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Vaterbilder und Geschlechterrollen. Sozialkritische Entwürfe gesellschaftlicher Hierarchien im Erzählwerk Marie von Ebner-Eschenbachs

Title: Vaterbilder und Geschlechterrollen. Sozialkritische Entwürfe gesellschaftlicher Hierarchien im Erzählwerk Marie von Ebner-Eschenbachs

Term Paper , 2023 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

German Studies - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit steht unter dem vorläufigen Arbeitstitel Vaterbilder und Geschlechterrollen - Sozialkritische Entwürfe gesellschaftlicher Hierarchien im Erzählwerk Marie von Ebner-Eschenbachs. Leitende Forschungsfragen könnten sein:
Wie werden die Männer und Frauen jeweils in den Werken charakterisiert?
Inwiefern bildet die Autorin zeittypische Geschlechterrollen ab?
Inwiefern sind die dargestellten Geschlechterbilder kritisch zu sehen?

Die Arbeit thematisiert Geschlechterrollen am Beispiel der von Ebner-Eschenbach erzählten Männer- und Frauenbilder und der damit aufgerufenen Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Patriarchat in Politik, Gesellschaft und Familie. Gegenstand der literaturwissenschaftlichen Analyse sind die Erzählwerke der Autorin, in denen die Thematik beispielhaft zum Ausdruck kommt: die große Erzählung Das Gemeindekind und die Novelle der Vorzugsschüler werden dazu herangezogen. Untersucht wird, mit welchen erzählerischen Mitteln das Verhältnis von Vaterbild und weiblicher Autonomie, Patriarchalismus und der „autonom über sich verfügenden Frau“ problematisiert wird. Die vergleichende Betrachtung beider Erzählwerke soll Schlussfolgerungen zu sozialkritischen Konstanten im Schreiben der von Ebner-Eschenbach ermöglichen. Die Arbeit deckt damit eine Forschungslücke, da ein Vergleich dieser beiden Werke noch nicht vorgenommen wurde und somit ein kleines Feld in der Forschung um die Autorin abdeckt. Dies soll auf Grundlage von Beutin und Polheim, die sich vor allem mit dem Frauenbild, das von Ebner-Eschenbach zeichnet, befassen. In einem nächsten Schritt. sollen die Erkenntnisse in die damalige Zeit eingeordnet und auf die politische und gesellschaftliche Situation bezogen werden, dazu werden Chambers und Koopmann herangezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaft im Aufbruch. Soziohistorische Rahmenbedingungen der Geschlechterordnung im 19. Jahrhundert

2.1 Zwischen Tradition und Aufbruch. Historisch-sozialgeschichtliche Kontexte der Donau-Monarchie

2.2 „Männliche Moderne“. Die Ordnung der Geschlechter zwischen Revolution und Gründerzeit

2.3 Biographische Kontexte zum Verständnis der schriftstellerischen Motivik der Ebner-Eschenbach

3. Gescheiterte Herrschaft. Vaterbild und Geschlechterrollen in Der Vorzugsschüler

3.1 Die Geschlechterrollen im Familienmodell. Grundzüge des sozialkritischen Plots

3.2 Der Vater als Tyrann? Zur Darstellung der Vaterrolle

3.3 Das Rollenbild der Mutter – zwischen Duldung und erkämpfter Autorität

3.4 Kritik der Geschlechterrollen oder Beschwichtigung des sozialen Konflikts?

4. Gelingende Individualisierung ohne Vater? Zur Rolle der väterlichen Autorität in Das Gemeindekind

4.1 Überwindung der sozialen Stigmatisierung. Grundzüge des sozialkritischen Plots

4.2 Der Vater-Ersatz: Habrecht als Erzieher Pavels

4.3 Spätherbst oder Vorfrühling der Gesellschaft? Zur Modellierung der sozialen Hierarchien

5. Ausblick und Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarische Darstellung von Vaterbildern und deren Einfluss auf Geschlechterrollen im Erzählwerk von Marie von Ebner-Eschenbach, insbesondere in den Werken "Der Vorzugsschüler" und "Das Gemeindekind", um gesellschaftliche Machtstrukturen des 19. Jahrhunderts zu hinterfragen.

