Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Schwerpunktthema: „Konzept zur Reduzierung von Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen durch gesundheitssportliche Aktivität“.
Um ein Rahmenkonzept für ein lebensspezifisches Angebot im Gesundheitssport zu entwickeln, werden in Kapitel 1 die aktuellen wissenschaftlichen Empfehlungen für körperliche Aktivität mit dem tatsächlichen Verhalten bei Kindern und Jugendlichen verglichen. Kapitel 2 fasst danach zwei wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit körperlicher Aktivität zusammen, bevor in Kapitel 3 die Zielgruppe des Rahmenkonzepts anhand verschiedener Faktoren wie Alter und Geschlecht weiter eingegrenzt wird. Abschließend werden in Kapitel 4 die Ziele und Inhalte des spezifischen Gesundheitssportkonzepts auf Basis der sechs Kernziele des Gesundheitssports vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 ANALYSE
2.1 Bewegungsempfehlungen („Soll“)
2.2 Bewegungsverhalten („Ist“)
3 WIRKSAMKEIT KÖRPERLICHER AKTIVITÄT
4 ZIELGRUPPE
5 ZIELE UND INHALTE
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit entwickelt ein gesundheitssportliches Rahmenkonzept, um dem Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen gezielt entgegenzuwirken, basierend auf einem Soll-Ist-Vergleich aktueller wissenschaftlicher Empfehlungen und realer Aktivitätsdaten.
- Analyse der aktuellen Bewegungsempfehlungen für Kinder und Jugendliche.
- Evaluation des tatsächlichen Bewegungsverhaltens (KiGGS-Studie).
- Wissenschaftliche Evidenz zur Wirksamkeit körperlicher Aktivität.
- Definition der Zielgruppe und Ableitung gesundheitssportlicher Kernziele.
Auszug aus dem Buch
2.2 Bewegungsverhalten („Ist“)
Laut aktueller Statistiken der Weltgesundheitsorganisation (WHO 2020) bewegen sich weltweit 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen nicht ausreichend. In Deutschland wurde das Erreichen von Bewegungsempfehlungen der WHO bei Kindern und Jugendlichen auf Basis von Selbstangaben der zweiten Folgeerhebung der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland in der sogenannten KiGGS Welle 2 zwischen 2014 und 2017 ermittelt. Dabei wurde die körperliche Aktivität durch die Selbstangabe der Befragten (bei 11- bis 17-Jährigen) beziehungsweise ihrer Sorgeberechtigten (bei 3- bis 10-Jährigen) in einem schriftlich ausgefüllten Fragebogen erfasst. Darin wurde die Frage gestellt: „An wie vielen Tagen einer normalen Woche bist du/ ist Ihr Kind für mindestens 60 Minuten am Tag körperlich aktiv?“.
In einer Querschnittsstudie wurden die Ergebnisse aus der KiGGS Welle 2 bewertet und im Vergleich zur früheren KiGGS Welle 1 auch Trends abgeleitet (Finger et al., 2018). Demnach sind lediglich 22,4 % der Mädchen und 29,4 % der Jungen im Alter von drei bis 17 Jahren mindestens 60 Minuten pro Tag körperlich aktiv und erreichen somit die Bewegungsempfehlung der Weltgesundheitsorganisation.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt das Problem des Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen und stellt das Ziel vor, ein gesundheitssportliches Rahmenkonzept auf wissenschaftlicher Basis zu entwickeln.
2 ANALYSE: Dieses Kapitel vergleicht die offiziellen Bewegungsempfehlungen als Soll-Zustand mit den wissenschaftlich erhobenen Daten zum tatsächlichen Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen.
3 WIRKSAMKEIT KÖRPERLICHER AKTIVITÄT: Kapitel 3 evaluiert anhand wissenschaftlicher Studien, wie körperliche Aktivität zur Stärkung physischer Ressourcen und zur Reduktion gesundheitlicher Risiken beiträgt.
4 ZIELGRUPPE: Hier werden die Zielgruppe der Intervention nach Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und aktuellem Bewegungsverhalten sowie mögliche Kontraindikationen definiert.
5 ZIELE UND INHALTE: Das letzte Kapitel konkretisiert die gesundheitssportlichen Ziele in Form eines Konzepts, das physische, psychosoziale und verhaltensbezogene Dimensionen abdeckt.
Schlüsselwörter
Bewegungsmangel, KiGGS-Studie, WHO-Empfehlungen, Gesundheitssport, körperliche Aktivität, Prävention, Kinder, Jugendliche, Gesundheitsförderung, Interventionskonzept, Sportverein, Herzfrequenzvariabilität, Übergewichtsprävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines gesundheitssportlichen Angebots zur Reduzierung von Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf wissenschaftlichen Bewegungsempfehlungen, der Analyse des realen Bewegungsverhaltens und Interventionsmöglichkeiten im Sportverein.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung eines Rahmenkonzepts zur Förderung von Bewegung und Gesundheit, um durch regelmäßiges Training Folgeerkrankungen vorzubeugen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Daten der KiGGS-Studie, WHO-Leitlinien sowie einem systematischen Vergleich wissenschaftlicher Studien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Bewegungsverhaltens, die wissenschaftliche Untersuchung der gesundheitlichen Wirksamkeit von Aktivität sowie die strukturelle Planung des Sportkonzepts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Bewegungsmangel, Gesundheitsförderung, Prävention, KiGGS-Studie und körperliche Leistungsfähigkeit.
Welche Rolle spielt der sozioökonomische Status bei der körperlichen Aktivität?
Die Auswertungen zeigen einen deutlichen Zusammenhang: Kinder aus Familien mit höherem sozioökonomischen Status sind häufiger sportlich aktiv als Kinder aus Familien mit niedrigem Status.
Warum ist ein "Bewegungsgipfel" für die Thematik relevant?
Der Bewegungsgipfel markiert den politischen Willen, Sport und Bewegung für alle Kinder und Jugendliche im Alltag leichter zugänglich und selbstverständlicher zu machen.
Was beeinflusst das Zielkonzept in Kapitel 5 maßgeblich?
Das Konzept orientiert sich an sechs Kernzielen, die unter anderem die Stärkung physischer Ressourcen, psychosoziale Gesundheit und die Einbindung der Eltern umfassen.
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- Jannik Jost (Author), Gesundheitsmanagement im Sport. Konzept zur Reduzierung von Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen durch gesundheitssportliche Aktivität, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1488663