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Digitalisierung im 20. Jahrhundert. Argentinien zwischen Militärdiktatur und Demokratie

Title: Digitalisierung im 20. Jahrhundert. Argentinien zwischen Militärdiktatur und Demokratie

Term Paper , 2022 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Joel Pfeifle (Author)

History - America

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Summary Excerpt Details

Diese Seminararbeit soll untersuchen, wie der Wechsel zwischen Militärdiktaturen und Demokratiephasen die Digitalisierung in Argentinien beeinflusste und ob sich die verschiedenen politischen Phasen eher hindernd oder fördernd auf die Computerisierung auswirkten.

Die meisten Länder Lateinamerikas wurden im 20. Jahrhundert von Militärdiktaturen heimgesucht - so auch Argentinien. Einst eine spanische Kolonie, erlangte das Land am 9. Juli 1816 die Unabhängigkeit. Seine geografische Lage und das eigensinnige Walten der europäischen Supermächte drohten, Argentinien eine eher unbedeutende Rolle am Rande des Weltgeschehens aufzudrängen, mit welcher sich die Argentinier jedoch nicht zufriedengeben wollten. Als zweitgrößtes Flächenland Südamerikas, direkt hinter dem benachbarten Brasilien, sah der Selbstanspruch Höheres vor. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der daraus resultierenden Neuordnung der weltweiten Kräfteverhältnisse setzte man in Argentinien auf Wachstum und Modernisierung. Es galt, den Anschluss an Europa und die USA zu finden, die im innovativen und wirtschaftlichen Sektor eine Vorreiterrolle innehatten. Einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Modernisierung stellte dabei der aufkommende IT-Sektor dar. 1960 wurde in Argentinien der erste Computer installiert, zwischen 1961 und 1965 folgten vierzig weitere. Doch die schwankenden politischen Gegebenheiten machten es der argentinischen Wirtschaft und Wissenschaft nicht unbedingt leicht, das Land zu modernisieren.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Argentinien nach dem Zweiten Weltkrieg

3. Digitalgeschichte Argentiniens im 20. Jahrhundert

3.1 Anfänge an den Universitäten

3.2 SADIO und SAC

3.3 Der Militärcoup von 1966

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des politischen Wechsels zwischen Demokratiephasen und Militärdiktaturen auf die Entwicklung der Digitalisierung und Computerforschung in Argentinien im 20. Jahrhundert.

  • Politische Geschichte Argentiniens nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Die Anfänge der universitären Computerforschung
  • Bedeutung der Verbände SADIO und SAC für die Computerarbeit
  • Die Auswirkungen des Militärcoups von 1966 auf die akademische Forschung
  • Evaluierung von Demokratie und Diktatur hinsichtlich ihrer Förderlichkeit für technologischen Fortschritt

Auszug aus dem Buch

3.1 Anfänge an den Universitäten

Keine andere Universität in Argentinien prägte die Anfänge der Computerwissenschaften so wie die Universidad de Buenos Aires (UBA). Generell war die argentinische Hauptstadt in den 60er- und 70er-Jahren der Dreh- und Angelpunkt für alles, was mit der aufkommenden neuen Disziplin zu tun hatte. 1957 fand sich an der UBA eine Gruppe junger Ingenieure zusammen, die im Laboratorio de Electrónica erste Planungen hinsichtlich der Arbeit mit Computern vornahmen. Im selben Jahr wurden die Mathematiker Manuel Sadosky und Alberto Gonzalez Domínguez sowie der Chemiker Simon Altman von der UBA mit der Gründung des Instituto de Cálculo (Calculus Institut, IC) betraut. Dieses Institut bildete in den folgenden beiden Jahrzehnten die Speerspitze der argentinischen Computerforschung.

Bereits 1958 bestellte das IC seinen ersten Computer, einen britischen Ferranti Mercury II, der 1960 geliefert und ein Jahr später am Institut installiert wurde. Möglich war der Kauf durch Subventionen des „National Council of Science and Technical Research“, den die demokratische Regierung unter Präsident Frondizi 1958 ins Leben gerufen hatte. Weitere argentinische Universitäten, wie etwa die Universidad Católica Argentina (UCA) und die Universidad Nacional de La Plata (UNLP) folgten dem Beispiel der UBA, doch Carnota zufolge wurde die Arbeit mit den neuen Computern nirgendwo so intensiv geführt wie am Calculus Institut.

