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Sozialstaat und Grundeinkommen

Eine Analyse der Eignung eines Grundeinkommens als mögliche Alternative zum gegenwärtigen System sozialer Sicherung in Deutschland

Titel: Sozialstaat und Grundeinkommen

Seminararbeit , 2009 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die heutige Zeit ist geprägt durch hohe Arbeitslosigkeit, zurückgehendes Wirtschaftswachstum, gebrochene Lebensläufe sowie einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung. Das deutsche Sozialsystem, dessen Fundamente in einer Zeit der Vollbeschäftigung und des Wirtschaftswachstums gelegt wurden, kann die aus diesen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen resultierenden Belastungen kaum noch auffangen. Die Probleme des bundesdeutschen Systems der sozialen Sicherung sind bereits seit der Weltwirtschaftskrise 1974/75 bekannt. Seitdem wurde wiederholt versucht, diesen Problemen mit Reformen und einem Um- oder Abbau des Sozialstaats zu begegnen. Ein kontrovers diskutiertes Kernthema der damit einhergehenden politischen sowie öffentlichen Debatte ist die Frage, ob drastische Leistungskürzungen nötig sind, um den Sozialstaat in seiner jetzigen Substanz zu erhalten oder ob es eines Systemwechsels bedarf, um den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen gerecht werden zu können.
Das Grundeinkommen1 ist eines der diskutierten Konzepte eines Systemwechsels. Es ist allerdings auch eines der weitreichendsten Vorschläge der gegenwärtigen Diskussion. Das System der Sozialversicherungen beruht auf der Vorstellung, jeder zur Arbeit fähige Mensch habe seinen Lebensunterhalt aus Erwerbsarbeit zu bestreiten. Das Grundeinkommen hingegen sagt sich von dieser, den Sozialstaat prägenden Annahme, los und trennt soziale Transferzahlungen und Erwerbsarbeit. Das Grundeinkommen fordert einen, das Existenzminimum sichernden Sozialtransfer, der jedem Gesellschaftsmitglied ohne eingeforderte Gegenleistung gewährt wird. Es wird ohne Ansehen des Einkommens einheitlich und bedingungslos gewährt, wohingegen sich der Schutz im gegenwärtigen Sozialsystem auf die kollektive Eigenvorsorge gleichartig Gefährdeter gründet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der bundesdeutsche Sozialstaat

2.1. Geschichtliche Entwicklung

2.2. Die Struktur des bundesdeutschen Sozialsystems

2.3. Probleme des heutigen Sozialstaats

3. Das Konzept eines Grundeinkommens

3.1. Geschichtliche Entwicklung

3.2. Die Debatte um ein Grundeinkommen in Deutschland

3.3. Die Vorteile eines Grundeinkommens aus Sicht der Befürworter

4. Sozialstaat und Grundeinkommen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Eignung eines bedingungslosen Grundeinkommens als mögliche Alternative zum aktuellen deutschen Sozialversicherungssystem vor dem Hintergrund tiefgreifender gesellschaftlicher und ökonomischer Veränderungen.

  • Historische Entwicklung und Struktur des bundesdeutschen Sozialstaats
  • Identifikation zentraler Probleme des heutigen sozialen Sicherungssystems
  • Theoretische Konzeption und Definition des Grundeinkommens
  • Vergleichende Analyse der beiden Systeme hinsichtlich Finanzierung und Arbeitsmarktintegration

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Debatte um ein Grundeinkommen in Deutschland

In Deutschland begann eine öffentliche Debatte über ein Grundeinkommen in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Bis heute wurden von verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Akteuren zahlreiche Konzepte eines Grundeinkommens vorgestellt, wobei sich eine Tendenz zu einem bedingungslosen Grundeinkommen feststellen lässt. Zu den bekanntesten, heute in Deutschland diskutierten Grundeinkommensmodellen gehört das Bürgergeld der FDP, die Grüne Grundsicherung, das bedingungslose Grundeinkommen der Linkspartei, das idealtypische Konzept von Prof. Dr. Thomas Straubhaar, das Existenzgeld der Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen- und Sozialhilfeinitiativen, die Grundeinkommensversicherung von Michael Opielka, das bedingungslose Grundeinkommen von DM-Chef Götz Werner sowie als jüngster Vorschlag das Solidarische Bürgergeld von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus.

