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John Rawls Theorie der Gerechtigkeit und seine Kritik am Utilitarismus

Titel: John Rawls Theorie der Gerechtigkeit und seine Kritik am Utilitarismus

Hausarbeit , 2020 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Duygu Gökce (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich möchte im Rahmen meiner Hausarbeit eine Gerechtigkeitsvorstellung darlegen, die die bekannte Theorie des Gesellschaftsvertrages von Locke, Rousseau und Kant verallgemeinert und auf eine höhere Abstraktionsebene hebt: Die Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls (1971). Um diese Theorie genau erklären zu können, werde ich auch den Utilitarismus darlegen, da Rawls seine Theorie der Gerechtigkeit als Gegentheorie entwickelt hat. Daher werde ich zuerst den Grundgedanken des klassischen Utilitarismus mit seinen inhaltlichen Teilprinzipien erläutern. Darauf folgt eine Darstellung von Rawls‘ Theorie der Gerechtigkeit. Ziel meiner Arbeit ist es, die beiden Positionen vergleichend darzustellen. Schließlich lässt sich beantworten, welche Kritikpunkte Rawls am Utilitarismus vorzubringen hat. Im Fazit werden wichtige Aspekte noch einmal zusammengefasst.

Gerechtigkeit und Fairness macht sich schon in unserem Alltag oder Berufsleben deutlich. Die Zusammenarbeit in einer Gruppe würde beispielsweise ohne Gerechtigkeit nicht funktionieren. Außerdem muss die Bezahlung verschiedener Mitarbeiter*innen gerecht und nachvollziehbar sein, damit alle Arbeiter*innen zufrieden sind. Das bedeutet, dass sich Gerechtigkeit auch im gesellschaftlichen Konflikt bemerkbar macht, wenn beispielsweise Altenpfleger*innen weniger verdienen als Ingenieur*innen. Auch politische Parteien bauen auf das menschliche Gerechtigkeitsbedürfnis, wenn sie in Wahlprogrammen Ungerechtigkeit beklagen und mehr Gerechtigkeit versprechen (Maes und Schmitt). Der Sozialforscher Hans-Werner-Bierhoff (1948*) ist der Meinung, dass Menschen von Geburt an das Bedürfnis haben, Gerechtigkeit herzustellen. Was wir in den laufenden Jahren als gerecht oder ungerecht wahrnehmen, hängt hingegen von gesellschaftlichen Werten ab. Sobald das Grundbedürfnis nach Ausgeglichenheit verletzt ist, sind Menschen verärgert. Oft passiert dies in der Schule, wenn einige Schüler*innen schlechter bewertet werden als andere, die keine bessere Leistung erbracht haben (Niejahr, 2007). In diesen Bedeutungen bezieht sich der Begriff der Gerechtigkeit zumeist auf das soziale Handeln von Akteuren in einer konkreten Gemeinschaft. Die Vorstellungen und Bewertungen gerechten Handelns sind dabei an Raum und Zeit gebunden: In anderen Gesellschaften gilt ein anderes objektives Verständnis von Gerechtigkeit, in anderen Zeiten galt oder wird ein anderes subjektives Verständnis gelten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1. Gerechtigkeit

2.2. Teleologische Ethik

2.3. Deontologische Ethik

3. Utilitarismus

3.1. Grundprinzipien des Utilitarismus

3.2. Jeremy Bentham

3.2.1. Prinzip der Nützlichkeit

3.2.2. Hedonistisches Kalkül

3.3. John Stuart Mill

3.4. Stellung der Gerechtigkeit im Utilitarismus

4. John Rawls

4.1. Prinzipien der Gerechtigkeit nach Rawls

4.2. Urzustand

4.3. Schleier des Nichtwissens

5. Rawls‘ Kritik am Utilitarismus

6. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Hausarbeit untersucht die philosophische Auseinandersetzung zwischen dem Utilitarismus und der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls. Das primäre Ziel besteht darin, die utilitaristische Ethik darzustellen, Rawls' Theorie als Gegenentwurf zu skizzieren und die zentralen Kritikpunkte von Rawls am utilitaristischen Ansatz herauszuarbeiten.

  • Grundlagen des Utilitarismus (Bentham und Mill)
  • Konzepte von Gerechtigkeit und Fairness nach John Rawls
  • Der Urzustand und der Schleier des Nichtwissens
  • Vergleichende Analyse utilitaristischer und deontologischer Prinzipien

Auszug aus dem Buch

3.2.2. Hedonistisches Kalkül

Stellt sich die Frage, wie man nach dem Prinzip der Nützlichkeit über Handlungen entscheiden kann. Wie schon erwähnt, sind Utilitarist*innen der Auffassung, dass sich die moralische Qualität einer Handlung durch eine Abwägung ihrer Folgen ermitteln lässt. Jeremy Bentham hat das Ziel verfolgt, die Methode der Mathematik und Naturwissenschaft auf den Bereich der Moral und Politik zu übertragen und zu diesem Zweck ein hedonistisches Kalkül entwickelt, der die eindeutige Anwendbarkeit der utilitaristischen Maxime in jeder Situation gestattet. Dieser Kalkül begründet ein Verfahren der rationalen Wahl und bestimmt das moralisch verbindliche Ziel, den kollektiven Gesamtnutzen als Summe der individuellen Nutzenmengen.

