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Die Questione della lingua im Cinquecento

Title: Die Questione della lingua im Cinquecento

Term Paper , 2009 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dorothea Bernhard (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies

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Summary Excerpt Details

Wenn man Identität als ein Zusammenspiel aus Abgrenzung und Zugehörigkeitsgefühl versteht, dann kann Sprache definitiv als einer der wichtigsten Faktoren gesehen werden. Die Frage welche Varietät als überregionale Hoch- und Literatursprache die geeignete ist, damit sich alle Menschen des betroffenen Gebietes damit identifizieren können – und so eine Gemeinschaft basierend auf einem Zusammengehörigkeitsgefühl möglich ist –, wurde besonders im Gebiet des heutigen Italien über mehrere Jahrhunderte hinweg diskutiert. Den Anfang nahm die Auseinandersetzung, als man sich zu fragen begann, welches Latein das korrekteste sei. Diese Fragestellung kann als Questione della lingua I aufgefasst werden. Als jedoch die Schere zwischen Latein als Schriftsprache und dem volgare als Sprechsprache immer weiter aufging, setzte ein neuer Diskurs darüber ein, ob denn nun das Latein zugunsten des volgare als Schriftsprache zurücktreten sollte. Dies kann als Questione della lingua II verstanden werden. Das Thema dieser Arbeit ist die Questione della lingua im Cinquecento. Diese Questione della lingua III ist die ausgeprägteste. Sie beschäftigt sich mit der Kontroverse, welches der unterschiedlichen volgari würdig ist als Hoch- bzw. Literatursprache überregional, also als Italienisch, Verwendung zu finden. Ausgelöst wurde sie vor allem durch die Tatsache, dass ab etwa 1470 Bücher in italienischer Sprache gedruckt und so schnell verbreitet wurden. Als Folge wurden verschiedene Sprachtheorien aufgestellt, die in der Arbeit jeweils kurz vorgestellt werden (zusammen mit ihren Hauptvertretern). Kurz geht die Arbeit zuvor noch auf Dantes De Vulgari Eloquentia ein, da dieser sich in seinem Werk schon im 14. Jahrhundert mit der dann 300 Jahre später aufkommenden Thematik auseinandersetzt.
Aufgrund der Seitenzahlbeschränkung muss die Arbeit eher als grundlegender Überblick über das Thema verstanden werden, nicht als vollständige und intensive Abhandlung. Jedoch sind die verwendeten Quellen mit Sicherheit bei einer Vertiefung des Themas hilfreich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Dante und sein Werk De Vulgari Eloquentia

3. Die wichtigsten Modelle und ihre Vertreter

3.1 Das modern-gesamtitalienische Modell

3.1.1 Hauptvertreter

3.1.2 Hauptwerke

3.1.3 Modell der lingua cortigiana

3.2 Das modern-toskanische Modell

3.2.1 Hauptvertreter

3.2.2 Hauptwerke

3.2.3 Modell der fiorentinità contemporanea

3.3 Das archaisch-gesamtitalienische Modell

3.4 Das archaisch-toskanische Modell

3.4.1 Hauptvertreter

3.4.2 Hauptwerk

3.4.3 Modell der trecentisti

4. Durchsetzung des trecentisti-Modells

4.1 Gründe

4.2 Auswirkungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Auseinandersetzung um die ideale italienische Literatursprache im 16. Jahrhundert, die sogenannte "Questione della lingua". Ziel ist es, die verschiedenen konkurrierenden Sprachtheorien und Modelle darzustellen, die im Cinquecento entstanden sind, um eine überregionale Hochsprache für Italien zu etablieren.

  • Die theoretischen Grundlagen von Dantes "De Vulgari Eloquentia"
  • Die vier Hauptansätze: modern-gesamtitalienisch, modern-toskanisch, archaisch-gesamtitalienisch und archaisch-toskanisch
  • Die Rolle prominenter Theoretiker wie Castiglione, Trissino, Machiavelli und Bembo
  • Die historische Durchsetzung des archaisch-toskanischen Modells (Bembo-Modell) und dessen langfristige Auswirkungen

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Modell der lingua cortigiana

Die Idee hinter der lingua cortigiana war die Schaffung einer modernen Mischsprache, ähnlich der griechischen Koiné. Die Mischung sollte aus dem Sprachgebrauch entstehen, der von den Menschen an großen Höfen (z.B. in Rom, Urbino oder Ferrara) der verschiedenen Herrschaftsgebiete benutzt wurde. Deshalb auch der Zusatz cortigiana. Bei der Erschaffung ihrer lingua cortigiana wollten Castiglione und Trissino versuchen verschiedene Strömungen aufzugreifen und sich gleichzeitig auf einen bereits bestehenden Sprachgebrauch stützen. Das daraus entwickelte Sprachsystem sollte allen leicht zugänglich sein, indem aus jeder Region einige Elemente aufgenommen würden. So müsste jede Partei nur die Teile der neuen gesamtitalienischen „Sprache“ erlernen, die nicht ihrem eigenen Sprachgebrauch entstammten. Auf diese Art und Weise meinten die Vertreter, ihr Modell besonders ansprechend und gut verbreitbar zu machen. In Bezug auf die Erschaffung einer Volkssprache erscheint mir jedoch die Orientierung vornehmlich am Gebrauch der aristokratischen und gebildeten Kreise des 16. Jahrhunderts problematisch. Dennoch ist es bemerkenswert, dass schon Castiglione bemerkt, dass es schwer durchsetzbar ist einfach eine einzige Sprachvarietät als richtig festzulegen. Er spricht sich im Gegenteil für Regionalität und die fortlaufende Veränderung der Sprache aus. Man solle die natürliche Entwicklung der Sprache annehmen, anstatt Vielfältigkeit und Erneuerung als minderwertig zu deklarieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Identitätsbildung durch Sprache ein und skizziert die historische Entwicklung der "Questione della lingua" bis hin zum ausgeprägten Diskurs im 16. Jahrhundert.

