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Die Angst vor Medea. Analyse der Wirkungsweise der Protagonistin in Euripides‘ Medea

Titel: Die Angst vor Medea. Analyse der Wirkungsweise der Protagonistin in Euripides‘ Medea

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im antiken Griechenland waren dem Gott Dionysos gewidmete Theaterfeste eine beliebte Attraktion. Es bewarben sich drei Dichter, die jeweils eine Tragödie aufführen ließen. 431 v. Chr. gehörte zu diesen Tragödiendichtern auch Euripides, welcher das antike Drama "Medea" vorstellte.

Die Frage, wieso die Figur der Medea so fasziniert, lässt sich unter anderem ihrer auffallenden Stärke und Durchsetzungsfähigkeit zuschreiben. Aber auch die verschiedenen Reaktionen auf den Charakter der Protagonistin sind spannend zu verfolgen. Ob Abneigung und Missbilligung oder Bewunderung und Mitleid – Medea löst seit Jahrhunderten verschiedenste Resonanz aus.

Interessant ist, dass sich eben diese zwiegespaltenen Meinungen ebenfalls bei den Figuren des Dramas wiederfinden lassen. Auch die Furcht vor der Medea ist ein Thema, welches von unterschiedlichsten Gesichtspunkten betrachtet werden kann und viel über den Charakter der Protagonistin, aber auch den der anderen Personen verrät. Anhand einer Analyse der Wirkungsweise Medeas, soll geklärt werden, inwiefern und wieso die Protagonistin für die mitwirkenden Figuren furchteinflößend erscheint.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 HAUPTTEIL

2.1 MEDEA UND DIE FRAUEN VON KORINTH

2.1.1 MEDEAS KRITIK AN DEN GESCHLECHTERVERHÄLTNISSEN

2.1.2 WEIBLICHKEITSKONZEPTE

2.2 MEDEA UND KREON

2.3 MEDEA UND JASON

2.4 „JAMMER UND SCHAUDER“ IN MEDEA

3 FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologische Wirkungsweise der titelgebenden Protagonistin in Euripides' Tragödie „Medea“ und analysiert insbesondere, durch welche rhetorischen und strategischen Mittel sie auf ihre Mitmenschen furchteinflößend wirkt und diese beeinflussen kann.

  • Analyse der rhetorischen Strategien Medeas zur Mitleidserregung und Manipulation.
  • Gegenüberstellung von Medea und der Norm des antiken Frauenbildes.
  • Untersuchung der Interaktionen zwischen der Protagonistin und den männlichen Figuren Kreon und Jason.
  • Anwendung des aristotelischen Konzepts von „Jammer und Schauder“ auf die Wirkung der Figur.

Auszug aus dem Buch

2.2 Medea und Kreon

Medeas Gespräch mit dem korinthischen König und Vater der neuen Ehegattin Jasons, spielt sich im ersten Aufzug ab.

Kreon sucht die Protagonistin auf, um ihr zu verkünden, dass er sie dem Land verweise, da er sich vor ihrer Rache an seiner Tochter fürchte (vgl. 282-283).

Er beschreibt sie als emotional betrübt, weise und vielen Übeln kundig, was seine Furcht vor ihr erkläre (V.285-286).

Medea rechtfertigt sich, indem sie bekundet, dass dies nur aus Neid verbreitete Gerüchte sein (V. 303: „Denn da ich weise bin, bin manchen ich beneidenswert, (...)“)3, bestreitet ihre Weisheit und versichert ihm, gewiss nur auf Jason und nicht auf ihn Groll zu hegen.

Medea befördert sich in die Opferrolle und tut sich geschlagen, um Kreon davon zu überzeugen, sich noch einen Tag länger in Korinth aufhalten zu dürfen.

Der König behauptet zwar, sich nicht von ihr beeinflussen zu lassen, gibt aber nach, sobald die Protagonistin seinen Schwachpunkt gegen ihn verwendet – seine Kinderliebe.

Zu beobachten ist, wie Medea den König, trotz der Figurenkonstellation eines Machthabers und einer Vertriebenen und eines Griechen und einer Barbarin, manipuliert und so ihr Ziel erreicht.

Die Protagonistin wirkt auf den korinthischen König angsterregend und machtvoll. Er fürchtet sich vor ihrer Kraft, Weisheit und somit auch vor ihrer Andersartigkeit.

Kreons Furcht vor Medea charakterisiert diese als eindrucksvolle, schreckenserregende Frau, die sogar einen Herrscher beeinflussen und mit Angst erfüllen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in den historischen Kontext der Tragödie ein und stellt die zentrale Fragestellung zur faszinierenden und furchteinflößenden Wirkungsweise der Medea-Figur vor.

