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Kunstreiterfall. Atypische Verträge und römischer Formularprozess.

Digestenexegese. D. 19, 5, 20 pr.-1 (Ulp. 32 ed.)

Titel: Kunstreiterfall. Atypische Verträge und römischer Formularprozess.

Seminararbeit , 2023 , 28 Seiten , Note: 18

Autor:in: Damian Hurmer (Autor:in)

Jura - Andere Rechtssysteme, Rechtsvergleichung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit behandelt eingehend die Digestenstelle D. 19, 5, 20 pr.-1 (Ulp. 32 ed.), den sogenannten "Kunstreiterfall“.

Ulpian erläutert darin unter anderem Probleme der aktionenrechtlichen Durchsetzung von Ansprüchen, die aus einem Kauf auf Probe (ad inspiciendum dare) unter Vereinbarung eines "pactum displicentiae" erwachsen. Im Gegensatz zu Übungen im modernen Recht, bei denen vom Juristen verlangt wird, einen konkreten Sachverhalt gutachterlich einer juristischen Lösung zuzuführen, besteht die große Aufgabe der klassischen Digestenexegese gerade darin, retrospektiv eine Begründung für die vom römischen Juristen bereits vorgegebene Lösung zu finden.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, dem juristisch versierten Leser die Hintergründe der Entscheidungen Ulpians zu vermitteln und dessen Lösung auf diesem Wege einer nachvollziehbaren Explikation zuzuführen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Exegese

A. Digestentext: D. 19, 5, 20 pr.-1 (Ulp. 32 ed.)

B. Übersetzung ins Deutsche

C. Erläuterungen zur Inskription

I. Bemerkungen zu Leben und Werken des Ulpian

II. Einordnung der angegebenen Fundstelle in die libri ad edictum

III. Kurzbemerkungen zu sonstigen angesprochenen Juristen

D. Interpretation

I. Detaillierte Rekonstruktion und Paraphrase des Sachverhaltes

II. Responsum des Ulpian

III. Erklärung anhand zentraler Fragen – Teil I (D. 19, 5, 20, pr.)

1. Welches Klageziel wird vom ego überhaupt verfolgt?

2. Über welche Klagen ließe sich zur Abschöpfung der Siegesprämie noch nachdenken? Weshalb sind sie abzulehnen?

3. Wieso hält Ulpian das agere praescriptis verbis für verius gegenüber der actio venditi?

4. Wofür hat Labeo sich entschieden?

IV. Erklärung anhand zentraler Fragen – Teil II (D. 19, 5, 20, 1)

1. Weshalb soll nach Mela bei der emptio iam perfecta (nur) das pretium geschuldet sein, obwohl ausgangs pretium et merces diskutiert werden?

2. Warum erteilt Ulpian zur Einforderung des pretium die actio venditi?

3. Woher rührt ein Anspruch auf die merces bei der emptio nondum perfecta?

4. Wieso erteilt Ulpian die apv zur Einforderung der merces? Wäre nicht auch eine actio locati denkbar?

5. Stimmt die Behauptung Ulpians, Mela habe sich gar nicht zu den actiones geäußert?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die juristische Problematik atypischer Verträge und des römischen Formularprozesses anhand des sogenannten „Kunstreiterfalls“ (D. 19, 5, 20 pr.-1). Das Ziel ist die Rekonstruktion der juristischen Begründungswege Ulpians zur Wahl der „actio praescriptis verbis“ gegenüber klassischen Vertragsklagen in komplexen Fallkonstellationen wie dem Kauf auf Probe.

  • Analyse der prozessualen Rechtsbehelfe im römischen Recht bei atypischen Kaufabreden.
  • Untersuchung der Differenzierung zwischen resolutiv- und suspensiv-bedingten Kaufverträgen.
  • Erörterung der Gefahrtragung bei zufälligem Untergang der Kaufsache während einer Probezeit.
  • Kritische Würdigung der „actio praescriptis verbis“ als flexibler Klagemöglichkeit.

Auszug aus dem Buch

D. 19, 5, 20 pr.-1 (Ulp. 32 ed.)

20. IDEM libro trigesimo secundo ad edictum Apud Labeonem quaeritur, si tibi equos venales experiendos dedero, ut, si in triduo displicuissent, redderes, tuque desultor in his cucurreris et viceris, deinde emere nolueris, an sit adversus te ex vendito actio. et puto verius esse praescriptis verbis agendum: nam inter nos hoc actum, ut experimentum gratuitum acciperes, non ut etiam certares.