  • Analyse der soziohistorischen Rahmenbedingungen der Geschlechterordnung im 19. Jahrhundert.
  • Untersuchung des väterlichen Erziehungsdilemmas und dessen Folgen für die kindliche Psyche.
  • Gegenüberstellung von patriarchalen Machtstrukturen und der Emanzipation weiblicher Protagonistinnen.
  • Erkenntnisgewinn über die Wechselwirkung zwischen individueller Entwicklung und soziopolitischer Stigmatisierung.

Auszug aus dem Buch

3. Gescheiterte Herrschaft. Vaterbild und Geschlechterrollen in Der Vorzugsschüler

Georgs Vater Offizial Pfanner, den Beamten der k.u.k. österreichischen Staatsbahn, stellt der Erzähltext als einen arbeitsamen, „ungemein dürr[en]“, ununterbrochen fleißigen Mann mit militärisch anmutendem Schnurrbart vor (V 376). Selbst aus ärmlichen Verhältnissen stammend, wuchs er ohne höhere Schulbildung auf, heiratete jedoch eine Frau aus „gute[m] und damals fast reiche[m] Hause“ (V 381). Von Anbeginn wird sein Leben als einzig um Arbeit, Leistung, Fleiß, Pflichttreue ausgerichtetes Leben gezeichnet. Er ist der Hauptverdiener der Familie, all sein Tun ist auf seinen sozialen Aufstieg gerichtet (V 387). Sein Kind nimmt er nicht als Realitätserweiterung wahr, sondern als Verlängerung seiner narzisstischen Wunschvorstellungen:

„Erst als ein Sohn ihm geboren wurde, gab es ein zweites Wesen, ihm ebenso wichtig wie er sich selbst. Eine Fortsetzung seines Ichs, eine vervollkommnete Fortsetzung. Alles, was seinem Ehrgeiz versagt geblieben, was nicht errungen, sollte sein Sohn erringen.“ (V 386)

Unübersehbar weist der auktoriale Erzähler der Vaterfigur die dominante Rolle innerhalb der Familienbeziehung zu. Das damit verteilte Rollenmuster erscheint als typischer Ausdruck zum einen des zeitgenössischen Geschlechterverhältnisses, in dem sich der Ehemann als Ernährer, Hausherr, Verwalter und öffentliche Bezugsautorität zu bewähren hat, zum anderen des Vater-Kind-Verhältnisses, in dem er als Vater die Erziehung seines Sohnes in die Hände nimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die literarische Bedeutung von Marie von Ebner-Eschenbach ein und setzt den theoretischen Rahmen für die Untersuchung von Geschlechterrollen und Vaterbildern.

2. Gesellschaft im Aufbruch. Soziohistorische Rahmenbedingungen der Geschlechterordnung im 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel verortet die erzählerischen Werke im soziohistorischen Kontext der Habsburger Monarchie und der beginnenden Emanzipation.

2.1 Zwischen Tradition und Aufbruch. Historisch-sozialgeschichtliche Kontexte der Donau-Monarchie: Hier werden die historischen Spannungsfelder zwischen traditionellen Werten und gesellschaftlichem Umbruch thematisiert.

2.2 „Männliche Moderne“. Die Ordnung der Geschlechter zwischen Revolution und Gründerzeit: Dieses Kapitel erläutert die dominante Stellung des Mannes als Ernährer und Familienoberhaupt in der Zeit der industriellen Entwicklung.

2.3 Biographische Kontexte zum Verständnis der schriftstellerischen Motivik der Ebner-Eschenbach: Es wird die persönliche Prägung der Autorin und ihr Bezug zum literarischen Leben ihrer Zeit untersucht.

3. Gescheiterte Herrschaft. Vaterbild und Geschlechterrollen in Der Vorzugsschüler: Das Kapitel analysiert die tragischen Auswirkungen eines autoritären Erziehungsstils auf das Kind und die patriarchale Familienstruktur.

3.1 Die Geschlechterrollen im Familienmodell. Grundzüge des sozialkritischen Plots: Eine Untersuchung des Konflikts zwischen individueller Entfaltung und den Erwartungen des Elternhauses.

3.2 Der Vater als Tyrann? Zur Darstellung der Vaterrolle: Fokus auf die psychische Instrumentalisierung des Kindes durch den ehrgeizigen Vater.

3.3 Das Rollenbild der Mutter – zwischen Duldung und erkämpfter Autorität: Beleuchtung der weiblichen Rolle als kompensatorische, aber machtlose Kraft im Familiengefüge.

