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Das Treppenhausfresko des Giambattista Tiepolo in der Würzburger Residenz

Titel: Das Treppenhausfresko des Giambattista Tiepolo in der Würzburger Residenz

Seminararbeit , 2023 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Yvonne Schauch (Autor:in)

Kunst - Malerei

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dass Giambattista Tiepolo einst in der fürstbischöflichen Residenz in Würzburg eines seiner beeindruckendsten Werke schaffen würde, war nicht von vornherein absehbar. Es ist vielmehr gleich mehreren glücklichen Umständen zu verdanken. Insofern können Tiepolos Würzburger Fresken nicht isoliert, sondern nur im Kontext der Begleitumstände ihrer Entstehung betrachtet werden. Ziel dieser Seminararbeit ist es, einen Überblick über den Inhalt, die Wirkung und die Funktion der Treppenhausfresken Tiepolos in der fürstbischöflichen Residenz Würzburg zu geben.

Zunächst wird zum besseren Verständnis das „Triumvirat“ von Auftraggeber, Architekt und Maler – Fürstbischof Carl Philipp von Greiffenclau, Balthasar Neumann und Giambattista Tiepolo – sowie die Architektur des Residenzschlosses, insbesondere unter dem Aspekt seines zeremonialen Charakters, kurz porträtiert. Im Anschluss erfolgt die Betrachtung der Treppenhausfresken, ehe abschließend im Resümee auf unterschiedliche kunsthistorische Aspekte, insbesondere hinsichtlich der Einordnung der Treppenhausfresken als Ausdruck der Barockmalerei, eingegangen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Greiffenclau, Neumann, Tiepolo: ein einzigartiges Dreigespann

3 Die Würzburger Residenz als Zeremonialbau

4 Die Treppenhausfresken

4.1 Amerika

4.2 Apoll

4.3 Afrika und Asien

4.4 Europa

4.5 Der weite Himmel

4.6 Wirkung und Aussage des Treppenhausfreskos

5 Resümee: Tiepolos Würzburger Fresken – typisch Barock?!

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert das berühmte Treppenhausfresco von Giambattista Tiepolo in der Würzburger Residenz unter Einbeziehung des Zusammenspiels von künstlerischem Anspruch, fürstbischöflicher Repräsentation und barockem Zeremoniell. Die Forschungsfrage untersucht dabei insbesondere, wie Tiepolo die architektonischen Gegebenheiten nutzte und ob seine Kunstform klassischerweise dem Barock zuzuordnen ist oder eine eigene, modernere künstlerische Autonomie widerspiegelt.

  • Die historisch-künstlerische Trias aus Greiffenclau, Neumann und Tiepolo
  • Die Funktion der Würzburger Residenz als politischer Zeremonialbau
  • Die ikonografische Analyse der vier Kontinente und der zentralen Himmelsdarstellung
  • Die kunsthistorische Debatte zur Einordnung des Werkes zwischen Barock und Aufklärung

Auszug aus dem Buch

4.1 Amerika

Tritt der Gast vor die erste Stufe, über die man vom Vestibül ins Treppenhaus gelangt, erblickt er einen gemalten Sockel, eine regelrechte Bühne. Schritt für Schritt entfaltet sich vor ihm eine exotische, unheimlich anmutende Welt: Amerika. Der Kontinent präsentiert sich in einer Art Naturzustand fernab jeglicher Zivilisation, es sind weder Gebäude noch Anzeichen strukturierter Ackerbaus zu sehen. Die Bewohner leben vielmehr unter freiem Himmel, jagen Wild und sammeln Kräuter. Mehrere abgeschlagene Köpfe vorne in der Mitte des Freskos lassen gar auf Kannibalismus schließen; insofern entspricht die Darstellung den Beschreibungen der Iconologia Cesare Ripas. Tiepolo schildert den Kontinent hier als eine „fremdartige, faszinierende und grausame Märchenwelt“, ein bemerkenswerter „Kontrast zwischen Schein in der Malerei und Wirklichkeit“, da die Realität zu jener Zeit bekanntermaßen längst anders aussah.

