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Odaenathus - ein kaisertreuer Verteidiger des römischen Orients?

Titel: Odaenathus - ein kaisertreuer Verteidiger des römischen Orients?

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Julius Kauschmann (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Einstieg in die Vita des Odaenathus in der Historia Augusta skizziert das Bild eines orientalischen Herrschers, der als Retter des römischen Orients auftritt und gleichzeitig als ein tyranni in die Sammlung der tyranni triginta eingeordnet wird. Doch ist der zweifelhafte Ruf der Historia Augusta, insbesondere im Zusammenhang mit den Viten der tyranni, in der modernen Forschung unbestritten. So wird dem Verfasser u.a. vorgeworfen, einige der Tyrannen ganz oder größtenteils erfunden, fehlerhafte oder fiktive Elemente eingefügt oder Feldherren, die nie den Purpur trugen, fälschlicherweise in die Sammlung integriert zu haben. Daher muss auch die Einordnung des Odaenathus mit Skepsis betrachtet und überprüft werden.
Im Rahmen des Themas der vorliegenden Arbeit "Odaenathus – ein kaisertreuer Verteidiger des römischen Orients?" soll die Frage, inwiefern es gerechtfertigt ist, dass die Historia Augusta Odaenathus zu den tyranni zählt, untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Odaenathus und die Historia Augusta

2.1 Historia Augusta – eine vertrauenswürdige Quelle?

2.2 Odaenathus in der gallieni duo

2.3 Odaenathus und die tyranni triginta

3. Odaenathus in anderen Quellen

3.1 Zosimus

3.2 Zonaras

4. Odaenathus – eine legitime Einordnung unter den tyranni?

4.1 Odaenathus Titulatur

4.2 Odaenathus Sonderstellung zum Kaiser und den tyranni

5. Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht historisch kritisch, ob die Einordnung des palmyrenischen Fürsten Odaenathus als "tyranni" (Tyrann bzw. Usurpator) durch die antike Quelle "Historia Augusta" gerechtfertigt ist oder ob er als kaisertreuer Verteidiger des römischen Orients zu sehen ist.

  • Kritische Analyse der "Historia Augusta" als historische Quelle
  • Vergleich der Darstellung von Odaenathus mit byzantinischen Quellen (Zosimus und Zonaras)
  • Untersuchung der Titulatur und Machtbefugnisse des Odaenathus
  • Bewertung des Verhältnisses zwischen Odaenathus und Kaiser Gallienus
  • Einordnung in das politische Spannungsfeld der Reichskrise des 3. Jahrhunderts

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Historia Augusta – eine vertrauenswürdige Quelle?

Die scriptores historiae Augustae, in der modernen Bezeichnung Historia Augusta, gilt als ausführlichste und damit als eine der wichtigsten philologischen Quellen des 3. Jahrhunderts. Ihr Wert begründet sich auch darin, dass sie als Sekundärquelle auf einer Vielzahl von nicht mehr erhaltenen griechischen und lateinischen Primärquellen beruht. Sie umfasst 30 Kaiserviten aus der Zeit von Hadrian (117-138) bis Carinus (283-284/5), wobei die Lebensbeschreibungen der Herrscher zwischen 244-253 verloren und diejenigen von Valerianus und Gallienus nur unvollständig erhalten sind. In den Handschriften werden sechs Autoren genannt, doch geht die moderne Forschung durch die vielen Gemeinsamkeiten in Sprache und Stil von nur einem Verfasser aus, wobei weder diese Annahme noch der Name des Autors zweifelsfrei belegt werden können. Ebenso schleierhaft wie die Autorschaft bleibt auch eine exakte Datierung. Von der überwiegenden Mehrheit wird das Werk heute auf die Wende zwischen 4. und 5. Jahrhundert datiert (395 - 404).

Im Hinblick auf den Forschungsauftrag berichtet die Historia Augusta umfangreich und detailliert von der Reichskrise im 3. Jahrhundert, wo eine der problematischsten Quellenlagen der Antike vorliegt. Auch für Odaenathus Herrschaftszeit gilt sie als Hauptquelle, da sie vor allem in der Gallienusvita umfassend von seinem Aufstieg berichtet, aber auch in der eigenen Lebensbeschreibung zahlreiche Informationen liefert.

