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Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin

Titel: Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin

Seminararbeit , 2009 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Jan Erchinger (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Olympischen Spiele 1936 werden für das nationalsozialistische Deutschland von geradezu ungeheurer Bedeutung sein! Diese Behauptung wird jedem sofort einleuchten, der nur einen Augenblick darüber nachdenkt, daß durch die Olympiade 1936 unser Vaterland wochenlang in den Mittelpunkt des Weltgeschehens gerückt wird. Mit diesen Spielen ist uns ein unschätzbares Propagandamittel in die Hand gegeben worden.“ Die Vergabe der XI. Olympischen Spiele erfolgte noch an das Berlin der Weimarer Republik, aber mit der Machtergreifung Hitlers im Januar 1933 änderte sich die politische Situation grundlegend und so eröffnete der Diktator Adolf Hitler seine Spiele von Berlin.

Hitler nutzte die Spiele, um zum einen der Weltöffentlichkeit ein strahlendes Deutschland zu präsentieren, welches als Kulturnation den Weg aus der Isolation beschreiten wollte. Auf der anderen Seite waren die Olympischen Spiele das richtige Instrument, um das eigene Volk hinter den Führer zu stellen und für die Politik der Nationalsozialisten zu begeistern. Um das umzusetzen wurden umfangreiche Propagandamaßnahmen vor und während der Spiele durchgeführt. Der dabei betriebene Aufwand war so groß, dass die Spiele von Berlin nicht nur in sportlicher Hinsicht als „Spiele der Rekorde“ in die Geschichtsbücher eingingen. Der Großteil der deutschen Geschichtsforschung zu den Spielen von Berlin stammt aus den frühen 1970er Jahren anlässlich der Olympischen Spiele von München 1972. Hierbei ist die stark quellenbezogene Arbeit von Arnd Krüger „Die Olympischen Spiele von 1936 und die Weltmeinung“ herauszuheben. Aus dem englischsprachigen Raum sind vor allem die Werke von Richard D. Mandell „The Nazi Olympics“ und Duff Hart-Davis „Hitler’s Games“ bekannt.

Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung der Struktur und der Absichten der nationalsozialistischen Propaganda, sowie die Erläuterung der Propagandamaßnahmen im In- und Ausland sowohl vor als auch während der Spiele von Berlin. Abschließend folgt eine Einschätzung zu der Wirkung der Propaganda, wobei das auf Grund fehlender statistischer Informationen nur begrenzt möglich ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strukturen der politisch instrumentalisierten Propaganda im Dritten Reich

3. Maßnahmen im Vorfeld der XI. Olympischen Spiele von Berlin

3.1. Entscheidung für die Spiele in Berlin

3.2. Ziele der nationalsozialistischen Propaganda

3.3. Propaganda im Vorfeld der Spiele

4. Die Spiele als Höhepunkt der Propaganda

5. Auswertung der Spiele

6. Schluss

7. Bibliographie

7.1. Quellenverzeichnis

7.2. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Strategien und Ziele der nationalsozialistischen Propaganda im Kontext der Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das NS-Regime das Sportereignis instrumentalisierte, um international eine Fassade von Friedfertigkeit aufzubauen, während im Inneren die ideologische Mobilisierung und kriegsvorbereitende Maßnahmen vorangetrieben wurden.

  • Strukturen des nationalsozialistischen Propagandaapparates
  • Die Olympischen Spiele als Instrument der Außenpolitik
  • Maßnahmen zur Beeinflussung der Weltöffentlichkeit und Presse
  • Symbolik, Architektur und Rahmenprogramm als Propagandawerkzeuge

Auszug aus dem Buch

3.3. Propaganda im Vorfeld der Spiele

Bereits im März 1933 erkannte Goebbels die Propagandawirkung der Spiele von Berlin, signalisierte Lewald und Diem seinen Zuspruch und versprach ihnen einen besonderen Ausschuss, welcher sich mit der Werbung für die Olympischen Spiele bereits ab dem Sommer 1933 beschäftigen sollte. Zu diesem Zeitpunkt war vom Reichsministerium des Innern für die Spiele ein Etat von 4,5 Mio. Reichsmark vorgesehen.

Das Nationale Olympische Komitee begann zunächst mit Plänen für eine Stadionerweiterung des schon vorhandenen Deutschen Stadions, dass für die Spiele von 1916 geplant und gebaut worden war. Allerdings besichtigte Hitler am 5. Oktober 1933 das Gelände und erklärte den Stadionbau zur Reichsaufgabe, wodurch der Etat für Bauten auf 20 Mio. Reichsmark erhöht wurde. Damit war ein fast kompletter Neubau des Geländes möglich geworden. Das alte Stadion wurde nahezu abgerissen und das Reichssportfeld wurde mit dem neuen Olympiastadion realisiert. Hitler verkündete in der Presse, es sei ihm eine besondere Freude, dass mit den Baumaßnahmen viele Tausende von Arbeitstagswerken geschaffen würden. Damit konnte ein weiteres Ziel Hitlers durchgesetzt werden.

