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Arnold von Harffs Reisen. Motive und Bedeutung seines Reiseberichts im Spätmittelalter

Titel: Arnold von Harffs Reisen. Motive und Bedeutung seines Reiseberichts im Spätmittelalter

Hausarbeit , 2015 , 13 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Fabian Gränzdörffer (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit untersucht die Motive des niederrheinischen Aristokraten Arnold von Harff, der zwischen 1496 und 1498 eine ausgedehnte Reise zu den vier Hauptwallfahrtsorten der mittelalterlichen Christenheit unternahm und zahlreiche weitere bedeutende Städte besuchte. Ziel ist es zu klären, ob seine Reise primär von ritterlichen Abenteuern oder religiöser Pilgersehensucht geprägt war. Das erste Kapitel vergleicht Indizien aus seinem Reisebericht, um seine Beweggründe zu analysieren. Das zweite Kapitel untersucht die Glaubwürdigkeit und den Zweck der fiktiven Elemente in seinem Bericht, insbesondere die angebliche Reise durch das Rote Meer und bis nach Indien. Trotz seines frühen Todes bietet Harffs Reisebericht wertvolle Einblicke in die spätmittelalterliche Welt und ist eine bedeutende Quelle für die Sprach- und Kulturwissenschaften. Die Hausarbeit stützt sich auf verschiedene Ausgaben und Kommentare zu Harffs Bericht, um seine Absichten und die historischen Kontexte besser zu verstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Motive der Reise

2.1. Indizien für eine Reise als Pilger aus religiöser Sehnsucht

2.2. Indizien für eine Reise als Ritter aus Abenteuer- und Unternehmungslust

3. Fiktive Reise nach Afrika und Asien

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht mittels quellenkritischer Analyse, welche primären Motive den niederrheinischen Adligen Arnold von Harff bei seiner Fernreise Ende des 15. Jahrhunderts antrieben. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob es sich bei dem Bericht primär um eine fromme Pilgerreise oder eine ritterliche Abenteuerreise mit fiktiven Elementen handelte.

  • Analyse der Reisemotive (Pilgerschaft vs. ritterliches Abenteuer)
  • Quellenkritische Untersuchung der religiösen und weltlichen Indizien
  • Exegese der fiktiven Reiseabschnitte nach Afrika und Asien
  • Einordnung des Berichts in den literarischen Kontext des Spätmittelalters
  • Untersuchung der "Grand Tour"-ähnlichen Charaktereigenschaften des Autors

Auszug aus dem Buch

Indizien für eine Reise als Ritter aus Abenteuer- und Unternehmungslust

Seine erste Illustration im Besonderen, sowie viele weitere zeigen stets sein „prunkvoll gestaltetes ritterliches Wappen“, meistens im Vordergrund angesiedelt. Dieses ist auch auf Zeichnungen abgebildet, die ihn beim Gebet an den heiligen Stätten zeigen. Es deutet darauf hin, dass Arnold sich zu keinem Zeitpunkt nur als Pilger darstellen wollte. Ein anderes klares Indiz für seine Absichten findet sich in der Tatsache wieder, dass er entgegen aller Pilgergewohnheiten auf religiöse Gesellschaft verzichtete und stattdessen mit Kaufleuten den üblichen Pilgerrouten entfloh, um von deren Fähigkeiten und Vorteilen zu profitieren. In Venedig angekommen wurde er, wie es seinem Stand gebührte, ehrenvoll von den Deutschen Einwohnern empfangen.

