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Die Entwicklung zur 2. Teilung Polens unter besonderer Berücksichtigung der Sichtweise Katharinas der Großen

Title: Die Entwicklung zur 2. Teilung Polens unter besonderer Berücksichtigung der Sichtweise Katharinas der Großen

Term Paper , 2009 , 14 Pages , Grade: 1,3-1,7

Autor:in: Kiara Kötz (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization

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Summary Excerpt Details

„I prefer dangerous liberty to tranquil slavery”
Dieses Zitat, das von dem Vater des berühmten Stanislaus Leszczyński stammt, verdeutlicht in etwa die Situation, in der sich die Polen nach der Ersten Teilung befanden. Sie hatten einiges an Land und Bevölkerung verloren, besaßen aber noch so viele Rohstoffvorkommen, Güter und den Zugang zum Meer, dass sie entweder den Versuch wagen mussten, sich von Russland als Vasall loszusagen oder sich in ihr Schicksal zu fügen und demselben untertan zu sein.
Über zwanzig Jahre bestand das polnische Reich nach der Ersten Teilung, bevor es 1793 zu einer Zweiten kam, danach war an Revisionen gar nicht mehr zu denken. Wie aber konnte es so weit kommen? Warum diese vergleichsweise späte Zweite Teilung? Wieso waren daran nur Preußen und Russland beteiligt, obwohl doch Österreich ebenfalls bei der Ersten und Dritten Teilung seinen Anteil einstreichen konnte?
War es wirklich die Maiverfassung, die den Ausschlag gab, das Fass zum Überlaufen zu bringen? Hätte man in Europa die Umwälzungen, die diese versprach, nicht als positiv ansehen müssen und vielleicht auch als Vorbild zu eigenen Verfassungsänderungen sehen sollen?
Katharina II. bildet in der Geschichte zur Zweiten Teilung eine starke Kontroverse. Noch sechs Jahre nach der Ersten Teilung unterhielt sie einen regen Briefwechsel mit Voltaire, der von dessen Tod beendet wurde. Dieser kann nicht gerade als den Vorstellungen der Monarchie angepasst gelten, vor allem in Ansichten, die das Bauerntum betreffen. Auch andere Größen der französischen Aufklärung gingen in dieser Zeit in St. Petersburg ein und aus.
Es erscheint daher wenig logisch, dass sich die Zarin 1791 gegen eine Verfassung auflehnt, die doch eigentlich nur den Normen ihrer vormaligen Günstlinge entspricht.
In der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, die Ereignisse, die zu der Zweiten Teilung Polens führten, angemessen darzustellen und die Person Katharinas der Großen daraufhin kritisch, unter Hinzunahme ihrer Memoiren und dem bereits angesprochenen Briefwechsel mit Voltaire, zu beleuchten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ereignisse nach 1772 bis hin zur 2. Teilung Polens 1793

2.1 Die außen- und innenpolitische Entwicklung der Lage Polens bis zur Maiverfassung 1791

2.2 Reaktionen auf die Maiverfassung und ihre Konsequenz: Die 2. Teilung

2.3 Die 2. Teilung Polens: Mögliche Gründe

3. Katharina II.: Kontroversen und Charakterbild

3.1 Katharina und die französischen Philosophen, eine Hassliebe?

3.2 Katharinas Selbstbild

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Hintergründe der zweiten Teilung Polens im Jahr 1793. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Rolle Katharinas der Großen, deren Handeln und politische Motivationen kritisch beleuchtet werden, um zu verstehen, inwieweit die Maiverfassung und das Zarenbild zu diesem Ereignis beitrugen.

  • Entwicklung und Dynamik des Großen Sejms
  • Analyse der Maiverfassung von 1791 als politischer Wendepunkt
  • Die ambivalenten Beziehungen zwischen Katharina II. und den französischen Philosophen
  • Geopolitische Machtinteressen Russlands und Preußens
  • Die kritische Auseinandersetzung mit dem Selbstbild der russischen Zarin

Auszug aus dem Buch

3.1 Katharina und die französischen Philosophen, eine Hassliebe?

(...)mit der tiefen Hochachtung eines Herzens, das Ihnen gehört,

der Eremit von Ferney

Seien Sie all der guten Gedanken, die Sie kennen, versichert, wie auch der Hochachtung, die ich immer für Sie empfinden werde.

Caterine

Diese kleinen Auszüge aus dem Briefwechsel zwischen der Zarin Katharina II. und dem Philosophen Voltaire, geben eine Einsicht in die Schlussphrasen, die beide füreinander in ihren Briefen verwendeten. Versichert Katharina Voltaire immer wieder ihrer „Hochachtung“, handelt sie circa fünfzehn Jahre nach seinem Tod doch sehr ungerecht gegen diesen, indem sie seine Werke und die anderer großer französischer Philosophen und Dichter, wie Diderot, in Russland und, wie oben erwähnt, auch in Polen verbieten ließ und generell eine strenge Zensur einführte.

Wie kann man sich den Sinneswandel der Zarin erklären? Warum verbietet jemand, der in einem Teil seiner Memoiren, der nach 1791, also schon zu Zeiten der Zensur, verfasst wurde, einen Philosophen von dessen „Werke[n]“ man angibt „nicht mehr (...) los[gekommen]“ zu sein? Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Hätte Voltaire sich nicht im Grabe herumdrehen müssen bei der Vorstellung, dass seine geliebte Katharina alles verleugnete, was sie für ihn darstellte?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die prekäre Lage Polens nach der ersten Teilung dar und führt in die Fragestellung ein, warum es 1793 zur zweiten Teilung kam und welche Rolle Katharina II. dabei spielte.

