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Motive und Ziele des Reformers Kleisthenes von Athen

Titel: Motive und Ziele des Reformers Kleisthenes von Athen

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tristan Heuer (Autor:in)

Archäologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage, welche Motive den Reformer Kleisthenes von Athen wohl dazu bewogen haben könnten, seine Phylen- und Demenreform durchzuführen und welche primären Ziele er damit verfolgt haben könnte. Dabei wird allerdings auf den demokratischen Aspekt der kleisthenischen Reformen nur sehr vereinzelt eingegangen. Da die antike Quellenlage im Hinblick auf die Reformen recht dürftig ausfällt, sollen an dieser Stelle das fünfte Buch der Historien von Herodot und die häufig Aristoteles zugeschriebene Schrift Athenaion politeia als Beweismaterial für die nachfolgenden Ausführungen herangezogen werden. Da sich die Darstellungen in beiden Werken aber hauptsächlich auf den inneraristokratischen Machtkampf zwischen Kleisthenes und Isagoras konzentrieren und die Reformen daher meistens nur in Bezug auf diese Auseinandersetzung genannt werden, ist es äußerst schwierig etwas über Kleisthenes ursprüngliche Motivation und seine Zielsetzungen herauszufinden. Am Anfang dieser Hausarbeit wird daher zunächst auf die historischen Hintergründe der Reformen eingegangen, um sowohl einen kurzen Überblick über die damalige athenische Verfassung zu geben als auch die politischen Lage in Athen nach dem Sturz des Tyrannen Hippias und dem damit verbundenen Ende der Peisistratiden-Tyrannis zu beschreiben und die darauf folgende politische Entwicklung aufzuzeigen, die dann letztendlich in dem bereits angesprochenen Machtkampf zwischen den beiden rivalisierenden Politikern Kleisthenes und Isagoras gipfelte. Im 3. und 4. Kapitel werden dann ausführlich die einzelnen Elemente der Kleisthenischen Reformen und die daraus resultierenden Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des athenischen Staates thematisiert, um daraus erste Anhaltspunkte in Bezug auf Kleisthenes Zielvorstellungen ableiten zu können. Das Kernstück dieser Seminararbeit bildet das darauf folgende 5. Kapitel, in dem einige mögliche Ziele der Reformen anhand der oben bereits erwähnten antiken Quellen diskutiert und auf ihre Plausibilität hin überprüft werden sollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund der Reformen

3. Elemente der Kleisthenischen Reformen

3.1 Demen

3.2 Phylen

3.3 Rat der 500

4. Folgen und Wirkungen der Phylen- und Demenreform

5. Motive und Ziele des Reformers Kleisthenes

5.1 Grundlegende Schwächung des mächtigen athenischen Adels

5.2 Bildung eines schlagkräftigen und mobilen Bürgerheeres

5.3 Prävention einer neuen Tyrannenherrschaft in Athen

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht die politischen Beweggründe und strategischen Ziele des athenischen Reformers Kleisthenes, indem sie die historische Ausgangslage nach dem Sturz der Peisistratiden-Tyrannis sowie die strukturellen Reformen von Phylen und Demen analysiert, um deren Funktion als Instrumente gegen Adelsherrschaft und Tyrannei zu beleuchten.

  • Historischer Kontext Athens um 510 v. Chr.
  • Struktur und Bedeutung der Kleisthenischen Reformen (Demen und Phylen)
  • Rolle und Funktion des Rates der 500
  • Die Schwächung des Adelseinflusses durch neue lokale Ordnungsprinzipien
  • Militärische Transformation zum schlagkräftigen Bürgerheer
  • Prävention autokratischer Machtansprüche in der aufstrebenden Polis

Auszug aus der Seminararbeit

3.3 Rat der 500

Der sogenannte Rat der 500 wurde von Kleisthenes zusammen mit der Phylenreform ca. um 500 v. Chr. eingeführt. Bei diesem Rat handelte es sich um eine aus insgesamt 500 Mitgliedern bestehende Behörde, in der Personen aus allen Bezirken Attikas vertreten waren. Der Rat der 500 setzte sich aus jeweils 50 Mitgliedern einer jeden der zehn neu geschaffenen Phylen zusammen. Dadurch, dass jede Phyle aus drei landschaftlich verschiedenen Trittyen bestand und jede Trittye wiederum eine bestimmte Anzahl von Demen mit etwa der gleichen Bevölkerungsanzahl umfasste, konnten die insgesamt 500 Ratsmitglieder alle Bereiche und Regionen Attikas in Bezug auf deren Bevölkerungsdichte repräsentieren.

Durch den Zusammenhang von Rat und Phylenreform wurde zudem gewährleistet, dass es im Rat keine Interessengruppen bestimmter Bevölkerungsschichten gab, sondern dessen Zusammensetzung von dem Ideal der politischen Gleichheit bestimmt wurde, hinter dem die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede der Athener zurückstanden. Das Ideal der Gleichheit wurde zudem dadurch gestärkt, dass die Ratsherren aus allen zur Verfügung stehenden Kandidaten erlost wurden. Als Kandidaten konnten allerdings nur diejenigen Bürger gelten, die bereits 30 Jahre alt waren.

