Die folgende Arbeit dient der Erstellung eines sekundärpräventiven, multimodalen, bewegungsbezogenen Kursprogramms für das Indikationsfeld „unspezifischer Rückenschmerz“.
Dabei werden anschließend eine grundsätzliche Analyse der Ausgangssituation, die Zielsetzung und Ableitung von übergeordneten Konzeptinhalten eines möglichen Kursprogramms dargestellt. Darauffolgend beschreibt der Autor die konkreten Darstellungen und Organisationen der Konzeptinhalte, um diese abschließend zu evaluieren.
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE DER AUSGANGSITUATION
1.1 Konzeptanbieter
1.1.1 Räumliche Ressourcen
1.1.2 Apparative Ressourcen
1.1.3 Personelle Ressourcen
1.2 Zielgruppe des Konzept
1.2.1 Ein- und Auschlusskriterien
1.2.2 Risikofaktoren
1.2.3 Epidemiologische Datenlage
1.2.4 Strategien zur Überwindung von potenziellen Barrieren
2 ZIELSETZUNG UND ABLEITUNG VON ÜBERGEORDNETEN KONZEPTINHALTEN
2.1 Zielsetzung des Konzepts
3 DARSTELLUNG UND ORGANISATION DER KONZEPTINHALTE
3.1 Grobgliederung des Konzepts
3.2 Exemplarische Konzepteinheit
4 KONZEPTEVALUATION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, ein evidenzbasiertes, sekundärpräventives und multimodales Bewegungsprogramm für das Indikationsfeld unspezifischer Rückenschmerz zu entwickeln und in seinen inhaltlichen sowie organisatorischen Aspekten darzustellen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie ein solches Konzept strukturiert sein muss, um unter Berücksichtigung eines biopsychosozialen Modells die körperliche Aktivität, das Schmerzmanagement sowie die Selbstwirksamkeit der Teilnehmer zu fördern.
- Analyse des Konzeptanbieters hinsichtlich räumlicher, apparativer und personeller Ressourcen
- Definition der Zielgruppe unter Berücksichtigung von Ein- und Ausschlusskriterien und epidemiologischen Hintergründen
- Entwicklung von Strategien zur Barriereüberwindung für eine erfolgreiche Kursteilnahme
- Beschreibung und organisatorische Gliederung von 12 strukturierten Kurseinheiten
- Konzeptionierung einer detaillierten Konzepteinheit inklusive Praxistransfer
- Evaluation des Konzepts mittels standardisierter Fragebögen zur Erfassung von Schmerzveränderungen (Pain Disability Index)
Auszug aus dem Buch
1.2.2 Risikofaktoren
Laut dem aktuellen Wissenstand sind die eigentlichen Ursachen für die Entstehung von unspezifischem Rückenschmerz nicht bekannt. In der Literatur und der Forschung existieren jedoch naheliegende Vermutungen, welche zunächst hauptsächlich somatische Anhaltspunkte & Fehlbelastungen sowie Schädigungen oder Erkrankungen der Gelenke, Bindegewebe oder Muskeln als Ursachen & Risikofaktoren für die Entstehung von Rückenschmerzen ohne klare Diagnose beschreiben (Robert Koch Insitut (RKI), 2021, S. 2). Neben rein organischen Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung & Aufrechterhaltung von Rückenschmerzen hat außerdem die Bedeutung von psychologischen und sozialen Anteilen innerhalb der letzten Jahre immens zugenommen (Hasenbring, 2020, S. 206). Für die Prognose & Chronifizierung des unspezifischen Rückenschmerzes werden die Wechselswirkungseffekte der psychosozialen Faktoren wie beispielsweise negativer Stress bedeutsamer eingestuft als die somatischen Faktoren (Mohr et al., 2017, S. 10). Fasst man die Erkenntnisse zusammen, wird klar, dass unspezifische Rückenschmerzen oft nicht auf nur eine einzige Ursache zurückzuführen sind. Es sind bio-psycho-soziale Faktoren auf multifaktorieller Ebene zu betrachten. Diese Multidimensionalität des Krankheitsbildes des unspezifischen Rückenschmerzes fordert eine verantwortungsbewusste Abklärung in der Diagnostik sowie einen differenzierten Einsatz therapeutischer Maßnahmen (Casser, 2016 S. 74).
Zusammenfassung der Kapitel
1 ANALYSE DER AUSGANGSITUATION: In diesem Kapitel wird das fiktive Therapiezentrum als Anbieter vorgestellt und die Zielgruppe sowie die epidemiologische Relevanz und Barrieren der Prävention analysiert.
2 ZIELSETZUNG UND ABLEITUNG VON ÜBERGEORDNETEN KONZEPTINHALTEN: Dieses Kapitel definiert die Kernziele des Konzepts, unterteilt in Psychoedukation, körperliche Aktivität und fitnessbezogene Verbesserungen.
3 DARSTELLUNG UND ORGANISATION DER KONZEPTINHALTE: Hier erfolgt eine detaillierte tabellarische Grobgliederung der 12 Kurseinheiten sowie die beispielhafte Ausarbeitung einer therapeutischen Konzepteinheit.
4 KONZEPTEVALUATION: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen zur Messung des Therapieerfolgs mittels des Pain Disability Index und dessen Einordnung in das biopsychosoziale Modell.
Schlüsselwörter
Unspezifischer Rückenschmerz, Sekundärprävention, Biopsychosoziales Modell, Bewegungstherapie, Rückenschmerzkompetenz, Schmerzmanagement, Selbstwirksamkeit, Pain Disability Index, Prävention, Rehabilitation, Gesundheitsmanagement, Intervention, Chronifizierung, Muskelaufbau, Entspannungstraining.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit entwickelt ein multimodales Bewegungsprogramm zur Sekundärprävention bei unspezifischen Rückenschmerzen für ein Sport- und Therapiezentrum.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Psychoedukation, der körperlichen Stabilisation, der Schmerzbewältigung sowie der Förderung von Selbstwirksamkeit.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Fitness und die Vermittlung von Kompetenzen zur Reduktion von Schmerzen bei Personen zwischen 35 und 75 Jahren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird ein Konzept basierend auf dem biopsychosozialen Modell erstellt, wobei die Evaluation über den validierten Pain Disability Index erfolgt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage, die Herleitung der Konzeptinhalte sowie die konkrete Strukturierung von 12 ineinandergreifenden Kurseinheiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Unspezifischer Rückenschmerz, biopsychosoziales Modell, Bewegungstherapie und Prävention.
Warum wird der Pain Disability Index zur Evaluation genutzt?
Der PDI ermöglicht eine subjektive Einschätzung der Einschränkung im Alltag, was bei chronischen Schmerzpatienten oft eine höhere Validität für den Therapieerfolg aufweist als rein objektive Daten.
Wie werden Barrieren der Kursteilnehmer abgebaut?
Barrieren wie Zeitmangel oder finanzielle Hürden werden durch flexible Termingestaltung, digitale Aufzeichnungen und eine ZPP-Zertifizierung zur Kostenerstattung durch Krankenkassen adressiert.
- Arbeit zitieren
- Jan Wandelt (Autor:in), 2023, Sekundärpräventives, multimodales, bewegungsbezogenes Kursprogramm für das Indikationsfeld "unspezifischer Rückenschmerz", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1413682