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Was ist Cool?

Die Bedeutung des 'Cool' in der modernen Gesellschaft auf Basis seiner Ambivalenz

Title: Was ist Cool?

Seminar Paper , 2009 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Cultural Studies - Miscellaneous

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Was ist Cool? Sind es etwa die neuen Trends, oder ist es das Alte, bereits da gewesene? Ist Vieles cool, oder doch nur Weniges? Bin ich selbst cool?

Diese Arbeit versucht dem Cool nachzuspüren, indem sie beide Facetten beleuchtet. Während zunächst die Bedeutung des Adjektivs cool im Fokus steht, behandelt der zweite Teil der Arbeit die Entwicklung der Coolness zum Leitbild der gesamten Gesellschaft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Cool als universales Abgrenzungsattribut

3. Der Habitus des Cool im Wandel der Zeit

3.1 Coolness als Überlebensstrategie

3.2 Wandel zum Leitbild der gesamten Gesellschaft

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ambivalenz des Begriffs „Cool“ sowie dessen Wandel von einem jugendkulturellen Abgrenzungsattribut hin zu einem gesamtgesellschaftlichen Leitbild und hinterfragt dabei kritisch, inwieweit Coolness als Ausdruck von Souveränität oder als Form der unkritischen Anpassung in der modernen Leistungsgesellschaft zu bewerten ist.

  • Semantische Vielfalt und inflationärer Gebrauch des Begriffs „Cool“
  • Coolness als historische Überlebensstrategie zur Distanzierung
  • Die Transformation von Coolness zur Leitdifferenz der modernen Gesellschaft
  • Zusammenhang zwischen emotionaler Distanz und marktwirtschaftlichen Anforderungen
  • Kritische Analyse von Coolness als vermeintliches „Anti-Aufklärungs“-Phänomen

Auszug aus dem Buch

3.1 Coolness als Überlebensstrategie

Die Verhaltensweise der Coolness umfasst allgemein formuliert das sich-Entziehen in Form emotionaler Distanz und Gleichgültigkeit gegenüber sich selbst und der Gesellschaft. Um sich den Habitus der Coolness anzueignen reicht das reine Distanzieren jedoch nicht aus: der vermeintlich Coole „muss an seinem sich-Entziehen sichtlich leiden“ (Sommer, 2007, 32). Seine Zerrissenheit entsteht durch den Zwiespalt zwischen der Kälte, die er lediglich als Fassade produziert und der inneren Wärme, die er dadurch zu verbergen versucht. (Sommer, 2007, 32)

Die Technik der Coolness wird seit jeher als Überlebensstrategie der Unterdrückten, zum Beispiel von Sklaven, Minderheiten oder Gefangenen genutzt. Denn durch Emotionslosigkeit der Umwelt gegenüber und einem angeeigneten Selbstbewusstsein, das sich in Sprache und Gestik ausdrückt, ermöglicht die Fassade der Coolness, eine Distanz zur unterdrückenden Autorität zu erschaffen, die die eigene Würde bewahrt und als Selbstschutz dient. (Weiner, 2008)

An dieser Stelle lässt sich als Exkurs eine Parallele zu den von Michel deCerteau beschriebenen populären Kulturen ziehen. In seinem Werk Kunst des Handelns beschreibt deCerteau populäre Kulturen als Alltagspraktiken, in Form von Handlungen oder Sprache, die die aufgezwungenen Gegebenheiten eines System in kreativer Weise neu gebrauchen und so eine Form des Widerstands ausmachen. Als konkretes Beispiel dafür nennt er unter anderem südamerikanische Bauern, die sich Mittels ihrer eigenen Sprechweisen, mythischen Geschichten und religiösen Gesänge einen Raum der Distanz gegenüber den Mächtigen und Reichen erschaffen (deCerteau, 1980, 55ff.). Der Habitus der Coolness kann auf Basis deCerteaus Definition ebenfalls als populäre Kultur bezeichnet werden. Auch hier werden bereits bekannte Verhaltensweisen in einem neuen Zusammenhang genutzt und bieten dadurch die Möglichkeit der Distanzierung und des Widerstandes gegenüber Autoritäten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Ambivalenz des Begriffs „Cool“ und führt in die Fragestellung ein, wie sich die Bedeutung von der sprachlichen Verwendung hin zur gesellschaftlichen Leitfigur entwickelt hat.

