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Zwischen Gewalt und Begehren. Deutungsebenen und Lesarten Pablo Picassos künstlerischer Paraphrasen und Rezeptionen von Davids "Der Tod des Marat"

Titel: Zwischen Gewalt und Begehren. Deutungsebenen und Lesarten Pablo Picassos künstlerischer Paraphrasen und Rezeptionen von Davids "Der Tod des Marat"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2024 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Kaj Sophie Flora Häuser (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit widmet sich Pablo Picassos künstlerischen Paraphrasen und Stilzitaten von Jacques-Louis Davids Gemälde 'Der Tod des Marat'. Anhand der Werke 'La femme au stilet' (1931), 'Le Meurtre' (1934) und der Radierungsserie 'La Mort de Marat' werden vier zentrale Deutungsebenen herausgearbeitet. Eine zeitgeschichtliche Interpretation vor dem Hintergrund des aufkommenden Faschismus und des Spanischen Bürgerkriegs, eine autobiografische Auslegung der innerbildlichen Gewaltszenen im Kontext von Picassos persönlichem Liebesleben, sowie eine sexualitätsbezogene und geschlechterdiskursive Analyse. Die Arbeit untersucht schließlich, inwiefern die Werke in den französischen Hysterie-Diskurs und das Frauenbild des 19. und 20. Jahrhunderts eingeordnet werden können, wobei die Frauenfiguren als zentraler Antrieb für Picassos künstlerisches Schaffen erscheinen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitende Worte

2. Forschungsstand und Kontextualisierung

3. Picassos Rezeptionen von Davids Der Tod des Marat und deren mögliche Lesarten

3.1 Faschismus und der Spanische Bürgerkrieg – zeitgeschichtliche Lesarten

3.2 Göttinnen und Fußabstreifer – autobiografische Auslegung

3.3 Eros und Thanatos – sexualitätsbezogene Deutung

3.4 Weibliche Hysterie – geschlechterdiskursive Aufladung

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die bisher wissenschaftlich kaum beachtete Werkgruppe von Pablo Picassos Marat-Rezeptionen aus dem Zeitraum 1931 bis 1934. Ziel ist es, die künstlerischen Paraphrasen von Jacques-Louis Davids „Der Tod des Marat“ durch eine multidisziplinäre Analyse in vier wesentliche Deutungsebenen einzuordnen, um das komplexe Verhältnis zwischen Gewalt, Erotik und zeitgeschichtlichen Diskursen zu beleuchten.

  • Zeitgeschichtliche Einordnung der Werke in den context der 1930er Jahre und den Spanischen Bürgerkrieg.
  • Autobiografische Interpretation unter Berücksichtigung von Picassos Liebesdreieck zu Olga Khokhlova und Marie-Thérèse Walter.
  • Psychoanalytische Betrachtung der Verbindung von Eros, Thanatos und Destruktivität.
  • Diskursive Einordnung in das Frauenbild und den französischen Hysterie-Diskurs des 19. und 20. Jahrhunderts.

Auszug aus dem Buch

3.1 Faschismus und der Spanische Bürgerkrieg – zeitgeschichtliche Lesarten

Im Zuge des Katalogkapitels zum Spanischen Bürgerkrieg erwähnen die Herausgeberinnen Anke Daemgen und Angela Schneider in einem Nebensatz auch die kolorierten Radierungen La Mort de Marat, die Picasso am 21. Juli 1934 anfertigte – bezeichnen diese allerdings als „ein Beispiel dafür, wie Picasso die Gewalttätigkeit der Zeit in einem allgemeinen Sinne bildnerisch umsetzte, ohne dabei an ein konkretes, aktuelles Ereignis anzuknüpfen.“

Obgleich eine solche These in Hinblick auf das unruhige politische Geschehen und den aufflammenden Faschismus in Spanien und Deutschland sicherlich zutreffend sein mag, steht dieser Annahme die Tatsache entgegen, dass der Künstler, unter dem Titel Le Meurtre, im selben Monat noch zwei weitere Paraphrasen des Marat-Mordes anfertigte. Zusätzlich findet sich mit La femme au stilet von 1931, bereits drei Jahre früher eine Referenz zu Davids Der Tod des Marat. Eine derartig intensive und wiederkehrende Auseinandersetzung mit dieser Motivik zeugt von einer tiefergehenden Deutungsvielfalt der einzelnen Werke, die weit über die oberflächliche Deklaration als künstlerisches Beispiel der „Gewalttätigkeit der Zeit in einem allgemeinen Sinne“ hinauszugehen scheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitende Worte: Einführung in die Forschungsfrage und Vorstellung der untersuchten Marat-Rezeptionen sowie Skizzierung der vier zentralen Deutungsebenen.

2. Forschungsstand und Kontextualisierung: Abgrenzung der Arbeit von autobiografischen Quellen und Verortung der Thematik innerhalb feministischer Diskurse und kunsthistorischer Publikationen.