Auf der Basis von Informationen über die Bedürfnisse und Interessen der Betroffenen ist die Befriedigung, die eine Handlung hervorruft, für Bentham, nach sieben Kriterien zu berechnen: nach ihrer Intensität, ihrer Dauer, dem Gewissheitsgrad der Befriedigungserwartung, der Eintrittsnähe, der Folgenträchtigkeit und Reinheit und schließlich nach der Anzahl der Betroffenen (Kersting 2015: 99).

Zunächst wird für jede von der Handlung betroffene Person „die Werte aller Freuden“ (Bentham 1789, zitiert in Höffe 2003: 80) sowie „die Werte aller Leiden“ (Bentham 1789, zitiert in Höffe 2003: 81), die von der Handlung hervorgebracht werden, ermittelt. Die Bestimmung dieser individuellen Glücksmengen erfolgt anhand von den sieben Kriterien. Daraufhin „addiere [man] die Werte aller Freuden auf der einen und die aller Leiden auf der anderen Seite“. Wenn dabei „die Seite der Freuden überwiegt, ist die Tendenz der Handlung im Hinblick auf die Interessen dieser einzelnen Person insgesamt gut“, im umgekehrten Fall schlecht (Bentham 1789, zitiert in Höffe 2003: 81). Dies ergibt sich dann für jede der betroffenen entsprechenden Handlung. Diese entstandenen Werte werden aufsummiert, womit Bentham vom individuellen Glück durch Addition der individuellen Glücksmengen zum Gesamtnutzen kommt. Schließlich bestimmt man die Zahl der Personen, für die die Handlung gut ist und die Zahl der Personen, für die die Handlung schlecht ist und zieht Bilanz: „befindet sich das Übergewicht auf der Seite der Freude“, ergibt sich daraus „eine allgemeine gute Tendenz der Handlung“, „befindet es sich auf der Seite des Leids, ergibt sich daraus eine allgemein schlechte Tendenz“ (Bentham 1789, zitiert in Höffe 2003: 81).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Gerechtigkeitsvorstellungen im Alltag ein und stellt die Absicht der Arbeit dar, die Theorie von John Rawls kritisch dem Utilitarismus gegenüberzustellen.

2. Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale ethische Begriffe wie Gerechtigkeit, teleologische sowie deontologische Ethik als theoretisches Fundament für die weitere Untersuchung.

3. Utilitarismus: Hier werden die Grundprinzipien des Utilitarismus sowie die Ansätze von Jeremy Bentham und John Stuart Mill erläutert, inklusive des hedonistischen Kalküls.

4. John Rawls: Dieses Kapitel stellt Rawls' Gerechtigkeitstheorie vor, wobei insbesondere die Gerechtigkeitsprinzipien, der Urzustand und der Schleier des Nichtwissens erklärt werden.

5. Rawls‘ Kritik am Utilitarismus: Hier wird die explizite Auseinandersetzung von Rawls mit dem Utilitarismus dargelegt, wobei vor allem die Verletzung von Individualrechten kritisiert wird.

6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und resümiert die Argumente gegen eine rein nutzenorientierte Ethik zugunsten einer am Individuum orientierten Gerechtigkeit.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Gerechtigkeit, John Rawls, Jeremy Bentham, John Stuart Mill, Deontologie, Teleologie, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Hedonismus, Nutzenmaximierung, Fairness, Moraltheorie, Ethik, Menschenrechte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem moralphilosophischen Konflikt zwischen dem utilitaristischen Ansatz, der auf Nutzenmaximierung basiert, und der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der klassische Utilitarismus, dessen mathematische Erfassbarkeit durch das hedonistische Kalkül sowie Rawls' Gegenentwurf einer gerechten Gesellschaftsordnung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die utilitaristischen Prinzipien darzulegen und kritisch zu prüfen, warum John Rawls diese ablehnt und stattdessen seine Theorie der Gerechtigkeit als Fairness entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, bei der primäre und sekundäre philosophische Texte vergleichend gegenübergestellt und analysiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der utilitaristischen Grundlagen, die Erklärung der Rawls'schen Gerechtigkeitsprinzipien und schließlich die detaillierte Kritik von Rawls am Utilitarismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Utilitarismus, Gerechtigkeit, John Rawls, Urzustand, Schleier des Nichtwissens und Nutzenmaximierung.

Was unterscheidet den Ansatz von Bentham von dem von Mill?

Während Bentham den Utilitarismus quantitativ durch ein hedonistisches Kalkül fassen wollte, legte Mill einen stärkeren Fokus auf die qualitative Unterscheidung von Freuden, um das "Glück" philosophisch zu veredeln.

Wie begründet Rawls die Notwendigkeit des "Schleiers des Nichtwissens"?

Der Schleier des Nichtwissens dient dazu, ein faires Verfahren sicherzustellen, in dem Akteure keine Kenntnis über ihren eigenen Status oder ihre natürlichen Begabungen haben, um so unvoreingenommene, gerechte Grundsätze zu wählen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
John Rawls Theorie der Gerechtigkeit und seine Kritik am Utilitarismus
Hochschule
Evangelische Hochschule Ludwigsburg (ehem. Evangelische Fachhochschule Reutlingen-Ludwigsburg; Standort Ludwigsburg)
Note
1,3
Autor
Duygu Gökce (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
20
Katalognummer
V1484352
ISBN (eBook)
9783389036594
ISBN (Buch)
9783389036600
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gerechtigkeit John Rawls Utilitarismus Ethik Jeremy Bentham John Stuart Mill
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Duygu Gökce (Autor:in), 2020, John Rawls Theorie der Gerechtigkeit und seine Kritik am Utilitarismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1484352
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Leseprobe aus  20  Seiten
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