Die Personifikation des Kontinents trägt eine prächtige Federkrone und reitet auf einem riesigen urzeitlich scheinenden Alligator vorbei. Mit ausgestrecktem Arm weist sie nach rechts in die Richtung, in die sie mit ihrem Gefolge zieht, und zeigt gleichzeitig auf die ihr vorausgetragene Standarte, die das Wappentier dieses wilden Kontinents ziert: ein liguro, ein eidechsenähnliches Fabeltier, das Ripa zufolge Tiere, sogar Menschen frisst. Tiepolo erlaubt sich gegenüber der Darstellung Ripas eine gewisse Freiheit, indem er seinen liguro mit Flügeln versieht und so eine Art Greif daraus macht – vermutlich eine ironische Anspielung auf das Wappentier Carl Philipp von Greiffenclaus. Daraus erschließt sich das Ziel der America: Sie will nach Europa, genauer; zum Fürstbischof, und begleitet solcharart den Gast auf dessen Weg zum Gastgeber. Sie wird umringt von verschiedenen Figuren; in einer Menschengruppe vorne links schnürt ein Mann ein Paket, das vermutlich Gegenstände aus Silber und Gold enthält – America selbst hält einen kostbaren Teller in der Hand –, ein anderer hat in einem großen Füllhorn Früchte gesammelt; all diese Geschenke sollen offensichtlich Europa dargebracht werden. In der linken Ecke erkennt man drei Native Americans, von denen einer einen prächtigen Papagei, ein anderer eine Fackel aus glühenden Kohlen trägt: ein Zeichen, dass der Tag gerade erst angebrochen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Einleitende Bestimmung des Forschungsgegenstands und der methodischen Herangehensweise an die Untersuchung der Würzburger Fresken.

2 Greiffenclau, Neumann, Tiepolo: ein einzigartiges Dreigespann: Historische Kontextualisierung des Entstehungsprozesses und der Akteure hinter der monumentalen Ausgestaltung der Residenz.

3 Die Würzburger Residenz als Zeremonialbau: Analyse der architektonischen und zeremoniellen Bedeutung des Raumbewandnisses im Hinblick auf herrschaftliche Repräsentation.

4 Die Treppenhausfresken: Detaillierte ikonografische Untersuchung der einzelnen Bildabschnitte sowie der Himmelsdarstellung und deren Wirkung auf den Betrachter.

5 Resümee: Tiepolos Würzburger Fresken – typisch Barock?!: Zusammenführende Diskussion über die kunsthistorische Einordnung des Werkes zwischen barocker Tradition und aufklärerischer Modernität.

Schlüsselwörter

Giambattista Tiepolo, Würzburger Residenz, Treppenhausfresko, Balthasar Neumann, Carl Philipp von Greiffenclau, Ikonografie, Barockmalerei, Architekturtheorie, Zeremoniell, Herrschaftsrepräsentation, Kontinentallegorien, Aufklärung, Freskokunst, europäische Kunstgeschichte, Apoll.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Treppenhausfresco von Giambattista Tiepolo in der Würzburger Residenz und beleuchtet dessen Entstehung, seine ikonografische Bedeutung und seine kunsthistorische Einordnung.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Untersuchung?

Zentrale Themen sind das Zusammenspiel von fürstbischöflicher Repräsentation, barockem Zeremoniell und der künstlerischen Freiheit Giambattista Tiepolos im Kontext der Architektur von Balthasar Neumann.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist ein umfassender Überblick über die Funktion und Aussagekraft des Treppenhausfreskos sowie eine kritische Prüfung, inwieweit Tiepolos Werk als klassisch-barock oder bereits als Ausdruck aufklärerischen Geistes zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode nutzt die Autorin?

Die Autorin kombiniert kunsthistorische Bildanalyse mit einer Analyse des historischen und zeremoniellen Kontexts, basierend auf einer Auswertung zentraler fachwissenschaftlicher Literatur.

Was umfasst der inhaltliche Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert schrittweise das Treppenhaus als Zeremonialbau sowie die einzelnen Abschnitte des Freskos, insbesondere die Allegorien der vier Kontinente und die Rolle Gottes Apoll.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Barock, Ikonografie, Zeremoniell, Herrschaftsanspruch, architektonische Raumgestaltung und die spezifische "Desinvoltura" des Künstlers.

Warum wird Tiepolos Darstellung Amerikas als ironisch gedeutet?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Tiepolo beim "liguro" von der Vorlage Cesare Ripas abwich und ihm Flügel verlieh, was als ironische Anspielung auf das Wappentier des Bauherrn, Carl Philipp von Greiffenclau, verstanden werden kann.

Wie bewerten die zitierten Fachhistoriker die Rolle des "weiten Himmels" im Fresko?

Während traditionelle Kritiker die freien Flächen oft als Leerstellen kritisierten, sehen moderne Forscher wie Alexander Linke darin einen gezielten ästhetischen Raum zur künstlerischen Reflexion und Spannungssteigerung.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Treppenhausfresko des Giambattista Tiepolo in der Würzburger Residenz
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Kunstgeschichte)
Veranstaltung
GIambattista Tiepolo. Malerei zwischen Spätbarock und Aufklärung
Note
1,0
Autor
Yvonne Schauch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
26
Katalognummer
V1416724
ISBN (eBook)
9783346969972
ISBN (Buch)
9783346969989
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Giambattista Tiepolo Giovanni Battista Tiepolo Tiepolo Würzburg Residenz Würzburg Treppenhausfresken Freskomalerei Carl Philipp von Greiffenclau Balthasar Neumann Barock Barockmalerei Zeremonialschloss
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yvonne Schauch (Autor:in), 2023, Das Treppenhausfresko des Giambattista Tiepolo in der Würzburger Residenz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1416724
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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