2. Die Ereignisse nach 1772 bis hin zur 2. Teilung Polens 1793: Dieses Kapitel analysiert die politischen Entwicklungen Polens, die Einführung der Maiverfassung sowie die aggressiven Reaktionen Russlands und Preußens.

2.1 Die außen- und innenpolitische Entwicklung der Lage Polens bis zur Maiverfassung 1791: Die Gründung des Großen Sejms und der Versuch der politischen Reformierung werden im Kontext der russischen Ablenkung durch Kriege gegen das Osmanische Reich und Schweden beleuchtet.

2.2 Reaktionen auf die Maiverfassung und ihre Konsequenz: Die 2. Teilung: Hier werden die unterschiedlichen Interessen der europäischen Mächte sowie die russische Invasion und der daraus folgende Teilungsvertrag behandelt.

2.3 Die 2. Teilung Polens: Mögliche Gründe: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene Thesen zur Ursache der Teilung, insbesondere die Rolle der Maiverfassung und die außenpolitische Isolierung Polens.

3. Katharina II.: Kontroversen und Charakterbild: Der Fokus liegt auf der Analyse der Persönlichkeit der Zarin, ihrer politischen Ambivalenz und ihrer Selbstdarstellung.

3.1 Katharina und die französischen Philosophen, eine Hassliebe?: Die Arbeit untersucht den Widerspruch zwischen Katharinas Korrespondenz mit Voltaire und ihrer späteren strengen Zensur aufklärerischer Schriften.

3.2 Katharinas Selbstbild: Dieses Kapitel analysiert, wie Katharina II. ihre eigene Regentschaft in Memoiren darstellte und sich bewusst von ihrer Vorgängerin Zarin Elisabeth abgrenzte.

4. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung betont die Komplexität und Undurchsichtigkeit der Person Katharina II. und die Unausweichlichkeit der Teilung angesichts der machtpolitischen Konstellationen.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen wie Memoiren und Briefwechsel sowie der relevanten geschichtswissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Zweite Teilung Polens, Katharina II., Großer Sejm, Maiverfassung 1791, Russland, Preußen, Voltaire, Aufklärung, Zensur, Konföderation von Targowica, Außenpolitik, Machtpolitik, Reformen, Polen-Litauen, Autokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Ereignisse, die 1793 zur zweiten Teilung Polens führten, unter besonderer Berücksichtigung der Rolle und Sichtweise der russischen Zarin Katharina der Großen.

Welche zentralen Themenfelder werden in dem Dokument behandelt?

Die zentralen Themen sind die polnische Reformbewegung des Großen Sejms, die Maiverfassung von 1791, das ambivalente Verhältnis der Zarin zu den Philosophen der Aufklärung sowie die geopolitische Interessenpolitik Russlands und Preußens.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Gründe für die zweite Teilung Polens nachzuvollziehen und kritisch zu prüfen, ob Katharina II. als treibende Kraft agierte, wobei ihr eigenes Selbstbild und ihre Korrespondenz mit Voltaire als Analysewerkzeuge dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung von Primärquellen (Memoiren, Briefwechsel) und der kritischen Auseinandersetzung mit der geschichtswissenschaftlichen Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil des Werkes konkret untersucht?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Analyse der Ereignisse zwischen 1772 und 1793 sowie eine tiefgehende Charakterstudie Katharinas II., inklusive der Diskrepanz zwischen ihrem Zuspruch zur Aufklärung und ihrer realen autokratischen Politik.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie "Zweite Teilung Polens", "Katharina II.", "Maiverfassung 1791", "Aufklärung" und "Machtpolitik" charakterisieren.

Warum war die Maiverfassung von 1791 für Katharina II. problematisch?

Die Verfassung repräsentierte liberale, parlamentarische Tendenzen, die der autokratischen Machtauffassung der Zarin widersprachen und ihre Einflussnahme auf Polen als Vasallenstaat gefährdeten.

Wie wird das Verhältnis von Katharina II. zu Voltaire im Dokument bewertet?

Der Autor bewertet das Verhältnis als "Hassliebe" oder vorteilhafte Selbstdarstellung, da Katharina den Philosophen zwar offiziell verehrte, seine aufklärerischen Ideale jedoch in Russland und Polen durch strenge Zensur unterdrückte.

Welche Rolle spielte Preußen bei der zweiten Teilung laut der Untersuchung?

Preußen agierte opportunistisch, indem es sein Bündnis mit Polen ignorierte, um unter dem Vorwand der Bekämpfung des "Jakobinismus" Gebietsansprüche (wie Danzig und Thorn) durchzusetzen.

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Details

Title
Die Entwicklung zur 2. Teilung Polens unter besonderer Berücksichtigung der Sichtweise Katharinas der Großen
College
University of Hannover  (Historisches Seminar)
Course
Russland und die Teilungen Polens
Grade
1,3-1,7
Author
Kiara Kötz (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V146702
ISBN (eBook)
9783640556311
ISBN (Book)
9783640556472
Language
German
Tags
2. Teilung Polens Katharina die Große Voltaire Teilungen Polens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kiara Kötz (Author), 2009, Die Entwicklung zur 2. Teilung Polens unter besonderer Berücksichtigung der Sichtweise Katharinas der Großen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/146702
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