3.4 Kritik der Geschlechterrollen oder Beschwichtigung des sozialen Konflikts?: Abschließende Reflexion über das Scheitern der familiären Ordnung und die Konsequenzen für die Charaktere.

4. Gelingende Individualisierung ohne Vater? Zur Rolle der väterlichen Autorität in Das Gemeindekind: Hier wird der Kontrast zur ersten Novelle hinsichtlich der Möglichkeit zur sozialen Integration untersucht.

4.1 Überwindung der sozialen Stigmatisierung. Grundzüge des sozialkritischen Plots: Analyse der Wege, wie ein Protagonist trotz widriger Startbedingungen soziale Anerkennung findet.

4.2 Der Vater-Ersatz: Habrecht als Erzieher Pavels: Untersuchung der beispielhaften Rolle eines Mentors für die Entwicklung des "Gemeindekindes".

4.3 Spätherbst oder Vorfrühling der Gesellschaft? Zur Modellierung der sozialen Hierarchien: Eine Einordnung der gesellschaftlichen Entwicklung in Bezug auf Standesgrenzen und individuelle Aufstiegschancen.

5. Ausblick und Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der literarischen Ergebnisse und Plädoyer für eine verstärkte Einbindung der Werke Ebner-Eschenbachs im Deutschunterricht.

Schlüsselwörter

Marie von Ebner-Eschenbach, Vaterbild, Geschlechterrollen, Patriarchat, Sozialkritik, Der Vorzugsschüler, Das Gemeindekind, Erziehungsautorität, 19. Jahrhundert, Habsburger Monarchie, Sozialisation, Literaturdidaktik, Emanzipation, Realismus, Familienmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Marie von Ebner-Eschenbach in ihren Werken gesellschaftliche Hierarchien, insbesondere durch die Linse von Vaterbildern und Geschlechterrollen, in der österreichisch-ungarischen Monarchie des 19. Jahrhunderts kritisch reflektiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen patriarchale Erziehung, das Scheitern familiärer Strukturen, weibliche Autonomie sowie die sozialen Bedingungen für ein individuelles Gelingen oder Scheitern innerhalb des Klassengefüges.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der Vaterrollen in "Der Vorzugsschüler" und "Das Gemeindekind" aufzuzeigen, wie Ebner-Eschenbach gesellschaftliche Missstände und die Unterdrückung des Individuums literarisch sichtbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse mit soziohistorischem Fokus gewählt, die den Textkontext (insbesondere biographische und zeitgenössische Quellen) mit der narrativen Ausgestaltung in den ausgewählten Erzählungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung soziohistorischer Kontexte und eine detaillierte textimmanente Analyse der beiden Werke bezüglich der Darstellung von Vater-Kind-Beziehungen und Rollenmodellierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Analyse ist durch Begriffe wie Sozialkritik, patriarchale Herrschaft, Geschlechterverhältnisse, Autorität und individuelle Identitätsfindung geprägt.

Inwiefern beeinflusst der historische Kontext der Donau-Monarchie das Familienbild in den Werken?

Die strenge soziale Hierarchie und das patriarchalische Gesetzbuch von 1900 legitimieren die absolute Autorität des Vaters, was im Erzählwerk als Motor für familiäre Konflikte und unterdrückte Persönlichkeitsentwicklung fungiert.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen den Vaterdarstellungen in den zwei analysierten Erzählungen?

Während "Der Vorzugsschüler" die destruktive Übermacht einer biologischen Vaterautorität zeigt, die in einer Katastrophe endet, verdeutlicht "Das Gemeindekind", dass eine externe, fördernde Erzieherfigur (Vater-Ersatz) eine positive soziale Integration ermöglichen kann.

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Details

Title
Vaterbilder und Geschlechterrollen. Sozialkritische Entwürfe gesellschaftlicher Hierarchien im Erzählwerk Marie von Ebner-Eschenbachs
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
26
Catalog Number
V1392373
ISBN (eBook)
9783346937063
ISBN (Book)
9783346937070
Language
German
Tags
Marie von Ebner-Eschenbach Vaterrolle Hierarchie Mutterrolle Familienbilder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Vaterbilder und Geschlechterrollen. Sozialkritische Entwürfe gesellschaftlicher Hierarchien im Erzählwerk Marie von Ebner-Eschenbachs, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1392373
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