2. Dante und sein Werk De Vulgari Eloquentia: Das Kapitel beleuchtet das Leben Dantes und analysiert sein sprachphilosophisches Traktat, in dem er bereits im 14. Jahrhundert nach einer idealen Volkssprache suchte.

3. Die wichtigsten Modelle und ihre Vertreter: Hier erfolgt eine systematische Einteilung der vier zentralen Sprachtheorien der Renaissance, inklusive der Vorstellung der jeweils prägenden Theoretiker und deren Hauptwerke.

4. Durchsetzung des trecentisti-Modells: Dieses Kapitel analysiert, warum sich das archaisch-toskanische Modell durchsetzen konnte, beleuchtet die Rolle der Accademia della Crusca und diskutiert die negativen Folgen dieser Entwicklung für die Alltagstauglichkeit der Sprache.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die endgültige Normierung der italienischen Sprache erst im 19. Jahrhundert durch Alessandro Manzoni gelang, während der Diskurs im Cinquecento zwar zentral, aber literarisch stark fixiert blieb.

Schlüsselwörter

Questione della lingua, Cinquecento, volgare, lingua cortigiana, lingua composita, trecentisti, Pietro Bembo, Dante Alighieri, Niccolò Machiavelli, Baldassare Castiglione, Giangiorgio Trissino, Accademia della Crusca, Literatursprache, Sprachnormierung, italienische Sprachgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der "Questione della lingua", der zentralen historischen Debatte des 16. Jahrhunderts in Italien über die Formierung einer einheitlichen nationalen Literatursprache.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit analysiert die verschiedenen linguistischen Ansätze der Zeit, die sich in moderne versus archaische sowie gesamtitalienische versus toskanische Konzepte unterteilen lassen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Sprachtheorien des Cinquecento strukturiert darzustellen und zu bewerten, wie es zur Durchsetzung des archaisch-toskanischen Modells kam.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wählt eine deskriptive und vergleichende Analyse von literarischen und sprachphilosophischen Primärquellen sowie relevanter wissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden vier Sprachmodelle (modern-gesamtitalienisch, modern-toskanisch, archaisch-gesamtitalienisch und archaisch-toskanisch) detailliert vorgestellt, inklusive ihrer Vertreter wie Bembo, Castiglione und Machiavelli.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Questione della lingua, Cinquecento, volgare, Trecentisti sowie die Namen der bedeutenden Sprachhumanisten der Zeit.

Warum wird Dantes Werk "De Vulgari Eloquentia" als Einleitung behandelt?

Obwohl Dante im 14. Jahrhundert schrieb, wird sein Werk als methodische Vorreiterrolle für die spätere Debatte des 16. Jahrhunderts gesehen und als wichtiges Bezugswerk der Theoretiker identifiziert.

Welchen Einfluss hatte die Accademia della Crusca?

Die Akademie unterstützte maßgeblich die Durchsetzung des Modells von Pietro Bembo, indem sie durch Wörterbücher die archaische Sprache der "Trecorone" normierte und verbreitete.

Warum bezeichnet die Autorin das Ergebnis des trecentisti-Modells als problematisch?

Weil die Orientierung an einer archaischen Sprache zu einer Entfremdung von der lebendigen Alltagssprache führte und das literarische Italienisch für viele Nutzer faktisch zu einer "toten Sprache" machte.

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Details

Title
Die Questione della lingua im Cinquecento
College
University of Passau  (Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft)
Course
Proseminar Sprache und Identität (it.)
Grade
1,3
Author
Dorothea Bernhard (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V141807
ISBN (eBook)
9783640495900
ISBN (Book)
9783640495955
Language
German
Tags
Questione della lingua Dante Alighieri De Vulgari Eloquentia lingua cortigiana lingua comune e italiana Baldassare Castiglione Giangiorgio Trissino Il libro del cortegiano Il Castellano fiorentinità contemporanea fiorentinismo vivo e popolare Niccolò Machiavelli Claudio Tolomei Dialogo intorno alla nostra lingua Il polito Il Cesano lingua composita Girolamo Muzio Pietro Bembo Prose della volgar lingua trecentisti trecorone Italienisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dorothea Bernhard (Author), 2009, Die Questione della lingua im Cinquecento, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/141807
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