Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Finanzierung eines Modellquartiers in Halle-Neustadt, einschließlich Wohnblocksanierung und Kaufhallengebrauchsumwandlung in ein Gesundheitszentrum, mit Fokus auf Darlehensarten, Förderprogramme und Wirtschaftlichkeitsberechnung. Im Rahmen eines Projektes wird ein Modellquartier in Halle-Neustadt entstehen, bestehend aus einem noch unsanierten Wohnblock und einem Gesundheitszentrum, welches aus einer leerstehenden Kaufhalle entwickelt wird. Da jede Investitionsentscheidung mit der Klärung der Finanzierung einhergeht, bildet jene den Kernpunkt der Arbeit. Ziel ist es, die Finanzierungsmöglichkeiten der Oldenburger Straße 1-11 in Halle-Neustadt, unter Berücksichtigung der Kreditgewährungsvoraussetzungen, aufzuzeigen. Dabei wird zunächst das zu finanzierende Objekt und dessen Lage vorgestellt. Anschließend folgt die Aufführung der infrage kommenden Darlehensarten sowie Besonderheiten der Immobilienfinanzierung und die letztliche Wahl für das Investitionsobjekt. Des Weiteren werden die einzureichenden Unterlagen zur Bonitätsprüfung während des Kreditgewährungsprozesses und deren Funktion beschrieben. Anschließend werden zwei Förderprogramme im Sinne der Barrierereduzierung vorgestellt. In diesem Zuge erfolgt die Begründung für die Wahl des Förderprogramms und dessen Auswirkung auf die zu tragenden Kosten. Letztlich erfolgt die Auswertung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung sowie ein abschließendes Fazit aus den gezogenen Ergebnissen der Bearbeitung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Vorstellung des zu finanzierenden Objektes
3. Darlehensarten
3.1. Ratendarlehen
3.2. Annuitätendarlehen
3.3. Endfälliges Darlehen
4. Immobilienfinanzierung
4.1. Besonderheiten
4.2. Wahl des Darlehens
5. Bonitätsprüfung zur Kreditgewährung
5.1. Personenbezogene Bonitätsprüfung
5.2. Objektbezogene Bonitätsprüfung
6. Modernisierung im Sinne der Barrierereduzierung
6.1. Alternative Fördermittel
6.2. Kostenumlegung
7. Wirtschaftlichkeitsberechnung
7.1. Betriebswirtschaftliche Grundlage der Berechnung
7.2. Berechnung am Beispiel der Oldenburger Straße
8. Kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Finanzierungsmöglichkeiten für eine Immobilienmodernisierung im Rahmen des Projektes "Zusammenleben 4.0" in Halle-Neustadt. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen an die Kreditgewährung und der Einbindung von Fördermitteln eine wirtschaftliche Finanzierungsstrategie für den Wohnungsbestand der HaNeuer zu erarbeiten.
- Analyse von Darlehensformen für Immobilieninvestitionen
- Untersuchung der Anforderungen und Prozesse bei der Bonitätsprüfung
- Evaluation von Förderprogrammen zur Barrierereduzierung
- Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung für das Modellprojekt
Auszug aus dem Buch
3.1. Ratendarlehen
Eine Möglichkeit der Kreditabzahlung für mittel- bis langfristige Darlehen erfolgt in Form eines Ratendarlehens, auch Tilgungs- oder Abzahlungsdarlehen genannt. Bei einem Ratendarlehen wird während der gesamten vertraglich vereinbarten Laufzeit eine gleichbleibende Rate getilgt. Die Zinsrate nimmt während der Laufzeit ab, da diese auf die Restschuld gezahlt wird, welche sich bei jeder erbrachten Tilgungsleistung verringert. Dies impliziert eine sinkende Gesamtbelastung während der Laufzeit. Außerhalb der Immobilienfinanzierung ist das Ratendarlehen die häufigste gewählte Darlehensform der Fremdfinanzierung.