Am 15. März 1961 nahm das IC offiziell seine Tätigkeiten auf und begann, seine Studenten am neuen Computer zu schulen. Hauptaufgabe des Mercury-Computers, den die Studierenden liebevoll „Clementia“ tauften, war die Lösung von wissenschaftlichen und technologischen Problemstellungen. Nutznießer waren dabei Professoren und Studenten in den Feldern der mathematischen Ökonomie, Statistik, Unternehmensplanung, angewandten Mechanik, numerischen Analyse und der Programmierung. Das IC selbst umfasste ein breites Fächerspektrum von Chemie über Mathematik und Physik bis hin zur Soziologie. Diese Interdisziplinarität sollte das Institut in seiner Arbeit mit dem Computer bereichern und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Mercury unter Beweis stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt den historischen Kontext Argentiniens im 20. Jahrhundert dar und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses politischer Instabilität auf die Computerisierung.

2. Argentinien nach dem Zweiten Weltkrieg: Beleuchtet die politische Entwicklung von der Ära Perón bis zum Militärcoup von 1966 als notwendigen Rahmen für die wissenschaftliche Analyse.

3. Digitalgeschichte Argentiniens im 20. Jahrhundert: Analysiert die institutionellen Anfänge der Computerwissenschaften und die Rolle bedeutender Akteure und Verbände vor und während der Diktaturphase.

3.1 Anfänge an den Universitäten: Beschreibt die Gründung des Calculus Instituts an der UBA und dessen zentrale Rolle als Pionier der argentinischen Computerforschung.

3.2 SADIO und SAC: Stellt die Bedeutung der Fachverbände für die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft im Bereich der Informatik heraus.

3.3 Der Militärcoup von 1966: Erläutert die verheerenden Auswirkungen der „Nacht der Langen Schlagstöcke“ auf die akademische Freiheit und die institutionelle Kontinuität der Computerforschung.

4. Schlussbetrachtung: Führt die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die demokratischen Phasen für den technologischen Fortschritt in Argentinien deutlich förderlicher waren als die Militärdiktaturen.

Schlüsselwörter

Argentinien, Digitalgeschichte, Computerforschung, Calculus Institut, Manuel Sadosky, Militärdiktatur, Demokratie, SADIO, SAC, Informatik, Modernisierung, 20. Jahrhundert, Universität Buenos Aires, Technologietransfer, Clementia

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der Computerforschung in Argentinien im 20. Jahrhundert und untersucht, wie sich die wechselnden politischen Phasen zwischen Demokratie und Militärdiktatur darauf auswirkten.

Welche Themenfelder stehen dabei im Vordergrund?

Neben der allgemeinen politischen Geschichte Argentiniens nach 1945 stehen die Institutionalisierung der Computerforschung an den Universitäten sowie die Aktivitäten der Fachverbände SADIO und SAC im Fokus.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob der Wechsel zwischen demokratischen Phasen und Militärdiktaturen die Digitalisierung in Argentinien eher gehemmt oder gefördert hat.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf einer Auswertung von Fachliteratur, computergeschichtlichen Beiträgen und historischem Kontextwissen basiert.

Welche Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Einordnung der Nachkriegszeit, die Analyse der universitären Anfänge der Informatik am Beispiel des Calculus Instituts und die Auswirkungen des Militärputschs von 1966.

Durch welche Schlüsselbegriffe wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit wird unter anderem durch Begriffe wie Computergeschichte, Calculus Institut, argentinische Militärdiktatur, Interdisziplinarität und akademische Autonomie definiert.

Wer war Manuel Sadosky und warum ist er für die Arbeit wichtig?

Manuel Sadosky war ein Mathematiker und der Direktor des Calculus Instituts; die Arbeit zeichnet ihn als Begründer der argentinischen Computerforschung und als maßgebliche Figur, die unter der Diktatur das Land verlassen musste.

Was war die „Nacht der Langen Schlagstöcke“ und welche Folgen hatte sie?

Es handelt sich um die gewaltsame Räumung der Universität Buenos Aires durch das Militär am 29. Juli 1966, was zum Exodus zahlreicher Wissenschaftler führte und die Forschung am Calculus Institut massiv einbrechen ließ.

Warum wird die Demokratiephase zwischen 1956 und 1966 als „golden decade“ bezeichnet?

Trotz politischer Instabilität bot diese Zeit durch die relative Autonomie der Universitäten und staatliche Wissenschaftsförderung den notwendigen Spielraum für den Aufbau einer nationalen Computerforschung.

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Details

Title
Digitalisierung im 20. Jahrhundert. Argentinien zwischen Militärdiktatur und Demokratie
College
Free University of Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Course
Seminar: Digitalgeschichte in Lateinamerika
Grade
1,7
Author
Joel Pfeifle (Author)
Publication Year
2022
Pages
15
Catalog Number
V1502729
ISBN (eBook)
9783389065822
ISBN (Book)
9783389065839
Language
German
Tags
Argentinien Lateinamerika Computergeschichte Digitalgeschichte Militärdiktatur Universitäten Demokratie SADIO SAC IT
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joel Pfeifle (Author), 2022, Digitalisierung im 20. Jahrhundert. Argentinien zwischen Militärdiktatur und Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1502729
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