Es handelt sich um einen extended Abstract, der die theoretischen Vorüberlegungen sowie die Methodik einer Studie zum Thema Positive Kommunikation im Journalismus in Bezug auf den Klimawandel vorstellt.
Der Klimawandel bringt nach wie vor existenzbedrohende Konsequenzen mit sich und stellt demnach eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Obwohl er seit Jahrzehnten intensiv erforscht wird und die fatalen Folgen bekannt sind, ist nicht ausreichend tatsächlicher Fortschritt in der Gesellschaft und Politik erkennbar. Insbesondere in Bezug auf die Bürger:innen ist sich die Mehrheit der Problematik in der Theorie bewusst, handelt jedoch nicht entsprechend. Dies kann diverse Ursachen haben. Unter anderem kommt infrage, dass viele Menschen den Klimawandel als unlösbares Problem ansehen und demzufolge bezüglich Lösungsansätzen bereits aufgegeben haben. Dieses Phänomen äußert sich in fehlender Selbstwirksamkeit, ergo dass eine bestimmte Herausforderung – in diesem Fall der Klimawandel – als unüberwindbar wahrgenommen wird und man sich selbst nicht in der Lage fühlt, überhaupt oder ausreichend zur Problemlösung beitragen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Methode
3. Erwartete Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob konstruktiver Journalismus in Social-Media-Posts einen positiven Einfluss auf die Selbstwirksamkeit von Rezipierenden im Kontext des Klimawandels ausüben kann, um der durch negative Berichterstattung induzierten Resignation entgegenzuwirken.
- Wirkung von konstruktivem Journalismus auf Empfänger
- Messung der Selbstwirksamkeit in Bezug auf den Klimawandel
- Einfluss von Social-Media-Formaten auf die Risikowahrnehmung
- Testung der Broaden-and-Build-Theory in journalistischen Kontexten
- Experimentelle Untersuchung mittels Between-Subject-Design
Auszug aus dem Buch
Konstruktiver Journalismus und die Stärkung der Selbstwirksamkeit
Konstruktiver Journalismus stellt demnach einen Teil von positiver Kommunikation im weiteren Sinne dar, da er lösungsorientierter und damit optimistischer gestaltet ist, sodass bei den Lesenden positive Emotionen hervorgerufen werden, die letztlich – angelehnt an die broaden-and-build-theory (Frederickson, 2001) – zu einer höheren Selbstwirksamkeit führen könnten. Dies hat Overgaard (2023, S.1433) explizit in Bezug auf Social-Media-Posts, die sich inhaltlich mit sozialen Problemen beschäftigt haben, herausgefunden. Maurer et al. (2023, S. 197) konnte den gleichen Effekt bei Artikeln zum Thema Klimawandel feststellen, wobei das Konstrukt Selbstwirksamkeit nicht explizit mit in die Hypothesen aufgenommen wurde.
Die Ergebnisse bedürfen Bestätigung. Es wurde zudem noch nicht spezifisch erforscht, wie sich konstruktive Social-Media-Posts zum Thema Klimawandel auf die Selbstwirksamkeit von Rezipierenden auswirken. Daraus ergibt sich eine Forschungslücke. Um diese zu schließen, soll in der vorliegenden Studie der Effekt auf die Selbstwirksamkeit in Bezug auf konstruktive Social-Media-Posts, die sich mit dem Klimawandel befassen, bestätigt werden. Daher wurde die folgende Hypothese aufgestellt: H1: Konstruktiver Journalismus in Social-Media-Posts zum Thema Klimawandel wirkt sich positiv auf die Selbstwirksamkeit von Lesenden aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Das Kapitel erläutert die Problematik der mangelnden gesellschaftlichen Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und führt konstruktiven Journalismus als potenziellen Lösungsansatz zur Stärkung der Selbstwirksamkeit ein.
2. Methode: Hier wird das experimentelle Forschungsdesign vorgestellt, welches mittels randomisierter Zuteilung und eines quantitativen Fragebogens die Effekte von konstruktiven gegenüber negativ akzentuierten Social-Media-Posts misst.
3. Erwartete Ergebnisse: Dieser Abschnitt beschreibt die theoretisch abgeleitete Annahme, dass konstruktive Kommunikation im Vergleich zur Kontrollgruppe zu einer messbar höheren Selbstwirksamkeit bei den Teilnehmenden führt.
Schlüsselwörter
Konstruktiver Journalismus, Klimawandel, Selbstwirksamkeit, Social-Media, Broaden-and-build-theory, Medienrezeption, Klimakommunikation, Experimentelle Forschung, Nachrichtenrezeption, Lösungsorientierung, Positive Psychologie, Verhaltensänderung, Mediennutzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Einfluss von lösungsorientiertem, konstruktivem Journalismus in Sozialen Medien auf die Wahrnehmung der eigenen Handlungsmöglichkeiten (Selbstwirksamkeit) der Leser im Kontext der Klimakrise.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die Schwerpunkte liegen auf der Klimawandel-Kommunikation, der Wirkung von Nachrichtenrahmen (Frames), der Rolle der positiven Psychologie im Journalismus und der empirischen Messung von Rezipientenreaktionen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine veränderte, nicht rein defizitorientierte Berichterstattung die Resignation der Bevölkerung gemindert und das Vertrauen in die eigene Wirksamkeit bei der Problemlösung gestärkt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein einfaktorielles, experimentelles Between-Subject-Design genutzt, bei dem Probanden mittels Zufallsauswahl in eine Kontroll- und eine Experimentalgruppe unterteilt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung durch die Broaden-and-Build-Theory, der Definition von konstruktivem Journalismus und der detaillierten Beschreibung der experimentellen Datenerhebung und Skalenentwicklung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe konstruktiver Journalismus, Selbstwirksamkeit, Klimawandel und soziale Medien definieren.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe wichtig?
Sie ermöglicht den direkten Vergleich zwischen der Wirkung eines eher negativ geprägten, klassischen Klimaberichts und eines gezielt konstruktiven, lösungsorientierten Posts, um den Effekt auf die Selbstwirksamkeit isolieren zu können.
Welche Rolle spielt der 1,5-Grad-Pfad im Experiment?
Der 1,5-Grad-Pfad dient als inhaltliches Ankerbeispiel für den Fortschrittsbericht der UN, an dem die beiden unterschiedlichen journalistischen Darstellungsweisen in den Social-Media-Posts für die Untersuchung festgemacht werden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2024, Wie sich konstruktiver Journalismus in Social-Media-Posts auf die Selbstwirksamkeit in Bezug auf den Klimawandel auswirkt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1481788