Welche genauen Merkmale bestimmen den Deklarativsatz innerhalb der deutschen Sprache und inwiefern heben sich die Grenzen zwischen Deklarativsatz und Imperativ- bzw. Interrogativsatz in dem Werk von Oppenrieder auf?
Die Hausarbeit beinhaltet die Kernthesen des Aufsatzes "Deklarativsätze" von Wilhelm Oppenrieder. Hierbei werden diese mit ausführlichen Beispielen erklärt und auf die verschiedenen Feinheiten der deutschen Syntax hingewiesen. Weiterhin wird der Aufsatz mit sprachwissenschaftlicher Literatur verglichen, sodass die Thesen von Oppenrieder auf ihre Stichhaltigkeit erprobt werden. Der Fokus liegt dabei auf Hans Altmann, der ebenfalls eine ausführliche Studien über den Deklarativsatz verfasste.
Der vorliegende Text beginnt mit einer kurzen Ausführung inwiefern der Deklarativsatz innerhalb der klassischen Moduslehre definiert wird und welche Grenzen dieser erhält. Innerhalb des nächsten Punktes werden die Kernthesen des Aufsatzes von Oppenrieder diskutiert, wobei eine Reduktion erfolgen muss: Die vorliegende Ausarbeitung stützt sich auf den Kern des Textes, welcher sich mit den formalen Merkmalen beschäftigt. Weiterführendes wie die Funktion des Deklarativsatzes oder der Ausblick auf einen eigenen exklamativen Satzmodus werden aufgrund der vorgegebenen Seitenzahl nicht beachtet. Abschließend erfolgt ein Vergleich zwischen den formalen Merkmalen, welche Oppenrieder mit verschiedener weiterführender Forschungsliteratur aufstellt. Innerhalb dieses Teiles wird sich bewusst auf den Aufsatz von Hans Altmann bezogen aufgrund vieler Parallelen zwischen den beiden Werken.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Deklarativsatz in der klassischen Satzlehre
3. Neue Aspekte des Deklarativsatzes nach Wilhelm Oppenrieder
3.1. Einleitendes
3.2. Wortkategorien
3.3. Modus des flektierten Verbes
3.4. Intonatorische Merkmale
3.5. Stellung des finiten Verbes
4. Oppenrieders Aspekte im Vergleich zur weiterführenden Literatur
4.1. Bezüge zu Altmann
4.2. Wortkategorien
4.3. Modus des flektierten Verbes
4.4. Intonatorische Merkmale
4.5. Stellung des finiten Verbes
5. Resümee
6. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Merkmale des Deklarativsatzes im Deutschen, mit besonderem Fokus auf die Thesen von Wilhelm Oppenrieder, und setzt diese in Bezug zur klassischen Satzlehre sowie weiterer linguistischer Forschung.
- Definition und Charakterisierung von Deklarativsätzen
- Vergleichende Analyse formaler Merkmale (Wortkategorien, Modus, Intonation)
- Abgrenzung des Deklarativsatzes von Imperativ- und Interrogativsätzen
- Kritische Würdigung der Rolle von Modalpartikeln
- Untersuchung von V1- und V-letzt-Strukturen im Deklarativsatz
Auszug aus dem Buch
3. Neue Aspekte des Deklarativsatzes nach Wilhelm Oppenrieder
Der ausführliche Text von Wilhelm Oppenrieder enthält verschiedene neue Thesen über den Aussagesatz. Er beginnt mit einer Erklärung, wie der Autor den Deklarativsatz definieren würde: als eine „unspektakuläre Hauptmasse der Sätze“ und erweitert die Aufgabe des Satzmodus als „normaler Informationsübermittler“, bis hin zur Möglichkeit „im Prinzip alle illokutiven Akte“ mit diesem vollziehen zu können (Oppenrieder, 2013, S. 20).
