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Ganzheiten als Faktor in der Kausalforschung

Ein wissenschaftshistorischer Beitrag

Title: Ganzheiten als Faktor in der Kausalforschung

Research Paper (postgraduate) , 2023 , 19 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Aaron Fellbaum (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)

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Summary Excerpt Details

Organismen sind Kausalstrukturen eigener Art. Die vermeintliche Ganzheitskausalität (charakteristisch für Organismen), d.h. Kausalität, die durch mechanische Effekte nicht erklärbar ist, kann als Denkhilfe zur Phänomenbeschreibung (d.h. als Idee im erkennenden Subjekt) interpretiert werden (Kant). Da Kausalstrukturen (als Strukturen, die in der Natur zu entdecken sind) nun einmal keine bloßen Ideen des Subjekts sind, gab es von Anfang an Widerstand gegen dies Denken Immanuel Kants. Es schien in der Naturphilosophie nach 1790 möglich zu sein, Organismen durch die Differenzierung verschiedener Ebenen der Leitung des Kausalgeschehens objektiv (und als Naturprodukte, in der Natur vorfindlich [z.B. Schelling, Oken u.a.]) erfassen zu können.

Doch hatte man sich zu früh gefreut, einen Fehler in Kants Denken entdeckt zu haben. Bei der zunehmenden Ausdifferenzierung der Beschreibungsebenen in der Naturforschung ist es nämlich wieder (aufgrund der Inkompatibilität der Wirklichkeitsebenen) für Naturforscher (insbesondere Physiker) nicht möglich, auf subjektive, also reflektierte (tentative) Kausalmodelle zu verzichten. Die vermeintliche Schwäche von Immanuel Kants Kritik der Urteilskraft (1790) enthüllt den Königsberger Professor letztlich doch auch heutzutage als einen Philosophen mit Gespür für die Situation des Naturforschers im Zeitalter nach der Systematisierung der empirisch vorgefundenen Natur durch Karl von Linné (1707-1778): Zumindest Teile der Kausalanalyse müssen durch Eigentätigkeit des epistemischen Subjekts, durch durchsichtige Verständlichkeit des Denkens des Naturforschers, erklärt und damit interpretiert werden, da es leider keine ideale Wissenschaft gibt und vermutlich nie geben wird. Also ist das explanans dem explanandum, der Natur selbst, niemals angemessen. Theorienentwürfe sind immer notwendige Entwicklungen und sie sind nie dem explanandum vollkommen angemessen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Abstrakt

(A) Organismische Ganzheitskausalität

(B) (a): Die organische Ganzheit als Teil der Ganzheit der Natur selbst

(B) (b): Unter Beibehaltung eines mechanistischen Weltbildes

(C): Man hatte sich jedoch zu früh gefreut und der scheinbar erkennbare Erfolg

Online Literatur

Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wissenschaftshistorische Entwicklung und philosophische Einordnung der "Ganzheitskausalität" bei Organismen. Dabei wird analysiert, inwieweit das Konzept der Ganzheit als notwendige, wenn auch subjektive Idee des erkennenden Naturforschers gegenüber objektiv-materiellem Kausalitätsverständnis zu bewerten ist und welche Rolle dieses regulatorische Prinzip im Kontext der modernen Naturforschung spielt.

  • Kritische Analyse der Kantischen Urteilskraft hinsichtlich organischer Kausalstrukturen.
  • Gegenüberstellung von Naturphilosophie (Schelling, Oken) und mechanistischem Weltbild.
  • Die Bedeutung der epistemischen Subjektivität in der modernen wissenschaftlichen Theoriebildung.
  • Vergleich der organismischen Ganzheit mit dem Konzept der Leibniz’schen Monadologie.
  • Reflexion der Unvollkommenheit naturwissenschaftlicher Erklärungsmodelle anhand des Beispiels der Heisenbergg’schen Unschärferelation.

Auszug aus dem Buch

Die Kausalität der Ganzheit kann nicht auf einer gemeinsamen kausalen Ebene mit der Kausalität der Teile liegen.

Dass die „Idee des Ganzen“, und davon spricht Kant, „die Form und Verbindung der Teile bestimme“, tut dies eben „nicht als Ursache“, sondern als „Erkenntnisgrund der systematischen Einheit der Form und Verbindung alles Mannigfaltigen, was in der gegebenen Materie enthalten ist, für den, der es beurteilt.“ In: Kant, Kritik der Urteilskraft, § 65. Wir müssen also als epistemische Subjekte denken, dass Gott die organische Natur wie ein Künstler schuf. Daher ergibt sich für die epistemische Subjektivität die „Idee des Ganzen“ als (reflexiv angenommener) Kausalfaktor. Ganz gewiss handelt es sich jedoch in der kritischen Philosophie Kants um „Ideen der Reflexion“, also um Ganzheit als Idee der epistemischen Subjektivität, die jedoch „Endursachen“ im Naturzweck [d.h. im Selbstzweck Organismus], also causa finalis, meint.