Doch wie obige Untersuchungen ergeben haben, entzieht sich das Werk einer exakten Kontextualisierung und ist Gegenstand andauernder wissenschaftlicher Diskussion. Neben der Autor-, Intensions- und Datierungsfrage stellen vor allem die zahlreichen, in die Viten eingewobenen fiktiven Elemente und die nachweislichen falschen Darstellungen von Ereignissen die größte Herausforderung dar. Die Problematik besteht darin, dass oftmals der Wahrheitsgehalt einzelner Aussagen nicht geklärt werden kann, da die Historia Augusta sowohl Falschinformationen als auch brauchbare Daten liefert und oft wie im Falle des Odaenathus weiteres Quellenmaterial zur Überprüfung fehlt. Daran knüpft auch die oft erkennbare, polemisch, perspektivische Grundhaltung des anonymen Verfassers an, die sich in einer senatsaristokratischen Grundhaltung äußert und historische Ereignisse verzerrt darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Fragestellung der Arbeit bezüglich der Charakterisierung von Odaenathus und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie die Quellenlage.

2. Odaenathus und die Historia Augusta: Hier wird die Historia Augusta als Quelle analysiert und die Rolle von Odaenathus innerhalb der Viten des Gallienus und der "tyranni triginta" kritisch hinterfragt.

3. Odaenathus in anderen Quellen: Dieses Kapitel vergleicht die Darstellung von Odaenathus bei den Historikern Zosimus und Zonaras mit dem Bild der Historia Augusta.

4. Odaenathus – eine legitime Einordnung unter den tyranni?: Eine Untersuchung der Titulatur und der historischen Sonderstellung des Odaenathus, um die Berechtigung der Zuschreibung als Tyrann zu prüfen.

5. Fazit und Zusammenfassung: Abschließende Synthese der Ergebnisse, die Odaenathus eher als kaisertreuen Feldherrn denn als Usurpator einstuft.

Schlüsselwörter

Odaenathus, Historia Augusta, Reichskrise, 3. Jahrhundert, Gallienus, Palmyrenisches Reich, Tyranni, Tyrannen, Kaiserstellvertreter, Zosimus, Zonaras, Quellenkritik, Usurpation, Machtvakuum, römische Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle des Palmyrenerfürsten Odaenathus und prüft, ob die Bezeichnung als Tyrann durch antike Quellen historisch haltbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen Quellenkritik antiker Texte (Historia Augusta, Zosimus, Zonaras), die Erforschung politischer Machtverhältnisse im 3. Jahrhundert und die Analyse römischer Herrschaftstitel.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, die Legitimität der Einordnung von Odaenathus in die Liste der "tyranni" (Usurpatoren) kritisch zu hinterfragen und die Perspektive des autokratischen Treueverhältnisses zum Kaiser Gallienus zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse durchgeführt, bei der widersprüchliche antike Überlieferungen miteinander verglichen und mit modernen historischen Forschungsmeinungen synchronisiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse der Historia Augusta, der Heranziehung byzantinischer Vergleichsquellen sowie der epigraphischen Auswertung seiner Titulatur.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Neben Odaenathus sind Begriffe wie Quellenkritik, Kaisertreue, Reichskrise und das 3. Jahrhundert entscheidend für die inhaltliche Ausrichtung.

Inwiefern beeinflusst die "dünne Quellenlage" das Ergebnis?

Die schwierige Quellenlage zwingt zu einer vorsichtigen, abwägenden Interpretation, da oft keine direkten Zeitzeugenberichte existieren und viele Angaben der Historia Augusta als fiktiv eingestuft werden müssen.

Warum wird Odaenathus meist nicht als Usurpator eingestuft?

Dies liegt daran, dass seine Machtbefugnisse vom Kaiser selbst kamen und seine Handlungen primär der Sicherung des Reiches gegen äußere Feinde dienten, statt den Kaiser persönlich zu stürzen.

Welche Bedeutung haben die Titel "dux Romanorum" und "corrector totius Orientis"?

Diese Titel belegen eine offiziell verliehene, hohe Stellung im Auftrag des Kaisers, was gegen eine illegitime Machtaneignung bzw. Usurpation spricht.

Stellt der "Königstitel" einen Bruch mit dem Kaiserreich dar?

Die Arbeit argumentiert, dass der persische Titel eher als lokaler Ehrentitel und Ausdruck seiner militärischen Erfolge zu verstehen ist, der die kaiserliche Autorität nicht grundsätzlich in Frage stellte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Odaenathus - ein kaisertreuer Verteidiger des römischen Orients?
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Gallienus und die Reichskrise des 3. Jahrhunderts
Note
1,0
Autor
Julius Kauschmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1520155
ISBN (eBook)
9783389089989
ISBN (Buch)
9783389089996
Sprache
Deutsch
Schlagworte
odaenathus verteidiger orients
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julius Kauschmann (Autor:in), 2020, Odaenathus - ein kaisertreuer Verteidiger des römischen Orients?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1520155
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Leseprobe aus  16  Seiten
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