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Sed bono vinci satius est…? (42,3)

Eine Analyse der kontrovers diskutierten Äußerung Sallusts

Titel: Sed bono vinci satius est…? (42,3)

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 17 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: M. Ed. Torsten Gruber (Autor:in)

Latinistik - Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„et sane Gracchis cupidine victoriae haud satis moderatus animus fuit.
sed bono vinci satius est quam malo more iniuriam vincere” (Jug. 42, 2-3)Dieser Satz wird seit vielen Jahrzehnten von zahlreichen Altphilologen diskutiert. Dies legt die Vermutung nahe, dass der Satz eine besondere Bedeutung haben muss. Als Teil des Parteienexkurses im Bellum Iugurthinum beinhaltet die fragliche Stelle Sallusts abschließende Bewertung der Gracchen, die entweder positiv oder negativ ausfallen dürfte. Doch dies ist bis heute nicht geklärt. Ziel der Arbeit ist es die Unklarheit Sallusts Aussage zu entschlüsseln, um zu seiner Einschätzung der der gracchischen Politik zu gelangen. Zu diesem Zweck wird in dieser Arbeit zunächst der Parteienexkurs analysiert, bevor im darauffolgenden Punkt die verschiedenen wissenschaftlichen Deutungen verglichen und diskutiert werden. Um eine eigene Interpretation der fraglichen Stelle leisten zu können, wird in einem weiteren Punkt die Person Sallust näher beleuchtet und sein Lebenswandel in den Blick genommen werden. Schließlich erfolgt nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse ein Vorschlag für eine eigene Übersetzung, die mit einer sinnvollen Interpretation der fraglichen Textstelle die Arbeit abschließt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Parteienexkurs (Jug. 41f.)

3. Sed bono vinci satius est…?

4. Die politische Gesinnung Sallusts

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kontrovers diskutierte Äußerung Sallusts „Sed bono vinci satius est quam malo more iniuriam vincere“ aus seinem Werk „Bellum Iugurthinum“. Ziel ist es, die Unklarheiten dieser Aussage zu entschlüsseln, um zu einer fundierten Einschätzung der gracchischen Politik durch Sallust zu gelangen und seine politische Gesinnung im Kontext seines eigenen Lebenswandels zu beleuchten.

  • Analyse des Parteienexkurses (Jug. 41f.) als strukturelles Zentrum des Werkes.
  • Vergleich und kritische Diskussion wissenschaftlicher Deutungen der umstrittenen Textstelle.
  • Untersuchung der Rolle Sallusts als Politiker und Historiker.
  • Beleuchtung der politischen Dynamik zwischen Popularen und Nobilität im späten Rom.
  • Erarbeitung einer eigenen Interpretation der Textstelle vor dem Hintergrund der römischen res publica.

Auszug aus dem Buch

3. Sed bono vinci satius est…?

Wie bereits im vorangehenden Kapitel angedeutet, haben zwei kurze Sätze sowohl in ihrer Bedeutung als auch in ihrem Verhältnis zueinander zu Meinungsverschieden-heiten in der Wissenschaft geführt. Die beiden Sätze lauten: et sane Gracchis cupidine victoriae haud satis moderatus animus fuit. Sed bono vinci satius est quam malo more iniuriam vincere (Jug. 42, 2-3). In diesem Kapitel werden einige Übersetzungsmöglichkeiten bzw. Interpretationen sowie die kritischen Äußerungen ausgewählter Altphilologen dargestellt.

Die beiden Sätze enthalten drei Aspekte, die über Jahrzehnte den Kern der Diskussion bildeten. Das erste Problem liegt in der Unbestimmtheit von bono, das sowohl als Ablativ als auch als Dativ gedeutet werden kann. Des Weiteren kommen als mögliches Geschlecht sowohl das Maskulinum als auch das Neutrum in Frage, wobei noch nicht geklärt ist, ob es als Substantiv oder als Adjektiv übersetzt werden sollte. Die zweite Unsicherheit stellt das vinci dar, welches sowohl passivisch als auch phraseologisch zu übersetzen ist.

