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Der Nichtwähler aus der Perspektive der vier Erklärungsansätze des Wahlverhaltens

Titel: Der Nichtwähler aus der Perspektive der vier Erklärungsansätze des Wahlverhaltens

Hausarbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Peter Schumacher (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In seiner berühmten Gettysburg Address beschreibt Abraham Lincoln die De-mokratie als „government of the people, by the people, for the people“ . Das Regieren durch das Volk wird in erster Linie durch Wahlen gewährleistet. Die Legitimation einer Regierung in einer Demokratie stützt sich auf die Tatsache, dass sie von einer zumindest relativen Mehrheit gewählt wurde. Bei Parla-mentswahlen gibt es jedoch in allen demokratischen Ländern einen mehr oder weniger großen Prozentsatz von Bürgern die auf ihr Recht zu Wählen verzich-ten indem sie der Wahl fernbleiben, die sogenannten Nichtwähler.
In vielen westlichen Ländern ist die zu beobachten, dass die Wahlbeteiligung innerhalb der letzten Jahre erheblich zurückgegangen ist. Im internationalen Vergleich ist dies in Deutschland besonders stark der Fall. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass ein besonders hohes Ausgangsniveau vorlag und die Beteiligung in der Bundesrepublik mit gut siebzig Prozent bei der letzten Bundestagswahl im Vergleich zu anderen westlichen Demokratien immer noch relativ hoch war.
Nachdem der Nichtwähler in der Wissenschaft zunächst eher rudimentär er-forscht wurde, rückte er aufgrund dieser Entwicklung in den letzten Jahren immer stärker in den Fokus des politikwissenschaftlichen Interesses.
In dieser Arbeit soll untersucht werden, welche Gründe es für Wahlenthaltungen geben kann. Hierfür soll das Nichtwählen als Entscheidungsoption in die gängigen Erklärungsmodelle des Wählerverhaltens eingebettet und erklärt werden. Anschließend sollen die da-raus gewonnenen Erkenntnisse empirisch überprüft und, falls möglich, untermauert oder widerlegt werden.
Für diese Arbeit ist ausschließlich die Nichtwahl als bewusste Entscheidung relevant und Personen die wider ihren Willen zum Nichtwähler werden, so zum Beispiel. aus Gründen wie Krankheit, spontanen Reisen, Fehlern im Wahlverzeichnis und ähnlichem nicht an der Wahl teilnehmen konnten werden daher bei meinen Analysen bewusst außen vorgelassen. Im folgenden Text beziehen sich die Begriffe Nichtwähler und Nichtwahl deshalb ausschließlich auf diejenigen Personen, die sich bewusst für eine Stimmenthaltung entschieden haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Nichtwähler in den vier Erklärungsmodellen des Wählerverhaltens

2.1 Der soziologische Erklärungsansatz

2.2 Der individualpsychologische Erklärungsansatz

2.3 Das Modell des rationalen Wählers

2.3.1 Das Wahl-Paradoxon

2.3.2 Wege aus dem Wahl-Paradoxon

2.3.3 Der Nichtwähler im Rational-Choice-Modell

2.4 Das Modell der sozialen Milieus

3 Gründe für Nichtwahl in der Empirie

3.1 Die Entwicklung des Wahlverhaltens in der BRD

3.2 Empirische Überprüfung

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Beweggründe für Wahlenthaltungen, indem sie das Phänomen des Nichtwählens in die zentralen Erklärungsmodelle der Wahlforschung integriert und anschließend anhand empirischer Daten aus der Bundesrepublik Deutschland auf seine Validität prüft.

  • Analyse soziologischer und psychologischer Erklärungsansätze für Nichtwahl.
  • Untersuchung des Rational-Choice-Modells und des Wahl-Paradoxons.
  • Betrachtung von Lebensstilen durch das Modell der sozialen Milieus.
  • Empirische Einordnung der Wahlbeteiligung in der BRD seit 1949.
  • Evaluierung der Auswirkungen von Gruppenbindungen auf das Wahlverhalten.

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Modell des rationalen Wählers

In der Rational-Choice-Theorie wird davon ausgegangen, dass das Handeln des Menschen zweckrational ist. Er trifft seine Entscheidungen durch Kosten-Nutzen-Kalküle. Bei Wahlen bildet er nun Präferenzen und wählt die Partei oder den Kandidaten, die ihm den größten Nutzen bringt. Durch diese sorgfältige Abwägung von Kosten und Nutzen lässt sich also erklären, warum sich ein Wähler für eine bestimmte Partei entscheidet.

