Der vorliegende Text behandelt die essenzielle Rolle der Digitalisierung in der Pflege, ein zunehmend relevantes Thema im Kontext der modernen Gesundheitsversorgung. Beginnend mit einem einleitenden Vorwort, führt der Text in die Grundlagen der Digitalisierung im Gesundheitswesen ein. Wesentliche Einsatzgebiete wie Krankenhausinformationssysteme (KIS), Personaleinsatzplanung und Logistik werden detailliert betrachtet. Ein besonderer Fokus liegt auf der fortschrittlichen Überwachung und Übertragung von Patientendaten sowie auf der Nutzung digitaler Geräte im Krankenhausalltag.
Der Text untersucht weiterhin die politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die die Digitalisierung und Technisierung der Pflege beeinflussen. Darauf folgend wird das Konzept des Substituierbarkeitspotenzials nach Berufssegmenten erörtert und definiert, um den Einfluss der Digitalisierung auf verschiedene Pflegebereiche zu verdeutlichen. Ein Ausblick in die Zukunft bietet Einblicke in die sich abzeichnenden Entwicklungen und Trends. Abschließend werden die Vor- und Nachteile der Digitalisierung in der Pflege abgewogen und zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Einsatzgebiete
3.1 Krankenhausinformationssystem (KIS)
3.2 Personaleinsatzplanung
3.3 Logistik
3.4 Labor
3.5 Überwachung und Übertragung der Körperfunktionen der Patienten
3.6 Eingesetzte Geräte im Krankenhaus
4. Rahmenbedingungen der Digitalisierung und Technisierung der Pflege
4.1 Politisch-regulatorische Rahmenbedingungen
4.2 Ökonomische Rahmenbedingungen
4.3 Gesellschaftliche Faktoren
5 Substituierbarkeitspotenzial nach Berufssegmenten
5.1 Definition des Substituierbarkeitsprinzips
6. Ausblick in die Zukunft
7. Pro und Contra
8. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss digitaler Technologien auf die Arbeitsabläufe in der Pflege zu analysieren, wobei die Entlastung des Personals und die Verbesserung der Versorgungsqualität bei gleichzeitigem Erhalt der zwischenmenschlichen Fürsorge im Zentrum der Forschungsfrage stehen.
- Digitalisierungspotenziale in verschiedenen klinischen Einsatzgebieten
- Politische, ökonomische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen
- Substituierbarkeitspotenziale bei pflegerischen Tätigkeiten durch IT
- Herausforderungen durch demografischen Wandel und Fachkräftemangel
- Ethische Aspekte beim Einsatz von Robotik und Künstlicher Intelligenz
Auszug aus dem Buch
3.5 Überwachung und Übertragung der Körperfunktionen der Patienten
Nachdem 2012 „Google Glass“ vorgestellt wurde und zahlreiche Smartwatches entwickelt wurden, rücken zunehmend Produkte des sogenannten „Wearable Computing“ (tragbare Datenverarbeitung), geplant für den Einsatz in der Arbeitswelt, in das Auge der Entwickler und Anwender. Das sind die sogenannten Mensch-Computer-Schnittstellen, welche am Körper getragen werden können und wo die Informationen direkt abgelesen werden können.
Sie sollen die Arbeitstätigkeit der Pflegenden durch die sofortige Bereitstellung der Informationen unterstützen. Dazu zählen etwa intelligente Brillen („Smart Glasses“) über welche dem Träger entsprechende Informationen direkt eingeblendet werden können. Auch am Handgelenk getragene „Smartwatches“ können sowohl Pflegekraft bestimmte Arbeitsaufträge übermitteln, als auch an diverse Tätigkeiten wie z.B. die Medikamentengabe erinnern. Vorstellbar wäre aber auch Patienten z.B. mit so einem Gerät auszurüsten.
Durch den integrierten Bewegungssensor könnte ein Alarm ausgelöst werden, sobald ein Patient gestürzt ist oder versucht unbefugt die Einrichtung zu verlassen. So wird beispioelsweise im Forschungsvorhaben „Pflege mit Durchblick“ seit 2016 daran gearbeitet, dass mit Kameras ausgestattete Datenbrillen Arbeitsabläufe vereinfachen und Leistungen gesteigert werden (Wrzesinska, 2015).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Historische Einordnung der Pflegeinformatik anhand von drei Kernfragen zur Datenverarbeitung in der Pflege.
2. Einleitung: Darstellung des digitalen Wandels im Gesundheitswesen und der Notwendigkeit technologischer Anpassung trotz Bedeutung der persönlichen Fürsorge.
3. Einsatzgebiete: Detailanalyse technologischer Anwendungen von Krankenhausinformationssystemen bis hin zu Wearables und mobilen Endgeräten.
4. Rahmenbedingungen der Digitalisierung und Technisierung der Pflege: Analyse der politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren auf den digitalen Fortschritt.
5. Substituierbarkeitspotenzial nach Berufssegmenten: Diskussion inwieweit computergestützte Technologien menschliche Tätigkeiten in der Pflege ersetzen oder ergänzen können.
6. Ausblick in die Zukunft: Prognosen zur flächendeckenden Einführung mobiler Technik und Robotik in der Pflege unter Berücksichtigung von Finanzierungs- und Haftungsfragen.
7. Pro und Contra: Ethische Reflexion über technische Zivilisation, Datenschutz und die Abgrenzung von Robotik zu menschlicher Zuwendung.
8. Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse zur Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs und zur Notwendigkeit der Prozessoptimierung durch Digitalisierung.
Schlüsselwörter
Pflege 4.0, Digitalisierung, Krankenhausinformationssystem, KIS, Pflegeroboter, Wearables, Personaleinsatzplanung, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Arbeitsprozesse, Patientensicherheit, Medizintechnik, Datensicherheit, E-Health, Substituierbarkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Digitalisierung in der deutschen Pflege und bewertet, warum diese trotz ethischer Bedenken zur Bewältigung der aktuellen Versorgungsanforderungen notwendig ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf technologischen Einsatzfeldern im klinischen Alltag, den strukturellen Rahmenbedingungen sowie der Akzeptanz von Technik bei Pflegekräften.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Es soll verdeutlicht werden, wie durch Prozessoptimierung und Digitalisierung die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessert und die Qualität der Patientenversorgung gesichert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Forschungsberichte, Positionspapiere und statistischer Daten zum Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung technischer Anwendungsmöglichkeiten, die Analyse der politischen und ökonomischen Investitionshürden sowie eine Risikobewertung durch Vor- und Nachteile.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Pflege 4.0, Patientensicherheit, Fachkräftemangel, Krankenhausinformationssysteme und technologische Unterstützungssysteme.
Wie stehen Pflegekräfte dem Einsatz von Technik gegenüber?
Aktuelle Erhebungen zeigen, dass die Neugier und Offenheit gegenüber neuen Technologien unter Pflegekräften mittlerweile größer ist als die anfängliche Skepsis.
Welches Hindernis bremst die Digitalisierung aktuell am stärksten?
Neben ethischen Debatten sind es vor allem hohe Investitionskosten und unzureichende Finanzierungskonzepte, die den Innovationsfortschritt in vielen Einrichtungen hemmen.
- Arbeit zitieren
- Enrico Kollatz (Autor:in), 2020, Die Zukunft der Pflege. Notwendigkeit und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1420781