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Das problematische Leistungsverständnis im schulischen Kontext

Die Bedeutsamkeit lernförderlichen Feedbacks für die Erfüllung leistungsbezogener Erwartungen sowie inklusiver Ansprüche an das deutsche Schulsystem

Title: Das problematische Leistungsverständnis im schulischen Kontext

Term Paper , 2024 , 63 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michelle Tannrath (Author)

Pedagogy - General

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Summary Excerpt Details

Diese schriftliche Arbeit intendiert, die problematische Seite des an Schulen vorherrschenden Leistungsverständnisses zu beleuchten und lernförderliches Feedback als eine Möglichkeit vorzustellen, um der entfalteten Problematik zu begegnen. Demzufolge stellt die angefertigte Ausarbeitung ein Versuch dar, die gesellschaftlichen Leistungsansprüche mit der individuellen Bildsamkeit des Menschen in Einklang zu bringen und hierbei insbesondere inklusive Aspekte, welche heutzutage nicht mehr vom Schulwesen losgelöst werden können, einzubeziehen.

Das vom Menschen erschaffene Konstrukt der Leistung beruht auf Vergleichbarkeit. Der Prozess der Homogenisierung, wie er unter anderem an Schulen stattfindet, gewährleistet ebendies – er macht Schüler:innenleistungen vergleichbar. Diese Verallgemeinerung von Leistung steht jedoch mit dem Anspruch einer bestmöglichen Bildung des menschlichen Individuums im Widerspruch. Denn wie Wilhelm von Humboldts und Jean-Jacques Rousseaus Bildungsphilosophien skizzieren, führt der Bildungsbegriff ein Bildungsverständnis mit sich, welches Lernen als einen äußerst individuellen Vorgang begreift. Diesen spezifischen Bildungsbedürfnissen wird das homogenisierende Schulsystem nicht gerecht, so die These dieser Hausarbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Problematiken des schulischen Leistungsverständnisses

2.1 Individualisierung versus Homogenisierung: Bildungsbegriff und Leistungsbegriff im Widerstreit

2.1.1 Das bildungsbedürftige Wesen: Bildung als Recht und Pflicht des Menschen

2.1.2 Der Bildungsbegriff nach Humboldt und Rousseau

2.1.3 Das moderne Leistungsverständnis

2.1.4 Das spannungsgeladene Verhältnis von individualisierter Bildung und homogener Leistungsansprüche im heutigen Schulsystem

2.2 Die (Un)Sichtbarkeit des Lernprozesses

2.2.1 Leistungsmessung, -bewertung, -beurteilung, -feststellung – Eine Begriffsbestimmung

2.2.2 Lernfortschritte sichtbar machen

2.3 Von der Notwendigkeit alternativer Formen der Leistungsfeststellung

3. Die Bedeutsamkeit von Feedback für den individuellen Lernprozess

3.1 Was Feedback ist und was es zu leisten vermag

3.2 Feedback in Theorie und Praxis: Das Feedbackmodell nach John Hattie und Helen Timperley

3.3 Möglichkeiten des Feedback-Gebens

3.3.1 Während des Unterrichtsgeschehens

3.3.2 Lernentwicklungs- und Coachinggespräche

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen einem traditionell leistungsorientierten Verständnis von Schule, das auf Homogenisierung und Vergleichbarkeit basiert, und dem pädagogischen Anspruch, Lernen als zutiefst individuellen Prozess zu gestalten. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie lernförderliches Feedback als Instrument einer alternativen Leistungsfeststellung dazu beitragen kann, Lernwege sichtbarer zu machen, die Selbstregulation zu stärken und somit eine inklusivere Bildungspraxis zu fördern, die den individuellen Voraussetzungen der Lernenden gerecht wird.

  • Problematiken des modernen, homogenisierenden Leistungsverständnisses in Schulen
  • Philosophische Grundlegungen von Bildung (Humboldt, Rousseau) im Vergleich zum Leistungsprinzip
  • Analyse von Feedbackmethoden zur Unterstützung individueller Lernprozesse
  • Beurteilung des Feedbackmodells von John Hattie und Helen Timperley
  • Praktische Implementierung von Lernentwicklungs- und Coachinggesprächen

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Das moderne Leistungsverständnis

Ist von „Leistung“ die Rede, so gilt es, sich immerzu das Folgende vor Augen zu halten: „Leistung ist ein Konstrukt“ (Winter 2000: 108). Die Kategorie „Leistung“ stellt ein Produkt kollektiver Vorstellungskraft dar, weshalb es kein objektives, allgemeingültiges Verständnis von Leistung geben kann. Das jeweilige Leistungsverständnis unterliegt einer Abhängigkeit verschiedener gesellschaftlicher Faktoren und ist daher stets relativ und nie wertfrei (vgl. Erichsen 2020): „Die der Leistung zugrundeliegenden Handlungen müssen grundsätzlich in der Gesellschaft als »wertvoll« angesehen werden“ (Pant 2020: 26). Und so können auch Gütekriterien und Bezugsnormen nie losgelöst von den vorherrschenden gesellschaftlichen Normen sowie den Funktionen, die aus jenen erwachsen, betrachtet werden: „Die Konzeption des Bildungswesens und der Bildungspolitik bilden den Rahmen, innerhalb dessen die Normen und Kriterien angewendet werden“ (Raehse 2012: 13). Da der Leistungsbegriff normativ aufgeladen ist und sich die Werte einer Gesellschaft fortwährend ändern, unterliegt gleichwohl das Leistungsverständnis einem stetigen Wandel (vgl. Bohl 2003: 215). Speziell im schulischen Kontext erweist sich diese Relativität von Leistung als Problem, denn „[d]as Spektrum dessen, was als schulische Leistung angesehen werden kann, ist potenziell fast unbegrenzt und kann sich je nach zugemessenem gesellschaftlichen Wert ändern“ (Pant 2020: 29). Dieses Spektrum wird im schulischen Bereich durch eine Noten- oder Punkteskala abgebildet. Der performative Akt der Definition von Leistung bringt automatisch eine Vorstellung von „Nicht-Leistung“ hervor und beinhaltet damit notwendigerweise eine Vorstellung von „gut“ und „schlecht“ (vgl. Nerowski 2018: 240). Da Leistung wie angesprochen ein soziales Konstrukt ist, ist sie „[...] niemals per se, sondern nur durch Vereinbarungen definiert“ (Bohl 2003: 215) und bedarf insbesondere wegen ihrer normativen Färbung einer wiederkehrenden Verständigung und Reflexion. Leistung stellt also eine Wertorientierung dar, eine Kategorie, nach der Handlungen als „gut“ und „schlecht“ eingestuft werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das problematische, auf Vergleichbarkeit ausgerichtete Leistungsverständnis in Schulen und führt lernförderliches Feedback als Ansatz zur stärkeren Individualisierung und Inklusion ein.

