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Das Verhältnis zwischen Führungspersonen und Geführten aus spieltheoretischer Sicht

Besitzt die Führungsperson wirklich mehr Macht?

Titel: Das Verhältnis zwischen Führungspersonen und Geführten aus spieltheoretischer Sicht

Seminararbeit , 2009 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Adem Özcan (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegenstand dieser schriftlichen Ausarbeitung soll eine genauere Betrachtung des Verhältnisses zwischen Führungspersonen und den Geführten sein. Nachgegangen werden soll der Frage, ob es wirklich berechtigt ist, davon auszugehen, dass Führungskräfte auf Grund ihrer Position und den formalen Strukturen der Organisation mehr Handlungsspielräume bzw. mehr Macht als die restlichen Organisationsmitglieder besitzen. Diese Analyse soll mit Hilfe der Spieltheorie von Crozier und Friedberg geschehen. Die Spieltheorie repräsentiert eine bestimmte Richtung der Organisationssoziologie, die Organi-sationen mehr als soziale Systeme betrachtet. Diese Ausrichtung der Organisationssoziologie verfolgte das Ziel, Interaktionen innerhalb eines Unternehmens zu untersuchen. Vertreter dieser Theorieausrichtung besaßen auch ein anderes Menschenbild. Der Mensch wurde nicht mehr als rationales Wesen gesehen, sondern eher als ein Individuum, welches eigene Interessen besitzt, die nicht immer rational verfolgt werden. Dies versuchen Mikropolitiker wie Crozier und Friedberg näher zu veranschaulichen. Um ihre Spieltheorie detailliert darstellen zu können, soll im ersten Schritt der Analyse betrachtet werden, wie andere Führungstheorien diverser Disziplinen das Verhältnis zwischen Führungskräften und Geführten sehen. Anschließend wird die Spieltheorie detailliert vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 VORBEMERKUNGEN

2 DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN FÜHRENDEN UND GEFÜHRTEN IN AUSGEWÄHLTEN DISZIPLINEN

3 CROZIERS UND FRIEDBERGS SPIELTHEORIE

3.1 EINORDNUNG IN DIE MIKROPOLITIK

3.2 MACHT ALS KONTROLLE VON UNGEWISSHEITEN

3.3 KOLLEKTIVES HANDELN BEI INDIVIDUELL AGIERENDEN AKTEUREN

3.4 SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DEN FÜHRUNGSBEGRIFF

3.5 KRITISCHE BETRACHTUNG AUF DIE SPIELTHEORIE

4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Machtverhältnis zwischen Führungspersonen und Geführten in Organisationen kritisch. Ziel ist es, die gängige Annahme zu hinterfragen, dass Führungskräfte aufgrund ihrer formalen Position automatisch über mehr Macht und Handlungsspielräume verfügen, indem die Perspektive der Spieltheorie nach Crozier und Friedberg herangezogen wird.

  • Vergleich unterschiedlicher Führungsdefinitionen in diversen wissenschaftlichen Disziplinen
  • Analyse der Spieltheorie von Crozier und Friedberg als mikropolitischer Ansatz
  • Untersuchung von Macht als Kontrolle von Ungewissheitszonen
  • Erklärung des kollektiven Handelns bei individuell agierenden Akteuren
  • Kritische Reflexion der Spieltheorie hinsichtlich ihrer empirischen Fundierung

Auszug aus dem Buch

3.2 Macht als Kontrolle von Ungewissheiten

Als Organisationen bezeichnet die Soziologie soziale Zweckgebilde. Diese Form von Kooperationen werden vorwiegend zur Erreichung eines bestimmten Zieles gebildet. Ein weiteres Merkmal besteht darin, dass Organisationen eine formale Regelungen besitzen, damit durch sie garantiert wird, dass alle Organisationsmitglieder bezogen auf das Ziel des Unternehmens handeln. In diesen Regelungen wird festgelegt, welche Abteilung zum Beispiel welche Aufgaben übernimmt und welches Organisationsmitglied eine Entscheidung in wichtigen Angelegenheiten treffen darf. Im vorherigen Teil haben wir solche Steuerungsmaßnahmen ganz besonders bei Taylors Methode der wissenschaftlichen Betriebsführung kennen gelernt.

Genau hier setzen Crozier und Friedberg an. Sie stellen in ihren Ausführungen die These auf, dass trotz formaler Strukturen und Regelungen es keine Situationen gibt, die völlig unter diesen Regelwerken stehen. Es bestehen immer noch Freiräume bzw. Spielräume, die beide Soziologen auch als Ungewissheitszonen bezeichnen. Diesen Aspekt haben mittlerweile andere Soziologen vertieft. Abraham und Müschges würden hier sagen, dass durch die Varianz und Ambivalenz von Organisationsrollen, Spielräume sich für die Mitglieder ergeben. Als Ambivalenz bezeichnen beide Forscher das Problem, wenn verschiedene Rollenerwartungen sich widersprechen. Als Beispiel führen beide den Arzt im Krankenhaus ein, der einerseits dafür sorgen muss, dass der Patient sehr schnell geheilt wird, andererseits auch an das wirtschaftlichen Nutzen fürs Krankenhaus durch den Patienten denken muss. Durch diesen Widerspruch ergeben sich für den Akteur ein gewisser Interpretationsspielraum, den er zu seinen Gunsten einsetzen kann. Crozier und Friedberg würden in diesem Beispiel von Ungewissheitszonen sprechen. Diese Ungewissheitszonen stellen nun eine wichtige Ressource für die Akteure dar, weil diese dazu genutzt werden können, um ihren Handlungsspielraum zu vergrößern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 VORBEMERKUNGEN: Diese Einleitung erläutert die Bedeutung von Organisationen und identifiziert die Forschungsfrage nach der tatsächlichen Machtverteilung zwischen Führung und Geführten.

