAYUELA“ EIN „ANTI- BILDUNGSROMAN“ ?: Vergleich des Romans mit den Kriterien des Bildungsromans und Feststellung der Entfremdung statt Integration.

10 DIE ÄSTHETIK IN „RAYUELA“: Untersuchung der formalen Struktur des Werkes und der „schönen“ Geschlossenheit der dualen Anordnung.

11 SCHLUSSBEMERKUNGEN: Zusammenfassende Betrachtung der Strukturierung der Welt über semantische Räume als anthropologisches Grundmuster.

Schlüsselwörter

Julio Cortázar, Rayuela, Raumsemantik, Paris, Buenos Aires, Horacio Oliveira, Sujet, Dichotomie, Identitätssuche, Anti-Bildungsroman, Kultur, Entwurzelung, Literaturwissenschaft, Narratologie, Lotman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Julio Cortázars Roman „Rayuela“ unter dem Aspekt der Raumsemantik und untersucht, wie die Städte Paris und Buenos Aires als oppositionelle Pole die Struktur und das Sujet des Romans maßgeblich bestimmen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Raum-Dichotomie, die Identitätssuche des Protagonisten Horacio Oliveira, die literarische Bedeutung der Städte als Utopie und Anti-Utopie sowie die Frage nach dem „Anti-Bildungsroman“.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu prüfen, inwieweit Jurij M. Lotmans Modell der Konstruktion einer erzählten Welt durch oppositionelle Räume auf den Roman anwendbar ist und wie diese Räume die existenzielle Suche des Protagonisten widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die insbesondere auf semiotischen Modellen zur Raumsemantik basiert, ergänzt durch komparatistische Ansätze und Analysen zur Erzähltheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Raumsemantik, die Untersuchung des Sujets anhand der Grenzüberschreitung des Protagonisten, die Struktur der Figurenkonstellationen (Doppelgänger-Motiv) sowie die Einordnung des Werkes als Anti-Bildungsroman.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Raumsemantik, Dualität, Identitätssuche, Sujet, Paris-Buenos Aires-Opposition und narratologische Analyse charakterisiert.

Wie genau lässt sich die Rolle von Paris und Buenos Aires beschreiben?

Die Städte fungieren nicht als bloße Schauplätze, sondern als semantisch aufgeladene Phantasiegebilde im Kopf Oliveiras, die seine eigene Zerrissenheit und die Unmöglichkeit einer endgültigen Ankunft symbolisieren.

Warum wird „Rayuela“ als Anti-Bildungsroman bezeichnet?

Im Gegensatz zum klassischen Bildungsroman, der mit der Integration des Helden in die Gesellschaft endet, mündet Oliveiras Entwicklung in die endgültige Entfremdung und das Scheitern seiner Identitätssuche.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Die Rolle der Städte Paris und Buenos Aires in Julio Cortázars Roman „Rayuela“
College
LMU Munich  (Romanische Philologie)
Course
Hauptseminar
Grade
2,0
Author
Oliver Kneip (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V154461
ISBN (eBook)
9783640671380
ISBN (Book)
9783640671618
Language
German
Tags
Rolle Städte Paris Buenos Aires Julio Cortázars Roman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Kneip (Author), 2004, Die Rolle der Städte Paris und Buenos Aires in Julio Cortázars Roman „Rayuela“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154461
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint