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Chinesische Kontraktarbeiter auf Kuba im 19. Jahrhundert

Titel: Chinesische Kontraktarbeiter auf Kuba im 19. Jahrhundert

Essay , 2020 , 6 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Romanistik - Französisch

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Essay erforscht die Geschichte und den Einfluss chinesischer Arbeitsmigranten, die als Teil des Systems der Kontraktarbeit, auch bekannt als Indentur, nach Kuba kamen. Dieses System wurde ins Leben gerufen, nachdem die Sklaverei im 19. Jahrhundert abgeschafft worden war, um weiterhin billige Arbeitskräfte für die Aufrechterhaltung der Plantagenwirtschaft zu sichern. Die Arbeit beginnt mit einem Überblick über die Kontraktarbeit, die ursprünglich eine Form der Vertragsknechtschaft war und sich später auf die Deportation von Menschen aus Asien und anderen Teilen der Welt in die europäischen Kolonien ausweitete.

Im Mittelpunkt steht die spezifische Situation der chinesischen Arbeitsmigranten, die in den 1860er Jahren in großer Zahl nach Kuba kamen. Diese Migration wurde durch die spanische Kolonialmacht organisiert, die nach dem Verbot des Sklavenhandels nach alternativen Quellen für Arbeitskräfte suchte. Die chinesischen Kontraktarbeiter, auch Coolies genannt, mussten vor ihrer Abreise nach Kuba einen Arbeitsvertrag unterzeichnen, der sie für acht Jahre an einen Patron bindet und ihnen einen minimalen Lohn sowie grundlegende Versorgungsleistungen zusicherte. Trotz dieser Verträge waren die Arbeits- und Lebensbedingungen der chinesischen Migranten oft schlecht und von Ausbeutung geprägt. Die Arbeit weist darauf hin, dass die chinesischen Migranten trotz des ihnen entgegengebrachten Rassismus vielfältige Beziehungen zur lokalen Bevölkerung aufbauten, an kubanischen Kriegen teilnahmen und chinesisch-kubanische Familien gründeten. Ihre Religionen und Bräuche vermischten sich mit denen der afrokubanischen Bevölkerung, was bis heute sichtbare kulturelle Verbindungen hinterlassen hat. So findet man in Havanna noch immer ein Chinatown, und es gibt Bestrebungen, die chinesische Kultur auf Kuba wiederzubeleben.

Das Essay schließt mit der Feststellung, dass die chinesischen Arbeitsmigranten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Kubas geleistet haben und ihr Erbe Teil der vielschichtigen kulturellen Identität der Insel ist. Sie regt an, weiter zu erforschen, wie die chinesische Diaspora zur Literatur- und Kulturproduktion der Karibik im 19. Jahrhundert beigetragen hat, um ein vollständigeres Bild der regionalen Geschichte und Kultur zu erhalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Indentur und Kontraktarbeit

3. Das System der Kontraktarbeit auf Mauritius

4. Chinesische Arbeitsmigration nach Kuba

4.1 Arbeitsverträge und gesetzliche Regulierungen

4.2 Soziale Integration und kultureller Einfluss

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Rolle und den Beitrag chinesischer Kontraktarbeiter auf Kuba im 19. Jahrhundert, eingebettet in den Kontext globaler Migrationsbewegungen nach der Abschaffung der Sklaverei.

  • Ursprung und Entwicklung des Systems der Kontraktarbeit (Indentured Labour)
  • Vergleichende Analyse der Arbeitsmigration auf Mauritius und Kuba
  • Bedingungen des Arbeitsalltags chinesischer Migranten auf kubanischen Plantagen
  • Gesellschaftliche Integration und kulturelle Interaktion auf Kuba
  • Bedeutung der chinesischen Diaspora für die wirtschaftliche Entwicklung Kubas

Auszug aus dem Buch

Chinesische Kontraktarbeiter auf Kuba im 19. Jahrhundert

Bevor die chinesischen Coolies die Schiffe nach Kuba betreten durften, mussten sie einen Arbeitsvertrag unterzeichnen. Dieser musste ihnen in dem angemessenen chinesischen Dialekt vorgelesen werden, sodass sie seine Bedingungen verstehen konnten und mit Unterzeichnung akzeptierten. Obwohl die Verträge teilweise voneinander abwichen, gab es gewisse Basiskonditionen, die überall gleich waren: 8 Jahre Vertragsknechtschaft, 1 Peso/Woche Lohn, Verpflegung, Unterbringung auf der Plantage, zwei Garnituren Kleidung, eine Jacke, eine Decke, drei freie Tage über Neujahr, freie Sonntage, medizinische Versorgung (vgl. Hu-Dehart, 1994: 42). Allerdings wurden immer wieder neue, zum Teil widersprüchliche gesetzliche Regulierungen vorgenommen, die die Verträge änderten.

