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Das Verb als Zentrum des Satzes. Eine Auseinandersetzung mit der Theorie von Lucien Tesnière

Titel: Das Verb als Zentrum des Satzes. Eine Auseinandersetzung mit der Theorie von Lucien Tesnière

Seminararbeit , 2020 , 7 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: N. Pulpanek (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese besondere Stellung des Verbs und die Hypothese vom verbalen Nexus soll in der vorliegenden Arbeit genauer untersucht werden. Dabei wird zu Beginn erläutert, was unter dem grammatischen Zentrum verstanden wird. Anschließend soll mit Tesnière eine Theorie vorgestellt werden, welche die Zentralstellung des Verbs als Satzzentrum bestätigt.

Im Kontrast dazu erfolgt im Anschluss eine Auseinandersetzung mit der traditionellen Grammatik, die von einer Subjekt-Prädikat Beziehung als prägendes Element des Satzbaus ausgeht. Sie ist somit als eine Gegenposition zu Tesnières strukturaler Syntax anzusehen. Daran anknüpfend wird Lucien Tesnières Position gegenüber der traditionellen Grammatik beleuchtet um mit einem Fazit und einer abschließenden Bewertung der Valenztheorie Tesnières zu enden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das grammatische Zentrum

2.a. Aktanten

2.b. Angaben

3. Tesnières Position gegenüber der traditionellen Grammatik

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hypothese der Zentralstellung des Verbs innerhalb eines Satzgefüges basierend auf der Valenztheorie von Lucien Tesnière. Dabei wird insbesondere analysiert, inwiefern das Verb als Regens alle Satzglieder steuert und worin die Unterschiede sowie Kritikpunkte gegenüber der traditionellen Grammatik, die von einer Subjekt-Prädikat-Beziehung ausgeht, bestehen.

  • Grundlagen der modernen Valenztheorie
  • Die funktionale Unterscheidung zwischen Aktanten und Angaben
  • Die metaphorische Einordnung des verbalen Nexus
  • Kritik an der traditionellen Subjekt-Prädikat-Analyse
  • Methodische Bewertung der strukturalen Syntax nach Tesnière

Auszug aus dem Buch

2. Das grammatische Zentrum

Um die Valenzidee von Tesnière tiefergehend zu erläutern, müssen zunächst zwei wesentliche Komponenten in Betracht gezogen werden: a. Aktanten, b. Angaben.

Zu a. Valenzfähig sind für Tesnière die Verben. Sie sind die Valenzträger und gleichzeitig die obersten Regentien (vgl. Ágel 2000: 40). Regens leitet sich vom lateinischen Wort ‚regere‘ ab, was leiten oder lenken bedeutet (vgl. Busch/Stenschke 2018: 146). Das Verb übernimmt als Regens demnach alle leitenden und lenkenden Funktionen und ist den Aktanten des Satzes hierarchisch übergeordnet. Aktanten sind „[…] Wesen oder Dinge, die auf irgendeine Art, sei es auch nur passiv, […], am Geschehen teilhaben“ (Tesnière 1980: 93). Auf grammatischer Ebene fungieren die Substantive als Aktanten.

Zu b. Doch nicht nur die Substantive stehen in einer Abhängigkeit zum Verb, sondern auch die Wortart der Adverbien. Adverbien der Zeit, des Ortes und der Art und Weise übernehmen nach Tesnière „[…] im Satz grundsätzlich immer die Funktion von Angaben“ (Tesnière 1980: 94).

Um seine Valenzidee zu verbildlichen, vergleicht er seine Valenztheorie mit einem Drama, bestehend aus einem Geschehen, Akteuren und Umständen. Das Verb entspricht in diesem Vergleich dem Geschehen, die Akteure fungieren als Aktanten und die Umstände entsprechen den Angaben. (vgl. Tesnière 1980: 93) Zur Veranschaulichung dieses Vergleichs wird ein Schaubild von Ágel herangezogen, dass einen guten Überblick über die obigen Erläuterungen liefert. ((a) Repräsentiert die semantische Grundleistung (b) die formale Klassenzugehörigkeit und (c) die Valenzfunktion der Wörter):

(a) Geschehen – (b) Verb – (c) Valenzträger

(a) Akteur – (b) Substantiv – (c) Aktant

(a) Umstand – (b) Adverb – (c) Angabe (Ágel 2000:41)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Herkunft der Valenztheorie durch Lucien Tesnière und stellt die zentrale Hypothese vom Verb als Satzzentrum vor.

2. Das grammatische Zentrum: Dieses Kapitel definiert die Rollen von Aktanten und Angaben sowie das Konzept des Verbs als zentrales Regens in einem verbalen Nexus.

3. Tesnières Position gegenüber der traditionellen Grammatik: Hier wird die strukturalistische Sichtweise Tesnières gegen die traditionelle Subjekt-Prädikat-Lehre abgegrenzt und kritisch hinterfragt.

4. Fazit: Das Fazit bewertet die Stärken und Schwächen der Valenzgrammatik und resümiert deren bleibenden Einfluss auf die moderne Linguistik.

Schlüsselwörter

Valenztheorie, Lucien Tesnière, Syntax, Verb, Regens, Dependens, Aktanten, Angaben, Satzstruktur, Verbaler Nexus, strukturale Syntax, Grammatik, Sprachwissenschaft, Subjekt-Prädikat-Beziehung, Satzzentrum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Valenztheorie von Lucien Tesnière und der linguistischen Hypothese, dass das Verb die zentrale, steuernde Komponente eines Satzes darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Kernthemen sind die Hierarchie im Satzbau, die Interaktion zwischen Verben und ihren grammatischen Ergänzungen sowie die Abgrenzung zur klassischen Schulgrammatik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise des „verbalen Nexus“ zu erklären und die Kritik Tesnières an der traditionellen Auffassung des Satzkerns nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, theoretische Auseinandersetzung, die bekannte Fachliteratur von Linguisten wie Tesnière, Ágel und Dürscheid zusammenführt und analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Begriffe Aktanten, Angaben und Regens definiert, die Theorie des Dramas zur Satzveranschaulichung genutzt und der Gegensatz zwischen strukturaler Syntax und traditioneller Subjekt-Prädikat-Beziehung erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Valenztheorie, strukturale Syntax, Verbvalenz, Aktanten und das Konzept des Regens.

Warum vergleicht Tesnière Verben mit Atomen?

Der Vergleich dient dazu, die Bindungskraft der Verben zu illustrieren; so wie Atome bestimmte Elemente binden, „fordern“ Verben eine spezifische Anzahl an Satzgliedern (Aktanten), um eine vollständige Einheit zu bilden.

Was sind Witterungsverben im Kontext dieser Theorie?

Witterungsverben gelten als Sonderfall, da sie syntaktisch ein Subjekt (das „es“) erfordern, semantisch jedoch nullwertig sind, da sie keine inhaltlichen Akteure oder Beteiligten benennen.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Verb als Zentrum des Satzes. Eine Auseinandersetzung mit der Theorie von Lucien Tesnière
Hochschule
Universität Münster  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Valenzgrammatik
Note
1,0
Autor
N. Pulpanek (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
7
Katalognummer
V1496851
ISBN (eBook)
9783389058312
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lucièn Tesnière Valenzgrammatik Valenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
N. Pulpanek (Autor:in), 2020, Das Verb als Zentrum des Satzes. Eine Auseinandersetzung mit der Theorie von Lucien Tesnière, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1496851
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Leseprobe aus  7  Seiten
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