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Zur Shop-Startseite › Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Einführung in die Philosophie Descartes

Erkenntnistheorie

Titel: Einführung in die Philosophie Descartes

Hausarbeit , 2006 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Patrick Müller (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dem Philosophen Descartes verbindet man im allgemeinen als erstes das Cogito-Argument und dementsprechend viele Interpretationen finden sich zu dem Thema. Bei dem Text von Kemmerling tauchen jedoch zwei interessante Punkte auf: Zum einen wird deutlich, daß das Cogito-Argument am Ende der 2. Meditation noch einen, wenn auch geringen, Zweifel zulässt. Zum anderen, daß die Gültigkeit des Cogito-Arguments stark von dem Gottesbeweis abhängig ist. Ziel der hier vorliegenden Arbeit soll es nun sein der Frage nachzugehen, ob das Cogito-Argument auch ohne Gottesbeweis seine Gültigkeit beibehält.
Doch zunächst sollen die für die spätere Argumentation wichtigen Textstellen gefunden und erläutert werden. Dazu zählen auch die Gründe und das Anliegen bzw. das Ziel des methodischen Zweifels. Dann wird das Vorgehen das cartesischen Skeptikers anhand der verschieden Stufen, die in den Meditationen beschrieben werden, angeführt und der Ausweg aus dem universalen Zweifel (Cogito-Argument) aufgezeigt. In einem zweiten Schritt soll dann, insbesondere mit der Rekonstruktion des Argumentationsganges von Kemmerling, nachvollzogen werden, in welcher Hinsicht das Cogito-Argument noch bezweifelt werden kann und was man gegen diesen Zweifel einwenden kann. Schließlich soll am Schluss der Arbeit der Versuch einer eigenen Argumentation unternommen werden, der sich auf die oben aufgestellte Fragestellung bezieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DREI GRÜNDE WARUM DESCARTES DEN METHODISCHEN ZWEIFEL ENTWIRFT

2.1. DER AUFBAU EINES NEUEN WISSENSCHAFTSSYSTEMS

2.2. DIE HISTORISCH-POLITISCHE SITUATION ZUR ZEIT DESCARTES

2.3. ÜBERWINDUNG DES KLASSISCHEN SKEPTIZISMUS

3. DREI STUFEN DES „METHODISCHEN ZWEIFELS“

3.1. ZWEIFEL HINSICHTLICH DER KOGNITIVEN GRUNDLAGE (SINNESTÄUSCHUNG)

3.2. ZWEIFEL HINSICHTLICH DES KOGNITIVEN ZUSTANDES (TRAUMARGUMENT)

3.3. ZWEIFEL HINSICHTLICH DER KOGNITIVEN AUTONOMIE (GENIUS MALIGNUS)

4. DAS COGITO-ARGUMENT

5. WARUM DENNOCH DAS COGITO-ARGUMENT BEZWEIFELT WERDEN KANN

6. DIE LÖSUNG DES ZIRKELPROBLEMS

6.1. DER GOTTESBEWEIS

6.2. DER WIDERSPRUCH DES GROßEN ZWEIFELS

6.3. DER SCHWACHE BZW. METAPHYSISCHE ZWEIFEL

7. IST DER GROßE ZWEIFEL NUR EINE „LEERE BEHAUPTUNG“?

8. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Gültigkeit von René Descartes’ Cogito-Argument und analysiert insbesondere, ob dieses auch ohne die Einbeziehung eines Gottesbeweises innerhalb eines neuen Wissenschaftssystems Bestand haben kann.

  • Methodischer Zweifel bei Descartes als Werkzeug zur Wissensfundierung
  • Stufen des Skeptizismus (Sinnestäuschung, Traumargument, Genius Malignus)
  • Struktur und Unbezweifelbarkeit des Cogito-Arguments
  • Die Problematik des Zirkelschlusses zwischen Gott und Existenz
  • Transformation deskriptiver Naturphilosophie in konstruktiv-praktische Wissenschaft

Auszug aus dem Buch

3.1. Zweifel hinsichtlich der kognitiven Grundlage (Sinnestäuschung)

„Alles nämlich, was ich bisher am ehesten für wahr gehalten habe, verdanke ich den Sinnen oder der Vermittlung der Sinne. Nun aber bin ich dahintergekommen, daß diese uns bisweilen täuschen, und es ist ein Gebot der Klugheit denen niemals ganz zu trauen, die uns auch nur einmal getäuscht haben.“

Rosenberg zeigt, auch wenn das Argument formal richtig ist, daß es inhaltlich keineswegs angenommen werden muss. Und zwar rekonstruiert er das Argument wie folgt:

- Meine Sinne trügen mich manchmal.

- Deshalb kann es sein, dass meine Sinne mich immer trügen

Es hat also die Form:

- X ist manchmal F.

- Deshalb kann es sein, dass X immer F ist.

