Dieses Essay stellt sich die Frage, inwiefern heutzutage in Deutschland von einer multikulturellen Gesellschaft gesprochen werden kann. Wenn man von Deutschland spricht, verbinden viele Menschen das Land mit einer multikulturellen Gesellschaft. Doch was bedeutet Multikulturalität eigentlich genau? Reicht es aus, einige Flüchtlinge aufzunehmen, um als multikulturelles Land zu gelten? Nein.
Eine multikulturelle Gesellschaft bedeutet durchaus mehr, als lediglich Flüchtlinge aufzunehmen oder eine Heimat für eine Vielzahl von Migranten zu sein. Mit dem Begriff ist vor allem eine Gesellschaft gemeint, bei der verschiedene Kulturen aus unterschiedlichen Ländern in einem anderen Land ausgelebt werden können. Jedes Individuum besitzt zwar seine eigene
Kultur wird aber von der Gesellschaft akzeptiert. Es ist sozusagen ein friedliches Nebeneinander von unterschiedlich kulturell geprägten Personen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Multikulturalismus in Deutschland
2.1 Massenmedien und ihr Einfluss
2.2 Aktuelle Vorfälle und die Spaltung der Gesellschaft
3. Von der multikulturellen zur transkulturellen Gesellschaft
3.1 Kulturelle Vermischung im Alltag
3.2 Stadtteile und ihre soziale Struktur
4. Grenzen der Toleranz
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Forschungsfrage, inwieweit das moderne Deutschland heute tatsächlich als multikulturelle Gesellschaft bezeichnet werden kann. Dabei wird analysiert, wie Einflüsse aus verschiedenen Kulturen auf das gesellschaftliche Zusammenleben wirken und wo die Grenzen der Toleranz gegenüber fremden Traditionen und Werten liegen.
- Analyse des Einflusses von Massenmedien auf die Integration von Migranten
- Untersuchung von Integrationshemmnissen durch Fremdenfeindlichkeit und soziale Ausgrenzung
- Gegenüberstellung von multikulturellen und transkulturellen Gesellschaftsmodellen
- Diskussion der Bedeutung von Stadtvierteln für die kulturelle Vermischung
- Bewertung von kulturellen Praktiken im Konflikt mit geltendem deutschen Recht
Auszug aus dem Buch
Von der multikulturellen zur transkulturellen Gesellschaft
Im Bezug auf Deutschland muss man vielmehr von einer transkulturellen Gesellschaft sprechen, als von einer multikulturellen. Denn es ist nicht nur ein Nebeneinander her leben der Kulturen, sondern vielmehr ein Zusammenspiel der Kulturen zu einer großen Gemeinschaft. Die verschiedenen Kulturen beeinflussen sich gegenseitig und führen zur Erschaffung einer transkulturellen Gesellschaft.
Kulturen leben nicht in einer keimfreien biologischen Zone. Kulturen beeinflussen sich gegenseitig. Die Individuen mit verschiedensten Herkünften tauschen sich miteinander aus, bringen sich gegenseitig Sachen bei und unterstützen einander. Dies möchte ich anhand eines Beispiels verdeutlichen: ein deutsches Mädchen, das sich mit einer türkischstämmigen Muslima anfreundet, zeigt ihr ihr Gotteshaus und ihre Lebensweise. Auch durch Besuche zu Hause kommt es zum Erleben der anderen Kulturen. Es gibt andere Mahlzeiten und eine andere Sprache. Gefällt dem deutschen Mädchen die türkische Küche, so bittet es ihre Mutter gegebenenfalls diese Gerichte ebenfalls zu kochen. Auch durch die Zutaten dafür zu besorgen, besucht die Mutter einen türkischen Supermarkt. Anhand dieses Beispiels kann man erkennen, dass die Vermischung der Kulturen ein Prozess ist, welcher schnell stattfindet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und definiert den Begriff der multikulturellen Gesellschaft sowie die Zielsetzung der Untersuchung.
2. Multikulturalismus in Deutschland: Es wird die Rolle der Massenmedien beleuchtet und anhand aktueller gesellschaftlicher Spannungen analysiert, warum das Idealbild einer multikulturellen Gesellschaft in der Realität auf Widerstände stößt.
3. Von der multikulturellen zur transkulturellen Gesellschaft: Das Kapitel plädiert für einen Wechsel des Begriffs hin zur „transkulturellen“ Gesellschaft und verdeutlicht den Prozess der gelebten kulturellen Vermischung in Alltag und städtischen Vierteln.
4. Grenzen der Toleranz: Hier werden kritische Aspekte wie inkompatible Wertvorstellungen, der Umgang mit geltendem Recht und die Herausforderungen durch soziale Ausgrenzung diskutiert.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, in der Deutschland als ein Land charakterisiert wird, das sich von einem fremdenfeindlichen zu einem offen entwickelten Industrieland gewandelt hat.
Schlüsselwörter
Deutschland, Multikulturalismus, Transkulturalität, Integration, Migration, Massenmedien, Toleranz, kulturelle Vermischung, Fremdenfeindlichkeit, soziale Ausgrenzung, Stadtgesellschaft, Migrationshintergrund, Identität, Wertekonflikte, gesellschaftlicher Wandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den aktuellen Status quo des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland unter dem Aspekt der multikulturellen Vielfalt und Integration.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Einfluss von Medien, der sozialen Dynamik in Großstädten und dem Spannungsfeld zwischen kultureller Offenheit und rechtlichen bzw. sozialen Toleranzgrenzen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Forschungsfrage ist, ob man das moderne Deutschland als eine tatsächlich multikulturelle Gesellschaft bezeichnen kann oder ob andere Begriffe wie „transkulturell“ treffender sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie Praxisbeispiele, um soziologische Konzepte von Kultur und Gesellschaft zu illustrieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Rolle der Massenmedien, die Bedeutung der kulturellen Vermischung in Stadtvierteln und die Diskrepanz zwischen verschiedenen kulturellen Wertvorstellungen in Deutschland.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind Begriffe wie Transkulturalität, Migration, Integration, Toleranzgrenzen und das Konzept der multikulturellen Gesellschaft in Deutschland.
Warum hält der Autor den Begriff „transkulturell“ für angemessener als „multikulturell“?
Der Autor argumentiert, dass „multikulturell“ nur ein nebeneinander Existieren beschreibt, während „transkulturell“ ein aktives Zusammenspiel und eine gegenseitige Befruchtung der Kulturen impliziert.
Wie gehen die Schulen laut dem Text mit Schülern mit Migrationshintergrund um?
Der Text weist darauf hin, dass kulturelle Unterschiede oder abweichende Lebensweisen oft zu Ausgrenzung durch Mitschüler führen können, was bei Betroffenen Gefühle von Minderwertigkeit auslösen kann.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Ist das moderne Deutschland heutzutage eine multikulturelle Gesellschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1391975