Gegenstand der Hausarbeit ist die Untersuchung nach Anwendungspotenzialen der Künstlichen Intelligenz (KI) im Strategischen Controlling und Management.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, nach einer grundsätzlichen Definition der wichtigsten Begriffe in diesem Zusammenhang, einen neuen Einsatzbereich der Künstlichen Intelligenz für das Strategische Controlling zu finden.
Es soll somit die Frage beantwortet werden, ob die Künstliche Intelligenz Anwendungspotenziale im strategischen Controlling und Management besitzt und wenn ja, in welchem Teilbereich diese Nutzung Potenzial hat.
Außerdem werden anschließend die Chancen und Risiken von KI im Strategischem Controlling aufgezeigt und es wird herausgearbeitet, welche Veränderung die Digitalisierung allgemein auf die Fähigkeiten des Controllers hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1. Strategisches Controlling und Management
2.2. Digitalisierung
2.3. Big Data
2.4. Künstliche Intelligenz
3. Auswahl eines Teilbereichs des Strategischen Controllings und Managements
4. Künstliche Intelligenz in der Strategischen Früherkennung
5. Kritische Auseinandersetzung
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendungspotenziale Künstlicher Intelligenz (KI) innerhalb des Strategischen Controllings und Managements, mit einem besonderen Fokus auf die Optimierung der strategischen Früherkennung durch eine automatisierte, KI-gestützte Datenauswertung.
- Grundlagen von Digitalisierung, Big Data und Künstlicher Intelligenz
- Entwicklung eines Modells für ein KI-gestütztes System der strategischen Früherkennung
- Konzeptionelle Darstellung mittels Balanced Scorecard und Szenario-Technik
- Analyse von Chancen und Risiken beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz
- Veränderung des Anforderungsprofils an Controller durch technologische Transformation
Auszug aus dem Buch
4. Künstliche Intelligenz in der Strategischen Früherkennung
Ein Strategisches Früherkennungssystem hat als grundlegende Aufgabe, bereits eingetretene oder zukünftig mögliche Risiken rechtzeitig zu identifizieren und zu analysieren, sodass das Management eingetretene Risiken in ihrer Wirkung mildern oder drohende Risiken verhindern kann. Dies können Risiken, sowohl aus dem internen Umfeld als auch aus dem externen Umfeld des Unternehmens sein.
Wie in der Abbildung zu erkennen ist, existieren grundsätzlich drei Stufen oder Generationen des Früherkennungssystems. Die erste Generation definiert auf Basis von Kennzahlen gewisse Schwellenwerte. Werden diese über- oder unterschritten, löst das Frühwarnsystem, auf Basis von Hochrechnungen, sogenannten „Soll-Wird“ Vergleiche aus.
Die zweite Generation beobachtet feste Bereiche innerhalb und außerhalb eines Unternehmens und erstellt für erkannte relevante Entwicklungen oder Beobachtungen einen Indikator mit Soll- und Toleranzgrößen. Die dritte Generation beschreibt das Konzept der „Weak Signals“, welches bedeutet, dass rasche Diskontinuitäten bzw. Strukturbrüche durch ein schwaches Signal quasi erahnt werden können.
Darüber hinaus kommt nun die Innovation und die Erschaffung der vierten Generation dazu, das KI-System. Gerade vor dem Hintergrund von kürzeren Produktlebenszyklen, einer hohen Volatilität des Marktes, Verhalten von Nachfragern, politischen Entscheidungen und einer großen Menge an verfügbaren Daten führt meiner Meinung nach kein Weg am Einsatz von einem KI-System in der Strategischen Früherkennung vorbei.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Künstliche Intelligenz Potenziale für das Strategische Controlling bietet und welche Auswirkungen dies auf die Rolle des Controllers hat.
2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem die Begriffe Strategisches Controlling, das Management, Digitalisierung, Big Data sowie Künstliche Intelligenz definiert werden.
3. Auswahl eines Teilbereichs des Strategischen Controllings und Managements: Es wird begründet, warum der Bereich der Planung und hier speziell die strategische Früherkennung als primäres Einsatzfeld für Künstliche Intelligenz gewählt wurde.
4. Künstliche Intelligenz in der Strategischen Früherkennung: Dieses Kapitel entwirft ein Modell einer vierten Generation von Früherkennungssystemen, welches KI-gestützt autonom Handlungsalternativen auf Basis von Datenanalysen generiert.
5. Kritische Auseinandersetzung: Hier werden die Chancen durch technologische Analysen gegen Risiken wie potenzielle „KI-Blindheit“ des Managements und die notwendige menschliche Akzeptanz abgewogen.
6. Zusammenfassung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt den Mehrwert eines KI-Systems für die strategische Früherkennung.
Schlüsselwörter
Künstliche Intelligenz, Strategisches Controlling, Strategische Früherkennung, Big Data, Digitalisierung, Maschinelles Lernen, Deep Learning, Neuronale Netze, Key Performance Indicators, Handlungsalternativen, Risikomanagement, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Künstliche Intelligenz (KI) in strategischen Controlling-Prozessen eingesetzt werden kann, um bessere Entscheidungen zu ermöglichen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Kerngebiete umfassen das Strategische Management, Big Data Analysen, Verfahren der KI und die methodische Verbesserung der strategischen Früherkennung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es zu ermitteln, ob KI im strategischen Controlling Anwendungspotenziale besitzt und in welchem spezifischen Teilbereich, wie der Früherkennung, diese am effektivsten genutzt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich primär um eine literaturgestützte Arbeit, die eine konzeptionelle Modellentwicklung (vierte Generation der Früherkennung) vornimmt und diese kritisch reflektiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Definition der Begriffe, der Auswahl des Anwendungsbereichs sowie der Ausarbeitung eines KI-basierten Modells zur Früherkennung, inklusive dessen Visualisierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind KI, Strategisches Controlling, Früherkennung, Maschinelles Lernen, Big Data und Digitale Transformation.
Wie unterscheidet sich die vierte KI-Generation von bisherigen Systemen?
Im Gegensatz zu früheren Generationen, die auf festen Schwellenwerten oder einfachen Indikatoren basierten, agiert das KI-System autonom, erkennt auch "schwache Signale" und formuliert eigenständig Handlungsalternativen.
Welche Rolle spielt der Digital Boardroom in der vorgestellten Lösung?
Er dient als Visualisierungsinstrument, um in Echtzeit Ergebnisse, wie eine digitale Balanced Scorecard oder Szenario-Analysen, abzubilden und dem Management sofortige Reaktionen zu ermöglichen.
Welche Risiken bei der KI-Implementierung werden identifiziert?
Der Autor warnt vor einer "KI-Blindheit", bei der Empfehlungen blind umgesetzt werden, sowie vor Akzeptanzproblemen bei den Mitarbeitern.
- Arbeit zitieren
- Andreas Scheuer (Autor:in), 2020, Potenziale der Künstlichen Intelligenz für das Strategische Controlling, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1462336