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Vom Campus bis zur Kanzel - Die intellektuelle Kriegsunterstützung im Ersten Weltkrieg in Deutschland

Title: Vom Campus bis zur Kanzel - Die intellektuelle Kriegsunterstützung im Ersten Weltkrieg in Deutschland

Seminar Paper , 2001 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Benjamin Waschow (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic

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Summary Excerpt Details

Der Kriegsausbruch im August 1914 rief unterschiedliche Emotionen in der Bevölkerung hervor. Auf der einen Seite war von euphorischer Kriegsbegeisterung die Rede, auf der anderen Seite gab es Demonstrationen bis hin zu Straßenschlachten linker Gruppen. Die Propaganda hat Stimmen gegen den Krieg im August später einfach verschwiegen, um das "Augusterlebnis" als einheitlichen Gefühlsausbruch des gesamten Volkes darzustellen. Eines ist jedoch sicher, dass der Kriegsausbruch in der gesamten Bevölkerung starke Emotionen auslöste. Diese Arbeit soll zeigen, wie sich die "Gelehrten" zu diesem Krieg äußerten. Was haben Pfarrer, Professoren und Schriftsteller öffentlich gesagt oder geschrieben? Wie nahmen sie Einfluß auf die Meinung der Menschen? Diese Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit Reden und Schriften, die den Krieg bejahten und unterstützten. Dieses bedeutet nicht, dass es nicht auch Stimmen im intellektuellen Lager gab, die sich gegen den Krieg richteten. Allerdings muss angemerkt werden, dass diese Gruppe verschwindend klein war und in der breiten Öffentlichkeit nicht richtig in Erscheinung trat. Die Theologen werden in dieser Arbeit etwas stärker berücksichtigt, da sie am direktesten und nächsten an die Menschen herankamen und diese durch ihren besonderen Stand gut beeinflussen konnten. Die Veröffentlichungen der Schriftsteller hingegen sind oft in einer Sprache verfasst, die wiederum größtenteils nur von Intellektuellen, nicht aber von der Masse der Bevölkerung gelesen wurde. Deshalb fällt den Schriftstellern in dieser Arbeit ein etwas geringerer Teil zu. Diese Arbeit kann in ihrem Umfang nur einen groben Überblick über die intellektuelle Unterstützung geben. Drei Gruppen sind aus dem Lager der Intellektuellen herausgegriffen und hier repräsentativ vorgestellt. Es wurden eine Vielzahl von Zitaten in dieser Arbeit verwendet. Dieses schien sinnvoll, um die teilweise stark von Emotionen geprägten Äußerungen authentisch wiedergeben zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Professoren und der Krieg

a) Euphorischer Kriegsbeginn

b) Annexionistische Forderungen

c) "An die Kulturwelt"

d) Zusammenfassung,

II. Kirche und Krieg

a) Einleitung

b) August 1914- Ein neuer Aufbruch

c) Krieg als Sendungsauftrag

d) Verherrlichung des Krieges und Heldenverehrung

e) Gegen die Kriegsmüdigkeit

f) Zusammenfassung

III. Schriftsteller und der Krieg

IV. Schlußbemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle deutscher Intellektueller, insbesondere von Professoren, Theologen und Schriftstellern, bei der ideologischen Unterstützung des Ersten Weltkriegs. Dabei wird analysiert, wie diese Gruppen durch ihre Schriften und Reden den Krieg rechtfertigten, zur Mobilisierung beitrugen und die öffentliche Meinung im Sinne der kriegsführenden Eliten prägten.

  • Die Rolle der universitären Elite und ihre Rolle bei der Rechtfertigung des preußisch-deutschen Militarismus.
  • Die Funktion der Kirchen und Theologen als moralische Instanzen im Dienste der Kriegspropaganda.
  • Die Bedeutung der Intellektuellen bei der Verbreitung von Annexionszielen und Sendungsbewusstsein.
  • Die Entwicklung und Etablierung von Kriegsmythen wie der "Dolchstoßlegende".
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der intellektuellen Mitschuld an der Kriegsführung.

Auszug aus dem Buch

I. Professoren und der Krieg

Im Wilhelminischen Kaiserreich hatten die Professoren als Sinn- und Wertevermittler eine führende Rolle inne. Allein die Universitäten genossen eine relative Unabhängigkeit, sie hatten den Charakter einer gesamtdeutschen Institution ohne regionale Bindungen der Professoren und Studenten. Mit dem Beginn des ersten Weltkrieges erschien auch eine Fülle von Publikationen und Vorträgen deutscher Professoren. Die Gelehrten verstanden sich als über den Parteien stehend und waren wesentlich an der Prägung der öffentlichen Meinung mitbeteiligt.

