Diese Seminararbeit wurde im Zuge der Übung Aktuelle Themen der Bildungsforschung im Sommersemester 2021 verfasst. Der Unterricht musste während der Corona-Pandemie innerhalb weniger Tage auf den digitalen Modus umgestellt werden und das Distance-Learning entwickelte sich zu einer nicht mehr wegdenkbaren Form des Unterrichts. Diese Entwicklung verdeutlichte, dass Veränderungen sehr schnell erfolgen können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Studienaufträge
2.1 Studienauftrag 1
2.2 Studienauftrag 2
2.3 Studienauftrag 3
2.4 Studienauftrag 4
3 Subjektive Fragestellungen
4 Hauptteil
4.1 Lehrerpersönlichkeit in der Gesellschaft
4.2 Lehrerpersönlichkeit im Distance-Learning
4.3 Flexibilität im Distance-Learning
5 Fehlende Nähe ausgleichen
6 Reflexion und Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit im Kontext des Distance-Learning, insbesondere unter Berücksichtigung der durch die COVID-19-Pandemie forcierten Digitalisierung des Unterrichts. Ziel ist es zu analysieren, ob und inwieweit unterschiedliche Persönlichkeitsmerkmale Lehrkräfte dabei unterstützen können, trotz räumlicher Distanz eine tragfähige Lehrer-Schüler-Beziehung aufrechtzuerhalten und effektiven Unterricht zu gestalten.
- Relevanz der Lehrerpersönlichkeit in traditionellen und digitalen Lehrformen
- Herausforderungen der Beziehungsgestaltung bei fehlender physischer Nähe
- Anpassungsfähigkeit und Flexibilität von Lehrkräften im Distance-Learning
- Reflektion der eigenen professionellen Entwicklung während des Lehramtsstudiums
- Bedeutung von technischer Infrastruktur und digitaler Kompetenz für den Lernerfolg
Auszug aus dem Buch
4.2 Lehrerpersönlichkeit im Distance-Learning
Grundsätzlich hat jede Lehrerperson eine einzigartige und besondere Persönlichkeit. Die Lehrerperson sollte darum bemüht sein, seinen Schülerinnen und Schülern jederzeit einen guten Unterricht zu bieten. Ob die Lehrerin bzw. der Lehrer guten Unterricht leistet, ist zwar sicherlich ein Vorteil, aber als noch wichtiger stellt sich heraus, dass sich die Lehrperson nicht verstellen sollte und eine eigene Persönlichkeit aufweist. Die Persönlichkeit an sich hat keine spezifische Bedeutung, sondern ist von verschiedenen Bedeutungen umgeben. Dafür stehen Begriffe wie „Lehrexperte“, „Professionalisierung“ und „Lehrerspezialisierung“ (Vgl. Gudjons 2003, S. 33).
Die Praktiker der pädagogischen Tätigkeitsfelder heben oftmals hervor, wie bedeutsam die Persönlichkeit im Zusammenhang mit dem Beruf ist. Wobei die wissenschaftliche Seite immer wieder versucht, Abstand zu den Bedingungen zu halten, die nicht erlernbar und daher nicht beeinflussbar sind (Vgl. Mayr & Neueweg 2006).
Als besonders auffallend stellte sich dieser Aspekt in meinem letzten Praktikum des Bachelorstudiums an der HTL Wels heraus, als bedingt durch die Corona-Pandemie, der gesamte Unterricht auf Distance-Learning umsteigen musste. Da ich mein Praktikum trotzdem beenden musste, wurde der Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern sowie mit dem Praxispädagogen von der Distanz aus betrieben. Selbst in dieser Zeit engagierte ich mein Praxispädagoge und es stellte sich auch als kein Problem dar, über Plattformen wie Zoom und schlichtweg rein über den E-Mail-Verkehr Aufgaben an die Klasse zu übermitteln. Ich konnte trotz der fehlenden sozialen „Nähe“ viel Positives von diesem Praktikum lernen. Selbst die Lehrerpersönlichkeit meines Praxispädagogen lernte ich näher kennen, da dieser regelmäßig mit Kontakt mir blieb und mich gleichzeitig selbstständig arbeiten ließ.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Arbeit betrachtet die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit vor dem Hintergrund des schnell auf Distance-Learning umgestellten Unterrichts während der Pandemie.
2 Studienaufträge: In diesem Teil werden vorbereitende Aufgaben und Überlegungen zur Themenfindung sowie die persönliche Auseinandersetzung mit dem Studium dokumentiert.
3 Subjektive Fragestellungen: Die Autorin reflektiert ihre Erwartungen und formuliert Forschungsfragen zur Relevanz der Lehrerpersönlichkeit sowie zur Beziehungsgestaltung im digitalen Raum.
4 Hauptteil: Dieser Abschnitt analysiert theoretisch und praktisch die Rolle der Lehrerpersönlichkeit im digitalen Bildungskontext sowie die Notwendigkeit von Flexibilität.
5 Fehlende Nähe ausgleichen: Es wird untersucht, wie Lehrkräfte trotz räumlicher Distanz soziale Anknüpfungspunkte schaffen und eine motivierende Lernatmosphäre erhalten können.
6 Reflexion und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Betrachtung der gewonnenen Erkenntnisse und persönlichen Erfahrungen ab.
Schlüsselwörter
Lehrerpersönlichkeit, Distance-Learning, Lehrer-Schüler-Beziehung, Online-Unterricht, Corona-Pandemie, Pädagogische Professionalität, Beziehungsgestaltung, Digitale Kompetenz, Schulpraktikum, Lernklima, Flexibilität, Bildungsforschung, Unterrichtsgestaltung, Selbstreflexion, Lehrerprofessionalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Bedeutung der Lehrerpersönlichkeit im Rahmen von Distance-Learning-Szenarien, insbesondere in der durch die Pandemie veränderten Bildungslandschaft.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören die Lehrer-Schüler-Beziehung, die Anpassungsfähigkeit der Lehrkraft, der Umgang mit digitalen Medien und die Reflexion von Praxisphasen im Studium.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die zentrale Frage lautet, inwieweit die Persönlichkeit der Lehrkraft im Distance-Learning relevant ist und ob sie dabei helfen kann, trotz räumlicher Distanz guten Unterricht zu gewährleisten.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit basiert primär auf einer literaturgestützten theoretischen Analyse, ergänzt durch die Reflexion eigener Praxiserfahrungen während des Studiums.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine gesellschaftliche Betrachtung der Lehrerpersönlichkeit, deren Rolle spezifisch im Distance-Learning sowie Aspekte der nötigen Flexibilität im digitalen Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Lehrerpersönlichkeit, Distance-Learning, Beziehungsgestaltung, pädagogische Professionalität und Reflexion aus.
Wie hat sich die Sichtweise der Autorin auf ihre eigene Lehrerpersönlichkeit während der Pandemie verändert?
Die Autorin hebt hervor, dass sie durch das Distance-Learning die Bedeutung von Interesse an den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler neu bewertet hat, auch wenn die soziale Interaktion aus der Distanz schwieriger ist.
Welches Fazit zieht die Arbeit in Bezug auf die „fehlende Nähe“ im Fernunterricht?
Das Fazit betont, dass Lehrkräfte durch wertschätzende Kommunikation und gezielte Maßnahmen versuchen müssen, die fehlende physische Nähe auszugleichen, um dennoch eine positive Beziehung zur Klasse aufzubauen.
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- Sarah Hagenauer (Author), 2021, Lehrerpersönlichkeit beim Distance Learning, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1491692