1. Item apud Melam quaeritur, si mulas tibi dedero ut experiaris et, si placuissent, emeres, si displicuissent, ut in dies singulos aliquid praestares, deinde mulae a grassatoribus fuerint ablatae intra dies experimenti, quid esset praestandum, utrum pretium et merces an merces tantum. et ait Mela interesse, utrum emptio iam erat contracta an futura, ut, si facta, pretium petatur, si futura, merces petatur: sed non exprimit de actionibus, puto autem, si quidem perfecta fuit emptio, competere ex vendito actionem, si vero nondum perfecta esset, actionem talem qualem adversus desultorem dari.

Zusammenfassung der Kapitel

Exegese: Vorstellung des Digestentextes sowie der deutschen Übersetzung des Falls.

Erläuterungen zur Inskription: Historische Einordnung von Ulpian, seinem Leben, seinen Werken und die Stellung der Fundstelle in den „libri ad edictum“.

Interpretation: Detaillierte juristische Analyse der Sachverhalte unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedingungsarten (resolutiv vs. suspensiv) und der Klagestrategien, insbesondere der „actio praescriptis verbis“.

Schlüsselwörter

Römisches Recht, Digesten, Ulpian, Labeo, Mela, Kauf auf Probe, actio praescriptis verbis, actio venditi, pactum displicentiae, Gefahrtragung, Formularprozess, emptio perfecta, Kaufvertrag, Rechtsbehelf, Kunstreiterfall.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die juristische Einordnung und Problemlösung römischer Rechtsgelehrter bei vertraglich nicht eindeutig definierten Geschäften, speziell bei einem „Kauf auf Probe“, bei dem der Käufer die Kaufsache entgegen der Absprache ungebührlich nutzt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen das klassische römische Formularverfahren, die Abgrenzung von Vertragstypen (Kauf vs. Miete/Leihe) und die Frage nach der richtigen Klage („actio“) zur Durchsetzung von Ansprüchen aus Nebenabreden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, warum der Jurist Ulpian für den vorliegenden Fall die „actio praescriptis verbis“ als „verius“ (richtiger) gegenüber der klassischen „actio venditi“ präferiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtsgeschichtliche Exegese, die retrospektiv die juristischen Begründungen für antike Entscheidungen durch Literaturanalyse und dogmatische Einordnung ergründet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert zwei Fallbeispiele aus den Digesten: Den „Kunstreiterfall“ und einen weiteren Fall mit Maultieren, bei dem die Frage der Gefahrtragung bei Diebstahl der Tiere im Vordergrund steht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Römisches Recht, „actio praescriptis verbis“, „pactum displicentiae“, „emptio perfecta“, Gefahrtragung und prozessuale Haftung.

Warum ist die „actio praescriptis verbis“ in diesem Fall vorteilhafter als die „actio venditi“?

Die „actio praescriptis verbis“ bietet prozessual ein geringeres Risiko, da sie nicht zwingend den Beweis eines vollendeten Kaufvertrags erfordert, sondern auf die Verletzung der spezifischen Nebenabrede („pactum displicentiae“) abzielt.

Welche Rolle spielt die Bedingungskonstruktion bei der Falllösung?

Die Unterscheidung, ob ein Kauf unter einer auflösenden (resolutiven) oder einer aufschiebenden (suspensiven) Bedingung stand, ist entscheidend, da sie bestimmt, welcher Rechtsbehelf und welche Art der Haftung (z.B. für Kaufpreis oder nur Nutzungsgebühr) greift.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kunstreiterfall. Atypische Verträge und römischer Formularprozess.
Untertitel
Digestenexegese. D. 19, 5, 20 pr.-1 (Ulp. 32 ed.)
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Juristische Fakultät)
Veranstaltung
Seminar: Atypische Verträge und römischer Formularprozess
Note
18
Autor
Damian Hurmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
28
Katalognummer
V1392492
ISBN (eBook)
9783346942692
ISBN (Buch)
9783346942708
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Digestenexegese Digesten Innominatkontrakt Actio praescriptis verbis Actio in factum Ulpian D. 19 5 20 Labeo Mela Formularprozess Römisches Recht Kauf auf Probe actio venditi actio ex vendito emptio perfecta emptio facta emptio futura actio locati locatio conductio emptio venditio ad edictum Atypische Verträge Jura München LMU ad inspiciendum pactum displicentiae Kunstreiterfall
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Damian Hurmer (Autor:in), 2023, Kunstreiterfall. Atypische Verträge und römischer Formularprozess., München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1392492
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Leseprobe aus  28  Seiten
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