Der letzte Punkt, der den Kern der Deutung darstellt, ist die Frage, wen Sallust bei der Formulierung des Satzes im Auge hatte, die unterlegenen Gracchen oder die siegreichen Optimaten oder gar beide?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der berühmten Sallust-Zitate ein und formuliert das Ziel, durch eine Analyse des Kontextes und der Biographie des Autors zu einer interpretativen Klärung zu gelangen.

2. Der Parteienexkurs (Jug. 41f.): Dieses Kapitel analysiert Sallusts Darstellung der römischen Parteikämpfe, bei denen er sowohl die Gier der Nobilität als auch die Instabilität durch populare Agitationen als Ursachen für die Zerstörung der res publica identifiziert.

3. Sed bono vinci satius est…?: Hier werden die verschiedenen wissenschaftlichen Deutungsversuche der zentralen Sätze über die Gracchen und das „Sich-Besiegen-Lassen“ diskutiert, wobei die grammatikalische Unbestimmtheit (Ablativ vs. Dativ) im Mittelpunkt steht.

4. Die politische Gesinnung Sallusts: Dieses Kapitel verknüpft Sallusts politischen Lebenslauf, seinen Aufstieg und Fall sowie seine Tätigkeit als Historiker, um sein Verständnis von Parteipolitik und seine Haltung zur res publica zu kontextualisieren.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Analyse und kommt zu dem Schluss, dass Sallust weder ein reiner Anhänger der Popularen noch der Optimaten war, sondern ein Verfechter der res publica, der die Gracchen trotz ihres hehren Ziels aufgrund der staatsgefährdenden Mittel kritisch bewertet.

Schlüsselwörter

Sallust, Bellum Iugurthinum, Gracchen, Nobilität, Popularen, Parteienexkurs, res publica, historische Interpretation, römische Geschichte, politische Gesinnung, Philologie, Sed bono vinci satius est, Machtkampf, Römische Republik, Historiker.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse einer spezifischen, historisch kontrovers diskutierten Textstelle aus Sallusts „Bellum Iugurthinum“ und deren Bedeutung für das Verständnis seines Geschichtsbildes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Bewertung der Politik der Gracchen, die Rolle der Nobilität und der Popularen sowie die moralische Einstellung Sallusts zur römischen Staatsordnung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, die Unklarheit in Sallusts Urteil über die Gracchen aufzulösen und zu klären, ob er deren Handeln letztlich positiv oder negativ bewertet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologische Exegese, kombiniert mit einer historischen Kontextualisierung durch den Vergleich verschiedener wissenschaftlicher Kommentare und einer Analyse des Lebenslaufes des Autors.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Parteienexkurses, die detaillierte philologische Auseinandersetzung mit der strittigen Textstelle und die historische Einordnung der Person Sallust.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sallust, Gracchen, res publica, Parteienexkurs und politische Gesinnung.

Warum wird der „Parteienexkurs“ als zentral bezeichnet?

Der Exkurs liefert die notwendige Ursachenforschung für die Dekadenz der Römischen Republik und bietet den moralischen Rahmen, in dem Sallust seine Bewertung des Zeitgeschehens einbettet.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Gracchen?

Der Autor schließt, dass Sallust zwar die Motive der Gracchen teilweise anerkennt, ihre Politik jedoch aufgrund der durch sie provozierten Parteikämpfe und der Gefährdung der res publica letztlich negativ bewertet.

Welche Rolle spielt Sallusts Biographie für die Interpretation?

Seine Biografie verdeutlicht seine innere Wandlung vom aktiven, teils umstrittenen Politiker zum reflektierten Historiker, der in der Rückschau die Parteipolitik als grundlegendes Übel für den Staat identifiziert.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sed bono vinci satius est…? (42,3)
Untertitel
Eine Analyse der kontrovers diskutierten Äußerung Sallusts
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Seminar für Klassische Philologie)
Veranstaltung
Sallust - Bellum Iugurthinum
Note
2,7
Autor
M. Ed. Torsten Gruber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V154213
ISBN (Buch)
9783640665310
ISBN (eBook)
9783640665488
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sallust Bellum Iugurthinum Parteienexkurs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. Ed. Torsten Gruber (Autor:in), 2009, Sed bono vinci satius est…? (42,3), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/154213
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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