2 HAUPTTEIL: Der Hauptteil analysiert Medeas rhetorische Interaktionen mit dem Frauenchor, dem König Kreon sowie ihrem Ehemann Jason vor dem Hintergrund zeitgenössischer Weiblichkeitskonzepte und der Wirkungstheorie von Mitleid und Furcht.

2.1 MEDEA UND DIE FRAUEN VON KORINTH: Dieses Unterkapitel verdeutlicht die instrumentelle Nutzung des Chors durch Medea, um sich als Leidenskollektiv darzustellen und ihre Rachepläne rhetorisch zu legitimieren.

2.1.1 MEDEAS KRITIK AN DEN GESCHLECHTERVERHÄLTNISSEN: Hier wird Medeas Monolog untersucht, in dem sie patriarchalisch geprägte Strukturen sowie die mangelnde Selbstbestimmung von Frauen in der Ehe radikal kritisiert.

2.1.2 WEIBLICHKEITSKONZEPTE: Das Kapitel kontrastiert Medeas autonomes und rhetorisch geschicktes Handeln mit der damaligen Norm des Frauenbildes und beleuchtet ihre Identität als „Fremde“.

2.2 MEDEA UND KREON: Es wird analysiert, wie Medea durch rhetorische Manipulation der Kinderliebe den König Kreon beeinflusst und trotz ihrer prekären Lage Zugeständnisse erzwingt.

2.3 MEDEA UND JASON: Dieses Kapitel betrachtet die konfliktgeladenen Dialoge zwischen Medea und ihrem Ehemann Jason, die von beiderseitigen Vorwürfen und Medeas strategischer Täuschung geprägt sind.

2.4 „JAMMER UND SCHAUDER“ IN MEDEA: Unter Rückgriff auf Aristoteles wird erörtert, warum die Figur der Medea sowohl Mitleid erregt als auch beim Zuschauer ein tiefes Gefühl des Schauderns auslöst.

3 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Medea durch ihre Redegewandtheit, ihren Stolz und ihre bewusste Abgrenzung von der weiblichen Norm zu einem komplexen, männlich konnotierten Heldencharakter der Tragödie wird.

Schlüsselwörter

Medea, Euripides, Tragödie, Rhetorik, Geschlechterverhältnisse, Manipulation, Rache, Weiblichkeitskonzepte, Katharsis, Jammer, Schauder, Machtwirkung, Antike, Protagonistin, Selbstbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychologische und rhetorische Wirkung der Protagonistin Medea in Euripides' gleichnamiger antiker Tragödie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse rhetorischer Einflussnahme, gesellschaftlicher Rollenbilder der Frau in der Antike, der Interaktion mit männlichen Machtfiguren sowie der dramatentheoretischen Wirkung von Mitleid und Furcht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, wie Medea durch Sprache und strategisches Handeln eine furchteinflößende Wirkung auf andere Figuren ausübt, obwohl sie die Normen des damaligen Frauenbildes bricht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse des Dramentextes und zieht dabei tragödientheoretische Ansätze, insbesondere die Poetik des Aristoteles, sowie fachspezifische Literatur zur Dramenanalyse heran.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Dialogen zwischen Medea und verschiedenen Figuren (Chor, Kreon, Jason) sowie die theoretische Verortung ihres Charakters als komplexe und mächtige Heldin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe umfassen Medea, Rhetorik, Manipulation, Geschlechterverhältnisse, Rache und die aristotelische Theorie von „Jammer und Schauder“.

Wie gelingt es Medea, den König Kreon zu beeinflussen?

Medea setzt gezielt ihre rhetorischen Talente ein, um eine Opferrolle einzunehmen und instrumentalisiert dabei Kreons eigene Kinderliebe als Schwachpunkt gegen ihn.

Warum wird Medea im Fazit mit männlichen Helden verglichen?

Da Medea ihre Ehe als gleichgestellt betrachtet, ihre eigene Ehre aktiv verteidigt und ihr Handeln weniger durch „weibliche“ Passivität als durch Entschlossenheit und strategische Überlegenheit geprägt ist, ähnelt ihr Charakterprofil klassischen männlichen Heldenfiguren.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Angst vor Medea. Analyse der Wirkungsweise der Protagonistin in Euripides‘ Medea
Hochschule
Freie Universität Berlin  (deutsche Philologie)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1520299
ISBN (eBook)
9783389093313
ISBN (Buch)
9783389093320
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medea Angst vor Medea Euripides Frauen von Korinth
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Die Angst vor Medea. Analyse der Wirkungsweise der Protagonistin in Euripides‘ Medea, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1520299
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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