Psychische Erkrankungen sind heutzutage im Privat- und Berufsleben, sowie in jeder Lebensphase allgegenwärtig. Doch wie werden psychisch Kranke von der Bevölkerung gesehen? Werden sie akzeptiert oder anerkannt als Mitglied der Bevölkerung? Ist womöglich eine Veränderung der Sichtweise in den vergangenen Jahren zu beobachten? Auf diese Fragen findet die vorliegende Arbeit Antworten.
Dazu werden zunächst die theoretischen Grundlagen aufgeführt, um das Thema besser zu verstehen. Anschließend wird auf die Sicht der Bevölkerung zu psychischen Erkrankungen eingegangen, dabei wird der Blickwinkel auf drei spezielle Untergruppen gerichtet. Danach erfolgt eine Diskussion über diese Sichtweisen zu psychischen Erkrankungen. Am Ende folgen noch eine Zusammenfassung und ein Ausblick der Ergebnisse dieser Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen zu psychischen Erkrankungen
2.1 Definition
2.2 Ursachen
2.3 Klassifikation und Prävalenz
2.4 Folgen
3. Psychische Erkrankungen aus Sicht der Bevölkerung
3.1 Sicht der Bevölkerung zu ausgewählten psychischen Erkrankungen
3.1.1 Alkoholismus
3.1.2 Depression
3.1.3 Schizophrenie
3.2 Problematik und Folgen der Sichtweisen
4. Diskussion
5. Schluss
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung psychischer Erkrankungen innerhalb der deutschen Bevölkerung und analysiert, wie diese Sichtweisen die Integration und Lebensqualität der Betroffenen beeinflussen. Ziel ist es, die Stigmatisierung psychisch Kranker zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.
- Grundlagen zu Definition und Ursachen psychischer Erkrankungen
- Differenzierte Betrachtung der Einstellungen gegenüber Alkoholismus, Depression und Schizophrenie
- Analyse der gesellschaftlichen Stigmatisierung und Ausgrenzung
- Diskussion über die Rolle der Medien bei der Meinungsbildung
- Untersuchung der Konsequenzen der Stigmatisierung für Arbeitswelt und Gesundheitswesen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Alkoholismus
Eine Umfrage in der Bevölkerung von 2011 ergab, dass die meisten Befragten der Ansicht waren, Auslöser für die Alkoholkrankheit sei Stress bei der Arbeit. Andere Befragte gaben als Auslöser eine schwierige Lebenssituation, Vererbung und die Annahme, es handle sich um eine Gehirnkrankheit, an. Viele Befragte gaben an, Alkoholismus sei eine selbstverschuldete Krankheit – im Vergleich zu anderen psychischen Erkrankungen wie Depression und Schizophrenie ist diese Meinung weitaus häufiger verbreitet.
Im Folgenden wird näher auf die Einstellung der Bevölkerung gegenüber Alkoholkranken eingegangen.
Im Vergleich zu 1990 ist die Einstellung gegenüber alkoholkranken Menschen nicht negativer geworden; es ergab sich jedoch auch keine Besserung der Sichtweise. Allerdings sind heutzutage gute biologische Erklärungsmodelle vorhanden, anhand derer die Bevölkerung besser nachvollziehen kann, wie die Krankheit zustande kommt und den psychisch kranken Menschen besser verstehen könnte – und dennoch hält sich die Vorstellung hartnäckig, der Alkoholkranke sei selbst verantwortlich für seine Krankheit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Stellt das Problem der hohen Prävalenz psychischer Erkrankungen in Deutschland dar und führt in die Fragestellung zur gesellschaftlichen Sichtweise ein.
2. Theoretische Grundlagen zu psychischen Erkrankungen: Erläutert die medizinischen Definitionen, Ursachen, Klassifikationsmöglichkeiten des ICD-10 sowie die sozialen und gesundheitlichen Folgen einer psychischen Erkrankung.
3. Psychische Erkrankungen aus Sicht der Bevölkerung: Analysiert detailliert die Stigmatisierung und öffentliche Wahrnehmung von Alkoholismus, Depression und Schizophrenie und deren Auswirkungen auf die Betroffenen.
4. Diskussion: Hinterfragt kritisch die negativen Sichtweisen der Bevölkerung und reflektiert die Rolle von Medienkampagnen sowie die Notwendigkeit einer realistischen Darstellung psychisch Kranker.
5. Schluss: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer verbesserten Aufklärung zur Reduktion von Vorurteilen im Alltag und im Berufsleben.
Schlüsselwörter
Psychische Erkrankungen, Stigmatisierung, Bevölkerung, Alkoholismus, Depression, Schizophrenie, Diskriminierung, Lebensqualität, Vorurteile, Gesundheitswesen, Medienwirkung, soziale Integration, Gesundheitsmanagement, Krankheitsbild, Akzeptanz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Wahrnehmung psychisch kranker Menschen durch die breite Bevölkerung und den daraus resultierenden sozialen Spannungsfeldern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen, die Ursachenzuschreibung durch Laien sowie die Auswirkungen gesellschaftlicher Vorurteile auf die Betroffenen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die oftmals negative Sichtweise der Gesellschaft auf psychisch Kranke zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese zur sozialen Exklusion beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Studien und Umfragedaten zum Thema Stigmatisierung und öffentliches Bild psychischer Krankheiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und die spezifische Untersuchung der Krankheitsbilder Alkoholismus, Depression und Schizophrenie sowie deren Folgen für die Integration der Patienten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Stigmatisierung, Diskriminierung, psychische Gesundheit, Vorurteile und gesellschaftliche Wahrnehmung.
Warum wird Alkoholismus von der Bevölkerung anders bewertet als andere Krankheiten?
Laut der Arbeit wird Alkoholismus häufiger als "selbstverschuldet" wahrgenommen, was zu einer deutlich ausgeprägteren Distanzierung und Ablehnung im Vergleich zu anderen psychischen Diagnosen führt.
Welche Rolle spielen die Medien bei der Wahrnehmung psychischer Krankheiten?
Die Medien transportieren oft ein verzerrtes und negatives Bild, indem sie psychisch Kranke häufiger in Zusammenhang mit Gewalttaten oder Kriminalität darstellen, was die Stigmatisierung verstärkt.
Wie könnten Kampagnen effektiver gestaltet werden?
Die Autorin deutet an, dass Aufklärungskampagnen bisher oft wenig Wirkung zeigten, da sie tiefer sitzende Vorurteile nicht leicht verändern; nötig sei ein dauerhaft positiveres Bild und die Integration in das Arbeitsleben.
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- Lisa Streble (Author), 2016, Psychische Erkrankungen aus Sicht der Bevölkerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1500678