Das RMVP startete 1934 eine groß angelegte Werbeaktion, es wurden Plakate und Briefmarken entworfen, Broschüren gedruckt, Vorträge und Empfänge organisiert. So reisten zum Beispiel der Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten und der Vorsitzende des Olympischen Komitees Carl Diem nach Stockholm, Oslo, Kopenhagen, Athen, Belgrad, Zagreb, Paris und London und warben dort für die Berliner Olympiade.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Olympischen Spiele 1936 für das NS-Regime und definiert das Ziel der Arbeit, die Propagandastrukturen und -maßnahmen dieser Zeit zu untersuchen.

2. Strukturen der politisch instrumentalisierten Propaganda im Dritten Reich: Dieses Kapitel beschreibt die Gründung des Propagandaministeriums und die Gleichschaltung der Medien und Kulturschaffenden als Grundlage für die Einflussnahme des Regimes.

3. Maßnahmen im Vorfeld der XI. Olympischen Spiele von Berlin: Hier werden die Vergabeentscheidung, die strategischen Ziele der Propaganda sowie die spezifischen Werbekampagnen im In- und Ausland detailliert dargestellt.

4. Die Spiele als Höhepunkt der Propaganda: Das Kapitel analysiert die Inszenierung während der Spiele, inklusive der Rolle von Symbolen, der Architektur des Reichssportfeldes und des Rahmenprogramms zur Täuschung der internationalen Öffentlichkeit.

5. Auswertung der Spiele: Die Auswertung betrachtet den sportlichen Erfolg Deutschlands, das Echo in der internationalen Presse und das wirtschaftliche Resümee der Veranstaltung.

6. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, wie das Regime das Völkerverständigungs-Ideal für ideologische Zwecke umkehrte und reflektiert die Gefahren der Instrumentalisierung des Sports.

7. Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendeten Quellen und literarischen Werke auf.

Schlüsselwörter

Olympische Spiele 1936, Nationalsozialismus, Propaganda, Joseph Goebbels, Berlin, NS-Regime, Außenpolitik, Sportinstrumentalisierung, Reichspropagandaministerium, Antisemitismus, Internationale Presse, Friedenspropaganda, Massenveranstaltung, Politische Inszenierung, Weltmeinung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das nationalsozialistische Deutschland die Olympischen Spiele 1936 in Berlin als Propagandainstrument nutzte, um das Ansehen des NS-Staates im Ausland zu verbessern und die eigene Bevölkerung zu mobilisieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Struktur des Propagandaapparates unter Goebbels, die gezielte Beeinflussung der Weltöffentlichkeit und der Presse sowie die Instrumentalisierung von Architektur, Sport und Symbolik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Darstellung der Struktur und Absichten der NS-Propaganda im Zusammenhang mit den Berliner Spielen, um zu verstehen, wie das Regime kriegsvorbereitende Ziele hinter der Fassade friedlicher Spiele verbergen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenorientierten historischen Analyse, unter Einbeziehung zeitgenössischer Dokumente, Berichte und der einschlägigen Geschichtsforschung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Propagandastrukturen, die detaillierten Maßnahmen im Vorfeld (inkl. Bauprojekte und Auslandsmarketing) sowie die Auswertung der Wirkung der Spiele während ihrer Austragung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Propaganda, Olympiade 1936, Berlin, Sportinstrumentalisierung und Weltmeinung.

Warum war der Fackellauf aus Sicht des Regimes so bedeutsam?

Der Fackellauf diente dazu, eine Verbindung zwischen den antiken Hochkulturen und dem "Dritten Reich" zu konstruieren, um das NS-Regime als legitime kulturelle Fortführung darzustellen.

Welche Rolle spielte der Besuch Hitlers im Olympiastadion?

Hitlers Anwesenheit sollte die Einheit von Volk, Reich und Führer symbolisieren und den internationalen Beobachtern suggerieren, der Diktator habe keine kriegerischen Absichten, während er sich tatsächlich über den Spanischen Bürgerkrieg auf dem Laufenden hielt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,7
Autor
Jan Erchinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
18
Katalognummer
V145119
ISBN (Buch)
9783640546039
ISBN (eBook)
9783640546633
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beispiel Propaganda Olympischen Spiele Berlin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jan Erchinger (Autor:in), 2009, Nationalsozialistische Propaganda bei den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/145119
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Leseprobe aus  18  Seiten
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