Die wesentlichen Vorteile liegen somit in der schnell sinkenden Restschuld durch den höher werdenden Tilgungsanteil während der Laufzeit und der monatlich abnehmenden Rate. Zu berücksichtigen ist, dass die Vorteile in Verbindung mit der anfänglich hohen Zinsbelastung und der erschwerten Planbarkeit der Finanzierung, aufgrund der schwankenden Ratenhöhe, stehen. Immobilieninvestitionen werden über ein Ratendarlehen in der Regel dann finanziert, wenn verkürzte Laufzeiten angestrebt werden, unter der Voraussetzung, dass der Immobilienerwerber oder das Immobilienunternehmen entsprechend liquide ist. Demnach kann ein Ratendarlehen auch für eine Baufinanzierung geeignet sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel und das daraus resultierende Bedürfnis nach altersgerechtem Wohnraum als Initialzündung für das Projekt "Zusammenleben 4.0".
2. Vorstellung des zu finanzierenden Objektes: Dieses Kapitel beschreibt das Investitionsobjekt in Halle-Neustadt anhand von Standortfaktoren sowie der Objektbeschaffenheit im Kontext der Mikrolage.
3. Darlehensarten: Es erfolgt eine theoretische Einordnung und Erläuterung der verschiedenen Darlehensformen wie Raten-, Annuitäten- und endfällige Darlehen.
4. Immobilienfinanzierung: Hier werden die Besonderheiten der Immobilienfinanzierung, wie Fristenkongruenz und Besicherungsmöglichkeiten, sowie die spezifische Darlehenswahl für das Objekt dargelegt.
5. Bonitätsprüfung zur Kreditgewährung: Das Kapitel behandelt die notwendigen Voraussetzungen und Unterlagen für eine erfolgreiche Kreditbeantragung, unterteilt in personen- und objektbezogene Kriterien.
6. Modernisierung im Sinne der Barrierereduzierung: Vorstellung und Vergleich verschiedener Förderprogramme sowie eine Analyse der Möglichkeiten zur Kostenumlegung auf die Mieter.
7. Wirtschaftlichkeitsberechnung: Anwendung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen auf das konkrete Beispiel der Oldenburger Straße zur Prüfung der Tragfähigkeit des Investitionsvorhabens.
8. Kritische Würdigung: Abschließende Reflektion über die Diskrepanz zwischen theoretischen Modellen und der praktischen Umsetzung bei der Immobilienfinanzierung.
Schlüsselwörter
Immobilienfinanzierung, HaNeuer, Halle-Neustadt, Darlehensarten, Annuitätendarlehen, Bonitätsprüfung, Barrierereduzierung, Förderprogramme, Wirtschaftlichkeitsberechnung, Investition, demografischer Wandel, Immobilienwirtschaft, Modernisierung, Kreditgewährung, Rendite.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Finanzierung einer Immobilienmodernisierung der Halle-Neustädter Wohnungsgenossenschaft (HaNeuer) zur Schaffung altersgerechten Wohnraums in Halle-Neustadt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Auswahl optimaler Darlehensformen, die Anforderungen an die Bonitätsprüfung durch Finanzinstitute sowie die Nutzung staatlicher Förderprogramme zur Barrierereduzierung.
Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?
Ziel ist es, für den unsanierten Wohnblock in der Oldenburger Straße 1-11 eine tragfähige Finanzierungsstrategie zu entwickeln, um langfristig bezahlbaren und altersgerechten Wohnraum zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit folgt einer deduktiven Methodik, wobei theoretische Grundlagen der Finanzwirtschaft auf ein konkretes Praxisbeispiel angewendet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Objektes, eine Erläuterung der Finanzierungsarten, die Prüfung der Kreditwürdigkeit, die Analyse von Fördermöglichkeiten und die Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Durch welche Schlagworte lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Immobilienfinanzierung, Barrierereduzierung, Bonitätsprüfung und Wirtschaftlichkeit einordnen.
Warum wurde für dieses Projekt explizit ein Annuitätendarlehen gewählt?
Die Wahl fiel auf das Annuitätendarlehen, da es eine langfristige Planbarkeit der Finanzierung bietet und für ein Endinvestor-Modell wie bei der HaNeuer besser geeignet ist als kurzfristig angelegte Darlehensformen.
Warum spielt die Investitionsbank Sachsen-Anhalt in der Finanzierung eine Rolle?
Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt bietet spezielle Förderprogramme in Form von Investitionszuschüssen an, die den Anbau von Aufzügen unterstützen und somit das Projekt wirtschaftlich attraktiver gestalten als alternative KfW-Kredite.
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- Anonym (Author), 2018, Finanzierung eines Modellquartiers. Darlehen, Förderung und Wirtschaftlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1455399