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Besonderheiten der Qualitativen Migrationsforschung

Title: Besonderheiten der Qualitativen Migrationsforschung

Seminar Paper , 2009 , 43 Pages , Grade: 1

Autor:in: Lorence Salas Kastilio (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society

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Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Arbeit sollen die Besonderheiten der qualitativen Migrationsforschung behandelt werden. Zu Beginn wird auf einige theoretische Grundlagen der qualitativen Sozialforschung eingegangen. Hier werden die Grundelemente und Prinzipien der qualitativen Forschung, sowie Begriffserklärungen und Abgrenzungen von Migration, Migrationsforschung und Migrationssoziologie definiert.
Als nächstes werden potenziell auftretende Problematiken in der qualitativen Migrationsforschung durch den Forschers und dem Beforschten ausgearbeitet. So werden beim Forscher erdenkliche negative Einflüsse, die den Forscher in seiner Objektivität bzw. Intersubjektivität beeinträchtigen können, wie etwa Vorurteile, Stereotypen oder Ethnozentrismus, diskutiert, aber auch andere Kriterien, die vom Forscher beachtet werden sollten, um den Forschungsprozess nicht zu behindern, wie etwa Wissen, Sprach- und Kulturkenntnisse oder seine Position und Persönlichkeit. Gegenübergestellt werden anschließend die möglichen Einwirkungen seitens des Beforschten. In diesem Rahmen wird auf das Antwortverhalten, dessen Ursachen und Folgen für den Forschungsprozess und Auswertung eingegangen.
Im folgenden Abschnitt wird Kommunikation und Sprache aufgrund des Themas hinsichtlich Migration auf die Sprachunterschiede und die Problematiken von Übersetzern, Übersetzungen und Dialekten, sowie Differenzen in der nonverbalen Kommunikation und dessen Eventualitäten und Folgen von Missverständnissen erklärt.
In diesem Zusammenhang wird folglich auf die einzelnen Dimensionen von kulturellen Verschiedenheiten und Eigenarten nach Geert Hofstede eingegangen. Dies soll der Erklärung kultureller Ungleichheiten und Wesensmerkmale bei Interpretations- und Auswertungsmöglichkeiten dienen.
Um der Aufzählung von Problematiken und Schwierigkeiten gerecht zu werden, die ohne Lösungsvorschläge nicht sonderlich produktiv sind, werden abschließend zusammengefast Mittel für Lösungsansätze und Verbesserungsmöglichkeiten für die angeführten Mängel im Forschungsprozess abgehandelt. In diesem Zusammenhang wird logischerweise hauptsächlich auf Maßnahmen und Möglichkeiten eingegangen, die den Forscher betreffen, da dieser es in seiner Macht Verbesserungen vorzunehmen hat. So wird auf die Einstellung des Forschers, seine Fähigkeiten, wie Sprache, interkulturelle Kommunikation und Kompetenz hingewiesen und Maßnahmen diese zu bessern, um so den Forschungsprozess von Schwierigkeiten so gut wie durchführbar zu erlösen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie der qualitativen Migrationsforschung

2.1 Theoretische Grundlagen der qualitativen Sozialforschung

2.2 Begriffsklärungen: Migration, Migrationsforschung und Migrationssoziologie

3. Besonderheiten der qualitativen Migrationsforschung

3.1 Forscher

3.1.1 Stereotypen – Vorurteile – Generalisierungen

3.1.2 (Vor-)Wissen, Sprach- und Kulturkenntnisse

3.1.3 Persönlichkeit und Position des Forschers

3.2 Beforschte

3.2.1 Antwortverhalten: Zustimmungstendenz u. soziale Erwünschtheit

3.2.2 Ungleichheit im Machtverhältnis

3.3 Kommunikation und Sprache

3.3.1 Sprachunterschiede: Übersetzer, Übersetzungen und Dialekte

3.3.2 Nonverbale Kommunikation

3.4 Kulturelle Unterschiede nach Hofstede

4. Fazit: Lösungsansätze

4.1 Einstellung: Kultureller Relativismus

4.2 Nativ-Speaker und Erlernen von Sprache

4.3 Kultur, interkulturelle Kommunikation und Kompetenz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen Herausforderungen der qualitativen Migrationsforschung und entwickelt Lösungsansätze für die methodischen und kommunikativen Probleme, die durch die interkulturelle Komponente zwischen Forschenden und Beforschten entstehen.

  • Theoretische Grundlagen der qualitativen Sozialforschung im Migrationskontext
  • Einflussfaktoren des Forschers (Vorurteile, Sprach- und Kulturkenntnisse)
  • Problematiken aufseiten der Beforschten (soziale Erwünschtheit, Machtverhältnisse)
  • Die Rolle von Kommunikation, Sprache und nonverbaler Interaktion
  • Anwendung kultureller Dimensionen nach Geert Hofstede zur Reflexion

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Stereotypen – Vorurteile – Generalisierungen

Das Vorhandensein von Vorurteilen, Stereotypen oder Ethnozentrismus beim Forscher sind alles Dispositionen, die für (inter-) kulturellen Studien fatal seien können, wenn nicht beseitigt oder zumindest zu unschädlichem Maße eingeschränkt. Stereotypen beziehen sich auf inflexible Aussagen über eine bestimmte Kategorie oder Gruppe von Menschen, die auf alle Mitglieder dieser Gruppe übertragen werden, ohne Rücksicht oder Raum für individuelle Vielfalt bzw. Differenzen zu berücksichtigen. Zwar müssen Stereotypen nicht negativ behaftet sein, jedoch nehmen sie in einem Forschungsprozess eine destruktive Position ein. In dem der Forscher voreingenommen ist, d.h. durch die Verallgemeinerung oder Zuschreibung von Eigenschaften einer bestimmten Personen oder Volksgruppe, welche meistens von Unwissenheit oder mangelnde Erfahrung ausgelöst wird, ist die Intersubjektivität des Forschers gefährdet. Dies kann zu gravierenden Fehlern während der Feldphase, sowie eine Verzerrung der gesamten Untersuchung führen, da von dem Forscher gewisse Dinge anders empfunden werden, übersehen oder gar nicht bemerkt werden.