Trotz der Vielzahl unterschiedlicher Konzepte sind sich alle Ansätze darüber einig, dass das Grundeinkommen in etwa wie folgt definiert werden kann: das Grundeinkommen ist „ein Einkommen, das von einem politischen Gemeinwesen an alle seine Mitglieder ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Gegenleistung ausgezahlt wird.“ Somit ist das Grundeinkommen eine Transferzahlung, die jeder Einwohner vom Staat erhält und die jederzeit durch zu versteuerndes Einkommen aufgestockt werden kann. Keine einheitliche Position finden die unterschiedlichen Befürworter, wenn es um die Frage geht, wie ein Grundeinkommen konkret ausgestaltet werden soll und in welchem Verhältnis es zum heutigen Steuer- und Sozialsystem stehen soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Krise des deutschen Sozialstaats, die durch demografischen Wandel und Arbeitslosigkeit geprägt ist, und stellt die Forschungsfrage nach der Relevanz eines Systemwechsels zum Grundeinkommen.

2. Der bundesdeutsche Sozialstaat: Dieses Kapitel arbeitet die historische Genese sowie die zentralen Gestaltungsprinzipien (Solidarität, Subsidiarität, Personalität) des deutschen Sozialsystems heraus und identifiziert aktuelle Belastungsgrenzen.

3. Das Konzept eines Grundeinkommens: Hier werden die historischen Wurzeln, die aktuelle Debattenlage in Deutschland sowie die Argumente der Befürworter für ein idealtypisches Grundeinkommenskonzept detailliert erörtert.

4. Sozialstaat und Grundeinkommen: Dieses Kapitel stellt die beiden Systeme gegenüber und analysiert kritisch, inwieweit ein Grundeinkommen die Funktionen der klassischen Sozialversicherung ersetzen oder gegebenenfalls untergraben könnte.

5. Fazit: Das Fazit bewertet das Grundeinkommen als theoretisch verlockend, aber in der Praxis bei Beibehaltung einer arbeitsethisch orientierten Gesellschaft als problematisch und weist auf die Notwendigkeit hin, stattdessen das bestehende System effizienter zu gestalten.

Schlüsselwörter

Sozialstaat, Grundeinkommen, Soziale Sicherung, Arbeitsmarkt, Sozialversicherung, Existenzminimum, Systemwechsel, Erwerbsarbeit, Solidaritätsprinzip, Subsidiarität, Umverteilung, Finanzierung, Sozialpolitik, Alterssicherung, demografischer Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen eine praktikable und zukunftsfähige Alternative zum gegenwärtigen System der sozialen Sicherung in Deutschland darstellen kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Struktur und die Probleme des deutschen Sozialstaats, die theoretischen Konzepte des Grundeinkommens sowie die Auswirkungen eines möglichen Systemwechsels auf die Arbeitsgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab zu klären, ob die Einführung eines Grundeinkommens die bestehenden sozialen und ökonomischen Herausforderungen des deutschen Sozialstaats lösen kann oder ob dies mit zu großen Risiken verbunden ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche basiert und ein idealtypisches Grundeinkommenskonzept mit den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Status quo des Sozialstaats, eine vertiefte Analyse des Grundeinkommenskonzepts sowie eine kritische Gegenüberstellung der beiden Systeme unter Einbeziehung von Argumenten der Befürworter und Kritiker.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Schlagworte umfassen das Solidaritätsprinzip, die Entkopplung von Arbeit und Einkommen, die Finanzierbarkeit, sowie die Transformation der Sozialversicherung.

Warum wird das idealtypische Modell von Prof. Dr. Thomas Straubhaar als Referenz genutzt?

Dieses Modell wurde gewählt, weil es die zentralen Forderungen der Debatte bündelt und somit eine klare Grundlage für die Analyse der Vor- und Nachteile sowie der Finanzierungsmechanismen bietet.

Was sind laut der Arbeit die größten Risiken eines Grundeinkommens bei der Alterssicherung?

Die Arbeit warnt davor, dass die Finanzierungsgrundlage der Rentenversicherung entfallen würde und der Staat massive Entschädigungszahlungen für erworbene Ansprüche leisten müsste, die in die Billionen gehen könnten.

Warum betrachtet der Autor einen Systemwechsel kritisch?

Der Autor argumentiert, dass der Sozialstaat durch Differenzierung individuellen Bedürfnissen gerecht wird, während ein Grundeinkommen zu einer Verallgemeinerung führt, die den Schutzstatus des Einzelnen gefährden könnte.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sozialstaat und Grundeinkommen
Untertitel
Eine Analyse der Eignung eines Grundeinkommens als mögliche Alternative zum gegenwärtigen System sozialer Sicherung in Deutschland
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Normen, Steuerung, Struktur - Sozialstaat und Demokratie
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
28
Katalognummer
V142117
ISBN (Buch)
9783640529131
ISBN (eBook)
9783640529353
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialstaat Grundeinkommen Götz Werner Bürgergeld Sozialversicherung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2009, Sozialstaat und Grundeinkommen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/142117
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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