Auf seiner weiten Seefahrt von Venedig über Rhodos nach Alexandria berichtete er stolz von einem heftigen Sturm, den er unbeschadet überstanden hatte und wie er dadurch den Ritterorden der Johanniter auf Rhodos kennenlernte, wo der Halt eigentlich nicht eingeplant war. In Gaza wurde Arnold schließlich wochenlang in Ketten gelegt und misshandelt. Ähnlich negative Erfahrungen machte er in Spanien, als er und seine Weggefährten auf dem Rückweg von Santiago angegriffen und überfallen worden sind. Dabei starben mehrere seiner Begleiter, doch ihm gelang angesichts der drohenden Überlegenheit die Flucht. Derlei Erfahrungen schienen Arnold von Harff jedoch nicht in Angst und Schrecken zu versetzen. Im Gegenteil, er begegnete ihnen mit Bescheidenheit, indem er sie in seinem Bericht als Nichtigkeiten abtat: „Eine höchst seltsame Geschichte … und mir zum Aufschreiben zu weitschweifig, warum ich sie besser auslasse“. Womöglich nur um Bewunderung über seine ritterlichen Tugenden beim Leser auszulösen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Autors Arnold von Harff und Einordnung seines Reiseberichts als bedeutende Quelle des deutschen Spätmittelalters.

2. Motive der Reise: Darlegung der dualen Natur der Reise, unterteilt in religiös motivierte Pilgerindizien einerseits und ritterliche, abenteuerorientierte Aspekte andererseits.

3. Fiktive Reise nach Afrika und Asien: Analyse der erfundenen Reiseabschnitte, für die der Autor Inspirationen aus Vorlagen wie Marco Polo oder Jean de Mandeville nutzte.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Reise eine Mischung aus religiösem Unterfangen und abenteuerlicher Exploration war, die in der Gesamtschau als frühe Form einer Bildungsreise gedeutet werden kann.

Schlüsselwörter

Arnold von Harff, Mittelalter, Pilgerreise, Fernreise, Ritter, Reisebericht, Spätmittelalter, Quellenauswertung, Fiktion, Abenteuer, Religionsgeschichte, Bildungsreise, Grand Tour, Jülich-Berg, Identität

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptthema der Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Reisebeschreibung des rheinischen Adligen Arnold von Harff aus den Jahren 1496 bis 1498 und hinterfragt seine Reisemotive.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Im Fokus stehen die Identitätskonstruktion des Autors als Pilger und Ritter sowie die Analyse literarischer Fiktionen in mittelalterlichen Reiseberichten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll geklärt werden, ob Arnold von Harff primär aus religiöser Sehnsucht oder aus ritterlichem Drang nach Abenteuern handelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Autorin verwendet eine quellengestützte Analyse, die Textpassagen, Illustrationen und den Vergleich mit historischen Fakten nutzt.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung religiöser Pilgerindizien, die Analyse ritterlicher Verhaltensweisen und die Entlarvung der fiktiven Reiseberichte zu afrikanischen und asiatischen Gebieten.

Wodurch lässt sich die vorliegende Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit zeichnet sich durch eine kritische Einordnung von Zeitzeugnissen aus und bewertet den Reisebericht als komplexes literarisches Zeugnis des jungen Adels.

Warum baute Arnold von Harff fiktive Berichte in sein Werk ein?

Die Arbeit deutet an, dass dies vermutlich zur Steigerung des Unterhaltungswertes, zur Wahrung seines Rufes oder zur Überdeckung realer Ereignisse in Kairo geschah.

Welche Bedeutung kommt dem "Trutschelmans" für die Reise zu?

Der Dolmetscher ermöglichte es Arnold, trotz Verboten in sensible Bereiche wie den salomonischen Tempel einzudringen, was seinen Tatendrang unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Arnold von Harffs Reisen. Motive und Bedeutung seines Reiseberichts im Spätmittelalter
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Mittelalter Geschichte)
Veranstaltung
Fernreisen im Mittelalter
Note
2.0
Autor
Fabian Gränzdörffer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V1474094
ISBN (eBook)
9783389028230
ISBN (Buch)
9783389028247
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ritter Pilger Kreuzzüge Kirche Abenteurer Heiliges Land Fernreisen Mittelalter Wallfahrtsorte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fabian Gränzdörffer (Autor:in), 2015, Arnold von Harffs Reisen. Motive und Bedeutung seines Reiseberichts im Spätmittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1474094
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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