Dieser Nutzen tritt allerdings nur in Kraft wenn die präferierte Partei auch gewinnt und die eigene Stimme hierfür den Ausschlag gegeben hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass gerade die eigene Stimme die Wahlentscheidende ist, ist allerdings denkbar gering. Warum sollte man also die Kosten auf sich nehmen zur Wahl zu gehen, wenn der Nutzen ausbleibt und das Resultat der Wahl ein Gut ist, von dem ohnehin niemand ausgeschlossen werden kann? Die logische Konsequenz ist, dass Trittbrettfahren die rationale Verhaltensweise ist, und somit Nichtwählen. So ist dieses Modell prädestiniert um Wahlenthaltung zu erklären. Hierbei ist es allerdings problematisch, dass die erläuterten Annahmen auf alle potentiellen Wähler zutreffen müssten und somit eigentlich niemand wählen gehen dürfte. In der Empirie zeigt sich natürlich, dass dies nicht der Fall ist womit die Theorie zunächst in ihren Grundannahmen ad absurdum geführt wird. Diesen Widerspruch zwischen Theorie und tatsächlichen Wahlverhalten nennt man Wahl-Paradoxon.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der sinkenden Wahlbeteiligung in westlichen Demokratien ein und definiert den Fokus der Arbeit auf die bewusste Entscheidung zur Nichtwahl.

2 Der Nichtwähler in den vier Erklärungsmodellen des Wählerverhaltens: In diesem Kapitel werden theoretische Erklärungsansätze (soziologisch, psychologisch, rational und milieubasiert) herangezogen, um das Phänomen des Nichtwählens theoretisch zu fundieren.

3 Gründe für Nichtwahl in der Empirie: Hier wird die historische Entwicklung der Wahlbeteiligung in der BRD betrachtet und die theoretischen Erkenntnisse anhand empirischer Daten auf ihre praktische Anwendbarkeit geprüft.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass kein einzelnes Modell das gesamte Phänomen abdeckt, sondern jeder Ansatz wertvolle Erklärungen für bestimmte Teilgruppen liefert.

Schlüsselwörter

Nichtwähler, Wahlbeteiligung, Wählerverhalten, Rational-Choice-Theorie, Wahl-Paradoxon, Soziologischer Erklärungsansatz, Soziale Milieus, Politische Partizipation, Bürgerpflicht, Gruppenbindungen, Wahlenthaltung, Demokratie, Wahlsoziologie, Politische Identifikation, Opportunitätskosten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den verschiedenen Ursachen für das Phänomen des Nichtwählens und wie dieses durch klassische politikwissenschaftliche Modelle erklärt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erklärungsmodelle des Wählerverhaltens, das Konzept des Rational-Choice, die Bedeutung sozialer Milieus sowie die empirische Analyse der Wahlbeteiligung in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Ziel ist es, das Nichtwählen als bewusste Entscheidungsoption in die gängigen Modelle einzubetten und zu prüfen, ob die theoretischen Vorhersagen durch reale Wahldaten untermauert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse der gängigen Erklärungsmodelle mit einer empirischen Überprüfung anhand von historischen Daten zur Wahlbeteiligung in der BRD.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert detailliert vier theoretische Ansätze zur Erklärung der Nichtwahl und vergleicht diese mit den tatsächlichen Entwicklungen des Wahlverhaltens in der Bundesrepublik Deutschland.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Nichtwahl, Wahl-Paradoxon, Rational-Choice, soziale Milieus und Wahlbeteiligung charakterisieren.

Warum spielt das "Wahl-Paradoxon" eine so wichtige Rolle in der Arbeit?

Das Wahl-Paradoxon verdeutlicht den Widerspruch in der Rational-Choice-Theorie, wonach es eigentlich rational wäre, nicht zu wählen – was jedoch empirisch zur Entleerung des demokratischen Systems führen würde.

Welche Bedeutung kommt dem Typ des "Hedonisten" zu?

Der Hedonist dient im Modell der sozialen Milieus als Paradebeispiel für einen Nichtwähler, da sein Fokus auf kurzfristiger Bedürfnisbefriedigung liegt und er sich konventionellen gesellschaftlichen Pflichten entzieht.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Nichtwähler aus der Perspektive der vier Erklärungsansätze des Wahlverhaltens
Hochschule
Universität zu Köln  (Lehrstuhl für Vergleichende Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Das politische System der BRD
Note
1,3
Autor
Peter Schumacher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V148854
ISBN (eBook)
9783640603145
ISBN (Buch)
9783640603343
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nichtwähler Wahlparadoxon Erklärungsmodelle des Wahlverhaltens Wahlverhalten Nichtwahl Wahlenthaltung soziologischer Erklärungsansatz individualpsychologischer Erklärungsansatz soziale Milieus voting paradox columbia school Ann-Arbor
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Schumacher (Autor:in), 2010, Der Nichtwähler aus der Perspektive der vier Erklärungsansätze des Wahlverhaltens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/148854
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Leseprobe aus  13  Seiten
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