Aufgrund der neuen These problematisiert sich die weitere Definition der Kernkompetenz des Deklarativsatzes. Oppenrieder erörtert im weiteren Verlauf der ersten Seiten seiner Einleitung verschiedene einzelne Faktoren, nach denen er den Deklarativsatz untersuchen möchte. Im Besonderen die Wortkategorien, der Modus des Verbes, intonatorische Charakteristika und abschließend die Stellung des finiten Verbes. Diese fasst er unter dem Begriff der „formalen Merkmale“ eines Deklarativsatzes zusammen, sodass nicht ein Einzelmerkmal bestimmend für den Typus sei, sondern eine Vielzahl von Attributen (Oppenrieder, 2013, S. 28).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Arbeit basierend auf Oppenrieders Definition des Deklarativsatzes und steckt den methodischen Rahmen und Aufbau der Untersuchung ab.
2. Der Deklarativsatz in der klassischen Satzlehre: Dieses Kapitel analysiert anhand dreier Grammatiken den Status quo der Definition des Deklarativsatzes als Mittel zur Informationsübermittlung mit Verbzweitstellung.
3. Neue Aspekte des Deklarativsatzes nach Wilhelm Oppenrieder: Hier werden Oppenrieders Thesen zu formalen Merkmalen des Deklarativsatzes wie Wortkategorien, Modus, Intonation und Verbstellung detailliert vorgestellt.
4. Oppenrieders Aspekte im Vergleich zur weiterführenden Literatur: Dieser Teil konfrontiert Oppenrieders Ansätze mit anderen linguistischen Positionen, insbesondere von Hans Altmann und Inger Rosengren, um Übereinstimmungen und Differenzen herauszuarbeiten.
5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, würdigt den Mehrwert von Oppenrieders neuem funktionalen Ansatz kritisch und weist auf die Grenzen der traditionellen Satzlehre hin.
Schlüsselwörter
Deklarativsatz, Aussagesatz, Satzmodus, Wilhelm Oppenrieder, formale Merkmale, Verbzweitstellung, Sprachwissenschaft, Grammatik, Syntax, Illokution, Modalpartikel, Satzadverbiale, Interrogativsatz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Wesen und die definierenden Merkmale des Deklarativsatzes im Deutschen, ausgehend von einer kritischen Betrachtung des Aufsatzes von Wilhelm Oppenrieder.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die formalen Bestimmungsgrößen von Satzmodi, insbesondere die Abgrenzung von Deklarativ-, Interrogativ- und Imperativsätzen sowie die Rolle des Kontextes.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit fragt nach den präzisen Merkmalen des Deklarativsatzes nach Oppenrieder und analysiert, wie dieser Ansatz die Grenzen zu anderen Satzarten verschiebt oder auflöst.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die qualitative Analyse von Fachliteratur sowie den Vergleich theoretischer Ansätze und grammatikalischer Definitionen innerhalb der deutschen Sprachwissenschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Oppenrieders Thesen zu Merkmalen wie Wortkategorien, Modus und Verbstellung sowie deren kontrastive Gegenüberstellung mit anderen linguistischen Werken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Deklarativsatz, Satzmodus, Syntax, Illokution und formale Merkmale.
Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Modalpartikel?
Die Arbeit identifiziert Modalpartikel als einen Punkt, an dem Oppenrieders Ansatz kontrovers diskutiert werden kann, da er diesen eine größere Bedeutung für den Modus beimisst als andere Linguisten.
Welches Fazit zieht die Autorin bzw. der Autor bezüglich Oppenrieders Thesen?
Das Fazit schätzt den Mehrwert von Oppenrieders neuer funktionaler Definition hoch ein, kritisiert jedoch die teilweise Vernachlässigung der klassischen Grundlagen und die Problematik an den Randgebieten der Satzmodi.
- Arbeit zitieren
- Kevin Markus Oelsner (Autor:in), 2020, Der Deklarativsatz. Merkmale und Charakterisierung einer "unspektakulären Hauptmasse", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1406200