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Studentischer Widerstand und Repressionen in der DDR anhand des Dresdner Studentenprozesses von 1959

Titel: Studentischer Widerstand und Repressionen in der DDR anhand des Dresdner Studentenprozesses von 1959

Hausarbeit , 2024 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Olivia Härtel (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Beispielhaft am Schicksal der Mitglieder des Nationalkommunistischen Studentenbundes Deutschlands beleuchtet die vorliegende Seminararbeit die Frage, wie sich der studentische Widerstand an den Universitäten und Hochschulen der Sowjetischen Besatzungszone/DDR äußerte und mit welchen Taktiken das Justizsystem entsprechende politische Gegner*innen bekämpfte.

Im zweiten Kapitel schließen sich einige Definitionen ausgewählter Begrifflichkeiten an, in deren Fokus die Abgrenzung von Widerstand zu Opposition steht, welche anhand des aufschlussreichen Aufsatzes „Thesen zu Opposition und Widerstand an den Universitäten und Hochschulen der SBZ/DDR, 1945-1961“ von Thomas Ammer, der zu dieser Zeit selbst ein politischer Häftling war, erfolgt. Das dritte Kapitel ist neben dem Aufbau des Hochschulwesens der ersten und der zweiten Hochschulreform gewidmet, die der Historiker und Sozialwissenschaftler Peer Pasternack in seinem Aufsatz „Das Hochschulwesen in der DDR“ komprimiert behandelt, was von Interesse ist, da sich beide vor dem Dresdner Studentenprozess ereigneten. Nach einem Blick auf den originalen Gesetzestext, welcher die Verurteilung der Angeklagten ermöglichte, folgt im fünften Kapitel der Kern der Seminararbeit: Mithilfe zweier Quellen und unter Einbezug von moderner Forschungsliteratur, u. a. Lienert, wird der Dresdner Studentenprozess rekonstruiert und diskutiert, um die Forschungsfrage letztendlich zu beantworten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Ein Prozess ohne Notwendigkeit

2. Begriffsdefinitionen

2.1. Was ist Widerstand?

2.2. Was ist Opposition?

2.3. Was sind Repressionen?

3. Universitäts- und Hochschulwesen in der SED-Diktatur

3.1. Erste und zweite Hochschulreform

3.2. Instanzen und Strukturiertheit

4. Normen des DDR-Strafrechtes

5. Beispiel: Dresdner Studentenprozess von 1959

5.1. Entstehung des Nationalkommunistischen Studentenbundes Deutschlandes

5.2. Dresdner Studentenprozess von 1959

6. Fazit: Von fehlender Rechtsstaatlichkeit und Kriminalisierung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Analyse des Dresdner Studentenprozesses von 1959, um die Mechanismen politischer Justiz und Repression in der SED-Diktatur gegen studentischen Widerstand zu untersuchen und zu hinterfragen, inwiefern die staatlichen Maßnahmen zur Kriminalisierung der Opposition legitimierbar waren.

  • Grundlagen von Widerstand, Opposition und Repression im Kontext der DDR
  • Strukturanalyse des DDR-Hochschulwesens und deren politische Instrumentalisierung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Anwendung des DDR-Strafrechts
  • Detaillierte Rekonstruktion und kritische Evaluation des Dresdner Studentenprozesses

Auszug aus dem Buch

5.1. Entstehung des Nationalkommunistischen Studentenbundes Deutschlandes

„Am 28.1.1959 bzw. 29.1.1959 wurde von der Bezirksverwaltung Dresden des Ministeriums für Staatssicherheit eine an der Technischen Hochschule bestehende staatsverräterische Gruppe festgenommen, die sich ‚Nationalkommunistischer Studentenbund Deutschlands‘ nannte.“45

Anhand dieses internen Kommunikationsschreibens des Ministeriums für Staatssicherheit46, das die Nr. 12/59 trägt, informierte Erich Mielke, der Minister für Staatssicherheit, Walter Ulbricht, den Ersten Sekretär, und Erich Honecker, den Sekretär für Sicherheitsfragen des Zentralkomitees der SED, am 7. Februar 1959 über das Bestehen einer staatsverräterischen Gruppe an der TH Dresden. Der mehrseitige Bericht gewährt detaillierte Einblicke über den sozialen Status und das kriminelle Potenzial der Angeklagten und beweist eindrucksvoll, dass jeder ihrer Schritte sorgfältig überwacht und dokumentiert wurde. Dennoch stellt sich in erster Linie die Frage, wie sich eine derartige studentische Widerstandsgruppe entwickeln konnte.47

Der Ursprung der wohl größten studentischen Widerstandsgruppe in der DDR48 war die in Pirna gelegene Rainer-Maria-Fetscher-Oberschule49, an der Mitte der 50er Jahre unter der Bildung und der Leitung des Beschuldigten Gerhard Bauer eine Gruppe von fünf Jugendlichen zusammenkam, um ihre Freizeit außerhalb der Freien Deutschen Jugend50 zu gestalten51, wobei Diskussionen über die durch die SED ausgeübte Politik, etwa in Hinblick auf ihre Demokratiedefizite oder ihre politische Propaganda, von Interesse waren.52 Weshalb es ausgerechnet junge Menschen waren, welche den bestehenden politischen Verhältnisse kritisch gegenüberstanden, erklärt der Politiker Wolfgang MLECZKOWSKI folgendermaßen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Ein Prozess ohne Notwendigkeit: Die Einleitung führt in die Thematik des Dresdner Studentenprozesses von 1959 ein und verdeutlicht die politische Willkür des SED-Regimes bei der Verfolgung studentischen Widerstands.