Setzt man nun in die gleiche Form folgenden Inhalt ein:

- Gemälde sind manchmal Fälschungen

- Deshalb könnte es sein, dass Gemälde immer Fälschungen sind.

bemerkt man, dass das Argument von Descartes nicht zwingend zu einer wahren Konklusion führt.

Weiterhin führt der Zweifel der Sinne, wenn er denn wahr wäre, nicht zu einem Zweifel über die materiellen Dinge. Außerdem besteht kein Zweifel hinsichtlich nicht-empirischer Dinge, wie der Mathematik oder ob wir in einer Kausalrelation zu wirklich vorhandenen Dingen stehen, die wir nur nicht richtig wahrnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung hinsichtlich der Abhängigkeit des Cogito-Arguments vom Gottesbeweis und Zielsetzung der Untersuchung.

2. DREI GRÜNDE WARUM DESCARTES DEN METHODISCHEN ZWEIFEL ENTWIRFT: Analyse der scholastischen Kritik, der politischen Lage und der Notwendigkeit einer neuen Wissensgrundlage.

3. DREI STUFEN DES „METHODISCHEN ZWEIFELS“: Untersuchung der skeptischen Ansätze von der Sinnestäuschung über das Traumargument bis hin zum bösen Geist.

4. DAS COGITO-ARGUMENT: Erläuterung der Struktur, Selbstevidenz und Unkorrigierbarkeit von Descartes' zentralem Erkenntnisgrundsatz.

5. WARUM DENNOCH DAS COGITO-ARGUMENT BEZWEIFELT WERDEN KANN: Darstellung des Zirkelproblems, das bei der Verknüpfung von Gottesbeweis und eigener Existenz entsteht.

6. DIE LÖSUNG DES ZIRKELPROBLEMS: Untersuchung von Lösungsansätzen durch den Gottesbeweis sowie eine metaphysische Einordnung des skeptischen Zweifels.

7. IST DER GROßE ZWEIFEL NUR EINE „LEERE BEHAUPTUNG“?: Kritische Auseinandersetzung mit der Relevanz des universellen Skeptizismus im Hinblick auf den menschlichen Einflussbereich.

8. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung, dass die praktische Nutzbarkeit der konstruktiven Wissenschaft die theoretische Unvollständigkeit des Skeptizismus-Widerstands überwiegt.

Schlüsselwörter

Descartes, Cogito-Argument, methodischer Zweifel, Skeptizismus, Erkenntnistheorie, Gottesbeweis, Zirkelproblem, Genius Malignus, Traumargument, Scholastik, Wissenschaftssystem, Metaphysik, Ich-Bewusstsein, Vernunft, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der erkenntnistheoretischen Analyse von René Descartes, insbesondere mit seinem methodischen Zweifel und der Gültigkeit des Cogito-Arguments.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören der cartesianische Skeptizismus, die Konstruktion eines neuen Wissenschaftssystems und das Verhältnis zwischen Gott, Ich-Existenz und Außenwelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, zu klären, ob das berühmte „Ich denke, also bin ich“ auch ohne die Hilfe eines Gottesbeweises als sicheres Fundament der Philosophie Bestand haben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die philologisch-philosophische Interpretation von Primärquellen (Meditationen, Von der Methode) und stützt sich auf die Rekonstruktion von Argumentationsgängen, insbesondere unter Einbeziehung der Forschung von Kemmerling.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Stufen des Zweifels detailliert analysiert, das Cogito-Argument auf seine Logik geprüft und das Zirkelproblem zwischen der Existenz Gottes und der des Subjekts erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Erkenntnistheorie, methodischer Zweifel, Skeptizismus, Cogito-Argument, Zirkelproblem und das wissenschaftliche Fundament bei Descartes.

Was ist das „Konnexionsprinzip“ in diesem Kontext?

Dies bezeichnet die Verknüpfung von Wahrnehmungsinhalten mit dem Gedächtnis, wodurch Descartes versucht, Wachzustand und Traum voneinander abzugrenzen.

Warum spielt die historische Situation für den Autor eine Rolle?

Der Autor argumentiert, dass Descartes' Einbeziehung des Gottesbeweises möglicherweise strategisch motiviert war, um sich gegenüber der Inquisition abzusichern, anstatt rein philosophisch zwingend zu sein.

Wie löst Descartes laut Arbeit das Zirkelproblem?

Die Arbeit schlägt vor, den schwachen, metaphysischen Restzweifel als notwendigen Teil des Skeptizismus zu akzeptieren und den Fokus auf den praktischen Nutzen der Wissenschaft zu legen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einführung in die Philosophie Descartes
Untertitel
Erkenntnistheorie
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,0
Autor
Patrick Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V139089
ISBN (Buch)
9783640487158
ISBN (eBook)
9783640487233
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Descartes Erkenntnistheorie Philosophie cogito Skeptizismus Rene
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Müller (Autor:in), 2006, Einführung in die Philosophie Descartes, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/139089
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