2 DAS VERHÄLTNIS ZWISCHEN FÜHRENDEN UND GEFÜHRTEN IN AUSGEWÄHLTEN DISZIPLINEN: Hier wird aufgezeigt, dass etablierte Theorien der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Führung oft einseitig aus Sicht der Führungskraft betrachten.

3 CROZIERS UND FRIEDBERGS SPIELTHEORIE: Dieses Kapitel stellt das theoretische Hauptwerkzeug vor, das Organisationen als soziale Systeme begreift, in denen individuelle Akteure über Macht und Strategien verhandeln.

3.1 EINORDNUNG IN DIE MIKROPOLITIK: Die Spieltheorie wird hier als mikropolitischer Ansatz definiert, der die Durchsetzung von Einzelinteressen in Organisationen fokussiert.

3.2 MACHT ALS KONTROLLE VON UNGEWISSHEITEN: Zentral für die Theorie ist die Erkenntnis, dass Akteure durch die Kontrolle von Ungewissheitszonen ihre Handlungsspielräume aktiv erweitern können.

3.3 KOLLEKTIVES HANDELN BEI INDIVIDUELL AGIERENDEN AKTEUREN: Es wird erklärt, wie kollektives Handeln trotz individueller Interessenkonflikte möglich bleibt, da Akteure den Fortbestand der Organisation als Basis für ihr eigenes Spiel benötigen.

3.4 SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DEN FÜHRUNGSBEGRIFF: Der traditionelle Führungsbegriff wird relativiert, da auch Führungskräfte in ihrer Handlungsfreiheit durch Strukturen und den Druck der Umwelt eingeschränkt sind.

3.5 KRITISCHE BETRACHTUNG AUF DIE SPIELTHEORIE: Diese kritische Auseinandersetzung weist auf Defizite hin, insbesondere das Fehlen empirischer Belege und praktischer Anwendungsbeispiele im Werk.

4 SCHLUSSBETRACHTUNGEN: Zusammenfassend wird bestätigt, dass der Machtbegriff durch die Spieltheorie realistischer und wechselseitiger gefasst werden muss.

Schlüsselwörter

Organisation, Führung, Macht, Spieltheorie, Crozier und Friedberg, Mikropolitik, Ungewissheitszonen, Handlungsspielraum, Organisationstheorie, soziale Systeme, Führungsperson, Geführte, Machtpotential, kollektives Handeln, Strategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch die Machtverhältnisse zwischen Führungskräften und Geführten in Organisationen und hinterfragt, ob Führungspersonen tatsächlich über die ihnen oft zugeschriebene Vormachtstellung verfügen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Organisationssoziologie, verschiedene Führungstheorien sowie die spieltheoretische Konzeption von Crozier und Friedberg, inklusive der Konzepte von Macht und Mikropolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob es berechtigt ist, Führungskräften aufgrund ihrer Position mehr Handlungsspielraum und Macht zuzusprechen als den restlichen Organisationsmitgliedern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der gängige Organisationstheorien vorgestellt und anschließend anhand der Spieltheorie von Crozier und Friedberg kritisch hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung konventioneller Führungstheorien, die detaillierte Einführung in die Spieltheorie (inklusive der Konzepte der Mikropolitik, Ungewissheitszonen und des kollektiven Handelns) sowie eine kritische Betrachtung dieser Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Organisation, Macht, Spieltheorie, Mikropolitik, Ungewissheitszonen, Handlungsspielraum und Führung.

Warum betrachten Crozier und Friedberg Organisationen als soziale Systeme?

Sie betrachten Organisationen so, weil sie Individuen nicht mehr als rein rationale Wesen, sondern als Akteure mit eigenen Interessen sehen, deren Interaktionen innerhalb von "Spielen" erst die Organisation formen.

Wie wird das Nokia-Beispiel im Text verwendet?

Das Beispiel des Firmenumzugs von Nokia dient zur Veranschaulichung, dass auch Führungskräfte durch den Druck der Umwelt in ihren Entscheidungen eingeschränkt sind und ihre Handlungsspielräume nicht absolut sind.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Verhältnis zwischen Führungspersonen und Geführten aus spieltheoretischer Sicht
Untertitel
Besitzt die Führungsperson wirklich mehr Macht?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Fakultät für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Theorien und Methoden der Arbeits- und Organisationsforschung
Note
1,7
Autor
Adem Özcan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
24
Katalognummer
V145448
ISBN (eBook)
9783640558278
ISBN (Buch)
9783640558964
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Organisationsforschung Mikrosoziologie Spieltheorie Sozialpsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Adem Özcan (Autor:in), 2009, Das Verhältnis zwischen Führungspersonen und Geführten aus spieltheoretischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/145448
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Leseprobe aus  24  Seiten
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