So zwang eine Vorschrift aus dem Jahr 1860 die chinesischen Arbeitsmigranten nach Beendigung der Vertragsarbeit zu einer verpflichtenden Vertragsverlängerung um weitere 8 Jahre oder zur sofortigen Abreise auf eigene Kosten, was sich viele nicht leisten konnten (vgl. Hu-Dehart, 1994: 43). Eine andere Vorschrift von 1854 sprach dem Coolie als freiem Mann zwar Rechtspersönlichkeit zu, gleichzeitig wurde er jedoch als Besitztum des Patronos definiert, dessen Rechte und Bedürfnisse Priorität hatten (vgl. Hu-Dehart, 1994: 44). Schlussendlich war der Vertrag nur ein Stück Papier und es gibt genügend Beweise dafür, dass die Gesetze zum Schutz der chinesischen Arbeiter oft genug nicht eingehalten wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Arbeit ausgehend von kulturtheoretischen Konzepten wie der Coolitude und stellt die Forschungsfrage nach dem Beitrag chinesischer Migranten zur karibischen Literatur und Gesellschaft.

2. Definition der Indentur und Kontraktarbeit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Kontraktarbeit als Form der Vertragsknechtschaft und beschreibt deren Rolle als Nachfolgesystem der Sklaverei in den europäischen Kolonien.

3. Das System der Kontraktarbeit auf Mauritius: Hier wird das Mauritius-Experiment als Vorbild für den Einsatz indischer und chinesischer Arbeiter im kolonialen Plantagenwesen sowie die globale Ausbreitung des Systems analysiert.

4. Chinesische Arbeitsmigration nach Kuba: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen Rahmenbedingungen der Migration nach Kuba, die massiven Arbeiterzahlen und die prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen auf den Plantagen.

4.1 Arbeitsverträge und gesetzliche Regulierungen: Der Abschnitt detailliert die vertraglichen Basiskonditionen und die widersprüchlichen juristischen Vorschriften, denen die chinesischen Arbeiter unterworfen waren.

4.2 Soziale Integration und kultureller Einfluss: Hier werden die zwischenethnischen Beziehungen, die Teilnahme chinesischer Migranten an kubanischen Kriegen und die langfristige kulturelle Prägung Kubas durch die chinesische Diaspora untersucht.

5. Fazit: Das Fazit fasst den wirtschaftlichen Beitrag sowie den bleibenden kulturellen Einfluss der chinesischen Migration zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer literaturwissenschaftlicher Analysen.

Schlüsselwörter

Kontraktarbeit, China, Kuba, Indentured Labour, Migrationsgeschichte, Plantagenwirtschaft, Coolies, soziale Integration, 19. Jahrhundert, Coolitude, Diasporakultur, Siedlungsgeschichte, Arbeitsrecht, karibische Literatur, Arbeitsmigration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der chinesischen Arbeitsmigration nach Kuba im 19. Jahrhundert im Kontext des globalen Systems der Kontraktarbeit (Indentured Labour).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Notwendigkeit von Arbeitskräften nach der Abschaffung der Sklaverei, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Arbeitsverträge sowie die soziale und kulturelle Integration der chinesischen Zuwanderer in die kubanische Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Beitrag chinesischer Kontraktarbeiter zur kubanischen Wirtschaft und deren kulturelle Spuren in der karibischen Identität aufzuzeigen und dabei die Bedingungen der Migration kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und kulturwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur zu Migrationsbewegungen und kolonialen Arbeitsstrukturen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Vergleich mit dem System auf Mauritius, die spezifische Situation auf Kuba, die rechtliche Ausgestaltung der Arbeitsverträge sowie die soziokulturellen Auswirkungen der chinesischen Präsenz analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Kontraktarbeit, Indentured Labour, Migration, Kuba, China, Plantagenwirtschaft und kultureller Transfer.

Warum wird das "Mauritius-Experiment" als Vergleich herangezogen?

Mauritius diente als frühe Modellregion für den Einsatz von Kontraktarbeitern, deren Erfahrungen und Strukturen maßgeblich die spätere Umsetzung ähnlicher Systeme in anderen globalen Kolonien beeinflussten.

Wie war die rechtliche Situation der chinesischen Arbeiter auf Kuba effektiv gestaltet?

Trotz formaler Verträge, die Mindeststandards wie Lohn und Verpflegung versprachen, wurden Arbeiter faktisch oft wie Eigentum ihrer Dienstherren (Patronos) behandelt, wobei Schutzgesetze in der Praxis häufig nicht durchgesetzt wurden.

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Chinesische Kontraktarbeiter auf Kuba im 19. Jahrhundert
Hochschule
Universität zu Köln  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Literaturen der frankophonen und hispanophonen Karibik seit 1804
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
6
Katalognummer
V1459232
ISBN (eBook)
9783389003534
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kontraktarbeit Karibik Imperialismus Kolonialherrschaft Kolonie Literaturwissenschaft Francophonie Indentur Sklaverei Coolitude Kuba
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Chinesische Kontraktarbeiter auf Kuba im 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1459232
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  6  Seiten
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