3. Picassos Rezeptionen von Davids Der Tod des Marat und deren mögliche Lesarten: Analyse der künstlerischen Auseinandersetzung Picassos mit dem historischen Vorbild und Einführung in die verschiedenen Interpretationsansätze.

3.1 Faschismus und der Spanische Bürgerkrieg – zeitgeschichtliche Lesarten: Untersuchung des zeitgeschichtlichen Hintergrunds der 1930er Jahre und der Parallelisierung der Französischen Revolution mit den politischen Turbulenzen in Spanien.

3.2 Göttinnen und Fußabstreifer – autobiografische Auslegung: Interpretation der Gewaltszenen innerhalb der Werke als Ausdruck von Picassos privaten Spannungen und seinem instabilen Frauenbild.

3.3 Eros und Thanatos – sexualitätsbezogene Deutung: Anwendung freudscher und bataillescher Theorien auf die gewaltvollen, jedoch gleichzeitig erotisch aufgeladenen Darstellungen.

3.4 Weibliche Hysterie – geschlechterdiskursive Aufladung: Einordnung der Werke in den historischen Hysterie-Diskurs des 19. und 20. Jahrhunderts unter Berücksichtigung formalästhetischer Inszenierungen von Weiblichkeit.

4. Fazit und Ausblick: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse, die Picassos Arbeiten als vielschichtiges Ergebnis privater Erfahrungen und politisch-kultureller Zeitgeschichte bestätigt.

Schlüsselwörter

Pablo Picasso, Jacques-Louis David, Der Tod des Marat, Französische Revolution, Spanischer Bürgerkrieg, Hysterie-Diskurs, Psychoanalyse, Eros und Thanatos, Olga Khokhlova, Marie-Thérèse Walter, Geschlechterdiskurse, Faschismus, Vagina dentata, Kunstgeschichte, Marat-Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Hausarbeit untersucht, wie der Künstler Pablo Picasso zwischen 1931 und 1934 das historische Bildmotiv „Der Tod des Marat“ von Jacques-Louis David in eigenen Werken rezipierte und transformierte.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Arbeit verknüpft kunstgeschichtliche Analyse mit kulturwissenschaftlichen Themen wie Politik, Biografie, Psychoanalyse und geschlechterbezogenen Diskursen der Moderne.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, welche Deutungsebenen und Lesarten hinter Picassos künstlerischen Paraphrasen von Davids Marat stecken und wie diese im Kontext der 1930er Jahre, Picassos Privatleben und damaliger Gesellschaftstheorien zu verstehen sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Autorin verwendet eine induktive, werkbezogene Analyse, die ikonografische Untersuchungen mit multidisziplinären Ansätzen wie der Psychoanalyse Freuds und soziohistorischen Kontextualisierungen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier Kapitel, die das Werk aus zeitgeschichtlicher, autobiografischer, sexualitätsbezogener sowie diskursanalytischer Sicht (Hysterie-Theorie) beleuchten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschung?

Neben dem spezifischen Sujet des Marat-Mordes sind die „Vagina dentata“, der „arc de cercle“ (Rückenbeuge) und die Dychotomie von „Göttinnen und Fußabstreifern“ zentral für das Verständnis der Argumentation.

Welche Rolle spielen Olgas Khokhlova und Marie-Thérèse Walter in den Werken?

Laut der Studie fungieren sie als Täterinnen oder Opfer, deren private Konflikte mit Picasso spiegelbildlich auf die dramatische Szenik des Marat-Mordes übertragen werden.

Wie deutet die Autorin Picassos Verständnis von Gewalt?

Gewalt wird in den untersuchten Werken nicht bloß als Reflexion auf Tagespolitik gesehen, sondern als tief verwurzelt in einer Ästhetik von Lust und Tod, wie sie auch bei Georges Bataille beschrieben wird.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Gewalt und Begehren. Deutungsebenen und Lesarten Pablo Picassos künstlerischer Paraphrasen und Rezeptionen von Davids "Der Tod des Marat"
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Kunstgeschichte)
Veranstaltung
Die Rezeption der Französischen Revolution in der Kunst der Moderne
Note
1,0
Autor
Kaj Sophie Flora Häuser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
27
Katalognummer
V1509911
ISBN (eBook)
9783389078167
ISBN (Buch)
9783389078174
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pablo Picasso Der Tod des Marat Französische Revolution Hysterie Geschlechtersiskurs Jacques-Louis David Rezeptionsästhetik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kaj Sophie Flora Häuser (Autor:in), 2024, Zwischen Gewalt und Begehren. Deutungsebenen und Lesarten Pablo Picassos künstlerischer Paraphrasen und Rezeptionen von Davids "Der Tod des Marat", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1509911
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Leseprobe aus  27  Seiten
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