Sie sahen es als ihre Pflicht, sich gegen die Kritik der Alliierten zu stellen, die der deutschen Kriegspolitik reines Machtstreben vorwarf. So wurde in der Folge ein großes Arsenal von historischen, philosophischen, völkerrechtlichen und kulturellen Argumenten angeführt, um die deutsche Kriegsführung zu rechtfertigen. Viele Hochschullehrer empfanden den Krieg als Möglichkeit, sich mit einem Schlag aus der kulturellen Stagnation in der man sich angeblich befand zu befreien.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert den Fokus der Arbeit auf die intellektuelle Unterstützung des Krieges durch Professoren, Theologen und Schriftsteller sowie die Motivation, diese emotionale Mobilisierung zu untersuchen.

I. Professoren und der Krieg: Dieses Kapitel zeigt auf, wie deutsche Professoren den Krieg als notwendigen Kampf um Kultur und gegen Stagnation rechtfertigten und den Annexionismus maßgeblich vorantrieben.

II. Kirche und Krieg: Es wird dargestellt, wie die Kirchenführung den Krieg als "Heiligen Krieg" verklärte und moralische Unterstützung leistete, bis hin zur Mitgestaltung der Dolchstoßlegende.

III. Schriftsteller und der Krieg: Das Kapitel beleuchtet, wie Literaten den Kriegsausbruch als Reinigung oder "Katharsis" begrüßten und die Hoffnung auf eine kulturelle Erneuerung verbanden.

IV. Schlußbemerkungen: Die Schlussbemerkungen ziehen ein kritisches Fazit über die Mitschuld der deutschen Elite an der moralischen und ideologischen Legitimation des Krieges.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Intellektuelle, Professoren, Kirche, Kriegspropaganda, Militarismus, Sendungsbewusstsein, Annexionismus, Dolchstoßlegende, Kulturbegriff, deutsche Eliten, Kriegslegitimation, Kriegsmüdigkeit, Geistesgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle der deutschen intellektuellen Elite bei der Unterstützung des Ersten Weltkriegs durch publizistische und rhetorische Mittel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Kriegspropaganda der Hochschullehrer, die Kriegstheologie der evangelischen und katholischen Kirche sowie die Rolle der Schriftsteller bei der kulturellen Überhöhung des Krieges.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie intellektuelle Gruppen aktiv dazu beitrugen, den Krieg moralisch und ideologisch zu begründen und die Bevölkerung zu mobilisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von zeitgenössischen Reden, Resolutionen und Schriften basiert, um die Haltung der Intellektuellen authentisch nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei zentrale Bereiche: die politische Rolle der Professoren, den Einfluss der Kirche auf die Moral der Bevölkerung und die ideologische Einordnung durch Schriftsteller.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kriegslegitimation, Annexionismus, Kultur vs. Zivilisation, intellektuelle Mitschuld und Dolchstoßlegende.

Wie reagierten Professoren auf die Niederlage nach 1918?

Viele Professoren zeigten sich desorientiert und versuchten, ihre Rolle zu legitimieren, indem sie die Schuld nicht beim Kaiser oder beim Militär, sondern beim deutschen Volk oder "moralischen Verfall" suchten.

Inwiefern trugen Schriftsteller zur Kriegsstimmung bei?

Schriftsteller wie Thomas Mann oder Gerhart Hauptmann stilisierten den Krieg als kulturelle Notwendigkeit oder "Katharsis" und unterstützten die Ideologie der Verteidigung deutscher Kulturwerte gegen den Rest der Welt.

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Details

Title
Vom Campus bis zur Kanzel - Die intellektuelle Kriegsunterstützung im Ersten Weltkrieg in Deutschland
College
University of Freiburg  (Historisches Seminar)
Course
Proseminar: Erster Weltkrieg
Grade
2
Author
Benjamin Waschow (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V13969
ISBN (eBook)
9783638194884
ISBN (Book)
9783640667123
Language
German
Tags
Campus Kanzel Kriegsunterstützung Ersten Weltkrieg Deutschland Proseminar Erster Weltkrieg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Waschow (Author), 2001, Vom Campus bis zur Kanzel - Die intellektuelle Kriegsunterstützung im Ersten Weltkrieg in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/13969
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