2. Die Problematiken des schulischen Leistungsverständnisses: Das Kapitel kritisiert die Homogenisierung im modernen Schulsystem, die den individuellen Bildungsansprüchen laut Humboldt und Rousseau entgegensteht, und problematisiert die Unsichtbarkeit von Lernwegen durch summative Leistungsbewertungen.

3. Die Bedeutsamkeit von Feedback für den individuellen Lernprozess: Hier wird der Begriff Feedback differenziert, das Modell von Hattie und Timperley als pädagogisch wertvoll evaluiert und praktische Umsetzungen wie Lernentwicklungs- und Coachinggespräche als prozessbegleitende Alternativen vorgestellt.

4. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass eine Abkehr von rein summativen Noten hin zu individuellen, förderorientierten Feedbackformaten notwendig ist, um Bildungsgerechtigkeit und die Entfaltung persönlicher Potenziale tatsächlich zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Leistungsverständnis, Bildungsgerechtigkeit, Lernprozess, Feedback, Homogenisierung, Individualisierung, Pädagogischer Leistungsbegriff, Inklusion, Leistungsfeststellung, Hattie-Modell, Lernentwicklung, Selbstregulation, Coachinggespräch, Summative Bewertung, Formatives Feedback

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das in Schulen vorherrschende Leistungsverständnis, welches auf Vergleichbarkeit und Homogenisierung beruht, und zeigt auf, wie dies den individuellen Lernbedürfnissen von Schülerinnen und Schülern widerspricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Spannungsverhältnis zwischen gesellschaftlichen Leistungsansprüchen und individualisierter Bildung, die Rolle der Inklusion sowie die Bedeutung und methodische Umsetzung von Feedback zur Förderung von Lernprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine stärkere Individualisierung und den Einsatz gezielten Feedbacks die Sichtbarkeit individueller Lernfortschritte verbessert und eine gerechtere Bewertungspraxis erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung bildungsphilosophischer Konzepte (z.B. Humboldt, Rousseau) sowie einer Analyse erziehungswissenschaftlicher Theorien und aktueller empirischer Befunde zum Feedback-Modell nach Hattie und Timperley.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Fokus liegt auf der Problematisierung des homogenisierenden Schulsystems, der Differenzierung von Leistungsbegriffen sowie der detaillierten Untersuchung von Feedbackmodellen und Beratungsgesprächen als pädagogische Alternativen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Kern der Arbeit zusammenfassen?

Wichtige Begriffe sind Leistungsverständnis, Bildungsgerechtigkeit, Individualisierung, lernförderliches Feedback, Inklusion und Leistungsfeststellung.

Warum unterscheidet die Autorin zwischen Leistungsbewertung und Leistungsfeststellung?

Die Autorin argumentiert, dass die Leistungsfeststellung (als neutralere Beschreibung von Lernprozessen) gegenüber der Leistungsbewertung (die meist mit Noten und Selektion verknüpft ist) wertfreier ist, dadurch Lernwege besser abbildet und das Anerkennungspotenzial für Schülerinnen und Schüler erhöht.

Welchen Stellenwert räumt die Autorin den Lernentwicklungs- und Coachinggesprächen ein?

Sie wertet diese Gespräche als zentrale Instrumente der Umsetzung ihres Konzepts, da sie den wechselseitigen Austausch fördern, prozessorientiert arbeiten und somit die Selbstreflexion sowie die Individualisierung des Lernens maßgeblich unterstützen.

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Details

Title
Das problematische Leistungsverständnis im schulischen Kontext
Subtitle
Die Bedeutsamkeit lernförderlichen Feedbacks für die Erfüllung leistungsbezogener Erwartungen sowie inklusiver Ansprüche an das deutsche Schulsystem
College
University of Education Ludwigsburg  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Pädagogische Leistungskultur: Alternative Formen der Leistungsdarstellung, Reflexion von Leistungen und Leistungsrückmeldung
Grade
1,0
Author
Michelle Tannrath (Author)
Publication Year
2024
Pages
63
Catalog Number
V1511720
ISBN (eBook)
9783389078518
ISBN (Book)
9783389078525
Language
German
Tags
Leistung Leistungsfeststellung Notensystem Feedback
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michelle Tannrath (Author), 2024, Das problematische Leistungsverständnis im schulischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1511720
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