2. Cool als universales Abgrenzungsattribut: Dieses Kapitel analysiert „Cool“ als sprachliche „leere Worthülse“, die aufgrund ihrer inhaltlichen Unbestimmtheit eine universelle, milieuübergreifende Verwendung als Werturteil ermöglicht.

3. Der Habitus des Cool im Wandel der Zeit: Der Abschnitt betrachtet die historische Entwicklung der Coolness von einer defensiven Überlebensstrategie bis hin zu einer Form der Distanzierung in der heutigen Gesellschaft.

3.1 Coolness als Überlebensstrategie: Hier wird der Ursprung der Coolness als Schutzmechanismus für Unterdrückte untersucht, die sich durch emotionale Distanz und Fassadentechnik ihre Würde bewahren.

3.2 Wandel zum Leitbild der gesamten Gesellschaft: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang der Coolness zu einer notwendigen Reaktion auf die flexiblen und fordernden Anforderungen der modernen postindustriellen Arbeitswelt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt die kritische These auf, dass Coolness statt echter Souveränität eine unkritische Anpassung an gesellschaftliche Diktate fördern könnte.

Schlüsselwörter

Cool, Coolness, Habitus, Distanzierung, Überlebensstrategie, Leitdifferenz, Moderne Gesellschaft, Identitätsfindung, Konsumindustrie, Ambivalenz, Sozialer Wandel, Selbstgestaltung, Marktwirtschaft, Anti-Aufklärung, Subkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff „Cool“ und untersucht, warum er sowohl als Ausdruck für Gefallen als auch als Verhaltensweise der emotionalen Distanz in der modernen Gesellschaft so präsent ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die sprachliche Funktion des Wortes „Cool“ als Abgrenzungsmerkmal, die historische Wurzel der Coolness als Widerstandspraxis sowie deren heutige Bedeutung als gesellschaftlicher Habitus.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Ambivalenz von Coolness zu durchdringen und die Frage zu beantworten, wie sich Coolness zu einem Leitbild der gesamten Gesellschaft entwickeln konnte und ob dies kritisch zu sehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kulturtheoretische Analyse, die auf der Auswertung soziologischer und philosophischer Quellen (u.a. Sommer, Weiner, deCerteau, Adorno) basiert, um den Begriff Coolness historisch und gesellschaftlich einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Begriffs als sprachliches Abgrenzungsattribut und die Analyse von Coolness als habitualisierte Technik des Sich-Entziehens im historischen sowie modernen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Coolness, Ambivalenz, Distanzierung, Identitätsfindung und den Wandel zur postindustriellen Leitdifferenz charakterisiert.

Inwieweit diente Coolness ursprünglich als Schutzmechanismus?

Historisch gesehen diente Coolness (etwa bei Sklaven oder Minderheiten) als Überlebensstrategie, um durch emotionale Distanz und eine nach außen getragene Fassade der Gleichgültigkeit eine innere Würde gegenüber unterdrückenden Autoritäten zu wahren.

Warum hinterfragt der Autor Coolness kritisch im Fazit?

Der Autor hinterfragt, ob Coolness tatsächlich ein „Ausweis an Souveränität“ ist oder ob sie im Sinne Adornos eher eine „Anti-Aufklärung“ darstellt, die das Individuum zu unkritischer Anpassung und oberflächlicher Distanz verleitet.

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Details

Title
Was ist Cool?
Subtitle
Die Bedeutung des 'Cool' in der modernen Gesellschaft auf Basis seiner Ambivalenz
College
Zeppelin University Friedrichshafen
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
11
Catalog Number
V150698
ISBN (Book)
9783640620296
ISBN (eBook)
9783640620708
Language
German
Tags
Cool Bedeutung Cool Gesellschaft Basis Ambivalenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Was ist Cool?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/150698
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