Die politische Funktion des Rates war es, die Volksversammlung als Souverän des athenischen Staates beschlussfähig zu machen und anschließend deren Entscheidungen auszuführen. Zuvor hatte das Kollegium der Archonten diese wichtige Aufgabe übernommen, die dann nach ihrer Entmachtung auf den Rat überging. Somit wurde die Exekutivgewalt gewissermaßen von einer kleineren Gruppe von Beamten auf ein zahlenmäßig weitaus größeres Gremium übertragen. Darüber hinaus hatte der Rat auch noch eine Reihe von vielen weiteren Pflichten zu erfüllen, die der Verwaltung des Staates dienten. Dieser Aufgabenbereich umfasste nicht nur die Prüfung und Überwachung der Amtskandidaten und Amtsträger, sondern auch die allgemeine Oberaufsicht über das Gemeinwesen sowie möglicherweise auch die finanzielle Verwaltung der Stadt Athen. Diese verschiedenen Aufgaben erledigte der Rat allerdings nicht immer selbst, da er sie teilweise auch an die Volksversammlung und an zuständige Beamte delegierte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach den Motiven des Kleisthenes und umreißt die methodische Herangehensweise unter Nutzung antiker Quellen wie Herodot und Aristoteles.

2. Historischer Hintergrund der Reformen: Dieses Kapitel erläutert die politische Ausgangssituation im post-tyrannischen Athen und den daraus resultierenden Machtkampf zwischen dem Adel.

3. Elemente der Kleisthenischen Reformen: Hier werden die organisatorischen Neuerungen, unterteilt in Demen, Phylen und den Rat der 500, detailliert beschrieben.

4. Folgen und Wirkungen der Phylen- und Demenreform: Die Auswirkungen auf die politische Partizipation der Bürger und die neue Machtbalance zwischen den Gremien werden in diesem Abschnitt analysiert.

5. Motive und Ziele des Reformers Kleisthenes: Dieser zentrale Teil untersucht die Absichten der Reformen hinsichtlich Adelskontrolle, Militärwesen und der Vorbeugung zukünftiger Tyrannenherrschaft.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz, die die Prävention gegen Tyrannei als wahrscheinlichstes übergeordnetes Reformziel hervorhebt.

Schlüsselwörter

Kleisthenes, Athen, Demen, Phylen, Rat der 500, Isonomie, Aristokratie, Tyrannis, Peisistratiden, Bürgerheer, Volksversammlung, Alkmeoniden, Ostrakismos, politische Partizipation, antike Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert die politischen Reformen des Kleisthenes im Athen des 6. Jahrhunderts v. Chr. und erforscht dessen zugrunde liegende Motive und Ziele.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der administrativen Neuordnung der attischen Bevölkerung durch Demen und Phylen sowie deren sozio-politische Auswirkungen auf die Polis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Beweggründe des Reformers zu ergründen, insbesondere die Frage, inwieweit die Reformen dazu dienten, den Adel zu schwächen und eine neue Tyrannenherrschaft zu verhindern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf den Auswertungen antiker Quellen wie den Historien des Herodot und der Athenaion politeia des Aristoteles basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der neuen staatlichen Institutionen (Demen, Phylen, Rat der 500) und die anschließende kritische Diskussion möglicher Reformmotive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Kleisthenes, Isonomie, Phylenreform, athenische Bürgerschaft und die Prävention von Tyrannei.

Welche Rolle spielten die Demen bei der Machttransformation?

Die Demen fungierten als neue lokale Selbstverwaltungseinheiten, die gewachsene aristokratische Abhängigkeiten aufbrachen und eine lokale Partizipation der Bürger ermöglichten.

Warum wird die Verhinderung einer Tyrannei als Kernziel identifiziert?

Aufgrund der negativen persönlichen Erfahrungen des Autors und der athenischen Elite mit der späteren Phase der Peisistratiden-Herrschaft erscheint dies als die logische Konsequenz der Reformschritte.

Wie trugen die Reformen zur militärischen Stärkung bei?

Durch die Phylenreform wurde ein schlagkräftiges Bürgerheer etabliert, das eine schnelle Mobilisierung ermöglichte und die Verteidigungsfähigkeit gegenüber inneren und äußeren Feinden stärkte.

Wie unterscheidet sich der Rat der 500 von den vorigen Gremien?

Im Gegensatz zur alten Adelsmacht auf dem Areopag basierte der Rat der 500 auf proportionaler Repräsentation aller lokalen Bezirke und jährlicher Losung, um die Bildung von Machtblöcken zu verhindern.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Motive und Ziele des Reformers Kleisthenes von Athen
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik)
Veranstaltung
Athen-Wiege der Demokratie
Note
1,0
Autor
Tristan Heuer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1514629
ISBN (eBook)
9783389081587
ISBN (Buch)
9783389081594
Sprache
Deutsch
Schlagworte
motive ziele reformers kleisthenes athen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tristan Heuer (Autor:in), 2021, Motive und Ziele des Reformers Kleisthenes von Athen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1514629
Blick ins Buch
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