2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Termini Widerstand, Opposition und Repression voneinander abgegrenzt, um das Verhalten der Studierenden im Kontext der DDR-Diktatur begrifflich zu fassen.

3. Universitäts- und Hochschulwesen in der SED-Diktatur: Es wird der Aufbau und die ideologische Umgestaltung der Hochschulen durch zwei Reformwellen bis hin zur zentralistischen Hierarchie unter der SED-Führung beleuchtet.

4. Normen des DDR-Strafrechtes: Dieses Kapitel analysiert das Gesetz zur Ergänzung des Strafgesetzbuches von 1957 als normative Grundlage für die nachfolgenden Verurteilungen der politischen Gegner.

5. Beispiel: Dresdner Studentenprozess von 1959: Das Hauptkapitel rekonstruiert die Entstehung des Nationalkommunistischen Studentenbundes Deutschlandes und den anschließenden Schauprozess, der als Instrument der Abschreckung diente.

6. Fazit: Von fehlender Rechtsstaatlichkeit und Kriminalisierung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert die fehlende Rechtsstaatlichkeit sowie die politische Instrumentalisierung der Justiz zur Unterdrückung legitimierter Kritik.

Schlüsselwörter

Dresdner Studentenprozess, SED-Diktatur, Widerstand, Opposition, Repression, Nationalkommunistischer Studentenbund Deutschlandes, Hochschulreform, politischer Prozess, Staatsverrat, DDR-Strafrecht, politische Justiz, Vergangenheitsbewältigung, Ministerium für Staatssicherheit, Grundrechte, Überwachung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Dresdner Studentenprozess von 1959 und analysiert, wie die SED-Diktatur auf studentischen Widerstand reagierte und diesen mithilfe politischer Justiz zu unterdrücken versuchte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Kernbereiche umfassen die Definition politisch relevanter Begriffe in der DDR, die Zentralisierung des Bildungswesens, die repressive Anwendung des Strafrechts gegen politische Gegner sowie die spezifische Fallstudie des Nationalkommunistischen Studentenbundes Deutschlandes.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Kriminalisierung studentischen Widerstands im Jahr 1959 aufzuarbeiten und die Instrumente aufzuzeigen, mit denen das DDR-Regime kritische Stimmen an den Hochschulen mundtot machte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse, unter Einbeziehung von MfS-Akten, originalen Gesetzestexten sowie moderner wissenschaftlicher Forschungsliteratur zur Geschichte der DDR-Hochschulen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entstehungsgeschichte des Widerstands an der Technischen Hochschule Dresden, der Rolle des MfS bei der Überwachung der Gruppe sowie dem Ablauf und der politischen Bewertung des Schauprozesses gegen die Studenten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DDR-Strafrecht, politische Justiz, Zentralisierung der Bildung, Widerstand, Opposition und die systematische Repression durch den SED-Staat.

Inwiefern beeinflusste das Strafrechtsergänzungsgesetz den Prozess?

Das Gesetz von 1957 ermöglichte es dem Regime, den Tatbestand des „Staatsverrates“ exzessiv auszulegen, was unverhältnismäßig hohe Haftstrafen gegen die angeklagten Studenten rechtlich absicherte.

Warum änderte die SED die Taktik beim zweiten Prozess gegen die Studenten?

Da der erste öffentliche Schauprozess nicht die gewünschte diskreditierende Wirkung erzielte und auf nationale wie internationale Solidarität stieß, führte die SED den zweiten Prozess unter striktem Ausschluss der Öffentlichkeit durch, um die Dimension des Widerstands zu verschleiern.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Studentischer Widerstand und Repressionen in der DDR anhand des Dresdner Studentenprozesses von 1959
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Seminar: ‘Geist im Dienste der Macht‘? Hochschul- und Bildungspolitik in der DDR
Note
1,3
Autor
Olivia Härtel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
18
Katalognummer
V1473146
ISBN (eBook)
9783389022443
ISBN (Buch)
9783389022450
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschichte Geschichte der DDR Hochschul- und Bildungspolitik Dresdner Studentenprozesse 1959 Widerstand Repressionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olivia Härtel (Autor:in), 2024, Studentischer Widerstand und Repressionen in der DDR anhand des Dresdner Studentenprozesses von 1959, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1473146
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Leseprobe aus  18  Seiten
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