Die Arbeit befasst sich mit dem Werk "Magere Kompanie" von Frans Hals und Pieter Codde.
Hierzu folgt zunächst ein Forschungsbericht, welcher eine Auswahl der wichtigsten Autoren und deren Positionen aufzeigt. Danach wird sich ausführlich dem Werk an sich gewidmet, indem es beschrieben und die wichtigsten Analysen zusammengefasst werden. Im darauffolgenden Kapitel soll zunächst Frans Hals und dessen Wirken vorgestellt werden, welches zur Entstehung des Schützenstücks führte, bevor der zweite Künstler, Pieter Codde zur Sprache kommt. Das siebte Kapitel versucht im Anschluss, die verworrene Zuschreibung darzustellen.
"[…] Ich weiß nicht, ob ihr euch erinnert, daß links von der Nachtwache, als Pendant der Staalmeesters, ein Gemälde von Frans Hals und P. Codde hängt […] mit zwanzig Offizieren in ganzer Figur… […] die Gesichter – ungefähr zwanzig an der Zahl, funkelnd vor Leben und Temperament, und eine Technik! […]" So beschreibt Vincent van Gogh 1885 seinem Bruder Theo die sogenannte Magere Kompanie, die Schützenkompanie des Kapitän Reynier reael und Leutnant Cornelis Michielsz Blaeuw. Es ist nicht, so van Gogh richtig, das alleinige Werk des Frans Hals, dem großen Porträtkünstler Haarlems im 17. Jahrhundert, sondern auch das des weniger bekannten Malers Pieter Codde. Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit dieser verworrenen Zuschreibung, in dem sie den aktuellen Forschungsstand und die wichtigsten Erkenntnisse zu diesem Gemälde zusammenfassen möchte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Forschungsbericht
3. Das Werk „Die Schützenkompanie des Kapitän Reynier Reael und Leutnant Cornelis Michielsz. Blaeuw“
3.1 Werkbeschreibung
3.2 Inhalt des Werkes
4. Der Künstler Frans Hals
5. Der Entstehungsgeschichte
6. Der Künstler Pieter Codde
7. Die Zuschreibung
8. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe und oft widersprüchliche Zuschreibung des Gemäldes „Magere Kompanie“, welches von Frans Hals begonnen und von Pieter Codde vollendet wurde, um den aktuellen Forschungsstand zu analysieren und die Anteile der beiden Künstler am Werk detailliert zu beleuchten.
- Historischer Forschungsstand zur Zuschreibung des Werkes
- Detaillierte Werkbeschreibung und kunsthistorische Einordnung
- Analyse der Zusammenarbeit und Rollenverteilung zwischen Frans Hals und Pieter Codde
- Untersuchung der Entstehungsgeschichte anhand zeitgenössischer Korrespondenz
- Bedeutung für die Gattung des niederländischen Gruppenporträts im 17. Jahrhundert
Auszug aus dem Buch
3.1 Werkbeschreibung
Zunächst soll nun das Werk ausführlich beschrieben werden wobei die abgebildeten Personen, sofern sie namentlich bekannt sind, auch schon mit diesem benannt werden. Ganz allgemein handelt es sich hier um ein querformatiges Gemälde mit den Maßen von 209 cm Höhe und 429 cm Breite und wurde in der Technik Öl auf Leinwand angefertigt. Es sind 16 Männer zu sehen, 14 davon aufrecht stehend und zwei sitzend. Der Hintergrund ist ein graubraunes Mauerwerk, wobei der für den Betrachter aus linke Teil definierter herausgearbeitet wurde und die Fläche dort mit Fugen definiert wurde. Ein Lichtstrahl fällt hinter diesem Gemäuer an die Wand des rechten Bildteils und schafft so Räumlichkeit. Am rechten Bildrand wird der Hintergrund von einem simplen Pilaster begrenzt. Der Boden, auf dem die Männer stehen ist von den gleichen Schlichten Grautönen wie die Wand und geht auch formlos auf diese über, es ist anzunehmen, dass das Setting keine Aufmerksamkeit von den Personen nehmen soll (s. Abb. 1).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des Gemäldes „Magere Kompanie“ und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Forschungsbericht: Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk von 1653 bis in die Gegenwart.
3. Das Werk „Die Schützenkompanie des Kapitän Reynier Reael und Leutnant Cornelis Michielsz. Blaeuw“: Detaillierte visuelle Analyse des Gemäldes und Einordnung in das Genre der Schützenstücke.
3.1 Werkbeschreibung: Ausführliche Beschreibung der dargestellten Figuren und des Bildaufbaus.
3.2 Inhalt des Werkes: Analyse der Funktion und der kunsthistorischen Bedeutung des niederländischen Gruppenporträts.
4. Der Künstler Frans Hals: Vorstellung von Frans Hals, seinem Stil und seiner Rolle als Porträtmaler im 17. Jahrhundert.
5. Der Entstehungsgeschichte: Rekonstruktion der Auftragsvergabe und der komplizierten Fertigstellung des Werkes durch den Briefverkehr.
6. Der Künstler Pieter Codde: Biografischer Abriss über Pieter Codde und seine Anbindung an das Projekt.
7. Die Zuschreibung: Kritische Untersuchung der künstlerischen Anteile und der Zusammenarbeit zwischen Hals und Codde.
8. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Kooperation und Antwort auf die Frage nach der Zuschreibung des Werkes.
Schlüsselwörter
Magere Kompanie, Frans Hals, Pieter Codde, Schützenstück, Gruppenporträt, Kunstgeschichte, Amsterdam, Haarlem, Zuschreibung, Auftragsarbeit, 17. Jahrhundert, Maltechnik, Porträtmalerei, Niederlande, Kunstmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit dem Gemälde „Magere Kompanie“ und der wissenschaftlich umstrittenen Teilung der Urheberschaft zwischen den Malern Frans Hals und Pieter Codde.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die Entstehungsgeschichte, die stilistische Analyse des Gemäldes und die historische Aufarbeitung der Zuschreibung im kunstwissenschaftlichen Diskurs.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zur „Mageren Kompanie“ zu synthetisieren und die Anteile von Hals und Codde am Werk präziser einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Es handelt sich um eine kunsthistorische Analyse, die Quellenforschung (Briefverkehr, Inventare) mit technischer Werkbetrachtung kombiniert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Werkbeschreibung, die Untersuchung der Entstehungsgeschichte sowie Porträts beider Künstler.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gruppenporträt, Schützenstück, Zuschreibung und 17. Jahrhundert definiert.
Warum war die Zusammenarbeit zwischen Hals und Codde so kompliziert?
Durch Distanz, terminliche Probleme und Hals’ Arbeitsweise in Schichten war der Auftrag zeitlich stark verzögert, was zur Einbeziehung von Codde als Vollender führte.
Welche Rolle spielt der überlieferte Briefverkehr?
Die Korrespondenz zwischen den Auftraggebern und Frans Hals ist essenziell, da sie Hinweise auf Fortschritte und Konflikte bei der Entstehung des Bildes liefert.
Gilt die "Magere Kompanie" als typisches Werk für Frans Hals?
Nein, es stellt eine Ausnahme dar, da es für Hals ein in dieser Art ungewöhnliches Ganzkörper-Gruppenporträt außerhalb seiner Wirkungsstätte Haarlem war.
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- Anonym (Author), 2023, Die "Magere Kompanie" von Frans Hals und Pieter Codde, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1441061