Im Rahmen dieser Arbeit mit dem Titel “Kontrastierende Welten in Shakespeares Midsummer Night’s Dream“ werden die Eigentümlichkeiten der athenischen Welt mit denen des märchenhaften Waldes verglichen und der zwischen den beiden Welten herrschende Gegensatz zwischen Ordnung und Verstand auf der einen sowie Natürlichkeit und Emotionalität auf der anderen Seite verdeutlicht.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Theseus und der athenische Hof als Symbol für Ordnung und Verstand
2. Der Wald als Symbol für Natürlichkeit und Emotionalität
Schluss
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den fundamentalen Gegensatz zwischen der rationalen, patriarchalen Welt von Athen und dem irrationalen, emotionalen Reich des Waldes in Shakespeares Midsummer Night’s Dream, um zu verdeutlichen, wie diese beiden Sphären als symbolische Repräsentationen unterschiedlicher Lebens- und Weltanschauungen fungieren.
- Die Charakterisierung von Theseus als Repräsentant von Ordnung und Vernunft
- Die Analyse der athenischen Gesellschaftsstruktur und ihrer moralischen Normen
- Die Funktion des Waldes als Gegenpol und Ort der emotionalen Entfaltung
- Die symbolische Bedeutung von Traum, Magie und Chaos in der nächtlichen Welt
- Die Transformation der Protagonisten durch das Spannungsfeld der beiden Welten
Auszug aus dem Buch
1. Theseus und der athenische Hof als Symbol für Ordnung und Verstand
Die Komödie beginnt und endet in Athen, der Stadt, in der die großen Denker Sokrates, Platon und Aristoteles durch die Leistungen ihres Verstandes Gedankengut hervorbrachten, das weitreichende Auswirkungen auf die Zukunft hatte und bis heute bedeutsam geblieben ist. Somit ist es nicht verwunderlich, dass Athen in diesem Stück den Ort darstellt, an dem die Ratio das Leben der Menschen regiert und für gefühlsmäßige Wünsche und Entscheidungen kein Platz ist. Insbesondere der Aristokrat Theseus verkörpert als Staatsoberhaupt die Welt der männlichen Vernunft und Ordnung, seine Art des Denkens lässt nichts zu, was der Verstand nicht erklären oder beweisen kann.
„The essential function of Theseus is that he is the head of the State. He, therefore, represents the highest rational institutions of man – he is both judge and ruler – through him the Real World is seen to be controlled by an organized system of law and justice - such is the atmosphere which surrounds him everywhere.”
Auf dieser Grundlage lässt sich Theseus Verhalten im ersten Akt des Stücks verstehen, in dem er Hermia zwingt, sich der Entscheidung ihres Vaters Egeus zu beugen, der ihre Liebe zu Lysander nicht akzeptiert und fordert, dass seine Tochter den ihr verhassten Demetrius heiratet. Für Theseus gibt es keine Zweifel an der Richtigkeit der Entscheidung, denn Liebe ist für ihn keine Leidenschaft sondern – wie alles andere in seiner Welt auch – ein rein verstandesmäßiger Vorgang, der sich in diesem Fall gemäß der gesellschaftlichen Maximen nach dem Willen des Vaters zu richten hat.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung stellt das Ziel der Arbeit vor, die Kontraste zwischen der athenischen Welt und dem märchenhaften Wald in Shakespeares Werk zu analysieren.
1. Theseus und der athenische Hof als Symbol für Ordnung und Verstand: Dieses Kapitel erläutert, wie Theseus die rationale, männlich dominierte Ordnung Athens repräsentiert, in der persönliche Gefühle den gesellschaftlichen Normen untergeordnet werden.
2. Der Wald als Symbol für Natürlichkeit und Emotionalität: Hier wird der Wald als Gegenwelt zu Athen dargestellt, die durch Magie, Chaos und den Verlust rationaler Kontrolle gekennzeichnet ist.
Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass der Gegensatz zwischen Ratio und Emotionalität ein elementarer Bestandteil für die Interpretation des Stücks ist.
Schlüsselwörter
Midsummer Night’s Dream, William Shakespeare, Athen, Wald, Theseus, Vernunft, Ratio, Emotionalität, Symbolik, Patriarchat, Magie, Traum, Ordnung, Konflikt, Hermia
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem dualistischen Weltbild in William Shakespeares Midsummer Night’s Dream und vergleicht die rationale Welt von Athen mit der magischen, emotionalen Welt des Waldes.
Welche sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Ordnung und Verstand versus Natur und Gefühl, sowie auf die gesellschaftliche Stellung der Frau im patriarchalen System Athens.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Gegensatz zwischen der athenischen Welt und der Welt des Waldes aufzuzeigen und zu verdeutlichen, wie diese beiden Welten die Handlungsweise der Charaktere prägen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die Textstellen aus Shakespeares Werk mit Interpretationen und Zitaten kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: Die Analyse von Theseus und dem athenischen Hof als Ordnungssymbol sowie die Untersuchung des Waldes als Ort der Emotionalität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ratio, Emotionalität, Ordnung, Symbolik, Patriarchat und die kontrastierenden Welten von Athen und dem Wald.
Wie nimmt Theseus die Erlebnisse der Verliebten im Wald wahr?
Theseus betrachtet die Berichte der Jugendlichen als Phantasiegebilde oder „fairy toys“; da sie außerhalb seiner rationalen Welt liegen, kann er ihnen keinen Glauben schenken.
Welche Rolle spielt Hippolyta als Gegenpart zu Theseus?
Hippolyta wirkt weiser als Theseus, da sie im Gegensatz zu ihm die Existenz des Übernatürlichen nicht kategorisch ausschließt.
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- Rebecca Blum (Author), 2002, Kontrastierende Welten in Shakespeares "Midsummer Night’s Dream", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/144035