Zusammenfassung der Kapitel

Abstrakt: Der einleitende Abschnitt definiert Organismen als Kausalstrukturen eigener Art und stellt die These auf, dass Ganzheitskausalität als Denkhilfe des erkennenden Subjekts zu interpretieren ist, da eine rein mechanische Erklärung oft nicht ausreicht.

(A) Organismische Ganzheitskausalität: Dieses Kapitel erläutert Kants Sichtweise, nach der die Organisation der Natur nicht als mechanische Kausalität im Sinne einer Ursache-Wirkungs-Struktur begriffen werden kann, sondern eine Reflexion der Urteilskraft erfordert.

(B) (a): Die organische Ganzheit als Teil der Ganzheit der Natur selbst: Hier werden Naturphilosophen wie Schelling und Oken thematisiert, die als Gegenbewegung zu Kant versuchten, Leben als in sich geschlossene universale Kausalität unter Rückgriff auf Leibniz’ Monadologie zu beschreiben.

(B) (b): Unter Beibehaltung eines mechanistischen Weltbildes: Dieses Kapitel untersucht Lebensforschung und philosophische Anthropologie, die versuchen, den Organismus als abgeschlossenes System in Interaktion mit einer mechanischen Umwelt zu begreifen.

(C): Man hatte sich jedoch zu früh gefreut und der scheinbar erkennbare Erfolg: Der abschließende Hauptteil diskutiert die Grenzen der naturwissenschaftlichen Erkenntnis und argumentiert, dass das epistemische Subjekt und seine "synthetisierende Eigenaktivität" notwendige Bestandteile der Naturforschung bleiben.

Schlüsselwörter

Ganzheitskausalität, Immanuel Kant, Organismische Natur, Epistemisches Subjekt, Kausalität, Naturphilosophie, Kritik der Urteilskraft, Monadologie, Naturzweck, Causa finalis, Causa efficiens, Heisenbergsche Unschärferelation, Erkenntnistheorie, Wissenschaftsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht das philosophische Problem der Ganzheitskausalität bei Organismen und wie Naturforscher seit Kant den Widerspruch zwischen mechanistischer Erklärbarkeit und der organischen Wirklichkeit auflösen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Kantische Naturphilosophie, die ontologische Bedeutung von Ganzheit, das Verhältnis von Geist und Materie in der Biologie sowie die Grenzen der naturwissenschaftlichen Erkenntnisfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum eine rein mechanistische Erklärung der Natur das erkennende Subjekt nicht entlasten kann und warum "regulative Annahmen" für das Verständnis komplexer Strukturen unerlässlich bleiben.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Forschungsarbeit, die primär wissenschaftshistorische Quellen und philosophische Abhandlungen (von Kant bis zur modernen Physik) kritisch miteinander verknüpft.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil analysiert die historischen Versuche, die "Lücke" in Kants System zu schließen – von der Naturphilosophie des 19. Jahrhunderts bis hin zur modernen philosophischen Anthropologie und deren Bezug zum mechanistischen Paradigma.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Ganzheitskausalität, epistemische Subjektivität, Causa finalis/efficiens und die prinzipielle Unvollkommenheit naturwissenschaftlicher Theorien geprägt.

Welche Rolle spielt die Leibniz’sche Monadologie für die Argumentation des Autors?

Leibniz’ Konzept der "fensterlosen Monade" dient als wichtiger theoretischer Bezugspunkt, um die Abgeschlossenheit organischer Systeme zu erklären, sowohl für Naturphilosophen des 18. Jahrhunderts als auch in modernen anthropologischen Modellen.

Warum wird die Heisenbergsche Unschärferelation im Kontext einer philosophischen Abhandlung zitiert?

Der Autor nutzt sie als prominentes Beispiel dafür, dass auch in der modernen Physik das Beobachtungswerkzeug den Gegenstand beeinflusst, was die Kantische Einsicht in die Grenze unseres Erkennens unterstreicht.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Ganzheiten als Faktor in der Kausalforschung
Subtitle
Ein wissenschaftshistorischer Beitrag
College
Klagenfurt University  (Universitätsbibliothek)
Course
Arbeitskreis
Grade
bestanden
Author
Aaron Fellbaum (Author)
Publication Year
2023
Pages
19
Catalog Number
V1402869
ISBN (eBook)
9783346952691
ISBN (Book)
9783346952707
Language
German
Tags
causa finalis Ganzheitskausalität Kritische Philosophie Immanuel Kant (1724-1804) causa efficiens Subjekt-Objekt-Spaltung Mechanische Wirkursächlichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aaron Fellbaum (Author), 2023, Ganzheiten als Faktor in der Kausalforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1402869
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