Zwar muss Stereotypisierung an sich kein Problem darstellen, da es ein unausweichlicher sozialer Prozess ist, dessen Zweck der Entlastung dient, da durch Stereotypen die Angst vor dem Ungewissen oder Unvorhersehbaren gemildert wird, wenn nicht sogar das Gefühl der Kontrolle verleiht. Das Problem bei einer solchen Verallgemeinerung liegt in der mangelnden Genauigkeit, zudem sind die Aussagen häufig sehr weit gefasst und oberflächlich. Dies verstärkt das Potenzial das Individuum bzw. die individuellen Charakteristiken oder „richtigen“ Eigenschaften nicht wahrzunehmen. Diese Aneignung von Stereotypen ist insbesondere in der Wissenschaft kontraproduktiv, zum Teil sogar sehr gefährlich, da es das Gefühl verleihen kann, die Kultur bereits zu kennen bzw. zu verstehen, ohne tiefer zu recherchieren oder sich besser zu informieren. Die Ursache von Stereotypen liegt in den meisten Fällen bei dem geringen Kontakt und mangelnden Kenntnissen. Diese ist der Hauptausgangspunkt von kulturellen Konflikten, welche zusätzlich einen enormen Beitrag zur Erschwerung kultureller Kommunikation leisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die historische und gesellschaftliche Relevanz der Migrationsforschung und begründet die Notwendigkeit einer qualitativen Annäherung an das Phänomen.

2. Theorie der qualitativen Migrationsforschung: Legt die methodischen Grundlagen dar und grenzt Begriffe wie Migration und Migrationssoziologie voneinander ab.

3. Besonderheiten der qualitativen Migrationsforschung: Analysiert die Herausforderungen im Forschungsprozess mit Blick auf die Rolle des Forschers, die Beforschten sowie die Bedeutung von Kommunikation und kulturellen Unterschieden.

4. Fazit: Lösungsansätze: Bietet praxisorientierte Vorschläge zur Verbesserung der Forschungsqualität durch Konzepte wie den kulturellen Relativismus und die gezielte Förderung interkultureller Kompetenz.

Schlüsselwörter

Qualitative Migrationsforschung, Sozialforschung, Interkulturelle Kommunikation, Geert Hofstede, Ethnizität, Forschungsprozess, Intersubjektivität, Machtverhältnis, Stereotypen, Kulturrelativismus, Migrationssoziologie, Feldphase, Soziale Erwünschtheit, Fremdenfeindlichkeit, Integrationsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den spezifischen Herausforderungen und Besonderheiten, die bei der Durchführung qualitativer Forschungsstudien im Kontext von Migration auftreten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Rolle des Forschers, die Dynamik zwischen Forscher und Beforschten, die Problematik der Kommunikation über Sprachgrenzen hinweg sowie die Anwendung kulturwissenschaftlicher Modelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Stolpersteine der Migrationsforschung aufzuzeigen und Lösungsstrategien zu entwickeln, um die Qualität und Validität qualitativer Studien in diesem sensiblen Bereich zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretisch-methodische Reflexion, die verschiedene qualitative Ansätze und interdisziplinäre Erkenntnisse der Migrationssoziologie und interkulturellen Forschung zusammenführt.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Verzerrungspotenzialen durch den Forscher, die Auswirkungen von Machtasymmetrien auf das Antwortverhalten von Migranten sowie die Bedeutung nonverbaler Kommunikation.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Intersubjektivität, Kulturrelativismus, interkulturelle Kompetenz und soziale Erwünschtheit charakterisiert.

Wie beeinflusst die soziale Herkunft des Forschers die Datengewinnung?

Die Arbeit zeigt auf, dass der Status des Forschers – etwa als vermeintlicher "Insider" oder "Außenseiter" – maßgeblich darüber entscheidet, welches Vertrauen ihm entgegengebracht wird und wie offen die Befragten interagieren.

Warum spielt das Konzept der "Machtdistanz" von Hofstede eine wichtige Rolle?

Das Konzept hilft zu verstehen, warum Menschen aus unterschiedlichen Kulturen auf Autoritäten oder Forschungssituationen verschieden reagieren, was wiederum direkte Auswirkungen auf die Qualität der erhobenen Daten hat.

Welche Rolle spielt die Sprache über die bloße Übersetzung hinaus?

Sprache wird nicht nur als Medium, sondern als Ausdruck kultureller Programmierung gesehen. Der Autor betont, dass das Erlernen der Sprache oder der Einsatz geschulter Nativ-Speaker essenziell für ein tieferes Verständnis der Nuancen ist.

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Details

Title
Besonderheiten der Qualitativen Migrationsforschung
College
University of Salzburg
Course
Seminar: Migrationssoziologie
Grade
1
Author
Lorence Salas Kastilio (Author)
Publication Year
2009
Pages
43
Catalog Number
V148999
ISBN (Book)
9783640595259
ISBN (eBook)
9783640595563
Language
German
Tags
Migrationsforschung Migration Qualitative Migrationsforschung Migrant Migranten Integration Migranten Integrationsforschung Integration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lorence Salas Kastilio (Author), 2009, Besonderheiten der Qualitativen Migrationsforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/148999
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